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8. Justizrat Dr. Bartels, Direktor in Firma Henschel u. Sohn Caffel (Fabrikant Sethe Caffel). 9. Zimmer­meister Zimmermann, Vorsitzender der Handwerkskammer in E«ffel (Maurermeister Christoph Müller-Caffel(. 10. Bürgermeister Johannes Müller-Marburg (Bürger meister Dr. Stolzenbelg-Tschege). 11. Kommiff. Land­rat Regierungsrat Schmid Hanau (Dr. Wolf-Witzen- hausen). Zum Geschäftsführer derHessischen Heimat" ist bis auf weiteres der Landesaffeffor Dr. jur et Dr. phil. Kuhring bestellt. Die Geschäftsräume derHessi- chen Heimat befinden sich Caffel, Ständehaus, Stände­platz 8.

Deutsches Reich.

Berlin. Die am 6. März zum Abbruch der Verhandlungen über die Lebensmittelversorgung in Spaa überreichte Note der deutschen ReichSregierung vertritt folgenden Standpunkt: Trotz der nach dem Waffenstillstandsvertrag vom 11. 11. 1918 in Aussicht genommenen Lebensmittelversorgung Deutschlands während der Dauer des Waffenstillstands, einem der wesentlichsten Gründe, die zur Annahme der harten Bedingungen geführt hatte, begannen erst bei der Trierer Konferenz am 15. Januar dS. Js. die Verhandlungen darüber. Die deutsche Regierung verpflichtet sich hier, die deutsche Handelsflotte während des Waffenstillstandes zur Lebens ­mittelversorgung Deutschlands und der übrigen Staaten zur Verfügung zu stellen. Es ist klar, daß bei einem so ungeheuer großen Schritt, unter dem Begriff Lebens­mittelversorgung" nicht die Lieferung einer beliebigen Menge, sondern die Durchführung eines Programms ver­standen werden muß. In einer Note vom 10. Februar mußte die Forderung der Alliierten, eine Reihe von Schiffen am 12. Februar fahrbereit zu stellen und die in den neutralen Häfen liegende deutsche Tonnage zu übergeben, mit der Begründung abgelehnt werden, daß eine Sicherstellung mit Lebensmitteln nicht erfolge. Die deutsche Regierung billigt den Standtpunkt, daß sie die Flotte zur Verfügung stellen muß vor Beginn der Einfuhr nach Deutschland, nicht aber bevor eine Bindung der Affociierten dafür vorliegt, daß ausreichende Einfuhr tatsächlich erfolgen werde. Aus den sich an die letzte Verlängerung des Waffenstillstandes anschließen den Verhandlungen durfte Deutschland schließen, daß es sich bei den jetzt in Spaa zu führenden Verhand­lungen nicht nur um gewisse Lieferungen von Lebens- mi'teln, sondern um die Aufstellung eines Versorgungs­planes für Deutschland handle. Trotz der bitteren Er­fahrungen auch keine Tonne Lebensmittel haben wir von den Alliierten erhalten nimmt Deutschland immer noch an, daß die Affociierten bereit sind, es mit Lebensmitteln über die bisher genannten geringen Mengen hinaus zu versorgen. Es kann aber bei dieser Sachlage die Erledigung der Angelegenheit unmöglich ausschließlich dem guten Willen der Affociierten über­lassen werden. Deutschland kann daher auch die Handelsflotte nicht übergeben, ohne irgendwelche bindende Zusicherungen über die Klärung des allgemeinen Ver sorgungsproblems zu besitzen.

WL Anbauzwang und Arbeiterfrage Durch die Verordnung bet Reichsernährungsamtes vom 4. Februar wird bestimmt, daß die untere Verwaltungsbehörde künftig befugt sein soll, nach näherer Anordnung der Landeszentralbehörde die Nutzungsberechtigten von Land­gütern und landwirtschaftlichen Grundstücken mit kurzer Frist zu einer Erklärung darüber aufzuforden, ob und wie sie ihre gesamte Ackerfläche bestellen wollen oder welche Stücke davon unbestellt bleiben sollen. Die Möglichkeit der in Aussicht genommenen Bestellung ist auf Erfordern glaubhaft zu machen. Unterläßt der Nutzungsberechtigte es, der Aufforderung Folge zu leisten bezw. bestellt er sein Gut nicht oder in unzulänglicher Weise, so kann die untere Verwaltungsbehörde nach Anhörung des Bauern-und Landarbeiterrats die Nutzung des Grundstücks mit Zubehör ganz oder zum Teil auf längstens sechs Jahre dem Berechtigten entziehen und

Schuld und Sühnc.

Roman von Käthe Lubowski. 64

Zwei Kameraden halten Bibra in den Armen. Mit geschlossenen Augen lag er da, ohne ein Lebenszei­chen von sich zu geben.

Aber tot war er noch nicht.

Sie hatten ihm die Uniform aufgerissen und sahen nach einer Weile das Linnen über seiner Brust zit­tern.

Noch nicht! Wie lange der Kampf aber dauern würde, wer konnte das wissen. Behutsam schoben sich vier andere Arme vor und lösten die anderen ab. Da schlug Bibra langsam die Singen aus. Man sah deutlich, wie das anfängliche Verwundern über seine Lage zu einem Besinnen auf das Geschehene wurde.

Der Gaul" hauchte er.

Einer nickt.

Sogleich, Bibra. Haben Sie Schmerzen?

Darauf antwortet er nichts. Nilr zu einem Gedan­ken für das Tier, dem er Marter bereitete, reicht seine Mattigkeit noch aus.

Der stumpfgrüne Wiesenteppich färbt sich mit einzel­nen roten Rosen. Nicht plötzlich. Ganz langsam, zu­weilen minutenlang innehaltend, so sickern sie herunter. Es ist, als ioenn der Vorfrühling ein paar purpurne Blüten treibt.

Dann kam der Arzt mit vier Leuten, die eine Trag­bahre brachten. Die Anwesende» beobachteten furchtsam sein strenges, verschlossenes Gesicht, das keine Regung seines Empfindens verriet. Sie wagten nicht früher eine Frage, als bis er mit der Untersuchung fertig war. Erst danach redete der Weiteste der Offiziere leise mit ihm. Die Znnächststehenden fingen einzelne Brocken auf und schauderte» leicht zusammen, als wenn der Tod mit kalter Hand auch nach ihrein warmen Herzen griffe.

'Nicht unbedingt tödlich. Total mit den Nerven

dem Kommunalverband oder einer Gemeinde übertragen. Die untere Verwaltungsbehörde bestimmt, inwieweit der Verband oder die Gemeinde dem Nutzungsberechtigten eine Entschädigung (Pachtzins) zu zahlen hat oder von ihm etwa eine solche für nachweisbare Verbesserungen des Grundstücks (Ersatz für Meliorationskosten) verlangen kann. Die Vorschriften dieser Verordnung' die nicht nur auf Ackerland, sondern auch aus die Bewirtschaftung der Wiesen und Weiden, sowie auf städtische, zur land wirtschaftlichen oder gärtnerischen Nutzung geeignete Grundstücke entsprecheitde Anwendung finden, bilden im wesentlichen eine Fortsetzung der bisher mit Rücksicht auf den Krieg unvermeidlichen Notstandserlasse. Sollte ein derartiger Zustand in Deutschland auch für die Friedenszeit als dauernde Einrichtung gedacht sein, so werden wohl von Seiten der Landwirtschaft bald ernste Stimmen gegen diese Einschränkung ihrer persönlichen Wirtschaftsfreiheit laut werden Läßt sich in Anbetracht unserer völligen Isolierung und im Interesse der Er­nährung des deutschen Volkes dieser auf den ersten Blick ungeheuerlich erstheinende Eingriff in die Freiheit der Produzenten aber nicht vermeiden, so würden die letzteren fraglos auch verlangen können, daß der Staat ihnen nicht nur den Bezug der für den Wirtschasts- betrieb erforderlichen Pferde, sonstigen Zugtiere, Kraft­wagen, landwirtschaftlichen Maschinen, Kohlen und Düngemittel in jeder Weise erleichtert, sondern auch die Beschaffung von Landarbeitern, fei es durch die Aus­übung eines Arbeitszwanges auf die Arbeitslosen, sei es durch die Einführung einer auf dem Lande abzu leistenden, unserem heutigen Heeresdienst entsprechenden landwirtschaften Dienstpflicht oder durch andere ähnliche Maßnahmen ermöglicht. Andernfalls würde die Gefahr entstehen, daß sowohl die bäuerlichen wie die größeren Grundbesitzer zu Heloten der Stadt- und Jndustriebe völkerung herabsinken.

Lokales und Urovinziesses.

Schlächtern, den 11. März 1919.

* Am vergangenen Sonntag sind die Schlüchterner einmal richtig angeschmiert worden. Man konnte zwischen 7*3 und VH Uhr einen regen Verkehr in der Nähe des Kaiser Wilhelms Denkmal bemerken. 7ffc3 wartete nämlich auf das angekündigte Militär-Streichkonzert unserer 63er doch vergeblich. Wie es' schien, hatten die Musikanten, die sich teilweise mit ihren Instrumenten auf der Straße sehen ließen keine rechte Lust; oder spielt das Feldart. Regt. Nr. 63 nur gegenBezahlung?

* Es wird erneut darauf hingewiesen, daß infolge der Demobilmachung die den Heeres- und Marinean­gehörigen im Inlands gewährten Pottovergünstigungen für Feldposisendungm erloschen sind. Seit 1. Februar werden nur noch Sendungen an die Angehörigen des Heeres und der Marine im Inlands nach dm für Griebenfetten bestehenden Vorschriften als Soldaten- brkf" befördert. Inwieweit Feldpostvergünstigungen noch für bestimmte Truppenteile im Inlands (Grenz schutztruppen) gewährt werden, ist besonders bekannt gemacht.

* Zur Anlage von Jungviehweiden stehen der Landwirtschaftskammsr für die nächsten Jahre aus den Überschüssen des ViehhandelSve-bandes sehr bedeutende Mittel zur Verfügung Daher erscheint es dringend erwünscht, daß die Gemeinden, die bisher größere Viehweiden noch nicht besitzen, die Schaffung von solchen Ins Auge fassen, damit in Zukunft genügende Weidegelegenheit für das Heranwachsende Zuchtvieh (Rinder und Fohlen) vorhanden ist, j-denfalls eines der wichtigsten Mittel, um unsere so sehr geschädigte Viehzucht wieder zu heben.

* In der Vollversammlung der Landwirtschafts- kammer zu Caffel betonte der Vorsitz-nde v Keudell- Eschwcge, daß die Landwirte Kurhessens fest entschlossen sind, auch in der neuen Staats form an dem Wieder- nn'bau des Vaterlandes mit affen Kräften mitarbeiten herunter gewesen. Schon lange ähnliches kommen sehe». Einknickuug der Wirbelsäule. Besser für ihn, wenn er es nicht überftänbe.

Die es hörten, beteten leise, daß er sterben möchte, denn was soll einer, der mit Leib und Seele Soldat ge­wesen ist, mit solcher» Lebe»!

Der Körper war auf der Bahre zurechtgelegt. Sie hielte» noch Rat miteinander, ehe sie heimwärts ritten. Sie wußten nicht recht, wer Grau von Bibra vorbe­reiten sollte. Jeder fürchtete sich vor dieser Aufgabe. Da trat der blutjunge Offizier zu beut Netteste» heran und erbot sich mit leiser Stimme. Er hatte es feiner Mutter auch gesagt, als sein Bruder das schreckliche Unglück auf der Jagd hatte.--

Ruth saß mit tausend heimlichen Hoffnungen an bem Bett ihres Gatten unb pflegte ihn. Allmählich hatte sie das lähmende Entsetzen bezwingen können, das sie beim Anblick des besinnungslosen Gatten über­nommen hatte. Nur der Gedanke an das Eiskalte, Starre, an den Tod hatte ihr die Fassung geraubt. Nun er sich in der Ferne verlor, fand sie selbst lang­sam zurück. Zwar war ihr leises Lachen, mit dem sie ihm allerhand fröhliche Geschichten erzählte, noch von Tränen der Angst durchzittert, aber die furzen, scheuen Augenblicke, in denen sie sah, wie seine Wangen voller unb feine Augen klarer wurden, verdoppelten sich unb füllten ihr Herz mit starker Zuversicht. Sie begriff deu Arzt nicht, der immer gleich ernst unb besorgt erschien.

Eines Tages fragte sie ihn kurz entschlossen :Was haben Sie nur? Es geht ihm doch besser. Heute mittag hat er sogar, ohne Zureden, ein ganzes Täubchen ver­speist. Freut Sie ba8 Denn gar nicht?"

Gewiß freut mich das, gnädige Frau. Ats Arzt freut es mich sogar allgemein."

Warum, um Gottes willen, zeigen Sie deu» nicht ein einziges Mal, daß Sie von Herzen froh über diese Fortschritte sind? Verbergen Sie mir vielleicht etwas? Ist «s nur ein Aufflackern des Lebenswunsches, das

zu wollen. Der Bauer wolle aber kein Staatsange- Reater auf seinem Hofe sein, sondern ein freier Bauer bleiben, wie es die Väter oartn. In einer Resolution wurde zum Ausdruck gebracht, daß es der dringende Wunsch der gesamten Landwirtschaft sei, diese so bald wie möglich von dem auf Ihr lastenden Druck bei | Zwangswirtschaft zu befreien und unverzüglich mit dem Abbau der Kriegswirtschaft zu beginnen. Sie beantragt sofortige Einführung des freien Verkehrs für Gemüse , Obst, Eier, Heu und Stroh. Für Butter wird die | Aufhebung der Zwangswirtschaft gefordert, sobald d:c Versorgung mit Fetten aus dem Ausland stchergestellM sein wird Gerade die mit der zwangsmäPgen Er- fassung der Butter zusammenhängenden behördlichen Maßnahmen erregen die landwirtschaftliche Bevölkerung aufs höchste. Die Zwangswirtschaft für die wichtigsten Volksernährungsmittel: Brotgetreide, Schlachtvieh und Kartoffeln wird dagegen auch noch weiterhin beibehalten werden müssen. Ihre Aufhebung wird erst dann in Frage kommen können, wenn wieder normale Produktions­verhältnisse eingetreten sein werden.

* Erinnerung an wichtige Arbeiten im Gemüse garten. Der Märzmonat dringt uns schon reichlich Arbeit. Sobald es die Witterung zuläßt, erledigen wir die im Vormonat der Kälte wegen zurückgebliebenen Arbeiten. Die WochenschriftDer praktische Ratgeber im Obst- und Gartenbau" in Frankfurt (Oder) macht ausdrücklich darauf aufmerksam, daß im März au^ zuführende Arbeiten sich nicht ungestraft. weiter auf­schieben lassen; wer da imimr noch auf bessere Witterung wartet, kommt dann im April bei rauhem Nord- oder scharfem Ostwind mit allerlei Sachen zu unrechter Zeit. Auf jeden Fall müssen sogleich Aus­saaten von Lauch, Sellerie, Frühkohl, Kohlrabi, Neu­seeländer, Spinat, Majoran, Thymian usw. fertiggestellt werden. Im Freien sind auch die Saalbeete, soweit es noch nicht geschehen konnte, in Ordnung zu bringen. Saatzeit für Zwiebeln, Schwarzwurzeln, Mairüben, Bohnenkraut und für die in der Vorwoche schon ange­führten Gemüsearten Karotten, Petersilie, Spinat, Mango (b Melde. Märzaussaattn laufen gewöhnlich besser auf als Aprilaussaaten. Zwiebeln und Knoblauch stecken. Rhabarber teilen und verpflanzen. Mcerretttchbeete an­legen. Zeitig ausgesäter Sellerie wird ins Mlstveet verstopft. Das Verziehen der zu dicht aufgelaufenen Karotten im Frühbeet bald besorgen, bei gut m Wetter die Beete reichlich lüften, später tagsüber die Fenster ganz abheben. Kalte Kästen (nur Laubunterlage) zur Salatpflauzung (Maikönig) anlegen. Gewürzk äuter teilen und umpflanzen. Wer viel grüne Petersilie ge­braucht, streue jetzt den Samen dünn in ein halbn armes Mistbeet. Die Getrttdenot nötigt zu dem Hinweis: Sät etwas Sommerweizen. Saatzeiten für Sommer- morgen,. Gerste, und HaAr folgen in späteren Nummern.

* Ülmbach. (Ein frecher Diebstahl). In vorigen Woche erschien eines Abends bei der .Witwe Herber hfirselbst ein Soldat und bat, da er angab großer Hunger zu haben, um etwas Essen; er wollte auch Lebensmittel kaufen. Während er sich nun mit Frau Herber unterhielt, ließ sich in den oberen Räumen ein Geräusch vernehmen, welches die Frau veranlaßte, Ihr Mädchen zum Nachsehen hlnaufzuschicken. Diese fand eine offenstehende Tür und v-rschloß sie ganz ahnungs­los. Das Geräusch ließ aber nicht nach, ssdaß Frau Herber es mit btr Angst zu tun bekam. Der Soldat suchte sie aber zu beschmichttgen und verließ, als es wie­der ruhig geworden war, das Haus. Nun stellte es sich heraus, daß hier ein Diebstahl frechster Art sich abgespielt hatte. Während näml. der Soldat sich mit der Frau unterhielt, hatte ein Kammerad von ihm die Wurstekammer von FrauHerber vollständig aufgeräumt und war mit der kostbaren Ware verschwunden. Man vermutet, daß es Steinauer Soldaten waren. Diese hatten nämlich verschiedene Male im Dorf und auch in diesem Hause Haussuchung nach HeereSgut vorgenom- men.

uns die fommenbe Gesundheit vortäilscht? Sagen Sie mir die Wahrheit, Herr Doktor. Werde ich ihn behalten dürfen?"

Menschlicher Becechunng nach, ja, gnädige Frau. Seine prachtvolle Konstitution hat das Wunder voll­bracht. Er wird leben."

Und troßbem sind Sie an seinem Lager immer so ernst und ab wartend ?"

Der alte Mann, der weiß, daß ein Gehen aus die­ser Welt noch lauge nicht das schlimmste Unglück be­deutet, faßt nach ihrer Hand.

Ihr Mann war so gern Soldat wie selten einer, gnädige Frau."

Sie nickt mit stolzen Augen.

Und er ivird es auch wieder sein, Herr Doktor. Se­hen Sie ihn mal an. Auf den Wangen schon ein schiva- cher Schimmer von Rot. Hab die Hände gar nicht mehr so abgezehrt und welk. Sie spannen sich schon ganz heimlich, als wenn er bereits die Zügel hielte. Und wie tief er schläft. Pst. Hören Sie doch. Er schnarcht bei­nahe."

Der Arzt merkt, daß sie härter angefaßt werden muß, Ihre kindliche Sorglosigkeit ist zu groß.

Darf ich Sie einen Augenblick im Nebenzimmer sprechen, gnädige Frau?"

Sie krampst tn jäher Angst die Hände um seinen Aermel.

»Sie haben mir doch nicht die Wahrheit gesagt, er geht doch von mir."

Nein, er bleibt." Mit kleinen unsicheren Schritten geht sie vor ihin hin. Was kann der alte Mann nur haben, ivas bedeutet sein rätselhaftes Wesen, denkt sie, als sie sich in dem Dämmerlicht ihres Boudoirs gegen» überstehen.

Sie sagen, er sei gern Soldat gewesen," beginnt der Doktor.Seien Sie stark, er wird die Uniform nicht wieder an-tehen. 229,18*