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mit. Amtlichem Kreisblatt"

Wocheubeilage: Illustriertes Sonntagsblatt

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Telefon 65.

Erscheint Mittwoch und Samstag. preis mitAreisblatt" vierteljährlich {,80 Mk. Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Raum (5 Pfg.

Mittwoch, den 26. Juni 1918.

69. Jchrgang.

KrersUatt

verbreiteste Zeitung im Kreise

uartalswechsel vermeiden will, der

Nur diejenigen auswärtigen bestellt haben, können verlangen, efert wird. Wer später bestellt, 0 Pfg. bezahlen. Jede Post-

für die Stadt und den Kreis Schlüchtern

Mittwoch, den 26. Juni

1918

Bekanntmachung.

I. Infolge anderweiter Festsetzung des Wertes der Sachbezüge (Wohnung, Feuerung, Beköstigung) für den reis Schlü lern durch Verfügung des Versicherungsamtes vom 17. Mai 1918 Nr. 566 V gemäß § 160 der Reichs - mcherm.gsordnung ändern sich vom 2. Juni 1918 ab für einen Teil der Versicherten unserer Kaffe die Grundlohn- uf n und demgemäß auch die Klaffen der Jnvclidenklebemarken.

Betroffen werden von dieser Aenderung ein Teil der ortskrankenkassenpflichtigen Versicherten und zwar:

8.) alle Gesellen, Lehrlinge und sonstige Beschäftigte bei den Handwerken, Kaufleuten und übrigen Gewerbe­treibenden, sofern sie bei ihren Arbeitgebern Kost und Wohnung erhalten.

b) ferner die Dienstboten, Knechte und Mägde, deren Diensth.rrschaften gewerbliche Unternehmen betreiben und die in diesen gewerblichen Betrieben mit zur Arbeit herangezogen werden.

L ' Wir machen besonders daraus aufmerksam, daß diese Aenderungen in den Beitragsstufen sich schon in der !ule erinnerten Beitragszahlungsperiode bemerkbar machen.

teruer Zeitung".________

gelingt, Englands Seeübermacht zu -n deshalb nicht eher ruhen, als bis d die Freiheit der Meere nicht nur steht und von Englands Gnade ab« fliecht aller Völker ist.

ttawows Verdienst.

littKambana" gibt einen Ueber- re Politik des zurückgetretenen bul- äsidenten Radoslawow und sagt: teht darin, daß er mit voller Unter- »berhauptcs die Ententepläne durch- le bisher geknechteten bulgarischen ur Befestigung und zum Ausbau ze ist die Mitarbeit aller derjenigen nötig, die bisher abseits standen, in der Erreichung der vollen Emig- jur Vervollständigung des begonnenen

II. Gemäß § 149 und 150 der Reichsversicherungsordnung hat alsdann weiter das Königliche Oberversicher- ngsamt zu Cassel durch Verfügung vom 27. Mai 1918 1 Nr. 109/18 den ortüblichen Tagelohn (Ortslohn) vom 1. uguft 1918 ab für den Kreis Schlüchtern anderweit wie folgt festgesetzt:

ortüblichen Tagelohn (Ortslohn) vom 1.

1. für männliche Personen

2.

3.

4.

5.

6.

//

weibliche männliche weibliche männliche weibliche männliche

über

und

/'

von von von von

21

21

16

16

14

14

Jahre

bis

21

21

16

16

Jahren

weibliche Personen unter 14 Jahren

= 3, Mk. = 2,- -2,40 = 1,80 = 1,80 = 1,40 = 1,00

Diese neue Ortslohnsestsetzung übt aber nun ihre Wirkung auf die Versicherung aller Kaffenmitzsi-der aus, ' nach Art ihrer Beschäftigung einer Landkrankenkasse anzugehören hätten, auf zur Zeit % des ganzen Mitqliederbe- mdes der allgemeinen Ortskrankenkasse des Kreises. Hierzu gehören alle in der Land- und Forstwirtschaft beschäftigte ibeiter, Knechte und Mägde, sowie die Dienstboten in den Privathaushaltungen und der größte Teil der fceiwi tig eiferten. Ferner die im Wandecgewerbebetriebe-und alle unständig Beschäftigten die der Kranken- und Jnvalidenver- Herungspflicht unterliegen.

Da die, Grundlohnstufen unserer Kasse auch wieder für die Höhe der Jnvalidenmarken maßgebend find, so üffcn auch gegen seither andere Marken zur Verwendung kommen.

An Krankengeld - erhalten alle nach dem Ortslohne Versicherte, für üene Krankheitsfälle, die Hälfte dieser neuen Ortslohnsätze für den Arbeitstag.

Die Beiträge betragen ab 1./8. 1918

die nach dem 1. August 1918 einge-

m im eigenen Lande.

sen im eigenen Lande Hausen, zeigen n Gehöft Le Charme, drei Kilometer Martin. Dieses Gehöft war voll- ert. Fn den Stuben waren die Lärche und Inhalt lagen in wüstem m. Die leeren Kaiser und Flaschen n zerschlagn.' i5'' d m ^ore lagen steter Schweine, . : .der und Hühner, den Eindruck einer schrecklichen Ver- zurückgelaffenen Ausrüstungsstücken icn schließen läßt.

es und ProvinMes.

Schlüchteru, den 25. Juni 1918.

i der Turnhalle. Die Frankfurter tion M Henß, welche sich mit ihren hruvgenEin Nichtsnutz und Treue ibe" sich die Gunst unserer Theater- i Maß errungen, Veranstalter diesen er zwei Vorstellungen. Abends 8*/4 wste Wiener OperetteHusarenliebe" : Gesellschaft bis jetzt überall mit dem Aufführung brächte. In derselben recht Wiener Humor und ist mit vollen

unter a. bei 6 Arbeitstagen: unter b bei 7 Arbeitstagen:

a

für männliche Personen über 21 Jahre für weibliche Personen über 21 Jahre für männliche Personen von 16 bis 21 für weibliche Personen von 16 bis 21 für männliche Personen von 14 bis 16 für weibliche Personen von 14 bis 16 Jahren = 0,27 für männl. und weibl. Personen unter 14 Jahren 0,18

b

= 0,54 Mk. bezw. 0,63

= 0,36 Jahren 0,45 Jahren = 0,33 Jahren 0,33

Mk. bezw. 0,42 Mk.' bezw. 0,51 Mk. bezw. 0 39 Mk. bezw. 0,39 Mk. bezw. 0,30 Mk. bezw. 0,21

Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk.

Jnvalidenmarken find ab 1./8. 1918 zu verwenden der Klasse:

= Klasse IV zu 42 Pfg. Klasse III zu 34 Pfg. = Klaffe ni zu 34 Pfg. = Klaffe II zu 26 Pfg.

üvohl ihr das strahlende Glück aus >d hängt am Halse des gerührten and deS Geliebten freiznlassen. Ewald ior ihr niederknien und von seiner der er wagt sich nicht zu rühren. Er er ein älteres Recht an ihr hat, die ngenblicks nicht kürzen. Der Oberst Zucken in seinem Gesicht gewahr und ir löst die Tochter behutsam von sich Arme des jungen Offiziers. Dann ußspitzen zu Marie Luise in daS Nr-

Indem wir dieses zur allgemeinen Kenntnis

rbeitgeber diese Bekanntmachung im eigenen Interesse gut aufbewahren zu wollen, ein großer Teil der Fälle, 1 denen Bestrafungen pp. wegen mangelhafter Markenverwendung erfolgt, wird sich dadurch vermeiden lassen.

Schlüchtern, den 18. Juni 1918. ' ,

der Beteiligten bringen, ersuchen wir zugleich die Herren

Der Vorstand der Allg. Ortskrankenkasse: Carl Coch, Vorsitzender.

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stehen, Marie Luise, Du nicht. Dir erscheint es kindisch. Du hast noch niemals mit vollen Händen geschenkt. Du nimmst nur immer. Ich will aber auch geben. Mein ganzes Leben und meine ganze Liebe. Und wenn ich selbst ganz arm davon würde. Er wird mich schon wieder reich und selig machen."

Was nehme ich beim, Ruth?"

Anbetung und Liebe von allen."

Glaubst Du wirklich, daß sie mich alle lieben?

Warum wären sie sonst wohl so schrecklich um Dich herum?"

Um Marie Lmses Muud gräbt sich ein bitterer Zug ein.

Einige, weil sie missen, daß ich einmal eine soge­nannte Glanzpartie bin, wenn mich der Onkel bis dahin nicht enterbt, und die anbern? Nun entme- drr, weil sie an§ Grundsatz jede Abwechslung m der

Und die Minuten schleichen träger'. Rllth ifiein wieder nach dem losen Faden des begonnenen Gesprächs.

Einer das ist Dir natürlich lange nicht genug. Auch ist dieser eine ja so schrecklich einfach und gerade so gar nicht kompliziert und auf die Nerven gehend."

Kennst Duihn wirklich so genau, kleine Ruth."

Woher weißt Du eigentlich, wen ich meine, Marie Luise?"

Die wird dunkelrot, weil sie fühlt, daß sie sich ver­raten hat. _

Da geht die Tür von deS Obersten Zimmer. Ruth springt empor und preßt die Hände auf daS Herz. Marie Luise verschwindet eilig in der Nebeustnbe.

Der Oberst kommt, um seinem Kinde daS Glück zu- zuführen. Und sie nimmt aus seinen Händen noch ein­mal entgegen, was ihr in der Stille schon längst ge^

te in der Regensteinschen Villa im Verlöbnis. Der Oberst hat den Wunsch essen selige Verklärtheit sich gegen ei- Don fernstehenden Zuschauern wehrt, : LotterchenS und Rastingen als sind zugezogen. Der Major ist zur er energischen Gattin viel redseliger als Gelegenheiten. Sie triumphiert be» t fortgesetzten Vorhaltungen gelungen ch in diesem Punkt gefügig zu ma-

w--

Er konnte bisher nämlich kein Fest feiern, ohne Re­den zu halten. Wegen unausgesetzten MackäfernS ver. nachlässigte er dann regelmäßig bis zur glücklich statt- gefundenen Explosion seine Tischdame aufs gro^lm, te, reichte grundsätzlich keine Kompottschalen weiter und füllte außer feinem eigenen, niemals ein anderes GlaS. Natürlich litt die Majorin bei solchem Betragen Hollen- quälen.

Heut strahlt sie. Ihr Mann ist in prächtiger Laune. Er erzählt dein jungen Brautpaar von seiner eigenen BerlobimaSzeit und sieht dabei zärtlich zu seiner Frau hinüber. Dieser Blick macht sie doch wieder ein wenig unruhig. So pflegt er sie sonst nur anzusehen, wenn er kein ganz reines Gewissen hgt. 229,18*