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KnzeiM tfir die amtlichen Rekanntmachungen im Kreise Schlächtern.

BezugSpreiS frei Haus, vorauszahlbar vicrtclj. 2,50 Mk., (durch die Post ohne Bestell­geld). Erscheint Dienstags, Donnerstags und Samstags. Druck und Verlag C. Hohmeister, verantwort!. L. Hohmeister, Schlüchtern. Fern­ruf 65. Erfüllungsort für den gesamten Ge- schäftsvcrkchr mit der Firma Schlächtern.

Schlüchteruer ^Ireisvlatt

Aelteste Zeitung im Kreise; gegründet im Jahre 1849. Illustriertes Sonntagsblatt ow)

Anzeigen: kl. Zeile oder deren Raum 25 Pfg., Reklamezeile 50 Pfg. Bei Betriebs­störungen kein Schadensersatz ober Minder« gebühr einschließlich Bezugs. Keine Gewähr für Platz, Aufnahme-Zeit und Beleglieserung. Kein Nachlaß bei gerichtlichen Zwischenkasten. Zahlkarte Frankfurt a. Main Stummer 11402.

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Dsnnsrrtag, den 22. Januar 1920.

73. Jahrgang.

Amtliches.

J.-Nr. 840. Die den Herren Bürgermeistern und GuiSvorstehern in den ersten Tagen zugehende Ver­ordnung des 'Reichspräsidenten vom 13 d. Mts. ist sofort in ortsüblicher Weise bekannt zu machen und danach zum öffentlichen AuShang zu bringen.

Schlüchtern, den 19. Januar 1920.

Der Landrat. von Trott zu Solz.

Durch rechtskräftiges Urteil der Strafkammer des Landgerichtes in Hanau vom 19. August 1919 wurde der Landwirt und Metzger Jsidor Happ in Ulmbach wegen Schleichhandels und wegen Vergehen gegen § 187 St. G. B. zu 3 Monaten und 1 Woche Gesang nts sowie 4000 Mark Geldstrafe ev. für je 15 Mk. 1 Tag Gefängnis bestraft.

Schlüchtern, 19. Januar 1920.

Der Vorsitzenne des Kreis Ausschusses.

Bekanntmachung.

Zu Beisitzern des für tun Bezirk des hiesigen Ober- verftcherungSamtes gebildeten Schiedsamtes find gewählt:

a) für die Aerzte

1) Sanitätsrat Dr. Karl von Wild, hier,

2) G.h. San.-Rat. Dr. Wilhelm Fcy, hier,

3) Dr. Hans von Roch.

b) für die Krankenkassen

1) Fabrikant Hans Wild, hier,

2) Bürobeamter Emil Gauler, hier,

3) Porzelanmaler Karl Möller, hier.

Eaffel, den 9. Januar 1920.

Der Wahlleit: von Lentze.

123 K.-A. Die Herren Bürgermeister der Land­gemeinden werden ersucht, mir binnen 5 Tagen die Einwohnerzahl nach der PersouenstaydSaufnahme im Oktober 1917, 1918 und 1919 anzuzeigen. Die An­gabe geht aus den Personenverzeichniffen hervor, die in ihren Händen find.

Schlüchtern, den 17. Januar 1920.

Der Vorsitzende des Kreis-Ausschuffes.

J.-Nr. 153 K.-A. Die Bullenkörtermine werden

für das Jahr 1920 wie folgt festgesetzt:

27. März in Sterbfritz,

5. Juni in Schlüchtern,

28. August in Sterbfritz,

29. Oktober in Schlüchtern,

18. Dezember in Sterbfritz.

Schlüchtern, den 19. Januar 1920.

__________________________________Der Landrat.

Durch Verordnungen vom 20. Dezember 1919, R. G. Ll. Nr. 247, find die gesamte Wildverkehrsregelung, damit die WilvabltcferungSpfltcht, der Mark^nzwang und die sonstigen Verkehrsbeschränkungen sowohl wie die Höchstpreise aufgehoben und der freie WildhandelS- verkehr »iederhergestellt worden.

i Richtpreise für Wild. Der ReichSwirtschaftSminister hat gemäß der ihm in der Verordnung über die Re- gelung der Wildpretse vom 20. Dezember 1919 erteilten Ermächtigung Richtpreise für den Großhandel mit Wild bekanntgegeben. Sie betragen: für Rehwild je Psd. 4,50 Mk. fär Rot-, Dam- u. Schwarzwild je Pfd. 4, sür Hasen je Stück 24. für wilde Kaninchen je Stück 5. für Fasanen Hähne je Stück 14 für FasanenHennen je Stück 10. Die Preise verstehen sich sämtlich einschließlich Decke -der Balg.___________________________________________

J.-Rr. 685. Unter der Schafherde der Gemeinde flnterletchtersbach, Bezirksamt Brücken«», ist die Räude «tsgebroche«.

Schlüchtern, den 16. Januar 1920.

- ___________Der Landrat. J. V.: Schultheis.

J.-Nr. 68 K. G. II. Die GeschäftSstunden der Bezirksfleischstelle und des ViehhandelSverbandeS in Eaffel sind vom Montag, den 12. Januar 1920 von 8 Khr vormittags bis 2 Uhr mittags festgesetzt. Schlüchtern, den 17. Januar 192®. Der Vorsitzende des Kreisausschuffes. von Trott zu Solz.

Nach Mitteilung des LandesfleischamteS ist der Häutezuschlag für den Tierhalter vom 19. Januar bis U. Februar 1920 einschließlich bet Rmdern auf 52,50 Rk. bei Kälbern auf 96,60 «k. bei Schafen mit

voliwslligen, halblangen und, kurz völligen Fellen auf 73,20 Mk. mit Blöffen auf 50 Mk. und bet Pferden auf 37,20 Mk. für den Zentner Lebendgewicht festgesetzt. Eaffel, den 14. Januar 1920.

Bezirksfleischstelle. *

Wird Veröffentlicht."

Schlüchtern, 20. Januar 1920.

Der Vorsitzende des KreiS-AusschusseS.

Das Landesfleischamt teilt heute telegraphisch mit daß der Häutezuschlag für den Tierhalter vom 19 Januar bis 15. Februar 1920 einschließlich bei

Kälbern auf 99,60 Mk.

für den Zentner Lebendgewicht festgesetzt wurde. Eaffel, den 16. Januar 1920.

Bezirk, fleischstelle.

* * * J.-Nr. 165 K. G. II. Wird veröffentlicht.

Schlüchtern, den 19. Januar 1920.

Der Vorsitzende deS Krets-Ausschuffes.

J.-Rr. 536. Alle das Tchueiderhandwerk selbständig betreibenden Personen aus dem Kreise Schlüchtern, für welche nach der Anordnung des Herrn Regierungs Präsidenten zu Eaffel vom 30 Okt. v. JS. (Kretsblatt Nr. 83) zum 1. Januar d. Js. eine Zwangsinnung errichtet worden ist, werden zum Zwecke der Beschlußfassung über den Entwurf des Jnnungs- stctutS auf

Mittwoch, den 28. d M , nachm. 4 Uhr in dem Sitzungssaal des hiesigen Kreishauses etnbe- rufen.

Die Herren Bürgermeister ersuche ich, vorstehende Einbecufunng den beteiligten Gewerbetreibenden als­bald in ortsüblicher Weise bekannt zu geben.

Schlüchtern, den 16. Januar 1920.

Der Landrat. von Trott zu Solz.

J.-Nr. 611. Alle das Waguerhaudwerk sclrst- ständig betreibenden Personen aus dem Kreise Ächlüch- tern, für welche nach der Anordnung des Herrn Regierungs-Präsidenten zu Eaffel vom 17. Sept. v. I. (Kreisblatt Nr. 78) zum 1. Dezember v. Js. eine Zwangsinnung errichtet worden ist, werden zum Zwecke der Beschlußfassung über den Entwurf des JanungS- statuts auf:

Montag, den 2«. d. MtS, nachm. 4 Uhr in den Sitzungssaal des hiesigen KretshauseS einbe­rufen.

Die Herren Bürgermeister ersuche ich, vorstehende Einberufung den beteiligten Gewerbetreibenden als bald in ortsüblicher Weise bekannt zu geb.».

Schlüchtern, den 16. Januar 1920.

Der Landrat. von Trott zu Solz.

Nachdem bet der Abstimmung sich die Mehrheit der beteiligten Gewerbetreibenden für die Einführung der BeitritlSzwangeS erklärt hat, ordne ich hiermit an, 4aß zum 1. März 1920 eine Zwangsinnung für das Schuhmacherhandwerk in dem Bezirk des Kreises Schlüchtern mit dem Sitze in Schlüchtern und dem NamenZwangsinnung für das Schuhmacherhandwerk im Kreise Schlüchtern" errichtet werde.

Von dem genannten Zeitpunkt ab gehören alle Ge­werbetreibende des vorbezeichneten Bezirks, welche das Schuhmacherhandwerk betreiben, gleichviel, ob sie Ge­sellen und Lehrlinge beschäftigen oder nicht, dieser Innung an. (A. II. G-. 10556.)

Eaffel am 23. Dezember 1919.

Der Regierungspräsident. I. A.: Slb.

* * *

J.-Rr. 139. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, die vorstehende Anordnung in ortsüblicher Weise zu veröffentlichen.

Schlüchtern, den 16. Januar 1920.

Der Landrat- von Trott zu Solz.

Die AusN-ferungs»ste an Kossand überreicht.

Pari», 18. Januar.

HavaS meldet: Dutasta übergab gestern morgen dem holländischen Gesandten in PariS die Rote dc» Obersten Rates, die die Auslieferung des ehemaligen Kaisers verlangt. Das Schriftstück, das sich auf Artikel 227 des Versailler Vertrages stützt, appelliert an den Gerechtigkeitssinn der holländischen Regierung und ersucht diese, sich dem »uusche der Alliierten anzuschlietzen, eine exemplarische Strafe zu statuieren.

BayeruS Demokraten zur Auslieferung.

München, 18. Januar.

Die d mokratische Landtagsfraktion brächte den Antrag ein, die bayrische Regierung möge im Reichsrat dahin wirken, daß von diesem alles geschehe, um die Bestimmungen des Versailler Vertrags über die Auslieferung, deren Ausführung Regierung und Volk mit unauslöschbarer Schmach bedecken müßte, nicht zur Ausführung gelangen zu laffen.

Die Gefaugeneuheimkehr.

Köln, 18. Januar.

Die Reichsstelle Köln für KriegSgefangenenrückkehr teilt mit: Heute abend beginnt die Abfahrt der deutschenLeerzüge zur Heimholung unsererKriegsgefangenen aus Frankreich. Das Eintreffen der ersten Züge in den Durchgangslagern wird sofort bekanntgegeben.

Berlin, 17. Januar.

Wie die Reichszenttalstelle für Kriegs- und Zivil­gefangene mitteilt, haben 4 deutsche Dampfer Auslaufdefehl nach französischen Häfen erhalten, um den Abtransport der Gefangenen in Frankreich auf dem Seewege zu übernehmen. Es fahren aus: Am 18. Januar der DampferRügen" nach Rouen,Gotenhof" und Herbert Horn" nach St. Nazaire am 19. Januar, Melilla" nach Le Havre. Rückkehrhäfen sind Emden, Cuxhaven, Brunsbüttel und Bremerhaven.

Auslaufbefehl au deutsche Dampfer.

Die Reichszenttalstelle für Kriegs- und Zivilge­fangene teilt mit: Vier deutsche Dampfer haben Auslaufbefehl nach französischen Häfen erhalten, um den Abtransport der Gefangenen in Frankreich auf dem Seewege zu übernehmen. Es fahren aus: Am 18. Januar der DampferRügen" nach Rouen Gotenhof" undHerbert Horn" nach St. Nazaire, am 19. JanuarMelilla" nach Le Havre. Rückkehr- häfen find: Emden, Luxhaven, Brunsbüttel und Bremerhaven.

Auf Betreiben der Auswärtigen Amts haben bekanntlich sechs protestantische Geistliche einzelne französische Lager mit deutschen Kriegsgefangenen besucht. Die Eindrücke, die die Herren gewonnen haben, sind im wesentlichen dieselben, die sich aus früheren Berichten ergeben: Stärkste seelische Ver­stimmung, die teilweise der Verzweiflung nahekommt, größter Pessimismus in bezug auf das Datum der Heimkehr (die Besuche fielen in die Zeit vor dem Inkrafttreten des Friedens), ausreichende Nahrung, aber Krankheitserscheinungen, Strophulose und Nacht­blindheit infolge monatelanger gleichartiger Ernährung (Erbsen und Reis).

Die Führung war korrekt, ebenso der Empfang durch die französischen Lagerkommandanten. Die Bevölkerung ist allen Deutschen gegenüber haßerfüllt, wozu eine allgemeine Propaganda durch Bild und Wort über den Zustand der zestörten Gebiete viel beiträgt. Zu Gefangenenaufsehern find vielfach früher in Deutschland befindliche fran.ösische Kriegsgefangene bestellt. Doch hat man die merkwürdige Erfahrung gemacht, daß gerade fie die Gefangenen durchaus menschlich behandeln, sei. es, weil sie das Gefangenenlos kennen, sei es wegen der Behandlung, die ihnen in Deutschland zuteil geworden ist. Die Besucher haben bei den deutichen Gefangenen, besonders auch bet den Offizieren, glühende Vaterlandsliebe feststellen können und den a!gemein empfundenen Wunsch, nach der Rückkehr zum Wiederaufbau des Vaterlandes mit allen Kräften beizutragen. __________________

Deutsches Reich.

Berlin. (Unsere ErnährungSlage.) Wie der L. A." zur ErnährungSlage erfährt, werden demnächst direkte Verhandlungen durch den Deutschen Städtetag, die Genossenschaften und Konsumvereine mit den land- wirtschaftlichen Verbänden eingeleitet werden, nachdem die letzten Besprechungen im WirtschastSministerium vor der Hand aussichtslos gewesen seien, da Reichlwirt- schaftsmtntster Schmidt sich der Milderung der Zwangs­wirtschaft gegenüber ablehnend verhalten habe, habe man sich nach längerer Beratung auf eine engere Kommission geeinigt, die am 21. Januar zusammen- treten wird, um das Ernährungsproblem zu berate«. Außer dem Retchswirtschastsmintster werden die Vor­stände der Reichsgetreide- und Kartoffelstelle teilnehmen,