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69, Jahrgang.

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Samstag, den 14. September

1918

Tgb. Nr. 1386 K. G. II.

Bett. Verteilung von Nähfäden, Strick- und Stopfgarnen.

Dem Kreiskommunalverband Schlüchtern sind für das 2, Halbjahr 19250 Rollen Nähfäden, 430 Lagen Strick­garn, 660 Docken Strickgarn, 4890 Wickeln Stopfgarn und 1060 Wickeln Leinennähzwirn zugewiesen worden. Bei der Brrteilung auf die einzelnen Gemeinden des Kreises ist vorgesehen, daß ungefähr aus je 2 Verbraucher eine Holle Nähfäden und der Rest aus die Verardeiter und Anstalten entfällt. Strickgarn und Lctnennähzwirn sind nur in geringen Mengen dem reise zugeteilt worden. Es wird aber darauf hingewiesen, daß Lagen und Docken leicht teiL dar sind z. B. in 5 g Einheiten, sodaß auch mit diesen Garnen möglichst viele Verbraucher bedacht werden können.

Das Verteilungssoll wird den Herrn Bürgermeistern und OrlSvorstehern in den ersten Tagen zugehen, und ich ersuche die Herren ergedenst, möglichst in Verbindung mit den Wirtschaftsausschüssen die Verteilung der Garne vor- zunehmen und den einzelnen Verbrauchern und Verarbeilern Schneider und Schneiderinnen) gleich wie im 1. Viertel lic Bezugsscheine auszustellen. Da jeder Gemeinde, außer lhlersbach, Klosterhöse, Niederzell, Sarrod, Uerzell, und Lahlert, die ihr zustehende Menge an Garnen durch die alsansässigen Händler zugeführt wird, können Verbraucher md Verarbeitet nur bei den Händlern ihres Wohnorts hren Bedarf an Nähfäden und Garnen decken.

Die Bezugsberechtigungen werden bis spätestens am 13. September d. Js. den Kleinhändlern durch die Orts- Mhörben zugestellt. Die Kleinhändler haben die Bezugs- kcrechligungcn bis zu« 30. September d. JZ. einer beliebigen Dermittlungsstelle (Großhändler) oder unmittelbar bei der " - - ----------

J.-Nr. 10216.

Bergütangeu für Kriegsleistunge»

Die VergütungSanerkenntnisse aus den Monaten August 1914 bis März 1918 über Forderungen für Natu- ralquarner, Stallung, Naturalverpstezung, Furage und Hergade von Grundstücken und Gebänden sind bei der hiesigen Königlichen Kreiskasse zur Einlösung vorzulegen.

Schlüchtern, den 11. September 1918.

Dir Königliche Landrat. I V.: Schultheis.

J.-Rr. 10486. An einem Stier und einer Kuh in der Gemeinde NeuSwarts Kreis Gersfeld ist Tollwut sest- gestellt worden.

Schlüchtern, den 10. September 1918.

Der Königliche Landral. I. V.: Schultheis.

Mirawerteilungsstelle für Nähfäden in Berlin W Lohrenstr. 7/8 einzusenden.

Die Preise des Kleinhändlers betragen für:

8,

Baumwollennähfäden 32 Ps. für eine Rolle Letnennähzwtrn 15 Pfg. für 1 Wickel.

Sloffgarn

Strickgarn Strickgarn

14 Pfg. für 1 Wickel.

95 Pfg. für 1 Lage zu 50 g.

38 Pfg. für 1 Docke zu 20 g.

Ich ersuche dieHerrn Bürgermeister, die Bezugsberechti- Mgen sofort nach Eintreffen den Kleinhändlern mit der Pe>fung zuzustellen, diese alsbald einem Großhändler oder Zenttalverteilungsstelle in Berlin zuzasenden, da nach M 30. Sept. d. Js. Bezugsberechtigungen von diesen Wellen nicht mehr angenommen werden.

Schlächtern, den 11 September 1918.

Vorsitzende des Kreis-Ausschusses. von Trott zu Solz.

Bett- Versand von Herbstobst und Herbstgemüse aus der Ernte 1918.

Die Bezirksstelle für Gemüse und Obst in Eaffel hat die Befugnis zur Erteilung von Versanvgenehmigungen aller Art, gemäß 'er im Krei-blatt Nr. 65 veröffentlichten Ver­ordnung und Ausführungsbestimmungen ü.er Herbstgemüse und Hcrbstobst aus der Ernte 1918 der Kreisgeschäfts­stelle Meier Neuhof zu Schlächtern übertragen. Alle Anträge auf Ausfuhr von Gemüse und Obst find bet der Fa. Neuhof vom Erzeuger (nicht vom Empfänger der Ware) zu stellen. «Allgemein wird die Ausfuhrgestattung auf das äußerste Maß herabzusetzen sein, weil die geringe diesjährige Ernte in aller erster Linie zur Deckung des gewaltigen Bedarfes für Heer und Flotte erfaßt werden muß.

Schlüchtern, 21. August 1918.

Der Vorsitzende des KreisauSschusses. von Trott zu Solz.

J.-Nr. 991 V. Zum Zwecke der Entlastung der Ge­meinden und Polizeibehörden hat der Vorstand der Landes- verstcherungsanstalt zu Caffel versuchsweise angeordnet, daß bei allen Rentenquitlungen über monatliche Zahlungen nur einmal in jedem Vierteljahre eine Beglaubigung der Unter­schristen, eine Lebens oder Vitwenschaftsbescheinigung gefordert werden darf, und zwar für den letzten Monat jedes Vierteljahrs, mithin für die Monate März, Juni, September und Dezember j. Js. Das Gleiche gilt von der die Beglaubigung ersetzenden Stempelung der Quittungen über Zulagen zu Renten.

Die Herren Bürgermeister ersuche ich, dies den Renten­empfängern alsbald mitteilen zu lassen.

Schlüchtern, den 12. September 1918.

Der Vorsitzende des Versicherungsamts. I. V.: Schultheis, Kreissekretär.

Rutsches Reich.

iser an die deutsche Landwirtschaft.) er kürzlich in der Rcichshauptstadl senen Deutschen LandwirtschastSgcsell- )aldigungSgrnß in einem länzcrn Tr­etet. Darin spendet er den Leistungen chast während des Krieges hohes Lob, ,Die ßcutsche Landw rtschaft hat ihre , für die Ernährung des deutschen er KriegSzeit ausschließlich mit den )-imatlichen BodenS zu sorgen, unter lltniffen glänzend gelöst und sich als er für den hehren Bau des RUchcZ ellung von neuem bewährt. Jeder ebnet verbliebene Landwirt, und vor mdsrauen, haben unter Einsetzung ihrer Heim.sche Schoae gehütet und gepflegt rnermüdtichen Fleiß rühmlichen Anteil die grausamen AuShstng^rungkpläne e zuschonden zu machen". D ese kai- erden in ganz Deutschland nicht bloß ten, sondern auch von allen übrigen 'ü-sh empfindenden Ständen mit sreu- enommen werden.

länd'.schc Kundgebung. Die Deutsche gestelltemParier veröffentlicht folgende r vertrauen auf den Siez der deutschen rten von der RsichLregierung, daß sie )Eem Umfange ausnutzen und bemüht n deutschen Volke jugefügten schweren .e sich überhaupt wieder au-gleichen g.n feindlichen Völkern auszu'ürden. tttm wir, last ,aruL d^j^L (siLlomuo )iunaT'-^ bis Ve-ai-^-n -ng für :ötum und die Giunblage für eine geboten wird, banvt jeder besitzlose namentlich jeder KriegSle.lnchmcr die igener Herr auf eigener Scholle zu fenfieg soll die deutschen Arbeiter und : Arbeit-losigkeit und Elend bc»

irische Uebersicht.

Schicksal der Zariu.

pt. Journal des Dekats meldet nach nbblait" auS Madrid: Nach einer miung hat die Zarin die Bedingungen strunz angenommen und auf alle finanziellen Nachlaß des Zaren im für sich und ihre Rechtsnachfolger ie Erlaubnis zur Ausreise gegeben iglich Hof in Madrid empfahl die kgl. SLioficS in San Sebastian.

iirris L-" -2E^L^-r?ll?^ eick^- .LiLLLL^^?7?^7^.si7-.^ '"^

er füh noch nicht zum Aufbruch." ~

Womit beschäftigten Sie sich nach dem Essen, Herr Honplinanu."

«Ich spielte mit dem Oberleutnant Sauer zwei Par­tien Billard, dann beteiligte ich mich an der allge- 'neinen Unterhaltung und las später etwas."

Ich meinte eigentlich die anderen Herren mit niei« »er Frage."

Muß ich das sagen, Herr Oberst?"

Ich befehle es Ihnen, Herr Hauplinaun*

Sie feilten, Herr Cb; i)t."

Wissen Sie, ob der Oberleutnant von Bibra tni Verlust war?"

Ja, Herr Oberst, dauernd."

,. ^nit Ihnen bekannt, wie hoch sich die Sillttme oe-

n^TTi ^iunr iiuj wu> 1 um^i» »in piMerstatten könnte, wer wollte ilwi bann die Absicht einer vorübergehenden rechtswidrigen dneigiumg ""^in^Heiijf Pause ist entstanden. Diedersleben hat dies alles blitzschnell erwogen unb seine Schlüsse dar-

teile selbsiverHand sich voll und ganz die rln- sich! des. Herrn Oberst," sagt er hastig. Der - bei st nickt, als habe er das gar nicht anders erwartet.

werbe Sie seinerzeit von dem Ansgangder gclrgenhM benachrichtigen, Herr Hanptmann." 'Gehorsamen Dank." -

^:t!loch eine Bitte. WaS wir hier imtemanbei gesprochen haben, bleibt, wie auch der Ansgan^ der staugesnndenen Revision, unter den in dieser SaAe

eit Sie das auch den beiden anbern Union niitteilen." wrueigt such ziihimniend.

ich jetzt gehorsamst einpfehlen, Herr

et nach dem Abschied, sich im Rahmen inmal verbeugend, ruhig über b*e es, in das er die Verzweiflung trug, t ;ti noch immer straff aufrecht.

dersleüens letzter Schritl verhallt ist, sammen. Er. der beständig bei seinen .ii Taler rechnen mußte, ist von der verlor, beinahe betäubt.

lseud Mark," murmelt er vor sich )t vertazi und vielleicht die Ehre und waS benten. Von dem Mann, dein nd anserlraueit) will, glaubt er das steigen, manchen fallen sehen. Ein t hat vor drei Jahren aus der Jagd i, der Hanplmann Müller, den der -r^iitb, ist im »srigen Jahr vor bie Hunde gegangen. 229,18*

Sie sagen, es mache bot Osten. DaS ist nicht wahr. Das milde Blut macht es, von keinem Willen gefiic^ tet, von keinem Herrn zur Ruhe gepeitscht, weil sie alle mehr oder minder Sklaven ihrer Leidenschaft sind.

Sollte Bibra, aus den er mit der Liebe und dein Vertrauen eines Vaters geblockt hat, der dritte sinn? Er Herum ; es nicht zu glauben. Mancherlei Anzeichen spre­chen dopegen. Es ist erwiesen, daß Bibra beinahe das Doppelte, der 'Summe eine.igle, die in der Kasse fehlte. Ein sonderbarer Umstand freilich, der ihn in b. i Besitz von dreitausend Mark flüssigen Geldes gebramt hat. Aber jedenfalls hatte er sie gehabt. Warum sollte er da nicht noch mehr zur Verfügung gehabt haben?