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SchlüchirmerZeitung

mit Amtlichem Kreisblatt". Wochenbeilage: Illustriertes Sonntagsblatt.

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Erscheint Mittwoch und Samstaa. preis mitKreisb^ffi' r><»-'f;xi,,n* - on w»

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für die StM und den Kreis Schlüchtern

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Samstag, den 25. Mai

1918.

»er deren Raum |5 pfg.

69. Jahrgang.

r erkennend, daß eine private chen könne, um die gewaltige ib, zu übernehmen, sofort an )te und die Kriegsbeschädigten« n provinziellen Angelegenheit

Anfang einer Organisation mmer mehr ausbreitete, von T und ein Räderwerk bis in« tz wurde so angelegt, daß in e Organisation entstand, die geleitet, von den einzelnen :waltung in kleinere Gruppen inb Vertrauensmänner in den . sah. Alle Provinzen schloffen 'tember 1915 zum ReichsauS« mfürsorge zusammen.

Bett. Freiwillige Haferabgabe'

J.-Nr. 5452 K. G. Das Feldheer braucht ringend Hafer! Um ihn herbeizuschaffen ist Anweisung i Requirterungen durch militärische Kommandos gegeben lorben. Landwirte die vor dieser Requierung Hafer, der inen für ihre Pferde belassen worden ist, sofort abliefern, halten für die Tonne 600 Mk. Pflicht eines jeden vater- indisch gesinden Landmannes sollte es sein, der Not des Theeres mit allen Kräften abzuhelfen. Möge ein jeder it Ernst prüfen, was er noch für das Heer abgeben kann, itet dessen Schutz er sich noch des ungestörten Besitzers von ms und Hof erfreuen kann.

Wer noch ablieferungspflichtige« Hafer in Besitz it, auch wenn es übriggebliebeues Saatgut ist, er« ilt 270 Mk. je Tonne sofern entschuldbare Gründe vor- ßen, welche die Ablieferung bis zum 28. Februar nicht nöglichten. Für zurückbehaltenen Hafer werden 170 Mk- Tonne bezahlt. Wird bei der Requierung verheimlichter lieferungspflichtiger Hafer gefunden, wird er ohne Be- )hmg weggenommen.

Schlüchtern, den 21. Mai 1918.

Der Vorsitzende des Kreisausschuffes.

* *

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Die Herren Bürgermeister werden ersucht, die vor- lenbe Bekanntmachung wiederholt ortsüblib bekannt zu chen.

Schlüchtern, den 21. Mai 1918.

r Vorsitzende des Kreisausschusses. I. V. von Bülow-

Diejenigen Herren Bürgermeister welche mit der Er- igung meiner Verfügung vom. 6. Mai d. Js. Nr. 5612 isblatt Nr. 37 noch im Rückstände sind werden an der en baldige Erledigung erinnert.

Schlüchtern, den 20. Mai 1918.

Der Königliche Landrat. I. V. v. Bülow.

An die Herren Ortssammelleiter

Die Einführung eines besonderenSammeltages", dem den Kindern zum Sammeln von Altmaterialien usw. «atlich einmal freigegeben wird, ist von den 4 für unseren in Betracht kommenden Herren Kreisschulinspektoren ehmigt worden. Dieser Sammeltag soll bis zum 20. 6 jeden Monats stattgefunden haben. Das Sammel- ta ist der Kreissammelstelle Schlüchtern zu melden. 5 Sammelgut wird von dem verpflichteten Abnehmer,

Die Kriegsbeschädigteu-Fürsorge

Jeder weiß heute, daß für unsere Verwundeten ge- "gt wird und jedem ist wohl bekannt, daß unsere riegsbeschädigten sich nicht wie früher allein überlasten tib mit kärglicher staatlicher Unterstützung, sondern das 816 derjenigen, die durch den Krieg Krüppel, die körpcr- $ oder geistig krank geworden sind, durch die Kriegs- Morge gebessert wird. Vielleicht ist diesem oder jenem bereits die gewaltige Organisation der Kriegsbe- Hidtgtenfürsorge bekannt geworden, in weiten Kreisen ^r ist sie sicherlich und bedauerlicherweise bis heute Eg unbeachtet geblieben. Man wird sich erinnern, gleich nach Beginn des KriegeS alle möglichen MtteeS, Vereine und Ausschüsse auftauchten, die sich * Aufgabe stellten, den Verwundeten und Kriegsbe-

der Firma Hubert, Schlüchtern. alsdann abgeholt. Die Kreissammelstelle rechnet mit der Firma Hubert ab.

Nach den Pfingstferien ist mit dem Sammeln des Laubheus sofort zu beginnen. Nach einem Ministertal- Erlaß darf die Schule hierzu ausgesetzt werden. Alles Wissenswerte hierüber enthalten dieLeitsätze für die Ge­winnung von Laubheu zu Heereszwecken", welche im Besitze der Herrn Lehrer und Bürgermeister sind. Am beste« eignen sich zum Sammeln die Nachmittage. Die Herr« Oberförster haben die Herrn Förster angewiesen, den Sammelleitern die Walddistrikte, die für das Sammeln von Laubheu in Betracht kommen zu zeigen. Die Herrn Bürger­meister werden Räume zum Trockenen und vorläufigen Lagern des Laubheus zur Verfügung stellen. Abnahme- stellen für getrocknetes Laub befinden sich in Scklüchtern, Elm, Vollmerz, Sterbfritz, Joffa, Altengionau, Steinau, Salmünster, BadBrückenau und Neuhof. Der Kreissammel­stelle ist jede Menge abgeliefertes Laubheu zu melden.

Die Untersammelstelle Salmünster wird an dieser Stelle nochmals gebeten, die Ergebnisse der monatlichen Sammeltätigkeit bis zum 9. eines jeden Monats der Kreis­sammelstelle mitzuteilen.

Schlüchtern, 23. Mai 1918.

Der Vorsitzende des Kreissammelausschusses: Keller, Prorektor.

Betr. Anmeldung von Cylinderöl. Schmieröl «nd konsistentem Fett für Dreschmaschinen.

Sämtliche Dreschmaschinenbefitzer des Kreises werden hiermit aufgefordert ihren Bedarf an obige« Schmiermitteln sofort spätestens aber bis 1. Juni d. J. bei der Firma Jakob Wolf zu Schlüchtern anzu- melden.

Gleichzeitig werden die Besitzer von sonstigen land­wirtschaftlichen Maschinen aufgefordert den Bedarf an Schmieröl-, Wagen- und Lederfett bis zu obigem Zeitpunkt bet der Firma Wolf anzumelden.

Später eingehende Meldungen können nicht mehr berücksichtigt werde«.

Schlüchtern, den 21. Mai 1918.

_________ Der Vorsitzende der Kriegswirtschaftsstelle.

J.-Nr. 630 Ln. Um Ueberhebungen an Unfallrenten zu vermeiden, ersuche ich die Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher, vor Abgabe der zum Rentenempfang erforder­lichen amtlichen Lebensbescheinigung (siehe Vordruck auf den Quittungen) bei dem zum Heere Eingezogenen ganz besonders zu prüfen, ob der Rentenempfänger auch tatsächlich noch am Leben gewesen ist.

Schlüchtern, den 21. Mai 1918.

Der Sektionsvorstand der Hess.-Nass. Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft, Sektion Schlüchtern. J. V. v. Bülow.

schädigten zu helfen. Sie haben gewiß viel Gutes ge' stiftet, aber es fanden sich auch viele Personen, die unter dem Deckmantel der Fürsorge für Ihre eigene Tasche sorgten. Jedenfalls fehlte aber auch den wirksam ar­beitenden Verbänden und Vereinen jede Möglichkeit, eine einheitliche Fürsorge durchzuführen. Viele Be­schädigte wurden ausgiebig versorgt, andere wieder wurden vernachlässigt und niemand fand sich, der sich um sie kümmerte, wenn sie aus dem Lazarett entlassen waren. Da griff, in Erkenntnis der Notwendigkeit einer breiteren Organisation, der Landeshauptmann der Provinz Westfalen ein, der eine größere Organisation schuf. Sein Vorgehen regte auch in anderen Provinzen den Willen, sich der Kriegsbeschädigtenfürsorge zuzuwenden, und in der Provinz Brandenburg war es Herr Landes- direktor von Winterfeldt, der sich voll Eifer der Kriegs«

»ieser Gründungszeit i te Für« e ihr jetzt erst volle Aufmerk- Jm Einvernehmen mit der i Sanitätsämtern, dem Krieg»« rstützung der Regierung bildete tigkeitsfeld immer weiter aus. beschädigter im Lazarett liegt, »tge ihm zu. Die Vertrauens- eschädtgten, wie er sich im kommen schafft, sie klären ihn cht geschmälert wird, wenn er mt, und sie sind in der Lage -schädigte seinem alten Beruf, tem neuen zugeführt werden Z mit dem Beschädigten wird mgen. Den Lazaretten an:e« Hätten und Versuchsstttionen. ckstätt« für Tischler, dort eine Nchb ^n'. 7",. tue ütn^^Um riuqsstativnen unterhalten, n die alte Beschäftigung, mit en Berufes allein ist es aber bt zahlreiche Kranke, die auch bedürfen. Und hierfür sorgen mit den Lazaretten zusammen« tgt, daß die Kriegsbeschädigten teilnehmen und, da diese auf S Einzelnen zugeschnittsn find, esultate erzielt worden. Eine Kriegsfürsorge auch darin, daß i einmaliger Kapitalabfindung für die erhaltene Summe an« vermitteln Sachverständige : Kriegsbeschädigte nicht Aus- nd sich eine wirkliche Existenz die Kriegsfürsorge bestrebt, : Mannes zu sichern, und sie Unterhalt der Familie, falls dem Militärdienst entlassen sildung bedarf, die während s nicht beendet werden tung ist die Schaffung der Kriegsbeschädigten im ersten uf der vermerkt wird, welche en wurden, und die den Für« i von militärischer Seite die sofort einen Einblick geben, itergearbeitet werden muß. sich auch an die Fürsorge erwiesen wird, man ist stet« ie Möglichkeiten seiner Aus- unterrichtet. Seine Aus- mben Grundsätzen geregelt. Erfahrungen helfen der Kriegs- ;, ist diese offizielle provinzielle

"KrsegSsürförge nur denkbar, weil sie das Reich mit großen Mitteln hinter sich hat. Im Jahre 1915 hat das Reich von dem sogenannten 200 Millionen-Fonds fünf Millionen für die Zwecke der sozialen KriegSfür- sorg« bestimmt und auf die Hauptorganisationen des Reiches, also auf die einzelnen Provinzen zur Vertei­lung gebracht. Mit diesen Mitteln konnte gearbeitet werden, und es ist wirklich Hervorragendes geleistet worden. Alle Fäden der Kriegsfürsorge laufen in der Zentralstelle Berlin zusammen, und nicht nur der große Ausschuß, dem alle Vorsitz, der Provinzialorganisationen sondern auch andere bewährt« Männer angehören, hat in zahlreichen Zusammenkünsten sich mit den Maß­nahmen für die Kriegsbeschädigten beschäftigt, sondern auch die Unterausschüsse sind stets regetättg gewesen und haben fruchtbringende Arbeit geleistet.

Das Gebiet ist inzwischen so groß, so gewaltig ge.