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it Amtlichem Kreisblatt". — Wocheubcilage: Illustriertes Sonntagsblatt.
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Kaum 15 pfg. 39. Jahrgang.
KreisAM
für die Stadt und den Kreis Schlüchtern.
M 66. Lamstaq, den 24. August 1918
ßuch!
utschen Kolonien.
der Dornbusch
fe mannigfachster st Schirm u.Hort. der, was deutscher ; mit der Heimat
J.-Nr. 927 V.
Betr.: Invaliden Berficherungsbeiträge
Im Anschluß an die Bekanntmachung des Vorstandes der LandeSversicherungsanstalt Hessen-Nassau vom 3 Juni 1918 — veröffentlicht im Kreisblait Nr 58 unterm 18. v. Ms. J.-Nr- 712 B — wird noch besonders darauf hingewiesen, daß auch für alle in der Land und Forstwirtschaft beschäftigte Arbeiter, Knechte und Mägde, sowie für die Dienstboten in PrivachauShaltungen an Wochenbeurägen zu entrichten finb:
a) für männliche Personen über 21 Jahre solche der Lohn- klaffe IV zu 42 Pfg.
b) für weibliche Perionen über 21 Jahre solche der Lohn- kloffe III zu 34 Pfg.
c) für männliche Personen, von 16 bis 21 Jahre solche der Lohnklaffe III tu 34 Pfg.
d) für weibliche Personen von 16 bis 21 Jahre solche der Lohnklaffe II zu 26 Pfg.
Schlüchern, den 22. August 1918.
Der Vorsitzende des Bersicherungsamts. von Trott zu Solz.
J-Nr. 9749. Die den Lehrern und Lehrerinnen zu- stehenden Kriegsbeihilfen und KnegSteuecungszulagcn sind zu. Auszahlung durch die hiesige Königliche Kreiskasse angewiesen worden.
Schlüchtern, den 20. August 1918.
Der Königliche Landrat. von Trott zu Solz.
J-Nr. 9795.
Bett. Vaterländischer Hilfsdienst.
Es wird erneut darauf hingewiesen, daß jeder Männliche Deutsche, der das 17. Lebensjahr vollendet, sich bei dem zuständigen Bürgermeisteramt melden muß.
Die Bürgermeister find verpflichtet, die Meldungen dem Einberufungsausschuß Fulda zuzusenden.
Schlüchtern, den 21. August 1918.
Der Königliche Landrai. von Trott zu Solz.
Zahlung der Getreide-Lieferungen öetr.
Nap Maßgabe der milgeteilten Bestimmungen müssen alle GetreidelieferungSbeträge durch die Gemeindekaffen zur Auszahlung an die Lieferanten kommen.
Hierbei ist Folgendes genau zu beachten:
Die Uebcrsendung der Lieserungsbeträge erfolgt je nach der Fruchtlieferung monatlich ein oder zweimal, in der Regel 2=3 Wochen nach der Lieferung, von der Kreis- kommunalkaffe an die Gemeindekaffen durch Postscheck unter gleichzeitiger Uebersendung der roten AnlieferunzSschetne. Diese roten Scheine mit den berechneten Lieferungsbeträgen «hält der Lieferant, jedoch nur unter der Bedingung,
daß er den mit gleicher Nr. und Zahlen versehenen weißen Anlieserungsschein zurück gibt. Diese weißen Scheine sind nach stallgcfundcner Auszahlung sofort der Kreiskommunal- kaffe al« deren Rechnungsbelege zuzuschicken
Voraussetzung hierbei ist, daß die abgelieferten Frucht- mengen von diesen Scheinen vorher in das Ernte und Fruchtlieferungs Register der Gemeinde richtig eingetragen sind.
Schlüchtern, den 20. Auaust 1918.
Der Dorntzende des Kreisausschusses. von Trott zu Solz.
Gemäß § 2 Abs. 2 der Verordnung vom 9. März d. Js. - R.G.BI.S. 119 - wird der Frühkartoffel- Erzeuger Höchstpreis für die Provinz Hessen—Nassau vom 16. Augu'l d. Js. ab bis auf weiteres auf 8 Mk. je Zentner festgesetzt
Caffel, den 16. August 1918.
Provinzialkartoffelstelle.
Wird veröffentlicht.
Schlüchtern, 19. August 1918.
Der Vorsitzende des Kreis-Ausschuffes.
J.-Nr. 9703 Die Octspolizcibehörden und Gendarmerie Wachtmeister werden unter Bezugnahme auf die Verfügung vom 5. Mai 1906 — J.-Nr. 3406 — (Kreisblatt Nr. 20) hiermit auf die Dem R gierungs-Amtsblatt 1906 Nr. 14 beigefügte Anweisung zur. Bekämpfung des Zigeunerunwesens erneut aufmerksam gemacht. Jnbeso° dere wird wiederholt darauf hingewiesen, daß Personen, welche nach Zigeunerart im Lande umherziehen, keinerlei Legtti- mationspapiere (Führungszeugnisse, Arbeitsbücher usw.) ausgestellt werden dürfen Sollten Zigeuner mit Wandergewerbescheinen betroffen werden, so ist festzustellen, aus welche Person nach Runen und Wohnort, von welcher Behörde, unter welcher Nummer und welchem Datum und für den Betrieb welchen Gewerbes der Schein ausgestellt ist, und mir darüber sofcrt zu berichten.
Schlüchtern, den 20 August 1918.
Der Königliche Landrat. von Trott zu Solz.
Betr. Schlachtdieha«fnah«e.
J.-Nr. 9293 K. G. Um eine gleichmäßige und gerechte Abforderung des für das Heer und die Zivilbevölkerung notwendigen Schlachtviehs in den Gemeinden des Kreises durchzuführen, bestimme ich Namens des Kreis- Ausschuffes :
1) Es werden drei Kreis-Kommissionen gebildet, deren Mitglieder vom Kreisausschuß gewählt werden und denen je ein bestimmter Kreisteil zugewiesen wlro.
2) Jede Gemeinde hat durch ihre geordnete Ver-
e sümpften ! Die - wie Lettows i! a m p f führten, ub er unter seinen rüchteihrerArbeit.
Rohstoffe betteln j, daß ihnen allen, nt — des ganzen
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; der Infanterie,
b. Marken.
rerseminar in die l vaterländischen Zweck
se in Schlüchtern, Posttieren wird.
>5ne den Korridor uer« cht er sich auf den Fuß- hter Hand, die den Geld- irgt.
auf, um sie zu euizüu- r eines andern. Warum nbet anch so. Zuerst die irren leise zusammen, als
oß herum. Sein Auge ist ■t. Die dunkle Röte steht eher seinen Wangen lie« $ür fliegt auf. Er reißt d zählt sie.
chrechnuugen, der im Ka- d heute vom Zahlmeister ganzen Bestand gegriffen:
Der Umschlag ist gekommen. Ganz umuerklich geht ” mit ihm bergab. Seine 550 Mark sind fort, und jetzt, »nie Stunde später, der letzte Schein von RastingenS Eigentum. Jetzt wird er aufhören. Er muß einfach. Er hat es Rastiugen doch versprochen.
»Graf," sagt er leise, beinahe heiser.
Uhlmarken lächelt ihn aus dem linken Auge an.
weiß, was Bibra jetzt sagen wird. Er hat deutlich «riehen, daß die Hand, die im Portefeuille wühlte, leer geblieben ist. Bibra kennt diesen Blick.
Er hat früher einmal gedacht, daß, wenn er ihn so "«sähe, ein Unglück geschehen müsse. Und nun senkt er den Kopf und errötet. Es liegt das Mitleid darin, das man etwa für seinen Hund übrig hat. , ^ ^ K
Er tritt ohne ein verbindliches Wort, welches dies schroffe Zurückweiseu noch mildern könnte, an den Spielertisch.
Ich bitte um eine kleine Pause zum Luftschöpfen. Mein Kopf will springen. 3n fünf Minuten stelle rch mich wieder zur Verfügung."
Er geht hinaus und reißt seine Mütze draußen vom Haken herab, weil gerade eine Ordonnanz verschlafen vorbeitaumelt. Sein Gesicht ist ganz kalt. Es trägt den Ausdruck starrer Entschlossenheit. Keine Spur von Zaudern oder Entsetzen darin zu finden. Ergeht leise den schmalen, teppichbelegten Korridor entlang.
hleicht sich hinaus, viederholt sich. lautes Zuschlägen. Dann t arbeiten in diesem Au- hat die Mütze unter den trtTn—^erieihnh,*oktm< orinnen sehen, daß er wirklich draußen gewesen ist. Er wird sich schon ob seiner Vergeßlichkeit genügend entschuldigen.
„Wenn es Ihnen recht ist, tztzen wir nunmehr das Spiel fort," sagt er etivas später und beginnt ruhig die Karten zu mischen.
Ihre Mütze ist ja vollkommen trocken geblieben, Bibra mie kommt das? Draußen gießt es doch wie mit Kannen?" tönt Diedersledeus Stimme hell und scharf zu Bibra hinüber.
,Jch habe die Mütze einfach unter dem Arm getra- aem Herr Hauptmauu, Das kühlte den Kopf besser."
^So-jvt" . 229J^