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mit, Amtlichem Kreisblatt". — Wochesbeiiage: Illustriertes Sonntagsblatt.
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grf^etnl Mittwoch und Samstag. - preis mit „Rreisblatt" vierteljährlich ^so Mk. - Anzei^u kosten die kleine Zeile obu der.» Raum ls pfg.
Mittwoch, den 27. November 1918.
69. Jahrgang.
Attfrak!
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WNr E Mtfafftmg, muß Wieder Gesetz u. Aecht trete«. W Vaierland ist sonst in T-fahr m noch^größerer Gefahr als in dem Weltkrieg, der jetzt im fünften Jahre schwersten Ringen« seinem Ende entgegen geht, aber tkK heiß erst Huten Frieden nur dann Pictz machen wird, wenn wir vorher geordnete Zustände bei uns nachweisen können. Bevor dies geschehen, werden wir Lr- hMittkl aus dem Ausland nicht erhalten, und anstatt des Friedens wird ein weiterer feindlicher Einmarsch in das Innere Deutschlands erfolgen.
Es ist dringend notwend'g. daß sobald als möglich die "
| National Versammlung
<!,berufen, und daß die Werbetätigkeit für eine auch im hiesigen Kreis zu bildende
demokratische - Uereinignug
i sofort eingesetzt, die sich auf den Boden der republikanischen Staatsform stellt, und den Zusammenschluß aller freiheitlich gesinnten Kreiseingesessenen unter Hintansetzung 4to überholten Gegensatze dringend verlangt. ”
Wie 1914 zu Beginn des Krieges muß auch j tzt wieder der Ruf ergehen:
Damals sind alle Parteien diesem Ruf gefolgt. Möge de S Gleiche jetzt in der Stunde geschehen, in der sonst ein Krieg droht, der sich im Inneren unseres MdeS abspielen wird.
Jeder Wahlberechtigte, der einer derartigen Vereinigung (die oben vorgeschlagene Bezeichnung „demokratische Bereinigung" kann event!, durch eine andere nfe^t werden) beizutreten und in ihrem Sinne zu wirken gewillt ist, wird hiermit zu einer Besprechung auf
» Donnerstag, den 28. November 1918
in das Wsthaus „Jun» ^8«ren" dahier eingeladeN. ________
Tchlüchteru, den 23. November 1918.
Henrichs, Major d. L. Stückrath, Bürgermeister Frischkorn, Stadtkämmerer Stiebeling, Stadtbaubeamter Rüder, Stadtrentmeister a. D. Alt, Stadtsekretär
. Hübner, Po izei Sergeant I. Müller, Mühlenbaucr Schade, RechnungSrat TiggeS, Ingenieur Bregenzer, Feldwebel Albert Steinfeld
Kohlstädt, Rendant
C. Hadermann
I. Pfalzgraf, Rentmeister Gustav Peter, KreiSasststent Schudt, Kreisbaubeamter Kauppe, Bürgermeister
C. F. Fenner Siegmund Neuhof Leo Dehler Jakob Rosenbaum I. I. Lenz, Tierarzt Eckhard, Lehrer
Meier Wolf, Fabrikant
A. Kunde
H. Müller, Off.-Stellv.
Leo Sichel, Kaufmann
Abr. Sichel, Kaufmann
Leonh. Schäfer, Stadlo.
A. Beyer
Jean Alt
Ulan Möller
Friedrich Gutermuth
Fritz Walther, Seminaroberlehrer
Serg. Gretb
Georg Orth Bernhard Huhn Heinrich Fehl I. Johz. Euter 3Rbor Seipcl Seb. Baumann Heinrich Schulthels Adolf Killmer F. Lohmann Adam Kraus Nik. Zeiger Ludwig Kimme!
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Ez ist Veranlasiung gegeben, auf nachstehende amtliche Bekanntmachung des Vollzugsrats des Arbeiter- und Soldatenrates d. d. Berlin, 16. Nov. erneut Jinjumeifen und seine Beachtung dringend zu empfehlen. „Nach eingezangenen Meldungen sind die reaktionären Regierung-gewalten vielerorts belebt, ihre Tätigkeit »ich a.tem ^rAme[n^ der preußischen Regierungen sind alle Regierungspräsidenten und Landräte ermächtigt, ihr Amt weiterzuführen. Dieses ist jedoch nur so p versieben daß ihre Am Ssüh unz unter Kontrolle durch die örtlichen Arbeiter- und Soldatenräte erfolgt. Alle Landräte und sonstigen Beamten, die ihre Amtstätigkeit »ach dem"' alten System fortf^en oder gegenrevolutionäre Bestrebungen bezeigen oder unterstützen, sind durch die zuständigen Arbeiter- und Soldatenräte unverzüglich abzusetzen. ^^^ ^ ^^ Landraträmtrrn Beauftragte der Arbeiter- und Soldatenräte be'zuordnen, denen die selbständige Überwachung aller Maßnahmen obliegt.
Lff ner Widerstand ist gegebenenfalls mit Waffengewalt zu brechen." —
Aus Grund dieses Erlasses bin ich mit der selbständigen Ueberwachung aller Maßnahmen des LandratSamtS beauftragt. Beamte, die den Anweisungen des @.,z A.-, u. B. Rates nicht unbedingt Folge leisten (es gi.t dies ganz besonders auch von den Bürgermeistern) werde ich sofort absetzen.
Schlüchtern, den 2a. November 1918. Heurichs, Erster Vorsitzende deS S.-A.° u. B.-RateS.
Bekanntmachung.
Es melden sich die von hier aus beurlaubten Unteroffizieren und Mannschaften.
Der Ortschaften A.—H. Donnerstag, den 28. d. MtS.
„ „ 3.-P. Freitag, den 29. d. MtS.
„ „ R —Z Samstag, den 30. d. M:S.
Jedesmal von 9-12 Uhr vorm. und 3—6 Uhr
nachm. Sämtliche Papiere find mitzubringen.
koldaten-, Arbeiter- und Bauernrat Schlüchtern.
I. A.: D.hler.
An die heimgekehrte» uud »och eiutreffenden Krieger unserer Heimat.
Euch ruft die Redaktion Eures Heimatblattes, das Ihr draußen in Rot und Gefahr als einen lieben Botrn aus der Heimat so gern und freudig begrüßt habt, zugleich im Namen unserer Kreisbewohner ein Herzliches Willkommen in der lieben Heimat, unserer friedlichen schönen Rhön zu. Dank Euch, die Ihr in unerschütterlichem Glauben und Liebe zum deutschen «aterlande, zur lieben Heimat jahrlang die unsäglichsten Ttrapazen ertragen, in Ost und West die herrlichsten Heldentaten verrichtet habt, um die Schrecken deS Gchlachtfelbe» von dem heimatlichen Boden fernzuhalten.
Mit großer, aufrichtiger Freude begrüßen wir Eure glückliche Wiederkehr. Mögen Euch die für das Vater lai d erlttenen unbeschreiblichen Entbehrungen und Schrecknisse Glück und Segen in der Heimat hingen. Auf Euch, die Ihr soviel für das Vaterland gelitten, auf Euch, die Ihr die Heimat vor feindlicher Vernichtung geschützt h ibt, vertrauen wir, daß Ihr nach der nunmehrigen glücklichen Wiederkehr auch zuhause weiter zum Schutze der Heimat und zur Aufrechterhaltung guter Ordnung in Eurer Gemeinde bereit seid- Eiu jeder Halte selbst Ordnung und Selbstzucht! Fort mit gedrückter und trüber Stimmung! Unser deutsches Vaterland kann und darf nicht untcrgehn! Leset Euer Hcimat-Krcisblctt auch zuhause weiter, damit ^hr immer wisset was von Euch gefordert wird und was Euch zusteht! Jeder Krieger trage den Kopf aufrecht, ein jeder sei stolz auf unsere unbesiegte Armee, die nur der Not gehorchend, die sieggewohnten Waffen nicderlegte. So Ihr Euch demnächst gesellig zusammenfindet um Euch nach langer Trennung kameradschaftlich zu begrüßen oder ernste Beratungen zum Wohle des Vaterlandes zu pflegen, erinnert Euch des Liedes, das Ihr draußen aus Sehnsucht zur Heimat so oft und gerne gesungen: „In dcr Heimat, da gibts ein Wieder sehn.
Au die landwirtschaftliche Bevölkerung!
Die Lieferungen an Lebensmitteln, die durch die bestehenden Vorschriften zur Sicherung der Volkser- nährunz den Landwirten auferlegt sind, müssen nach' wie vor regelmäßig und in »oller Höhe erfüllt werden.
Nur das schützt das deutsche Volk vor noch größerer
Not und die landwirtschaftliche Bevölkerung vor der
G.fahr, daß ihr rechtswidrig mehr genommen wird, als sie jetzt pflichtgemäß zur Ablieferung zu bringen ha». Wenn die heimkehrenden Truppen und die städtische Bevölkerung darben, weil die Vorräte von den Land» wirten zurückgehalten werden, so besteht die Gefahr, daß ihnen mit Gewalt mehr genommen wird, als sie zu liefern verpflichtet sind.
Landwirte, erfüllt deshalb Eure Pflicht!
Alle Organisationen der Landwirte und alle land, wirtschaftlichen Behörden werden ersucht, in diesem Sinne zu wirken.
Der Staatssekretär des Kriegsernährungsamte».
Wurm.
Braun. Hofer,