chlWernerMung
"VZ i Z • IZ —^ -
Lonntagsblatt.
Telefov 65.
-der deren Raum j5 pfg.
69. Jahrgang. ■HH3B9fl9H«n»S>!BM h so große amerikanische Masten
für die Stadt und den Kreis Schlüchtern.
i 52. " Samstag, den 6. Juli 1418
I. Nr. 7515. Im Interesse der Krelsbevölkerung wirb wiederholt darauf Angewiesen, daß die Sprechstunden bei dem LundratSumt auf Dienstag- und Freitag- Burmitta- vo» 9 H8 12 Uhr festgesetzt sind.
SchlÄchter«, den 1. Juli 1918.
Der Königliche Landrat. I. V.: Hebel.
J.-Nr. 6^97. Auf Grund der Allerhöchstes Berord» innig vom 21. Mai 1915, betr. den Aufruf des Landsturms — Kreisblatt Nr. 25 a — werben hiermit alle Wehrpflich tigen des Zahrgaugs 1901, d. f. alle im Jahre 1901 geborenen mckunlichcu Personen, welche bis zum 30. Juni 1918 das 17. Lebensjahr vollendet haben, ausgefordkrt sich binnen 8 Tagen bei der Ortsbehörde ihres Aufent^ Haltsortes zur Landsturmrolle anzumelden.
Die übrigen Wehrpflichtigen des Jahrgangs 1901 haben sich jedesmal innerhalb 8 Tagen «ach der Vollendung des 17. Lebensjahres zur Laudsturmrolle anzumelden.
Die Richtbefolgung dieser Aufforderung wird streng bestraft.
Die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher ersuche ich, vorstehendes alsbald in ortsüblicher Weise bekannt zu machen unb die Wehrpflichtigen zur Anmeldung anzuhalten.
Die nicht im Aufenthaltsort geborenen Personen, haben bei der Anmeldung den Geburtsschein vorzulegen. Die Landflurmrollen sind sorgfältig aufzust.llen und mir bis zum 10. Januar 1919 vorzulegen.
Schlüchtern, den 28. Juni 1918.
Der Königliche Landrat. J. V.: Hebel.
I. Nr. 763 V. Auf die im Kreisblatt Nr. 28a vom 23. März d. Js. enthaltene Bekanntmachung vom 19. März d. Js., Nr. 356 V, Sparsamkeit in dem Verbrauch neu Quittmugskarte« betreffend wird erneut hingewiesen.
Schlüchtern, den 3. Juli 1918.
Der Vorsitzende des VersicherungsamtS. J. V.: Schultheis.
Berordnu»-
über Frühdruschprämieu.
Vom 15. Juni 1918.
(Nr. 6360.) Auf Grund des § 4 Abs. 2 der Ver- ordnung über die Preise für Getreide, Buchweizen und Hirse vom 15. Juni 1918 (Reichs-G-setzbl. S. 657) wird bestimmt :
§ 1. Die im § 1 der Verordnung über die Preise für Getreide, Buchweizen und Hirse vom 15. Juni 1918 für Getreide festgesetzten Höchstpreise erhöhen sich, wenn die Ablieferung algt
vor dem 16. Juli 1918 um eine Druschprämie von 120
Mark für die Tonne, vor dem 1. August 1918 um eine Druschprämie von 100
Mark für die Tonne,
vor dem 16. August 1918 um eine Druschprämie von 80
Mark für die Tonne,
vor dem 1 September 1918 um eiuc Druschprämie von 60 Mark für die Tonne,
vor dem 16. September 1918 um eine Druschprämie von 40 Mark für die Toone,
vor dem 1. Oktober 1918 um eine Druschprämie non 10
Mark für die Tonne.
Die Vorschrift im Abs. 1 findet keine Anwendung auf Hafer und Mais. Die Festsetzung von Druschprämien für
Hafer erfolgt durch besondere Verordnung.
§ 2. Diese Verordnung tritt mit dem Tage der Ver
künd ung in Kraft.
Berlin, den 15. Juni 1918.
Der Staatssekretär des KriegSernährungsamtS von Waldow.
*
* *
Wird veröffentlicht.
Schlüchtern, 26. Juni 1908.
Der Vorsitzende des Kreis Ausschusses. J. V-: Hebel.
J.-Nr. 7954. Die Herren Bürgermeister «eroen erneut auf die Verfügung vom 22. Februar 1912 J. Kr. 1213 — Kreisblatt Nr. 9 — aufmerksam gemacht und ersucht, die Veränderungen (Zu- und Abgänge) zu der Nachweisung der nicht schulpflichtigen taubstummen und blinden Kinder alsbald hierher anzuzeigen.
Schlüchtern, den 2. Juli 1018.
Der Königliche Landrat. J. V.: Schultheis.
J.-Nr. 7310. Diejenigen Ortspolizeibehörde«, welche mit der Einsendung des Verzeichnisses der Droge»- pp. Handlunge« noch im Rückstände sind, werden hiermit wiederholt daran erinnert. (Siehe KreisbläUer Nr. 7 für 1918 und Nr. 27 für 1910).
Schlüchtern, den 2. Juli 1918.
Der Königliche Landrat. J. V.: Schultheis.
Die feit einigen Jahren von der Abteilung ausge- sührte Prüfung von trigonometrischen Punkten hat ergeben, daß die Marksteine zum Teil ganz verschwunden, zum Teil aus dem Acker heraus genommen und am Wall oder im Graben niedergelegt, zum Teil an Ort und Stelle liegend vergraben sind. Die Besitzer sind fast ausnahmslos im Unklaren über deu Zweck und Wert der trigonometrischen Marksteine. Sie beackern die Marksteinschutzflächen in dem Glauben, daß ihnen zwar der Boden nicht gehöre, ihnen
?n die Hunne«.
richtete an die ^Regierung eint : Rücksicht darauf, daß die Gefahr r.r Mitte für die Sicherheit des enklich ist und um der Männer kämpfen und gefallen sind, unver- n sollte, gefordert wird:
-hörige der feindlichen Staaten ort zu internieren und bei FriedenS-
3 anten endgültig zu schließen und i gegen die Wiedereröffnung der- e herbeizuführen;
auf das Delbrücksche Gesetz, das sttig naturalisiert werden, die Bet- angchörigkeit gestattet, die allen lertunft erteilten Naturalisations- ; zu erklären und neue nur Per- lche die Loyalität gegenüber der i Denaturalisierung im Heimat- n;
ten Personen feindlicher Herkunft rat und allen öffentlichen Aemtern en Ehrenzeichen und Titel abzu-
ad sonstigen feindlichen Geschäfte
tonsgesetze so abzuändern, daß >e Arbeit für die britischen Hände Briten testgelegt wird.
me'^iniieren^^
Forderungen wie Britisch Empire
belang Kurlands.
von Hindenbnrg als Chef des Heeres hat, wie die Baltisch- t erfahren, unter dem 17. Juni die Boderfrage in den Gebieten valtungen erlassen, die in groß- velung Kurlands anbahnt. Sie die von Rußland jahrhunderte- standstaaten in den schützenden rtschaftslebenS treten, das ganze ., den Nutzen davon haben soll, ht nicht in einer kleinen Zahl andern einer möglichst großen selbständiger, heimfester und r, die dem Staate das liefern, nie braucht: Menschen, gesund olch ein Geschlecht von Siedlern en, wenn die Spekulation fern-
zielbewußte Handhabung der ler und vom Oberbefehlshaber
ich ganz von selbst, daß Marie inander angewiesen sind. Der t Beschlag belegt. Frau Lotlee- 'in Regenstein das Geheimnis' ühüllen, um dadurch einem Ellen Key und ihre Gegner- >4 Brautpaar hat ein wenig atz genommen, dessen grüne ;r andern entzieht.
radezu. Er hilft ihnen zuweilen mit kleinen Beträgen aus der Not. Aber er hat noch niemals böse Erfahrungen dabei gemacht. Sie stellen seine Sorglosigkeit und sein Vertrauen viel zu hoch, als daß sie es sich verscherzen möchten. •
Dies alles erwägt der Herr Major mit frohein Gesicht bei sich, ehe er des Obersten Zustimmung einholt, um nunmehr nach deu herzlichen Eingangsworten des Bor- Sesthten auch feine Gefühle darzutun.
Frau Lotterchen hat also doch zu früh triumphiert. Sie überschätzt die Unterwürfigkeit ihres Gatten immer noch. Er hat sich diesmal nämlich zu Haus so glän- zend präpariert, daß if)m jede stumme Wiederholung überflüssig erschienen ist. Jetzt wird ihr plötzlich klar, was sein zweistündiger Aufenthalt in der Badestube für einen Zweck hatte. Sie schenkte seiner treuherzigen Versicherung, daß er fortan nach Vorschrift des Ober- stabsarztes vor febem üppigen Mahl ein heißes Bad von möglichst langer Dauer nehmen miißte, vollen Glauben. — Und nun war das der Zweck gewesen. —
Der Major redete sich schließlich in eine jugendliche Vegeisternng hinein. Er wurde poetisch, indem er von »Leu» und fliehe" lmard — tranifdi. als er auf das
Regiment darin mit mir eines Sinnes ist. Herr Oberleutnant von Bibra, mir haben Angst gehabt, als mir hörten, Sie sollten zu uns. Wir haben geschimpft und einen großen Rat gehalten, wie dem Unglück zu entgehen sei. Wir mußten uns aber darein finden. Jetzt sind Sie fünf Monate bei uns, und mir haben wieder Angst, diesmal aber, daß Sie uns bald genommen werden könnten. Wir alle möchten Sie nicht missen. Sie sind uns lieb geworden. Ich erhebe mein Glas und leere eS mit bem aufrichtigsten Wunsch: Möchten wir Sie in unserem Regiment behalten, wenigstens so lange, biS mir Sie etwa an die Kriegsakademie abgeben müssen I"
Aus deu-Augen des Obersten ist soeben eine Träne der Rührung gefallen. Frau Lotterchen hat sie deutlich gesehen. Sie" liegt wie eine helle Perle auf einer dicken Hummerschere seines Tellers. Und diese Träne hat allen Groll über die Hinterlist ihres Ehemannes sort- gewaschen. Nach dem allgemeinen Aufstand und Gläser- klingen lächelt sie wieder und nimmt ein zweites Mal, unter liebensivürdigem Verneigen zu dem alten Regenstein hinüber, eine Portion italienischen Salat, obwohl er nach ihrem Geschmack viel zu scharf gesalzen ist. Aber sie ist zahm und nachgiebig Die nmbttnen Frauenrechtlerinnen, zu denen sich, eigentlich ohne Recht,
)meigenb neben Marie Lnise , schlanken Hände herab, die muj einem iueii^en aus dem Tischbukett spielen. Selbst seine^ Gönner können sich nicht besinnen, daß er jemals ein amüsanter Gesellschafter gewesen wäre. Seine Art zu denken, ist viel zu gründlich für den Ton, auf den hier zumeist die Unterhaltung zwischen den verschiedenen Geschlechtern gestimmt ist. Es wird ihm unsäglich schwer, etwas anderes zu sagen als das, was gerade seine Seele füllt. Dazu kommt jetzt noch die Nähe des geliebten Mädchens. Sie ist ganz dazu angetan, ihn noch schwerfälliger und schiveigsamer zu machen.
Er kann beim besten Willen nicht vom letzten Rennen oder dem neuesten Zugstück des Sommertheaters zu ihr reden. Sie fühlt das ivohl heraus und trägt seiner Veranlagung mit stiller Bewunderung Rechnung. Auch sie versucht keins der oberflächlichen Themen au« zurühren. Sie sitzt ganz still an seiner Seite und — wartet
Endlich wird ihr, Ausdauer belohnt.
„Denken Sie nur, gnädiges Fräulein," sagt er lang- sam, ohne sie anzusehen, ..das Korn hat bereits einen gelblichen Schein. Ich sah es heute friu, alt ich von Boldrowc kam. Eigentlich ist das mei zu -euia Die andauernde Hitze lind Trockenheit sind schuld da-