SSprets frei Haus, vorauszahlbar
2 Mk., (durch die Post ohne Bestellgeld). Erscheint Mittwochs und Samstags. Druck u. Verlag C. Hohmeister, verantwortl. L Hohmeister, Schlächtern. Fernruf 65. Erfüllungsort für den S' mten Geschäftsverkehr mit der Firma lüchtern.
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Anzeiger für die amtlichen Bekanntmachungen im Greife Schlächtern. Schküchterner Meisßlatt Beltefte Zeitung im Kreise; gegründet im Jahre 1849.
Beilagen: Illustriertes Sonntagsblatt tu*) Amtliche Beilage (Kreisblatt).
M 92. Samstag, den 15. Ziovember 1919. 70. Jahrgang.
Amtliches.
J.-Nr. K. A.
Aaumwärterkursus.
Es wird hiermit darauf aufmerksam aemacht, daß am Montag, den 17. November 1919, vor- ; mittags 9 Uhr n der hiesigen Kreisbaumschule der ; Baumpflegekursus beginnt. Die Herren Bürgermeister ; von Schlüchtern, Stetbfritz, Hütten, Weichersbach und Ulmbach werden ersucht, die zur Teilnahme angemeldeten Kurststen hierauf noch besonders mit der Aufforderung hinzuweisen, sich pünktlich zu der angegebenen Zeit in der hiesigen Kreisbaumschule ein^ sinken.
Schlüchtern, den 12. November 1919.
Der Vorsitzende des Kreis Ausschusses.
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Deutsches Reich.
— Köln, 11. November. (Kardinal Amtmann t-) ; Kardinal Hartmann, Erzbischof von Köln, ist vergangene " Nacht 2 Uhr verschieden.
— Versailles, 11. November. (Vom „Frieden". Frankreich verlangt die Auslieferung von 6000 Deutschen.) Wie Libelle mitteilt, verlangt Frankreich die Auslieferung von 6000 Deutschen auf Grund des Artikels 223 des Friedensverträges. Die französische Regierung werde in der vom Fünferrat eingesetzten Kommission betreffend die Regelung des Waffensiillstand-.^ ^s durch den Untttstaatssekrelär für Milttärjusttz vertreten sein Der Oberste Rat ernannte eine Commission zur Zusammensetzung des Gerichtshofes für die-Aburteilung der auszulicfernden Deutschen.
— Amerika will nicht ratifizieren. Wie dem „Echo de Paris" aus Washington gemeldet wird, sind die EintgungsVerhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten geschetdert. Es gilt als sicher, daß Wilson und die amerikanische Regierung den Friedensvertrag »»ratifiziert nach Paris zurückschicken und daß in diesem Jahre keine Abstimmung über den Friedensvertrag im amerikanischen Senat stailsinden wird.
4JiQsy[t-,^flHriy;f,y{ft^ajt,^ft]H,^f^iB. bWr^WiiK^Wi’? । Hedenket der hungernden Zöget! |
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Lokales und UrovinzieTes.
Schlüchtern, den 14. November 1919.
—* Kommenden Sonntag, den 16. November veranstaltet der hiesige Männergesangverein im Saale ier Turnhalle ein Konzert. Nachdem während der langen Kriegsjahre der Gesang ruhte, wird der Verein unter Leitung seines bewährten Dirigenten Herrn Lehrer Gremmels auch dieses Mal bemüht sein, dem kunstliebenden Publikum ein paar genußreiche Stunden zu verschaffen. Wir hoffen, daß der Abend durch-ein uallbesrtzcs Haus gekrönt wird.
—* Am Montag, den 17. November 1919 abends 7 7, Uhr findet eine Stadtverordnetem Versammlung mit nachstehender Tagesordnung statt: 1. Genehmigung einer Anleihe zur Beschaffung von Zählern für das Elektrizitätswerk. 2. Bewilligung weiterer M ttel auf die Etatstitel: a) Reisekosten und Tagegelder, b) Feuerungsmatertal für das Rathaus. 3. Beschickung elner Versammlung der Städte der Bezirke Caffel, I Wiesbaden und Oberhessen am 22. d. Mts- in Gießen | iur Verhandlung über Lohntariffragen. 4. Erhöhung s der Ortszulagen für die Stadtschullehrer. 5. Neuregelung des Lohnes des Maschinisten Möller. 6. Be- i chafsungsbethilse für die städtischen Beamten, Latein- Hullehrer, Angestellten und Arbeiter. 7. Geschäftliche Mitteilungen.
-* Schwester Marie Schaefer aus Schlüchtern I wurde die Rote Kreuz Medaille 3. Klasse verliehen.
I —* Von Freitag, den 14. November ab werden | Wert- und Einschreibepakete wieder zur Postbeförderung | rugelassen.
-* Eine kath. Lehrerstelle ist auf sogleich in Sal
I Muster zu besetzen. Meldungsgesuche mit beglaubigten I Zeugnisabschriften und kurzem Lebenslauf find bis zum I 20. November einzureichen an die Regierung, Abteilung I In Caffel. Desgleichen eine kath. Schulstelle in Uetjell auf sogleich. Meldungsgesuche find bis zum 20.
November 1919 einzureichen an Herrn Dr. Hamacher Fulda.
—* In der Zeit vom 10.—26. November ist jedermann Gelegenheit geboten, sein Geld sicher, gut und mit großen Gewinn anzulegen. Wer sich an der Deutschen Spar-Prämien-Anleihe 1919 beteiligt, schützt Deutschland von einer großen wirtschaftlichen Katastrophe, hält die Ruhe im Lande aufrecht, und vor allem treibt er sichere gewinnbringende Spekulation. Die Spar- Prämienanleihe ist keine Kriegsanleihe! Wer aber Kriegsanleihe besitzt, tut gut, sie gegen Spar Prämien- nleihe umzutauschen, denn dadurch verschafft er sich großen Gewinn. Kriegsanleihe notiert zur Zeit 80 v. H, bet der Zeichnung von Spar Prämienanleihe jedoch wird sie zum vollen Wert, also zu 100 angenommen. Wer z. B. 1000 Mk. Spar-Prämienanleihe zeichnet, zahlt 500 Mk. bar und 500 Mk. Kriegsanleihe zu 80 — 400 Mark, zusammen also 900 Mark. Bei der Tilgung jedoch erhält jeder Besitzer von Spar Prämienanleihe für j-des Stück 1000 Mk. zuzügl. 50 Mk. einfache Zinsen für jedes verflossene Jahr. Hierzu kommt noch die systematische Kurssteigerung, sodaß es sich um eine äußerst vorteilhafte Kapitalanlage handelt. Es sei ganz besonders darauf hingewiesen, daß die Regierungs-Haupt-, Kreis- und Zollkaffen Zeichnungen für diese Anleihe entgegenzunehmen haben.
Kreisgrupps akademischer Beratende
V er s a in nil an g in Schlüchtern „Deutscher Kaiser“ am 18. Novem. ber 1919, nachmittags 4 Uhr.
Tagesordnung:
1. Endgültige Genehmigung der Satzungeu.
2. Zusatzantrag. 3. Verschiedenes.
Um zahlreichen Besuch und um Einsendung des Jahresbeitrages bittet Der Vertrauensmann, w«wimim«**«w*m*m*itwnrw8r*jr trtrw
—* Vom 10. November 1919 treten anstelle der bisherigen Wagenstandgelder von 5, 20, 50 und 100 Mark folgende anderweitigen Sätze in Kraft:
für die ersten 24 Stunden 50 Mk.
„ „ zweiten 24 „ 75 „
„ „ weiteren 24 „ 100 „
Diese vorübergehende für die Bezirke aller preußisch- hessischen Eisenbahndirektionen angeordnete Erhöhung des Wagenstandgeldes ist nach § 80 Ziffer 8 der Eisenbahn-Verkehrsordnung zulässig und bedingt durch die im Gebiet der preußisch-Hessischen Staatsbahnen bestehenden Frachtanhäusungen auf Bahnhöfen und Strecken, die die ordnungsmäßige Abwicklung des Verkehrs gefährden.
—* Im Reichsgesetzblatt ist eine Verordnung des Reichsfinanzmtntfters erschienen üb:r Maßnahmen gegen die Kapital- (Steuer-)flucht. Die Verordnung, die mit dem 1. Dezember 1919 in Kraft tritt, stellt den Grundsatz auf, daß Zinsscheine von Wertpapieren, sowie ausgeloste, gekündigte oder zur Rückzahlung fällige Stücke inländischer Wertpapiere nur von einer Bank — unter Bank im Sinne der Verordnung werden auch Sparkassen verstanden — zur Einlösung, Belebung oder Gutschrift angenommen werden dürfen, bei der das ganze Wertpapier mit Zinsscheinbogen und ErneuerungS- schein hinterlegt ist. Die Notwendigkeit zur Hinterlegung der Wertpapiere bei einer Sparkasse oder Bank zum Zwecke der Einlösung der Zinsscheine p. tritt für den in Deutschland steuerpflichtigen Besitzer von Wertpapieren nicht ein, wenn er dem zustängigen Finanzamt — also der Steuerbehörde — ein Verzeichnis über den Besitz seiner Wertpapiere einretcht. Dsises Verzeichnis ist in doppelter Ausfertigung einzureichen, ein Stück hiervon bleibt bei dem Steueramt, das andere Stück bekommt der Besitzer der Wertpapiere vom Steueramt bescheinigt zurück, und mit diesem bescheinigten Verzeichnis kann dann der Besitzer der Wertpapiere die Zinsscheine p. bei einer Sparkasse oder Bank vorlegen und sich den Betrag auSzahlen oder seinem Konto gutschreiben lassen. Hat ein Besitzer von Wertpapieren sich bei einer Sparkasse oder Bank ein Schränk- fach gemietet, so ist dieses als Hinterlegung der Wertpapiere bei einer Sparkasse oder Bank nicht anzusehen, sondern es muß der Wertpapierbesitzer den Inhalt des
Schrankfaches der Sparkasse oder Bank bekannt geben, oder aber, wenn dieses nicht erwünscht, der Steuerbehörde seinen Wertpapierbefitz, wie vorgehend schon beschrieben, mitteilen, um die Einlösung von Zins- scheinen pp. vornehmen zu können. Daraus geht hervor, daß in Zukunft Zinsscheine als Zahlungsmittel im öffentlichen Verkehr nicht mehr angenommen werden können, sondern nur Sparkassen oder Banken und ähnliche Creditinstitute können die Einlösung besorgen. Die Besitzer ton Wertpapieren tun gut, wenn sie alsbald im Sinne vorstehender Ausführung Schritte tun, damit die am 1. Januar ^920 fälligen Zinsscheine pp. rechtzeitig zur Einlösung vorgelegt werden können. Der § 7 des Gesetzes enthält folgende Strafbestimmung. Wer vorsätzlich gegen die Bestimmungen des Gesetzes verstößt, wird mit Geldstrafe von 100—100 000 Mark und mit Gefängnis bis zu 2 Jahren bestraft. Der Versuch ist strafbar. Außerdem verfallen die dem Gegenstand der strafbaren Handlung bildenden Werte durch Urteil zu Gunsten des Reiches.
—* Eine Postwertzeichcnverstsigerung des Reichs« postministeriums wird Donnerstag, den 20., Freitag, den 21. und Sonnabend, den 22. November 1919, 9 7, Uhr vorm. im Oberltchtfaale der Philharmonie in Berlin SW. 11, Bernburger Straße 22 a/23, ab- gehalten werden. Versteigert werden ungebrauchte Wertzeichen der früheren deutschem Psftanstalten in Marokko (Inschrift DeutschesReich, UeberdruckMarokko mit ,cc" Ausgaben 1905 ohne und 1906/11 mit Wasserzeichen). Bestände d'efer Wertzeichen werden einige Zeit nach der Versteigerung auch freihändig verkauft. Die näheren Verkaufsbedingungen können portopflichtig durch das Reichspostmuseum in Berlin W. 66 bezogen werden; außerdem werden sie im Amtsblatt des ReichSpostmtnistertum veröffentlicht und können bet jeder Postanstalt des ReichspostgebietS eingesehen werden.
* Kressenbach. Am Sonntag, den 16. Itovember 1919 kann Herr Lehrer Jordan in Kressenbach auf eine 50jährige Tätigkeit im Schuldienste zurückblicken. 43 dieser 50 Jahre ist seine Arbeit der Kreffenbacher Jugend gewidmet gewesen, und Vater, Sohn und Enkel mögen zu seinen Füßen gesessen haben. Mit Rücksicht auf die Verkehrssperre wird die Jubiläumsfeier 8 Tage später, also am Sonntag, den 23. November in Kressenbach stattfinden. Mit dem 1. Januar 1920 tritt Herr Jordan in den wohlverdienten Ruhestand.
* Flieden. Verflossenen Freitag versuchte ein hiesiger Landwirt ca 30 Clr. Kartoffeln, einige Etc. Mehl und Erbsen gelegentlich einer BcettcrtransporteS nach Frankfurt a. M. zu verschieben. Zum Glück war die Polizei rechtzeitig zur Stelle und konnte die Schleichwaren beschlagnahmen.
Wergnügungsptan.
Samstag, 15. Nov, nachmittags 5 Uhr: Theater in der Turnhalle, Schlüchtern.
Sonntag, 16. Nov., abends 8 Uhr: Konzert in der Turnhalle, Schlüchtern. — Theater in Steinau, Gasthaus zum „Weißen Roß"; nachmittags 4 Uhr: „Hänsel und Gretel"; abends '/,8 Uhr: „Eine Frau auf Probe".
Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.
Evangelische Gemeinde:
Sonntag den 16. November 1919.
Vorm. 10 Uhr: Herr Superintendent Orth.
Nachm. V*2 Uhr : Kindergottesdienst: Herr Pfr. Rollmann. Wochendienst: Herr Superintendent Orth.
Niederzell 10 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann.
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Sonntag, den 16. November.
Evangelisch-Kirchlicher Blaukreuz-Verein Versammlung in der Kleinkinderschule 4 Uhr.
Gäste willkommen.
Sonntag den 16. November 1919.
Vorm. 10 Uhr: Amt mit Predigt.
Nachm. 2 Mr: Andacht und Christenlehre. Herr Kaplan Ramb.