mer Feind des ApfelbaumeS ist der Hase. Der Schaden, den dieses Nagetier durch das Abnagen der Rinde den jungen Bäumen verursacht, ist viel größer alS man meistens annimmt. Je härter der Winter auftritt, desto größer ist der Schaden. Viele Obstbauern denken: „Der Winter wird schon nicht zu streng werden!" Dadurch schläfern sie ihr Gewissen ein und Unterlasten daS Einbinden der jungen Bäume. Wenn dann das Unglück geschehen ist, will man schnell daS Versäumte nachholen. Aber dann ist es meist zu spät In diesem Jahre sind viele der Obstbauern, die sonst die notwendigen Pflege- und SicherungSarbeiten ausgeführt haben, im Feld. Die Zurückgebliebenen können leicht das Anbringen der Hasenschutzmittel vergeffen. Darum seien sie besonders au ihre Pflicht erinnert. Diese notwendige Arbeit darf nicht aufgeschoben werden; man erledige sie sofort. Den besten und sichersten Schutz geb.n BaumsLützer aus Drahtgeflecht. Wo man sich solche nicht verschaffen ka m, genügt auch ein Einbinden der Stämme mit Tannenreifig. Auch mittelstarke Bäume binde man aus Vorsicht ein!
Schon wieder eine Spende?
N Ja, schon wieder eine Spende! Denn Geld ist im Ueberfluß da. Da ist's nicht unangebracht, daran zu erinnern, daß es anderwärts sehr fehlt, sehr nötig gebraucht wird.
Diesmal gilr's allen denen, die in den Kolonien, gänzlich abgeschnitten von der Heimat, vier lange Jahre gekämpst, und gelitten haben. Es gilt notleidenden deutschen Brüdern und Schwestern.
Wer darf, wer muh spenden?
1. Jeder, der seine Ernte trocken und reichlich hat einbringen dürfen.
2. Jeder, der sein Vermögen während des Krieges oder gar durch den Krieg hat vermehren können, während Hunderttausende starken oder verarmten.
3. Jeder, der keinen lieben Angehörigen durch den Krieg verloren hat.
4. Jeder, der noch daheim sitzt, der vom Kriege noch nichts am eigenen Leibe gespürt hat, der. geschützt durch den Tag um Tag höher steigenden Wall von Leichen deutscher Brüder, seinem Erwerb nachgehen kann.
5. Jeder, der durch Verlust eines lieben Menschen nicht verbittert, sondern veredelt worden ist, besten Herz durch Leid weit geworden ist zum Mitfühlen und Mitertragen.
Am 31. August und am 1. September werden Schüler der hiesigen Lehrerbildungsanstalt in der Stadt jedem Einwohner Gelegenheit geben, dnrch eine kleine oder große Spende seinen vaterländischen Sinn zu betätigen.
Lokal« und ProvinpelUs Schlüchteru, den 27. August 1918.
—* Den Herren Bürgermeistern Jff zu Marborn, Möller zu Wallroth und Nüll zu Herolz wurde das Verdienstkreuz für Kriegshilfe versehen.
äui oviumouiü üeir:.;) i. auguit verannartet Frau Stabsarzt Dr. Adolph aus Frankfurt a. M in der hiesigen städtischen Turnhalle einen Liederabend zur Laute, unter gütiger Mitwirkung hiesiger Musikfreunde, zum Wohle des Vaterländischen FrauenSvereinS. Der Künstlerin, die ihre li.benSwürbige Kunst seit Kriegs . beginn unermüdlich, in aufopfernster Weise, in den Dienste der Lazarette und Wohltätigkeit stellt, wünschen wir ein reichbesctztes Haus (Näheres Inserat!)
* KleSberg, (Kr Schlichtern) Das Eiserne Kreuz erhielt am 9. August der beim Rese ve Feldartil Regt. Nr. 33 stehende Fahrer Heinrich Klug Sohn des Landwirts Eduard Klug von hier, für hervorragende Tapferkeit vor den Feinden im Westen._______________ 3. ^iegs-^elRsafia^emie.
Die deutsche Iowssochtchute.
2 Vorlesungen von Dr. R. von Erdberg, Geschäftsführer des Ausschusses der deutschen VolkSbildungsvereinigungen in Berlin und von Direktor HermS der Volkshochschule zu Markirch Osterholz.
ES Ist bedauerlich, daß zu diesen Vorlesungen nicht die tüchtigsten Landwirte unseres Kreises zugegen sein konnten. Denn die Volkshochschulen sind, wenn auch für die Angehörigen aller Stände doch vorzugsweise für die Landwirte geduckt. In Dänemark und Schwe den bestehen solche Volkshochschulen seit Jahrzehnten. „Die dänischen Volkshochschulen sehen Jahr für Jahr eine Reihe von Besuchern aus allen Herren Länder, Schulmänner, VolkswohlfahrtSsreunde, Landwirte. Hervorragende Pädagogen haben sich mit Bewunderung über sie geäußert, und ausländische Landwirte, die die Erfolge der dänischenLandwirtschast aus eigenem Augen schein kennen lernten, haben mit berechtigtem Staunen die Volkshochschulen als Urheber dieser Erfolge, als G'.undleger des genossenschaftlichen Geistes als Quelle der hochstehenden, ländlichen Volksbildung in Dänemark nennen hören " Ihr Urheber ist der als kirchlicher Reformator, Dichter und Historiker bekannte Däne Grundtag (1783 -1872) In Deutschland haben sich diese Schulen bis jetzt noch rrdjt einbürgern können. Es besteht bis jetzt eine solche in SchleSw g-Hol rein; eine zweite ist für Rheinhessen geplant
1 . Wir haben ein freies, blühendes Volk; aber die Erfolge sind nicht durchweg so, wie sie erwartet werden müßten. Die Volksbildung reicht nicht aus. Unsere Schulen legen immer noch einen einseitigen höchsten Wert auf die Aneignung von Kenntnissen. (Lernschule). Ist Wissen Selbstzweck? Die ersten Volkshochschulen haben ihre Methoden von Gymnasium und von der Hochschule übernommen. Das ist ein Fehler, denn das Fundcment fehlt. So wurden sie genötigt, nur die wistenschaftlichen Ergebnisse mitzuteilcn. Ader die Volkshochschule soll die Bildung zu einem Abschluß bringen. Das kann sie nicht durch Kurse und Fachschulen erreichen. Die Volkshochschule muß eine nationale Schule sein, religiös, konfessionell, aber ohne Religions unterricht. Sie sei immer Internat; das samilten artige Zusammenleben best'mmt die Atmosphäre und stellt die natürlichen Forderungen an Leiter und Lehrer. Das Internat wirkt „gemeindebildung." Die Schüler, . herangewachsene Menschen aus den werktätigen Schichten des Volkes Hauptsächliche der Landbevölkeruna^so llen , in ein persönliches Verhältnis zur Kultur gerückt, durch historisch-philosophischrn Vortrag in organische Verbindung mit dem . etstigen Leben der Nation gebracht weiden. Sie hat nichts mit der Volksschule und nichts mit der Fortbildungsschule zu tun. Sie ist eine Hochschule für das Volk im weitesten S nne. Die Schüler werden ihrem Berufe durchaus nicht entfremdet. Es gibt keine Lehrbücher. Die Methode beruht auf dem mündlichen Vortrag, denn die geforderte G-mütsbildung
kann nur durch das lebende Wort geweckt ^ wickelt werden Hieraus ergeben sich die ^orbedt an die Befähigung des Lehrers. So werde eJ der moralische Aufbau des Volkes, ein Zusammen der Volksteile, es werde gebildet ein „politische;
2 In Schleswig Holstein bestanden bereits 5« Hochschulen, von denen jedoch 2 wieder ej^.F sind. Erster Zweck ist die Erweiterung er AoM bildung und Erziehung. Hauptsache ist die meinschäst In Mohrkirch Osterholz sind 44 M aus allen Schichten als Schülerinnen. Die M nehmenden müssen mindestens 17 Jahre alt |ejtf mindestens gute Volksschulbildung haben. Der M ist stark. Unterrichten sind hauptsächlich Lehrer,» Bauerntöchter, auch Dienstmädchen. 88 Bewerbe mi ßten zarückgcwtcsen werden. - Sie werden in
Mai bis September und Oktober bis fei unterrichtet. Von 7-10 Uhr wird in den M schastlichen, von 10 — 12 in den technischen W unterrichtet, von 2 — '/, 6 Uhr ist Arbeit. DieM sind von Pflichten frei, doch ist Ausgeh n nicht geW Grade in. den Abendstunden zeigt und betätigt M Lehrer und Schülergemeinschaft als Familie— plaudernd, lesend, musizierend. Alles geschieht M fam, jedes M! glied bemüht sich, auf die GenniM durch gutes Beispiel zu wirken.
Es gibt keine Disziplinschwierigkeiten, keine M keine Strafen, keine Zeugnisse, keine Prüfungen,« Berechtigungsscheine. Wer sich in die Geineiirschas,» findit, wird zum Austreten veranlaßt. —
Im Lehrplan der Volkshochschule stehen nl^i Fächer anderer Schulgattungen. DaS HauvtM der Deutschunterricht, der von den schleSwig-hollsteiM Dichtern — von der Volkssprache — auSgehl. g wird auch im Unterricht häufig in der plattdeutschen« att gesprochen. Jede Schülerin wählt sich ihren LiM dichter. Der büraerkundliche Unterricht geht ebenfaM der Heimat aus und zeigt z B. dasGenossenschaftswekt erst an einer Dreschgenoffenschast. Die Buchfüh-Mt land und hauSwirtsebastliche - nimmt die Selbst!« der Schülerinnen besonders in Anspruch. ErdkuM und Naturkundlicher-Geschichtsunterricht gehen ebM von der Heimat aus. Jede Schülerin muß die Gi« ihres Dorfes mitbringen. Volkslied und Gesang ^>M besonders gepflegt, weil Schleswig-Holstein gesanM ist Religionsunterricht im hergebrachtem Sinne M nicht ciMlt, an feine Stelle treten Andachten itnbi spräche. '• l
Die Volkshochschule soll ihre SchülerinmiiW allem erziehen. Das Erziehungsziel wird am sichaD erreicht durch das Familienleben, in dem die gj uin Schönen und Guten, die Freude an der Albeit» Heimstätte hat.
Einer Einladung fol, end wird der Rhein-Mai»« Verband im Verlaufe des bevorstehenden Winters Volksakademie für 2 -3 Tage in Elm veransia!« und es wird hier Gelegenheit gegeben sein, vonl Volkshochschule näheres zu erfahren. .
Anr 25. August gegen Mitternacht wurde dieM Stadt Frankfurt abermals von feindlicher- fliegst angegriffen. Die abgeworfenen Bomben haben ledW Sachschaden verursacht.
Für die blindgeschoffenen Krieger gingen bei M1 Ungenannt von Klosterhöfe 5 Mk.
Dem Geber herzlichen Dank.
Die Exped. der „Schlüchterner Zeitung. I
III. Kritzschiiksndndcmie
des Wein - Damischen Deröandes für WotKsöitdung.
Bei der Kriegs-Volks Akademie, welche unser Verband vorSt IL—21. August 1918 in Schlüchteru abhielt, haben wir durch eine große Anzahl Schlüchterner Bürger und Ein- wchner wohlwollende Unterstützung und friundliche Hilfe gefunden.
Die Verbandsleitung weiß das umsomehr zu schätzen, als bei der vielseitigen Inanspruchnahme, welche die'KriegS- lage für jeden einzelnen mit sich bringt, eine Betätigung nach dieser Richtung sicher in vielen Fällen mit mancherlei Opfern und Unbequemlichkeiten verbunden war.
Allen Korporationen und Persönlichkeiten, welche zum Gelingen der Kriegs Volts Akademie beitrugen, ganz besonders aber den Männern und Frauen, welche der großen Zahl von Teilnehmern so freundliche und bereitwillige Gastfreundschaft gewährten, sagen wir hiermit verbindlichen und aufrichtigen Dank. Die Schlüchterner Tagung wird allen Teilnehmern eine unvergeßliche Erinnerung bleiben.
Der Dorstand des Rhein-Mainischen Derbandes für Dalksbitdang:
Küster, Pfarrer. Dr. Robert Kahn,
1. Vorsitzender. Stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer.
Königs, ßöerjörstem -^
Aus dem diesjährigen Einschlag aller Schutzbezirke sollen 117 Eichen-At-schuitte mit 44,03 Fstm. (Klasse 21.5 18,77 Fftm. B. 1. u. 2. 8,89 Fstm., B. 5. 16,37 Fstm. (Los. (1 — 3)
234 Buchen-Abschnitte mit 131,01 Fftm. (Klaffe A. 5. 22, 68 Fftm.
B 2. 11,60 Fstm , B. 3. 25 48 Fstm., B 4. 65,66 Fstm,
B. 5. 15,59 Fstm) (So 5 4-9)
691 Kiefkrn-Sägehlvekss mit 363,04 Fstm. (Los 10 —16) 385 Buchholzabschnitte mit 254,98 Fstm. (Los 17 — 24) 189 Dichten-Abschnitte mit 86,12 Film. (Los 25 — 26 79 Lärchen Abschnitte mit 62,07 Fstm. (Los 27 — 28) im Submissionsweg versteigert werden. Rechnerische Berichtigung bleibt vorbehalten. Bedingungen, Loseinteilung und Nun mcrver zeichniffe werden gegen Erstattung der Schreibgebühren übersandt. Die bis
Mittwoch den 4. September d. Is.
abends 8. Uhr
verschlossen mit der Ausschrift Holzsubmisflon einzureichenden Gebote sind für den Festmeter das genau zu bezeichnenden Loses abzu- geben und müssen dieErklärung enthalten., daß Käufer die ihm bekannten Verkaufsbedingungen anerkannt. Sammelgebote find für Los 10 - 16, ferner für LoS 17 — 24 zulässig. Die Gebote werden Freitag den 6. September Vormittags^ 7» Uhr im Geschäftszimmer der Oberförsterei geöffnet.
Warnung!
Wir machen darauf aufmerksam, daß Bierfässer, Bier- u. Limouadenflaschen unveräußerliches Eigentum der Brauereien sind und nur von diesen benutzt werden dürfen. Jede andere Benutzung zu irgendwelchen Haushaltungs- und gewerblichen Zwecken ist strafbar. Wir werden jeden uns besannt werdend!n Mißbrauch strafrechtlich verfolgen.
Brauereiverein Fulda u. Umgebung.
Umfassend die Brauereien in Alsfeld, Asbach, Fulda, Großen- lüder, Hersseld, Lauterbach, Kleinlüder, Schlitz und Schlüchteru.
C Ä e^t-^
C K — ^
Verloren
auf dem Wege vom SaH* zur Stadt eine schmal! Ledertasche mit Jnh«^ Abzugeben gegen BelohnM Fuldaerstr. 68.
Wiegscheine
Arbeitsbücher, Hebammeubücher, sind zu haben in der Buchdrucker
C. Hohmeister