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~ Lrscheini Mittwoch und Samstag - 0reir mitÜrHatt" vjerteljäbrlich tH> Nk - A^i^en kosten die Nein« Zeile oder deren Raum 15 pfg. M 91 Mittwoch, den 13 November 1918 69 ZaürMng.

Au sämtliche Einwohner der Ktadt und des Landkreises Schlächtern.

In der Nacht vom zum 12. d. Mts. ist für die Stadt und den Landkreis Schlüchtern ein Soldaten-, Arbeiter und Kanernrat gegründet worden, dem sämtliche Behörden der Stadt und des Landkreises unterstellt sind.

Es ist unsere Hauptaufgabe, strengste Ordnung zu wahren!

Jede Ausschreitung, Münderung und WerteHuug des Privateigentums in Stadt unb Land wird aufs schärfste bestraft.

Es wird bestimmt auf die Unteistühung sämtlicher Bewohner von Stadt und Land gerechnet.

Jolgt den Anweisungen des Soldaten-, Arbeiter- und Wauernrates. Es was wir unternehmen, geschieht in Euerem Interesse.

Großes ist geleistet, hohe Aufgaben stehen uns noch bevor, die nur unter Mitwirkung der Be wohner von Stadt um Land zu lösen sind!

Jeder, der zur Verwirklichung unserer Ziele mith.lsen will, ist willkommen.

Alle Beamten und Offiziere, die unseren Anweisungen Folge zu leisten gewillt sind, bleibe» in ihren Stellungen.

Es lebe der Friede, es lebe die Freiheit!

Schlüchtern, den 11 /12. November 1918.

Der Soldaten , Arbeiter- und Bauernrat.

Bekanntmachung.

Sämtliche Militärpersonen d-S Kreises Schläch­tern haben sich

^onuer.tag. 5;n ?L oder

' Areitag, den 15. ds. Ms., nachmittags zwischen 3 und 6 Uhr auf dem Bureau des Soldatenrates im Rathaus Schlächtern, zwecks R.gelung ihrer Papiere zu melden.

Soldaten-, Arbeiter- und Bauernrat I. A. Habe l.

Thronentsagung des Kaisers.

Merlin, 9, November. (Amtlich W.TB.) Der Kaiser und König hat sich entschlossen, dem Thron zu entsagen. Der Reichskanzler bleibt noch solange im Amte, bis die mit der Abdankung des Kaisers, dem Thronverzicht des Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen unter Einsetzung der Regentschaft verbundenen Fragen geregelt sind. Er beabsichtigt, dem Regenten die Ernennung des Abgeordneten Ebert zum Reicherskanzler und die Vorlage eines Gesetzentwurfes wegen der sofortigen Ausschreibung allgemeiner Wahlen für eine Verfaffurrggebende deutsche Nationalversamm­

lung vorzuschlagen, der es obliegen würde, die künftige Staatsform des deutschen Volk s einschließlich der Volks­teile, die ihren Eintritt in die Reichsgrenzen wünschen sollten, entgiltig festzustellen.

Berlin, 9 Rovemve 191«.

Der Reichskanzler: Map, Prinz von Baden.

Abdankung des Herzogs von Braunschweig.

Braunichweig, 9. Nov. Eine völlig unblutige Be­wegung hat hier zur Abdankung des Her og', geführt. Gestern 7 Uhr abends erschien, wie derVorwärts" berichtet, eine Devutation des Arbeiter- und Soldaten­rates im Schloß und legte dem Herzog Ernst August ein Schriftstück vor des Inhalts, daß er für sich und seine Nachkommen auf den Thron verzichte.Wach kurzer Bedenkzeit unterzeichnete der Herzog Das Schriftstück wurde von den Ministern gegengezeichnet Er erhielt die Erlaubnis, noch einige Tage in Braunschweig zu bleiben, und erhielt.)ann freies Geleit nach Schloß Blankenburg i. Harz.

Ebert Reichskanzler

Berlin, 9. November. (Meldung des Arbeiter und Soldatenrates.) Ebert ist mit der Bildung der Reichs­regierung beauftragt.

Der Kaiser in Holland interniert

Der Nrouprinz und Hindenburg

Aus zuverlässiger niederländischer Quelle verlautet, daß die holländische Regierung die Jnternicrung des Kaisers beschlossen habe. Der Kaiser befindet sich noch in Eysden. Er wird morgens 8 Uhr 15 Min. nach Niddachten abfahren.

*

Beim Kaiser befinden sich der Kronprinz, General fcldmarschall v. Hindenburg, höhere Offiziere und Hof- würdenträger. Kronprinz Rupprecht von Bayern und das Generalgouvernement von Belgien sollen auf der Flucht sein

Der Kaiser in Rolland.

Berlin, 10. Nov. (W.T.B.) Der Kaiser ist in Hol­land eingetroffen.

Berlin, 10. Nov. (W.T B.) Der A.- und S.-Rat teilt mit : In Maastrich sind im Kraftwagen der frü­here Kaiser, die Kaiserin und der Kronprinz eingetroffen und erwarten dort die Entscheidung der holländischen Regierung über ihre Zulassung in Holland.

Die Feindseligkeiten eingestellt.

Die dem Arbeiter- und Soldatenrat unterstehende Metzer Funkspruchstation hat folgenden Funkspruch aufgrfangen: ,

Marschall Foch an die Oberkommandierenden:

1. Die Feindseligkeiten werden an der ganzen Front am 11. November 11 Uhr französischer Zeit eingestellt werden.

2. Die alliierten Truppen werden bis auf weiteres Befehl erhalten, die an diesem Tage und zu dieser Stunde erreichten Linien "ipt zu überspielten.

, Rarschall Fo y.

Die Lage in Grnnksnrt t. R.

In Frankfurt wurde ein Soldatenrat gegründet, der folgend m Aufruf erließ :

An unsere Brüder im Waffenrock!

Das Morgenrot der Freiheit geht über Deutschland auf! Ein Volk erwacht!

Da gilt es, Bürger im feldgrauen Rock!

In erster Reihe find wir berufen, das große Werk der Erneuerung Deutschlands vor tückischen Anschlägen der Rückwärtser zu schützen.

Wir sind aber auch bestimmt, Willkür, Unordnung und Plünderung zu wehren, da sie die gute Sache schänden und gefährden. Darum hat^fich zur Ergän­zung des Wohlfahrtsausschusses aus den Truppen der Frankfurter Garnison durch freie Wahl ein Soldatenrat gebildet, der seine Befugnisse mit dem heutigen Tage antritt.

Soldaten ! Dieser Ausschuß ist in allen militärischen Angelegenheiten für Euch die zuständige Stelle!

Stellt Euch geschloffen hinter ihn!

Wahrt freiwillige Disziplin!

Warnung!

Wir machen darauf aufmerksam, daß Bierfässer, Bier- u. Limonadänflaschen unveräußerliches Eigentum der B'auer- kim sind und nur von diesen benutzt werden dürfen. Jede andere Benutzung zu irgendwelchen Haushallungs- und gewerblichen Zwecken ist strafbar. Wir werden jeden uns bekannt werdenden Mißbrauch strafrechtlich verfolgen.

Brauereiverein Fulda u Umgebung.

Umfaffcub die Brauereien iu Alsfeld, Asbach, Fulda^ Großen- lüder, Hersfeld, Lanterbach, Kleinlüder, Schlitz und Schlüchtern

Jagd-Verpachtung.

®onuabettb, deu 28 November 191S, nachm. 2 Uhr faß in der Lotz'schen Wirtschaft in Seidenroth die Teinetndejagd öffentlich meistbietend verpichtet werden. Die Be­engungen werden im Termin bekannt gegeben.

Seidenroth, ben 11. November 1918.

Der Iugdusrsteher:

Arischkoru, Bürgermeister.

Bekanntmachung.

Geeignete Arbeiter, welche sich bei der Holzfäilung im Stadtwald Schlüchtern während des Winters 1918,19 beteiligen wollen, werden ersucht, sich zur Anerkennung des Akkordes am Donnerstag den 14. November 1918 vormittags 11 Uhr auf dem Rathaus Kanzlei cinzusinden.

Schlüchtern, 5. November 1918.

Der Magistrat: .Stückrath.

Bekanntmachung

Der Unterricht in der gewerb­lichen Fortbildungsschule ist wie- der ausgenommen worden. Dies wird zur Kenntnis der Arbeit­geber und Schüler gebracht

Schlüchtern 7. 11. 1918.

Dir Vorstand der gewerbl. Fortbildungsschule.

Stückrath.

Schulentlassenes

Mädchen zu zwei größeren Kinder für nachmittags gesucht.

M.Ju»gmckel,Fuldaerstr. 701

Freiwilliger Verkauf.

Freitag deu 15. November, von vsrm 10 Uhr ab

verk ufe die Unterzeichnete folgende Gegenstände:

2 Pferde, 5 Stück Rindvieh, Wagen, Pflug,

2 Mähmaschinen, 1 Sämaschine und sonstige landwirtschaftliche Geräte meistbietend gegen gleich bare Zahlung.

Katharina Schmidt, __ Wallroth, Hs^Nr. 57. ___ Jagd-Verpachtung. Dienstag den 19. November 1918 nachmittags 8 Uhr

soll in der Johann Hofmann'schen Wirtschaft in Marborn die Gemeinde F.'lvjagd auf 6 Jahre öffentlich verpachtet werden Die Bedingungen werden im Termin chekanntgegrben.

Ma-born, den 3. November 1918.

Der Jagdvorsteher: Iss, Bürgermeister^

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Kartoffel, Zwiebel usw. einmal gebraucht, gut erhalten, lochsrei, sehr preiswert abzugeben. Mitteldeutsche Sack». Plangesellschaft, Frankfurt a M Fernspr. Hansa 5075. Mainzerlandstr. 181 Telegramme Mittelsack.