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mal liegt die Möglichkeit nahe, daß bann der ganze Borrat bereits am Freitag ausgezehrt ist und für die beiden letzten Tage der Woche nichts mehr übrig bleibt, gnb zum anderen liegt darin die Gefahr, daß Frauen, bie infolge des Massenaufkaufs am Vormittag schon flIn Mittag kein Brot mehr besonnten konnten, das ochste Mal ebenso verfahren, und die Folgen sind Brotpolonäsen! Die haben wir wirklich nicht nötig. Darum sollte jeder, der solche Nervosität beim Brot- clnkauf beobachtet, dagegen Front machen und seine Nachbarn überzeugen, daß sie nicht nötig ist

* Rektoren- und MittelschullehrerPrüfungen- Das Kgl. Provinzialschulkollegium in Griffet gibt bekannt daß die Reklorenprüfung auf den 7. November, die Prüfung der Lehrer an Mittelschulen auf den 4. Nov. angesetzt wird. An jedem der genannten Tage beginnt die schriftliche Prüfung.

* Vereinfachung des Verfahrens für die Abhebung von Renten auf Grund der ReichSversicherungsordnung. Das Reichsversicherungsamt hat versuchsweise angeordnet daß bet allen Rentenquittungen über monatliche Zahl­ungen nur cire Beglaubigung der Unterschriften, eine Lebens« oder Witwenschaftsbescheinigung gefordert werden darf, und zwar für den letzten Monat jedes Vierteljahres. DaS Gliche gilt von der die Beglaubig­ung ersetzenden Stempelung der Quittungen über Zu lagen zu Renten.

* Neue Feldpostbestimmungen. Amtlich wird bekanntgegeben: Das Höchstgewicht der Pakete ohne und mit Wertangabe an deutsche Kriegsgefangene und bürgerliche Gefangene in England und in britischen Lagern in Frankreich ist von 5 auf 7 Kilogramm erhöht worden. Im Kriegsgefangenenverkehr mit der Ukraine sind fortan gewöhnliche offene Briefe und Post körten zugelassen.

* Schreibmaschinendurchschläge befördert die Post nicht als Drucksache, wie die Reichspostverwallung dr fer Tage entschieden hat, weil sie dadurch einen erheblichen Ausfall an Gebühreneinnahmen befürchtet. Der Brauch, Schreibmaschinendurchschläge im c nen Kuvert als Drucksache zu versenden, hat eine ,-oße Anhängerschaft gefunden. Dagegen gelten hektograp.;ierte oder andere maschinelle Vervielfältigungen des Klein­betriebes als Drucksache.

* Fang von Krammetsvögeln. Wie in den beiden Vorjahren ist auch in diesem Jahre den Landcs- zentralbehöcdcn durch das Kriegsernährungsamt die Ermächtigung erteilt worden, in der Zeit vom 21. September bis zum 31. Dezember 1918 den Fang von Krammetsvögeln im Dohnenstieg zuzulassen nnd die Art der Ausübung dieses Fangs näher zu regeln. Maßgebend für den Erlaß der Anordnung war die ErwäMig, die Krammetsvögel zur Verbesserung der knappen Fleischversorgung in möglichst großem Umfang der menschlichen Ernährung nutzbar zu machen. Gewissen Bedenken, die mit Rücksicht auf den Schutz der chriiuiscken Singcög^lwelt gegen die Maßnahme sprechen, ist nach Möglichkeit dadurch Rechnung getragn daß die Zulassung des DohnenstiegS auf eine Jahreszeit beschränkt bleibt, in der sich nistende Singvögel in Deutschland nicht mehr auszuhalten pflegen.

* Berlin. Die 2^ Pfennigstücke aus Nickel werden eingezogen und gelten vom 1. Oktober d. Js. nicht mehr als gesetzliches Zahb' Smittel.

* Frankfurt a. M. e- Tod des Generalfeld- marschalls v Eichhorn wico hier besonders schmerzlich empfunden, wo er 9 Jahre an der Spitze des 18. Armeekorps gestanden hat und sich da allseitiger Hoch­achtung und Beliebtheit erfreute.

* Eschwege, 4. Aug. Ein Großfeuer äscherte gestern in Altmorschcn zwei Gebäude der landwirt­

schaftlichen Verkaufsgesellschaft Hessenland ein. Sämt- liche Vorräte wurden vernichtet. Der Schaden beträat 400 000 Mark.

* Hcrsfeld. Eichhorn über die Zukunft der Ukraine. Ein Brief des Feldmaischalls an Herrn Arnold Rech- bcrg in H-rsfeld vom 26. Mai enthält folgende S. 'e die deutlich zeigt wie sehr der Verewigte auch p.rsönuch sich für das Schicksal des Landes interessierte: .......... Ich las eben einen Satz von Herder. Er schrieb im Journal seiner Reise vom Jahre 1769: Die Ukraine wird ein neues Griechenland werden, der schöne Himmel dieses Volkes, ihr luftiges Wesen, ihre musikalische Natur, ihr fruchtbares Land werden einmal aufwachen Aus so vielen kiein.n wilden Völkern, wie es die Glichen ehemals auch waren, wird eine gesittete N tion werden Ihre Grenzen werden sich bis zum Schwarzen Meer hin erstrecken und von da hinaus durch die Welt. Ich würde mich freuen, wenn diese Prophezeiung in Erfüllung ginge.

grämten

seitens der J I. Weitzek'schen Stiftung für das Jahr 1918.

Preise: Für Kühe:

1. Ludwig Walther

18

Mk.

2. Philipp Bolender

14

3. Georg Müller

12

4. Heinrich Beck

10

Für Rinder:

1. Ludwig Bolender

18

Mk.

2. Philipp Rüffer

14

3. Jean Schickedanz

10

4. Leonh. Schäfer, Maurer

8

//

Für Schweine:

1 Ludwig Kling

12 Mk.

2. Konrad Urbach

8

3. Johs. Hach

5

Für Ziegen:

I. Schlichting

10 Mk.

2 Wilh. Schäfer

9

3. Joh. Freund

8

4. Wilh. Zinkan

6

Für Schafe:

1. Jean Beck 8 Mk.

2. Philipp Müller 7

3. Friedr. Knauf 4

Für Korn:

1. Georg Traband 10 Mk.

2. Martin Gärtner 9

3. Johs. Urbach

8

4. Lorenz Jöckel

7

5. Richard Schmidt

6

Für Weizen.

1. Philipp Walther

2. Nikolaus Müller

10 Mk.

9

3. Friedr. Simon

o //

4 Konrad Freund

7

5. Heinrich Schultheis

6

Für Gersir:

1. Adam Schlingloff

8 Mk.

2. Jean Greulich

7

3. Johannes Kreß

6

4. Adam Baist, Glaser

5

Für Hafer:

1. WilhelmISchlingloff

8 Mk.

2. Joh. Fahrein

7

3. Höbeler

6

4. Georg Hildebraud 5

Für Erbsen:

1. Karl Urbach 8 Mk.

2. Philipp Hildebrand ' 7 Mk

3. Karl Schlingloff 6

4. Fritz Reuter 5

Für Sämchen:

1. Karl Hildebrand 8 Mk.

2. Heinrich Berthold 7 ,

3. Peter Weitzel 5

Für Kartoffeln:

1 Sebastian Baumann 8 Mk.

2 . Heinrich Urbach 7

3 Philipp : "

Für Runkeln:

1. Phibpp Batst 8 Mk.

2. Ludwig Freund 6

Für Flachs.

1. Ntk. Basermann ß Mz

Vermischt".

Darwstadt. Der Uebergabezug 8876 erhielt am Samstag um 2 Uhr 40 vormittags auf dem hiesigen Bahnhof von Stellwerk 1 Ausfahrt D 1 aus Gleis 1, kam aber durch Gleis 91, Überfuhr das für diesen Fahrtweg gültige auf Halt stehende Signal 0, «riet durch die infolge der Freifahrtstellung D 1 auf Ab­lenkung liegenden Weichen 12 cd in voller Fahrt in das StumpsgleiS 100 und zertrümmerte den etwa 270 Meter von dem auf Halt stehenden Signal C einge- bauten Prellbock. Die Lokomotive mit Packwagen und noch vier Güterwagen stürzten auf die dahinter tief liegende Gräfenhäuserstraße herab, wobei vier Wagen in Brand gerieten. Führer und Heizer wurden getötet, der Zugführer, zwei Schaffner und drei Schaffnerinnen wurden anscheinend nicht schwer ver­letzt in das städtische Krankenhaus gebracht. Die Schuldfrage steht noch nicht fest.

In einer Kunstmühle bei Würzburg wurde ein Müllerlehrling von der Transmission erfaßt und zer­rissen.

Marburg. In dem Garten eines hiesigen Ein­wohners eutdeckre die Pol;ei ein frisch eingepbkelteS fettes Schwein, das heimlich geschlachtet worden war. Der kostbere Fund wurde zwecks Verkaufs an die All­gemeinheit beschlagnahmt.

Vom Eichsfelde. Ein schweres Hagelwetter ging am Samstag, vom Meißner kommend, über die Fluren der eichsfeldischen Höhendörfer und hat unter den Feld­früchten ungeheuren Schaden angerichtet. Von land­wirtschaftlicher Seite wird der Ernteausfall auf 40 bis 50 Prozent geschätzt. Besonders stark mitgenommen wurden die Rüben- und Gerstenfelder.

Karlsruhe. DieNeue Zür. Ztg." erfährt von besonderer Seite aus Schweden, daß dort Missionare aus China eintrafen, die mitteilen, daß eine der scheuß­lichsten Seuchen, die man je erlebt habe, gegenwärtig im nördlichen Schanfie, grassiere. Viele tausend Menschen 'finv-schmi-Minbru uiib z»ur wir wir 2J5 tägiger Krankheit. Schulen und Kirchen sind geschlossen worden. Handel und Industrie liegen vollkommen darnieder. Die Kranken bekommen zuerst Kopfweh und Fieber, darauf Schwindelanfälle und schließlich Husten, verbunden mit Blutsvucken, worauf sie sterben. Die Seuche wird nur direkt von Kranken, wenn sie mit jemand reden, oder ih" anhusten, weiterverbreitet. Amerikanische Aerzte mc », § dies die gefährlichste

Form desSchwarzen Todes" (Lungenpest) fei und eine der ansteckendsten Krankheiten der Welt. Bisher sind im Laufe von 7 Tagen in China 20000 Menschen gestorben. Mehrere Hunderttausend liegen krank. In ganz China herrscht Panik, da die Seuche sich über das ganze Land zu verbreiten droht.

I Nr. 4355 K A. Verzeichnis der am 27. Ju i 1918 in Sterbfritz der Körungs-Kommission vorgeführten resp, angekörten Zuchtbullen.

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-----

Alter.

Monate

I. Zuchtwert

JL Kör

perbau

1U.

Nutzwert

IV. Ge- samtein- druck .

Ist an­gekört mit

Punkten

Lfde. Nr.

Standort.

Besitzer.

Abstammung.

Schlag.

Farbe, Ab- flammung« Nachweis

Wüchfig feit

Punkt-

Gesund­heit, Wieder- ftandr- kraft

Jtolf u Hai«

Punkt-

Rumpf

Punkt-

»lied- maßen Sang

Punkt,

Haut u. Haar

Punkt-

Zeichen der Milcker- gi-big- feit

Zeichen der Fleisch- letkung

Zeichen der arbeit«, lei-ung

Be- Wertungen

Punklzatz!

,zahl

Punkiz.

.zahl

. zahl

jahl^

-ahl.

Punkt;

Punkt;

Punkt;.

Punktzahl

1.

Wcichersbsch

Johannes Dcuker

S. R.

17V«

8

7

8

4

7 '

3,5

3.5

8

7,5

8

10

73,5

2.

Schwarzenfels

Karl Kohlhepp

S. Orig.

17 V«

8,5

7

8

3,5

7,5

3,5

4,0

8

7,5

8

11

76

3.

Fritz Kohlhepp

S. R.

16 V«

7

7

7V«

3,5

7

3,5

3

7

7,5

8

9

70

. 4.

Gundhelm

Bürgermeister Simon

ff

16

8

7

8

3,5

8

4

3

6,5

7

8

10

73

5.

Breunings

Johannes Löffert

//

' 6

8

8

8

4.0

7,5

3

2,5

6,5

8

7

10

72,5

6.

Oberkalbach

Ullrich Schäfer

M

15

8

7,5

8

3,0

8

4

3,5

7,5

7,5

8

11

76

7.

Schwarzenfels

Johannes Schmidt

//

14

8

7

8

3

7

3,5

3,5

8

7,5

75

9

72

8.

Herolz

Gläser

14

7

8

8

4

8

4

4

8

8,5

8

12

79,5

9.

Schwarzenfels

Wilhelm Koch

ff

16

7,5

7,5

8

3

7,5

4

3

7,5

7,0

8

11

74,0

10.

Vollmerz

Stumm 747

ff

20

8

6

7,5

3,5

7.5

3,5

4

8

60

7,0

9

70,0

11.

748

20

7

6

8

3

8

3

4

8

7

8

10

72

12.

ZünterSbach

Länder Kimme!

ff

18

7,5

6,5

8

3

7

4

3

7

7

8

9

70

1 Bulle wurde abgekört und 3 Bullen zurückgcstelll.

Sterbfritz, den 27. Juli 1918. Die Körungs - Kommission.

Zi kel. Maiensch^n. Schaefer.

Schöne

Zilliuscrciiinchiiiiig (Ebenholz) best. aus Vertikow, Etehlpiegel, Tische, S ü^e.fcofa, 2 Sessel, Uhr rc. zu verkaufen. Preis 2500 Mk.

Daselbst auch eine

Bettstelle mit Strohmatratze u. ein eisernes Wciiislasü'ciijlkstcll- abzugeben.

Wo, sagt die Geschäftsst. d. Ztg.

Bekanntmachung

Die Mahlkarten für die Brct- getrJdcselbstversorg.r können im Rathaus Stadtbauamt abgcholt w.rden.

Schlüchtein, den 5. August 1918. D-r Bürgermeister: Srückrath

Bekanntmachung.

Die VolnuilLbezugscheine sind auf dem RathausBauamt abzuholen und an die Milch- Lieferanten abzugeben. Schlächtern, den 6. August 1918. Der Bürgermeister: Stückcath.

Vettfsdevn-

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Spazierte k ein Andenken. Abzugebe« gegen 10 Mk ? ohn- in in der Ge- f^äüSfieLc o. Zre

Heba»«.Ntiü^ci und zu haben in der H' ' ckerei

G. Hohmeister