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it Amtlichem Kreisblatt"..
Wocheubtilage: Illustriertes Sonntagsblatt.
: Postscheckkouto Frankfurt a. M. 1148» :;
Telefon 65.
Erscheint Ibubvod» und Landtag. preis mit „Areisblatt" vierteljährlich {,80 Rlk, — Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Raum (3 pfg.
Mittwoch, den 6 November 1918.
69. Jchrgang.
t ^(n Besinnen und kein Zagen, j Jeder muß heue' etwas wagen; j g»J der Weltkrieg baldigst enden, D Kche Geld mit vollen Händen, I Denn, kommt Der der Feind in's Haus, I k Räumt er Hab und Gut heraus. I
■ W w W unsere Leser»! IDegen elfter notwendig geworbenen Reparatur L unserer Maschinen wird die Sonnabend Nr. Wer Zeitung voraussichtlich ein auch zwei Tage i Lir »scheinen und bitten hiermit um gütige Nachsicht. Die Expedition der Schlüchterncr Zeitung.
Lokales und Krovinsielles.
Schlüchtern, den 5. November 1918.
I Die ^ eichsstelle für Gemüse und Obst macht 1 üiti^anjelger bekannt, daß sie ihre Verordnung über UMgemüse und Herbstobst vom 19. Juli 1918 für fablet des Deutschen Reiches auf Kohlrüben (Steck- Mu Drucken, Bodenkohlrabi, Erdkohlraben, Unterkohl- W!«) ausgedehnt hat. Die Kohlrüben werden nunmehr Mast wie das bisher schon bewirtschaftete Gemüse be- werden und insbesondere den Absatzbeschran- | tagen gemäß der vorgenannten Verordnung der Reichs- unterliegen. Der Erzeuger darf, wie hierbei IMkholt hervorgehoben sei, für sich behalten, was er eigenen Haushalte verbrauchen oder im eigenen Be> (Je verwenden will. Setzt er inbes Kohlrüben ab, so Ijtfiiuintt die Reichsstelle für Gemüse und Obst, wohin »die Ware zu leiten ist.
-* Großes Streichkonzert der Garnison-Kapelle Ihmu. Sonntag, den 10. November gibt die Gar- IMkapelle cuS Hanau unter persönlicher Leitung des ILdermusikmeitters Herrn Paul Möller im Saale der Irmahalle (G adenstraße) wieder ein großes Streich- Isondert. Die Leistungen der Kapelle, dürften wohl fduch las diesen Sommer hier gegebene Konzert noch h bester Erinnerung fein was wir auch nicht ver- '(taten wollen, noch heute unsere dankbare Aner- fennnng dafür auszusprcchen. Eine ausführliche Er- iiuttrung des Programms lassen mir an anderer Stelle folgen, doch fei im Voraus schon gesagt, daß Herr Dbermufitmeificr Möller nur das Beste bieten wird. Mir besonders erwähnenswert finden wir es mitzuteilen
daß es Herrn Obermusikmcister Möller gelungen ist für diesen Abend eine erstklassige Sängerin zur Mitwirkung verpflichten zu können. Frau PrätoriuS-Schnee (Alt) vom Stadtlhcatcr Metz verfügt über eine vollkommen ausgebildete Stimme, was die ihr zur Verfügung stehenden Referenzen beweisen. Außerdem wollen wir noch darauf Hinweisen, daß der Konzert gebende Teil nicht zu verwechseln ist mit der Jungmannen-Kapelle Leiter Sergt.Hett Hanauwelchermit bet Garnison-Kapelle Hanau absolut nicht intentisch ist. Das Konzert am 10. November gibt die Garnisonkapelle Hanau unterpersönlicher Leitung ihres Kapellmeisters Obermusikmeister Herrn Paul Möller was wir im Interesse eines musik liebenden Publikums hiermit zur Kenntnis geben. Eintrittskarten im Vorverkauf bei Herrn Friseur Walter, Grabenstr. und in der Turnhalle bei Frau Ehresmann.
Möchte-
AmMittwochum^ U&r wird die Zeichnung auf die Sie Kriegsanleihe geschlossen! ' Willst Du zögern. bis es zu spät ist?
—* Gereinigte, runde, Arzneiflaschen von 50 gr Inhalt aufwärts werden brtrgenb benötigt. Niemand lasse solche Flaschen unbenutzt bei sich herum stehen, sondern liefere sie möglichst bald in der Apotheke ab, wo sie gut bejaht werden. Die Abgabe liegt im Interesse einer geregelten Arzneibelieferung und ist daher wichtig.
—* Im Inseratenteil unserer heutigen Nummer ist eine Bekanntmachung enthalten worin Frachtstückgüter am 6., 7. und 8. November zur Beförderung nicht angenommen werden.
—* Der Telegrammverkehr hat sich seit längerer Zeit außerordentlich gesteigert, sodaß der Betrieb bet dem durch die Kricgsverhältnisse eingeschränkten Bestand
an Personal und Leitungen sehr erschwert ist. Diese Schwierigkeiten sind jetzt noch wesentlich vermehrt, weil das Betriebspersonal allerorten in großem Umfang an Grippe erkrankt ist; infolgedessen haben sich vielfach die Telegrammassen nur dadurch bewältigen lassen, daß sie zum Teil mit der Post versandt worden find. Das N. P. A. glaubt auf allgemeine Zustimmung rechnen zu können, wenn es empfiehlt, sich in der gegenwärtigen Zeit des Telegraphen nur in unumgänglich nötigen Fällen zu bedienen und alle anderen Mitteilungen — wozu insbesondere auch Glückwünsche und ähnliches gehören — brieflich zu erledigen.
— * Der Deutschbund E. V. (Sitz Gotha), dessen Kassen auf die ersten acht Kriegsanleihen 132 OCO Mk. zeichneten, hat sich an der neunten mit 80 000 Mk. beteiligt.
—* Dem Kanonier Joses Euler, Herolz, Sohn des Landsturmmanns J»hs. Euler wurde am 17. Oktober 1918 wegen hervorragender Leistung an der Westfront das Eiserne K cuz 2. Klaffe verliehen.
Hk. Gütersperre nach dem Bezirk Cöln. Die Annahme von Eilgut und Frachtgut in Wagenladungen nach zahlreichen Stationen des EisenbahndireklionSbe- zirks Cöln ist gesperrt. Nähere Auskunft, namentlich auch über Ausnahmen von diesem Ausnahmeverbot, erteilt die Handelskammer zu Hanau.
—* Als Erreger der gegenwärtigen epidemischen Lungenentzündung wurde der StreptococcuS vom Wiener Oberarzt Dr. Phil. Leitner entdeckt. Die Heilung erfolgt durch Sublimateinspritzung. Nach dieser Behandlung sank in Wien die Sterblichkeit von 80 auf 0 Prozent.
—’ Der Deutschbund E. V. (Sitz Gotha) will zur bevorstehenden Feier seines 25jährlgen Bestehens seinem Gründer Dr. Friedrich L. nge angesichts des Hermanns« Denkmals im Teutoburger Walde ein Ehrenmal errichten.
—* Den Empfängern von Hinterbliebenenbezügen, inbefondere den Kriegerwilwen und Waisen, wird empfohlen fftch bei etwa e:ntrr^ni.n- J^a^n^^ tn der Auszahlung .hrer Bezüge sofort an die amtliche Fürsorgestelle z. H. bei Herrn Pfarrers Kurz zu Sal- münster oder an das LandratSamt zu wenden.
„Das Ieldheer braucht dringend Hafer, Heu und Stroh!
Landwirte, helft dem Heere."
-UekanntmachunA-
Von dem durch den Hau,tverteilungSausschuß des Schuh- Handels dem Konmunaloerband Schlüchtern zugewiesenen Schuh- werk entfallen auf die hiesige Stadtgcmcinde:
paar neue Lederstiefel
paar garnisonbrauchbare M litär- Schaft- bczw. Schnürstiefel
paar Kriegsschuhwerk mit Vollholzsohlcn, Leder- Vorder- und Seitenblätter.
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Die Preise für Lederstiefil betragen 30,80 Mk. — 35,20 Mk, für Militärstief, l 20,35 - 24,75 Ntk. und für Kriegsschuhwer! 15,15 - 24,35 Mark.
Be'ugberechtigt sind landwirlschafiliche Arbeiter wie überhaupt In her Landwirtschaft eiwerbstätige Personen.
Beider geringen Menge ist cS nicht anders möglich, als die Stiefel pp. zu verlosen. Reflektanten wollen sich bis zmn 9. Nov. mittags 12 Uhr schriftlich beim Bürgermeisteramt melden. Die Aare wird dann in der folgenden Woche verlost werden, wobei ausdrücklich bemerkt wird,'daß die Meldung zur Abnahme verpflichtet, sei eS nun Leder- oder Kricgsschuhwe.k, daS dem einzelnen Bewerber durch Loos zusält.
Schlüchtern, den 30. Oktober 1918.
Der Bürgermeister: Stückrath.
Jagd-Verpachtung.
Dienstag den 19. November 1918
nachmittags 3 Uhr
soll in der Johann Hofmann'schen Wirtschaft in Marborn, die Gemeindc-Feldjagd auf 6 Jahre öffentlich verpachtet werden. Die Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben.
Marborn, den 3. November 1918.
Der Jagdvorsteher: Aff, Würgermeister.
Bekanntmachung.
Die Liste über die Erhebung einer Viehfiuchenabgabe für Pferde und Rindvieh liegt in der Zeit vom 6. bis etnichl. 19. Nov. d. JS. im Rathaus — Kanzlei — zur Einsicht der Beteiligten aus.
Anträge auf Berichtigung der Liste sind bis zum 29. d. MtS. beim Magistrat anzubringen. Schlüchtern, den 4. Nov. 1918.
Der Magistrat Stückrath.
Bekanntmachung.
Der Entwurf zu einem Nachtrag zum Octsstatut für die Verwallung und Benutzung des städtischen ElektrlcitätSwerkcS vom 24. Mai 1918 liegt in der Zeit vom 7. Nov. bis einschl. 21. Nov. d. Js. im Rathaus — Stadtsekretäriat — zur Einsicht der Gemeindeangehörigen aus. Etwaige Einwendungen sind in dieser Zeit beim Magistrat zu erheben.
Schlüchtern, den 4. Nov. 1918.
Der Magistrat. Stückrath.
Versende rett uiii otllit RSbcn. Sohllabc» billigst, Packung, Säcke per Post einsenden.
Chr Jacobi, Trebur b. Mainz. Fernruf ö,
Wegen der noch immer bestehenden ernsten Schwierigkeiten der BUcicbslage fallen vom 4. Nov. ab weiterhin noch nachstehende Züge vorübergehend aus:
Pz. 810 (W) Fulda ab 6,40 V., Frankfurt an 10,01 V. Pz. 843 Fulda ab 6,18 V., Bebra an 7,56 V., auf der Strecke Fliedcn—Fulda bleibt der Zug besühen.
Die Wagenzahl der noch verbleibenden Züge muß mit Rücksicht auf die Leistungsfähigkeit der Lokomotiven und wegen der Heizung möglichst eingeschränkt werden; diese Züge haben in erster Linie dem Berufs- und dringensten Reiseverkehr zu dienen. Es wird deshalb wiederholt und auf das Dringendste ersucht, alle nicht unbedingt nötigen Reisen zu unterlassen, da andernfalls noch einschneidendere Maßnahmen zur Einschränkung des Personenver- keh.S nicht zu vermeiden sind.
Königl. Eisenbahndirektion Frankfurt Main.
In Sachen betreffend die Zwangsversteigerung der den Fabrikanten Bercher und Gerhäuser zu Altengrouau gehörigen im Grundbuch von Altengronau Artikel 350 verzeichneten Grundstücke wird der auf den 7. November 1918 angesetzte VerstcIgerungStermin auf den
9. April nachmittags 2 Uhr verlegt. Der Ort der Versteigerung (Ziegler'sche Gastwirtschaft in altengronau) bleibt der Gleiche.
Schwarzen felS, den 24. Oktober 1918.
Königl. Amtsgerichts
Am 2. November 1918 sind zwei Bekanntmachungen:
a) Nr. 1/11. 18. 8. 2, betreffend Beschlagnahme und Bestandserhebung von Cocablättern und Cocain;
b) Nr. 2/11. 18. 8. 2, betreffend Beschlagnahme und Bestands« . erhebung von Pfefferminzkraut, -tee, -blättern erlassen worden. ,
Der Wortlaut der beiden Bekanntmachungen ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.
Sttllv. Grmrallomrnando 18. Armeekorps.