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mitAmtlichem Kreisblatt"

Telefon 65.

WochtÄk lage: Illustriertes Sonntagsblatt.

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Telefon 65.

Erscheint Mittwoch und Samstag Preis mitAreisblatt vierteljährlich 2, Mk. Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Raum f5 pf^.

Samstag, den 25. Januar 1919.

70. Jahrgang.

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beginnt die Liste der Mehrheits­Sozialisten zu der am Sonntag, den 26. Januar

stattfindenden Wahl zur preußischen Landes-Versammlung.

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Wählt die lehrheitsmial^ten Liste Eduard Iris lianktat.

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Aerordnung

zur Abänderung der Verordnung über die Wahlen zur verfassunggebenden preußischen Landesversammlung vom 21. Dezember 1918 (Gesetzsammlung S. 201). Vom 9. Januar 1919.

M. NM» - AuL-d M^-MEÄÄ mir ScfesißTia;:, was folgt.

§ 1. Für die Wahlen zur üctfaffynggebenben preußischen Landesversammlung finde" die Verordnung zur Ergänzung der Verordnung über die Wahlen zur verfassunggebenden deutsch:« Nationalversammlung (R ichrwah'g'setz) vom 28. Dezember 1918 (Reichs- gesetzblatt S. 1419) mit der Maßgabe Anwendung daß die gemäß Artikel 1 § 2 a. a. D. auszu tellende Bescheinigung den Vermerk trägt: Nur gültig für die Wahlen am 26. Januar. Die erforderlichen An- we'sungen an die militärischen Dienststellen ergehen vom Preußischen Kiiegsmirusterium und vom N ichs- Marineamt.

§ 2. Diese Verordnung tritt mit ihrer Berkündung in Kraft.

Berlin, den 9. Januar 1919.

Die Preuß sche Regierung.

Hirsch. Braun. Eugen Ernst. F'.schbcck.

Südekum. Reinhardt.

* * *

J-Nr. 958. Die vorflehende Verordnung wird den Herren Wahlvorstehern zur Beachtung mitgeteilt. Sie bezicht sich auf alle nach dem 6. Januar d. Js. hetmkehren.de Soldaten. (S. auch KreiSbla't Nr. 4/1919 Nr. 6613.)

Schlüchtern, den 23. Januar 1919.

Der S. A. u. B.-Rat. Der Landrat.

Hcnrichs. J. V. Schultheis.

~uiT639.

1. Wahl zur deutschen N rtionalversammlung.

Die Wahlvorslrhcr sollen sogleich, nachdem sie die Aählerlisten erhalten hab^n, den Quartzettel A gelbi ch braun, der die Zahl der in die Wählerliste eingetragenen Wahlberechtigten (und deren Gliederung nach Alters- klassen) angibt, n^ch der gedruckten Anleitung (Vor der Wahl Absatz 1) aussüllen und ihn sofort dem Herrn Wahlkommissar (hier Schloßplatz 8 111) übersenden.

Bisher sind erst verschwindend wmige A Zettel beim Wahlkommissar eingegangen. Ich bitte die Wahlvorsteher zu etinneni.

2. Wahlen zur preußischen Land sverfammlung am 26. b. Mts.

Die Wahlvorsteher ersuche ich besonders hinzuweisen auf § 7 Ms. 2 der Verordnung vom 21. Dezember 1918 (Ges. S. 1918 S. 201) und § 1 der Verord­nung vom 9. Januar 1919 (Ges. S. 1919 S. 1), wonach die für Zulassung von heimkehrenden Ange Hörigen des Heeres und der Marine zur Wahl ttsordeilichen Bescheinigungen vom nächsten dienstl'chen Vorgesetzten mit dem Vermerk versehen sein müssen: Nur gültig für die Wahlen am 26. Januar." Kassel, den 18. Januar 1919.

Der Regierungspräsident. J. A. gez. Unterschrift.

Vorstehendes wird den Herren Wahlvorstehern z.r genauesten Beachtung mitgeteilt.

Tie pünktlichste Erledigung der Wahlzeschästr ist dringend no wendig; alle Wahlfachs» sind als Eilsachen zu lehandeln.

Schlüchtern, den 23. Januar 1919.

Der S. A. u. B Rat. Der Landrat.

Heurichs. I. V. Schultheis.

Haft Du richtig gewählt?

Der erste Schritt zum Wiederaufbau bei Reiche« ist ge^an: die Wahlen zur Deutschen Nationalversammlung sind hinter uns, und da froge ich Dich, ü ber Leser: Hast Du auch richtig gewählt?" Mit Stolz wirst Du antworten:

Ja, denn ich habe die Demokratische Volkspartei gewählt!

«Lr^ Du,. h^ ^ S -v ^ätr.a Mäun rn der Benken, der Finanz und b=i Handels gegeben? Weißt

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wählt die DMMimIkWt!

wähl« I Dr. Ritter i

Du auch, daß in ihren Reihen die ansgevrägtesten ^(^reter und Verteidiger der feigen, habgierigen, genuß- süchilgen, ungläubigen Bourgeoisie sitzen? Manche unter ihnen tragen noch den Ehrennamen Christ. So Dr. Friedrich Naumann, ber, wie Petrus seinen Herrn, dreimal das deutsche Volk verraten hat. Naumann war in seiner Jugend gewürdigt worden, die Entwickelung bt! geistigen Ideen in deutschen Landen schauen zu dürfen: Suf die absteigende liberale Welle wird die sozialistische Hochflut folgen, diese wirb ihrerseits abge­löst werden durch die christlichsoziale Welle. Je mehr aber Naumann von der Theologie «drückte, je mehr er in das seichte Wasser der Politik geriet, namentlich nachdem er sich den freisinnigen Mächten der goldenen Internationale angeschlossen hatte, desto mehr wurde er der ihm von Gott gewiesenen Ausgabe untreu.

Drei hin w vertraute Ideen hat er der Reihe nach verleugnet bezw. im Stich gelassen ; Die natisnale soziale Idee, die Idee bei roten Kaisertums (Hafer und D.mokratte) und schließlich den Trnum bei Mitteleu- rsvLischen Staatenbundes. So wird Naumann wider W'Ilm zum Sinnbild der treulosen, demokratischen Voiksoaltet. Alle sittlichen und religiösen Kräfte, die mit den G.ldmächten sich einlassen, werden langsam angemessen und schließlich zerstört. Vielleicht war es ab.r auch d-r Kleinglaube Naumann«, der sich immer wieder bestechen ließ von den Scheinwerten der Goldes, wie sie sich in Industrie, Finanz, Handel und Verkehr Derföwra. So wie Naumann und mit ihm die demo­kratische Volksvartet die Monarchie im Stich gelassen haben, genau so werden sie eine» Tage« die Revolution verraten und die Entente zu Hilfe rufen.

Die Herren der demokratischen Volkspartei sinnen nur einen Götzen: das goldene Kalb. Lu-uS, Genuß und Komfort sind die heimlich treibenden Kräfte elf

ihrer Arbeit und all ihrer nur zu oft schamlosen Aus­beutung. Wehe uns, wenn die Männer der demokratischen Volkspartei das Heft in die Hände bekommen sollten! Schlimmer als die Diktatur bei Proletariat» würde die Diktatur der Bourgeoisie sein. Rücksicht»!,« würde sie alles Heilige und Lebendige, Gott und Jesum Christum, Menschen und Tiere auf den Altären ihrer Götzen opfern, nur um dauernd ihre Herrschaft zu sichern. Wir alle, Geistesarbeiter wie Handarbeiter, würden für immer in die Herrschaft der Herrschaft der demokratischen FreiheitSmänner verfallen sein. Keiner hat besser diese Tyrannen des Geldsackes geschildert als der alte Sozialist Hasenklever:

Du liebst die Freiheit nur für dich,

Du übst die Knechtschaft gegen mich;

Nach oben bückst den Rücken Du,

Nach unten schärfst die Krallen bis.

Und Gleichheit willst für jedermann,

Der solche Gleichheit achten taun,

Wo einer schafft, der aik^ce praßt,

Wo eine blüht, der andere blaßt.

Und Menschenliebe übst Du auch,

Doch batfj nicht kosten deinem Bauch Dein Schwert ist stumpf, dein Witz ist schaal Wie ist deine Name? Liberal.

Männer der demokratische« Volktpartei sind ei ge« Wesen, die gegen ') das Wuchergesitz (Kreditwucher) 1880 und 1893 (Viehwucher, verschleierter Wucher) *) 1900 die Untersuchung bei Einfuhr ausländischen Fleisches und s) gegen bei Fleichbeschaugesetz in der Gesamtabstimmung gestimmt haben.

Männec der demokratischen Volkspartei sind ei ge­wesen, die am meisten unser d -utscheS Volk im Aus­lande in Verruf gebracht habe«. Nach oben haben sie gebuckelt, nach unten haben sie getreten, nun gelten wir allgemein als dir ,Radfahrer" unter den Völkern. Wehe uns w nN die Män«er des Berliner TageblarteS und der Frankfurter Zeitung unsere dauernden Herrn würden, zu buckeln brauchten sie heute nicht mehr, umso brutaler würden sie das Tre en nach unten besorgen. Dann, lieber Leser, gibt es keine Freiheit mehr, kein« Frechs st des Körper», keine Freiheit der Seele und kein« Fccihest des Geiste«. Eine Versklavung unseres Volke» würde die Folge sein, w^e sie die deutsch« Erd« bis­lang nicht erlebt hat

Hast Du Dir, lieber L-ser, auch überlegt, daß Du zum Verräter am Deutschen Volke geworden bist, wenn Du der demokratischen Volkspartei Deine Stimme ober gar Deinen Namen gegeben hast?

Deutsches Reich.

Berlin. Wie wir aus -zuverlässiger Quelle er­fahren, ist in der gestrigen Kabinettsitzung entgült'.g be­schlossen worden, daß die Natwnalversammlung am v. Februar in Weimar im dortigen früheren Hoftheater zusammentrettn soll. Maßgebend für die Regierung war die Tatsache, daß die Nationalversammlung in dem stillen Weimar besser ihren wichtigen Arbeiten obliegen kann, der deutschen Republik eine Verfassung zu geben, als in dem lebhaften Berlin, wo sie gar zu leicht äuße­ren Einflüssen Lusgesetzt sein könnte. Der künftige

Wählt die Mrheitssozialisten

Liste Eduard IM ImMM.

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