Einzelbild herunterladen
 
  

Spitzbergen durch die britische Spitzbergen Expedition schreibtDailp Ez-preß", bis vor kurzer Zeit sei nur geringe Hoffnung gewesen, daß das englische Außen Ministerium Spitzbergens fast unbegrenzte Möglichkeiten ausnützte, sowohl was die Kohlen- und die Eisendistrikte des Landes als auch seine bedeutenden nautischen Vor­teile anlangte. Nun werde Spitzbergen glücklicherweise niemals ein zweites Helgoland für England werden, sondern Großbritanniens arktisches Gibraltar; denn es habe einen glänzenden tiefen Hafen. Wie das Blatt mitteilt, führte das Expeditionsschiff zahlreiche Minen- arbeiter und großes Minenmaterial und Lebenömittel für drei Jahre an Bord.

fokales unk ProvinjieLes

Schlüchtern, den 15. Oktober 1918.

* Wie uns von amtlicher Stelle mitgeteilt wird, weist zur Zeit ein Beamter der LandeSversicherungs anstatt Hessen Nassau hier um die Jnvalidcnkarten zu kontrollieren. T ie Arbeitgcber werden gut tun, wenn sie die Karten in Ordnung bringen um weitere Störungen zu vermeiden.

* Dem Eisenbahn Pionier-Musiker Franz Wiffenbach aus Gundhelm jetzt bet der Garnison-Kapelle Hanau am Main ist das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen worden.

* Der Landrat des Kreises Hanau weist in einer amtlichen Bekanntgabe aus die Ausartung des Schleich Handels und der Schleichversorgung im Landkreise Hanau hin ; warnt die Kreiseingesessenen eindringlichst vor weiterer Abgabe von Kartoffeln, Getreide usw. und sagt dann:Ich werde allen Selbstversorgern, die sich des Vertrauens unwürdig zeigen, das Recht betreibst Versorgung ohne weiteres entziehen und diese Maßnahme unbedenklich auf ganze Gemeinde ausdehnen, in denen diese wohlerwogene und im eigensten Interesse der Selbstversorger erlassene Warnung nichts fruchten sollte. Ich verkenne nicht, daß für unseren Kreis bei seiner Nähe an Frankfurt besondere Schwierigkeiten obwalten weise aber darauf hin,daß die Pflicht gegen das Allgemein­wohl vor dem Mitleid mit einzelnen Darbenden oder vor dem Streben nach Gewinn unbedingt vorzugehen hat. Hier im Kreise Schlüchtern beginnt der Unfug mit der Kartoffel Hamsteret bereits auch. Will man auf der Bahn aussteigen, so ist man vor fasset und Körben die einem rücksichtslos in den Weg geschoben werden am Aussteigen verhindert, nicht, daß einem noch die Kleider vom ßeibe_ gerissen werden. Hier heißt es leben und leben lassen. Wo soll das hin, wenn alles aus dem Kreise ausgeführt wird, und wun­dern muß man sich, wenn man seinen Bedarf an Kartoffeln nach Schein decken will, daß es da heißt die -.rcmmfTi*,, TiuWnhir.tiir A»«'-'äi-f« sind sie da.

* Aus Anlaß vielfachen Mißbrauchs der Feldpost wird erneut darauf hingewiesen, daß Gebührenfrei heiten und Vergünstigungen im Feldpostverkehr nur

Sendungen in Privatangelegenheiten der Angehörigen des Heeres genießen. Den Angehörigen des Heeres gleich steht das Personal der deutschen Landesvereine vom Roten Kreuz und der ihnen gleichzuachtenden Orden und Gesellschaften, soweit es in der freiwilligen Krankenpflege auf dem Kriegsschauplätze wirklich tätig ist, also nicht auch bei ständigen oder vorübergehendem Aufenthalt in der Heimat, auch nicht bei Beurlaubung aus dem Felde krankheits- oder erholungShalber. Die Portovergünstigun;cn gelten nicht im Ortsverkehr.

* Von der Bucheckernsammlung Die Bucheckern begannen zu fallen und der Sammler sieht nun selbst, daß zuerst die tauben und die kranken zu Boden kommen. Etwas später fallen dann die brauchbaren Früchte. Das Sammeln ist etwas mühlam, weshalb besonderer Weit auf eine zweckmässige Methode zu legen ist. Es ist anzuraten, stets in Gruppen mit den nötigen Geräten versehen zu sammeln. Fürs erste soll unter den Buchen das alte Laub beiseite gekehrt oder große Tücher gebreitet we den. Mit langen Hacken­stangen werden die Acste geschüttelt und die Eckern fallen in Haufen, die nun am blanken Boden oder auf dem Tuch sehr viel schneller aufzunehmen sind, als auf dem alten Laub. Auf diese Weile kann man das drei- und vierfache in derselben Zeit schaffen. Als allernächstes sind die Eckern von den Unreinigkeilen ui befreien. Wo Siebvorrichtungen fehlen, wirft man sie mit einer Schaufel im kräftigen Schwung, iodaß die schweren im weiten, die leichten aber im kurzen Bogen zur Erde fallen. Falls man Putzmühlen, Windfegen hat, reinigt man das Material damit schneller. Zur Ablieferung können die Bucherckern waldrriich, sie müsse:- aber unter allen Umständen an der Oberfläche trocken sein. Von den Kriegswirtschaftsstellen sind Merkblätter zu erhallen, aus denen sich jedermann Rat und Anweisung holen kann.

* Jeder Landbriesträger führt aus seinem Bestell- gang ein Annahmebuch mit sich, in welches er die von ihm angenommenen Sendungen mit Wertangabe, Ein schreibsendungen, Postanweisungen, Zihlkarien im Postscheckverkehr, gewöhnlichen Pakete, Nachnahmesendu i gen, Telegramme, Zeitungsgelder, die bar erhobenen FreimachungSgebühren sowie Geldbeträge für Posiwert- ze'chcn usw. einzutragen hat die r auf dem nächsten Bestellgange mitbringen soll. Aehaliche Annahmebücher werden auch von Inhabern der an kleinen Landorten errichteten PosthilfSsteUen geführt. Der Bevölkerung ist das Recht eingeräumt wor.en, die E.ntragungen selbst vorzunehmcn.

* Hessischer Bantvere'n Aktimgeiell chafl. Cassel. In der am 2 Oktober staltgehabten AufsichtSratSsitzung wurde der Abschluß des am 30. Juni d, I beendeten lO.Ge schästsjahreS vorgelegt » berichtet, daß die Entwicklung dieses ' Institutes eine recht befriebigenbe gewesen ist 441,099,55 Mk Der AussichtSrat beschloß in Ueber­einstimmung mit dem Vorstand, der am 28. Oktober sta«findenden Gm^sg nsammlung 'eiue^Divii ende von

7", (gegen 6Ve/0J im Vorjahr) vorzuschlagen und de Rücklage II 50,000 Mk zuzuweisen, sodass damit bi gesamten Rücklagen Mk. 1.450 000. 29% des ein gezahlten Aktienkapitals ausmachen.

In der vom Kriegsamt nach dem Stande von 1 Januar 1918 neubearbeiteten Zusamm nstellung vo, Ges-tzen, Bekanntmachungen und Verfügungen betr Kriegsrohstoffe nebst deren Nachträgen, ÄuSführungg bestlmmungen und Erläuterungen ist das 4. Ergänzung blatt nach dem Stande vom 1. Sept. 1918 erschienen Dieses Ergänzungsblatt wird den Beziehern der sammenstellung ohne Anfordern kostenfrei nachgklies", Sollte die Nachlieferung nicht erfolgen, so ist dasstiz, bei der Stele anzusoroern, durch welche die Zusammen fLüitng bezogen worden ist. Neue Bezieher sönnen die Zusammenstellung zum Preise von Mk. L (e|n. schließlich der EcgänzungSdlältcr) von der zuständig KriegSamtstelle, mit Ausnahme von Metz, Düffeld^i und den K iegsamtncbenstellen, erhalten.

* Durch Postnachnahme eingezogene Beträa, können für Postscheckkunden mit Zahlkarte auf bet« Postkonto überwiesen werden. Man sollte glaubn, dass von diesem außerordentlich billig-n und einfache Verfahren jeder Geschäftsmann zu seinem und ft|nt( Kunden Nutzen möglichst weiten Gebrauch machen müßii. Das ist aber, wie wir erfahren, selbst bei grossen selten nicht immer der Fall. Von zuständiger Seite wird uns nämlich mitzeteilt, daß sogar grosse GesM, mit bedeutendem Versandverkehr und Warenhäuser sich die eingezogenen Nachnahmebeträge noch mit Pos)^ Weisung senden lassen und dafür die teure Postanweisung geb: hr zahlen. Wie empfehlen dringend, mit solch« geschäftlichen Rückständigkeit doch nunmehr aufju^ören, da vom 1. Oktober ab die Gebühr für die PostW Weisungen eihöht ist. Die Vordrucke zu den NachnohW Zählkarten, in die auf Wunsch auch die KontobeM nung eingeoruckt wird, sind bei den Postscheckamt erhältlich. Ueber das Verfahren je en alle Postämin Auskunft.

* Reinhards. In der Nacht vom Sonnabtnl zum Sonntag wurde dem Landwirt Slork aus seinem Garten mehrere Wäschestücke gestohlen. Man ließ bi, Polizeihund Eddy aus Schlüchtern kommen. 5 ich, nahm die Spur auf in die Wohnung des Landwirt wo die Wäsche auf dem Dachboden versteckt auM funden wurde.

* Alsseld. Einem tiesbedauerlichen Unzlückisü fiel ein hiesiger Junge, der 14jährige Friedriech Shicke- danz, zum Opfer. Beim Bucheckerniammelm bestirg«, zum Schütteln, einen Baum, ulitt aus und fiel je unglücklich, daß er d.wusstlos heimbesördelt werben mußte. An den Folgen der Sturzes ist er am Mon­tag verstorben. Der Fall ist eine eindringliche Mah- uuunJutieLiß. Kucheckerngewinnung nötige Vorsicht walten zu lassen und das Besteigen der Bäume z« unterlassen, das ja auch die Forstbehörde in richtig« Erkenntnis der Gefahr verboten hat.

MaaMKManaaaiMnaMaMHM^^

Montag, den 28. Oktober 1918,

vo« vsrmittags V /. Uhr ab

soll im GasthausZum weißen Roß" hier das im Stadtwald Steinau Distrikt Eisenberg 11 b, 13 b 17, 19 a und 20 lagernde Nutz- und Brennholz öffentlich meistbietend versteigert werden und zwar:

3 Birkeustämme mit 1,70 Fm.

1 Rm. Birkenscheit in Rollen.

60 Lärchenstämme mit 28,80 Fm.

217 Kiefernstämme mit 102,14 Fm.

123 Rm. Kiefernscheit in Rollen.

274 Rm. Kiefernstammknüppel

36 Fichtenstämme mit 12,81 Fm.

8 Fichtenstangen 1. Klasse

3 Fichtenstangen 2. Klaffe

30 Fichtenstangen 3. Klasse-Spitzen.

Steinau, am 14. Oktober 1918.

Der Magistrat. Fink

Lekanntniachung.

Die Arbeitgeber von Fortb. lduugsschülern werden hierdurch wiederholt darauf hingewiesen, das bei Urlaubsanträgen der Grund der Beurlaubung -:enau unter Bezeichnung der vorzunehmenden eiligen Arbeit anzugeben ist.

Im übrigen sind die Gewerbeunternehmer nach § 7 des Ortsstatuts betreffend die gewerbliche Fortbildungsschule vom 26. April 1912 verpflichtet, einen von ihnen beschäftigten gewerblichen Arbeiter, Handlungsgehilfen oder Lehrling, der durch Krankheit am Besuche des Unterrichtes gehindert gewesen ist, bei dem nach sten Besuche der Fortbildungsschule hierüber eine Be'cheinigung mitzugeben. Wenn sie wünschen, daß ein gewerblicher Arbeiter Handlungsgehilfe oder Lehrling aus dringenden ®rünbm vom Besuche des Unterrichts für einzelne Stunden oder für längere Zeit entbunden werde, so haben sie dies bei dem Leiter der Schule so zeitig zu beantragen, das dieser nötigenfalls die Ent­scheidung des SchulvorstandeS einholen kann.

Schlüchtern, den 14. Oktober 1918.

Der Vorstand der gewerblichen Fortbildungsschule. Stückrath.

Am 15. 10. 18 ist eine Nachtragsbekanntmachung betreffend Ergänzung des § 4 der Bekanntmachung vom 21. 9. 18 Nr. H. M. 580/9. 18. K. R. Ä. betreffend Bestandserhebung, Be­schlagnahme und Höchstpreise von Weiden, Weidenstöcken, Weiden- sch.enen, Weidenrinde, Weidenstäben, Weidenspitzen, Weidenstrauch, Weidenabfall, Kopfweiden und Naturrohr (Glanzrohr, Stuhlrohr usw.) erlassen.

Der Wortlaut der Nachtragsbekanntmachung ist in den AmtS blättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.

Stellv. GeneraUo»«,«ds 18. Ar»eekor-S.

1 Wie entferne ich den beißenden Tabakgeschmack Y zugleich Anlei­tung zum Beizen. 21..30 Xa>tfenb.

2 . Selbstherst. v. Zigarren, Ziga­retten, Kautabak ohne Hiffsmittel. 12.-17. Tausend.

S .Berarbeiten derTabakpflanzen zu

Pfeifentabak N

4 . Verarbeiten von Blättern und Blüten zu gutem Tabakersatz. I.'IO. Tausend Leichte Anleitun­gen, jede 90 Psg.

Beize für Tabak u. Ersatz lühnl. VarinaSgeschm.j leicht M. 1.90, Mittel M. 2.50, start 311. 2.90. Jede Packung reicht für 5 Pfund Tabak. Alle Preise zuzllgl. 2Oo/o

G. Weller, RöSrath «Rhld.)

Lehrverträge

für Junge« uud Mädchen Ztürgscheine für Kolzgelder empfiehlt die Buchdruckerei C. Hohmeifter.

Schlüchtern.

Zeichnungen auf die

IX. Kriegsanleihe

nehme bis zum 23. Oktober kosten­los entgegen.

Abraham Sichel.

9te Kriegsanleihe.

Zeichnungen

auf 5/o freie Stücke zu 98/' auf 5 /, Schuldbuchstücke zu 97,80 % auf 4 i/f/, Reichsschatzanweisen zu 98 7« nimmt von Montag, den 88. September bis DounerS tag, den 84. Oktober d. Js. entgegen.

Die Stadtsparkasse.

Zeichnungen

aus die 9. Kriegsanleitze

nehme bis zum 23. Oktober d. JS. entgegen.

Issef Bits, Sterbfritz.