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dieselbe hohe Auszeichnung zuteil wird, wie einst unserm Fritz", dem Sieger von Weißenburg und Wörth.

Dir können wir wollen wir müssen So leicht wurde es den Leuten noch nie gemacht, zu sparen und ersparte Gelder, auch kleine Betrüge, in Wertpapieren anzulegen, wie durch die deutschen Kriegsanleihen. Jede Poststelle, Spar unb Dar­lehenskasse und zahlreiche andere Einrichtungen kommen den Zeichnern entgegen.

So vorteilhaft sind Spargelder noch nie verzinst worden; weder bei Sparkassen noch bei Vereinen; höchstens von Schwindelfirmen, welche den Ein­legern hohe Zinsen, aber kein Kapital mehr znrück- gegeben haben.

So ncher sind Gelder noch selten angelegt worden,wie in deutschen Kriegsanleihen. Für sie haftet das ganze Deutsche Reich; haften die Bundesstaaten mit ihrem ganzen Vermögen, bürgt der Reichtum des deutschen Volkes im Werte von über 400 Milliarden.

So nützlich hat noch nie ein Darlehen gewirkt, wie d>e KrlegSanleihen. Sie haben dem deutschen Volke die Freiheit erhalten, dem Reich das Fortbestehen ermöglich:, der deutschen Heimat den Schutz vor wilden Kriegshorden gebracht; den Bauern die Scholle gesichert, dem Handwerksmann und Arbeiter Verdienst in schwerster KriegSnot verschafft.

So notwendig mit densilbernen Kugeln" nun vollends durchzuhalten war es noch nie, wie jetzt Wir stehen vor der letzten Entscheidung. Alle bisherigen Anleihen sind gefährdet, wenn nicht das Geld zur Mwehr des letzten Gewaltangriffs des Feindes aufgebracht wird. Alle Opfer an Gut und Blut und umsonst gebracht, wenn wir jetzt finanziell cimaUet zusammenbrechen. Aller Heldenmut und Opfergeist an der Front muß ersterben, wenn wir jetzt nicht die weiteren Mittel zur Ernährung und bestmöglichsten Ausrüstung unserer Truppen auf­dringen könnten. Aber

Wir können es, wenn wir wollen. Wir wollen es, weil wir müffen. Wir müssen es, denn uns all? und jeden einzelnen von uns zwingt der Trieb der Selbsterhaliung. Liborius Gerstenberger

M d. R. u bay.r Landtags.

Ueber Reifigsutternug.

Für den Viehhalter werden die nächsten Monate schwer da die letzte Raufutterernte gering war, und bekanntlich Kraftfutter kaum ins Land kommt, die An­forderungen der Militärbehörde für die Ernährung ihrer Pferde aber ebenso dringend wie umfangreich ist. Die Leistung reitender und fahrender Truppen hängt ja von der Ernährung der Gespanne ab, und dafür muß gerade in diesem Augenblick jedes Opfer gebracht werden.

Der Nutz-Viehhalter muß sich also mit Ersatzmitteln

5. helfe! .. Wo. gibt es aber diese? Jeder Baum und jeder Strauch streckt uns ja seine Zweige entgegen, und man weiß außerdem, wie gierig die Tiere danach langen. Selbst gutgenährtes Vieh läßt zeitweise das beste Gras stehen, um die Zweige abzusreffen. Laub ist zudem in großen Mengen vorhanden. Darum ernte man in diesen schweren Zeiten diese Zweige, die als Futter- enatz das natürlichste und billigste sind.

Die besten Holzarten für die Laubreisiggewinnung sind: Pappel. Esche, Ulme, Linde, Aspe. Erle, Hasel­nuß, Weide und Buche. Schneidet man sich Futterreisig so beachte man, daß man die Zweige nur bis etwa V? cm Stärke bricht, denn Rinde, Bast und Splint sind zu holzig und drücken den Nährwert wesentlich. Man nehme nur die jüngsten Zweigspitzen. Die Ver fütierung ist einfach. Das grüne Reisig wird kurz gehäckselt und verfüttert. Trockenes Futterreisig muß gehäckielt, mit Schlempe oder heißem Wasser ab gebrüht werden und ist 23 Tage der Gärung zu überlassen. Selbstverständlich sängt man bei der Fütterung mit kleinen Reisigmengen an, die stets mit besserem Futter gereicht werden. Die täglichen Mengen steigert man allmählich bis zu 8 oder 10 Pfund pro Haupt. Jeder .der den Versuch macht, wird bald erkennen können, daß sich das Reisig vorteilhaft verfüttert und dadurch in der Tat viel Futter gespart wird, das heute eine not­wendigere Verwendung finden kann.

Kriegsdichtung.

Zeichuedie achte Kriegsanleihe, deutsches Volk! Run zeichne, deutsches Volk, von Liebe heiß entbrannt, Der Kriegsanleihen wichtigste im Kriege,

In dem 'S um Sein upd Nicht sein geht vom Vaterland, Daß sie zur Kriegsanleihe wird zum Siege!

Du bist sie schuldig deiner großen Held-nschar, Die mit den Leibern schirmt die Heimaterde, Drum zeichne, zeichne, daß im großen Wendejahr Zur Friedensspenderin sie für uns werde!

Es darz vorübergehn an keines einz'gen Ohr, Wenn er erfüllt von Liebe ist, von wahrer Zum Vaterland, der Ruf: Nun alle Mangbervor! Run zeichnet, zeichnet fest, ihr große Sparer: Ihr kleinen Sparer aber, denen Gott den Fleiß, Den nimmermüden, hat gekrönt mit Segen, £ wollt, was hoppelt zählt durch eurer Arbeit Schweiß, Auf Deutschlands Altar herzensfreudig legen!

Johanna Weiekirch.

Lokales und Provinzielles.

Schlächtern, 5. April 19'8.

* Satz- und Druckfehler Berichtigung. Unsere Lokalnotiz in voriger Nr wegen Stückelieferung der 7. Kriegs-Anleihe mußte lauten: Bon der im Herbste vorigen Jahres September-Oktober gezeichneten 7. Kriegsanleihe sind die Stücke von loO, 200 und 500 Mark jetzt den Zeichnungsstellen geliefert und können diese Stücke bei den Letzteren (den Zeichnungs­stellen) in Empfang genommen werden.

* Ahlersbach. Dem Gefreiten Heinrich Rüster, Sohn des Waldaufsehers Johanne? Rüster zu Ahlersbach ist das Eiserne Kreuz il. Klasse verliehen worden.

* Sodcu. Die Ortsgrupve des HAmatbundes ver- anstaltete am 2. Öftertage zu allseitiger Freude nach­mittags für Kinder Märchencrzähluug mit Lichtbildern, wie bereits im vorigen Jahre, und einen vaterländischen Abend mit dankenswerter Beteiligung verschiedener auswärtiger und einheimischer Damen und Herren, die sich in den Dienst der Sache gestellt hatten. Der ein­leitenden Ansprache Herrn Dr. Strünckmanns folgte der Hauptvortrag des Herrn Pfarrers Schäfer aus Schlier- bach, sodann we^fcltcn Musikstücke für Violinen und Klavier ab, dazwischen wurden KriegSgedichte dezttiert, zuletzt kamen als erheiternder Schluß gelungene schau- spiclcische Darbietungen unter Mitwirkung der beiden Lazarette. Zahlreiche Besucher, ein großer Teil Feld­graue, füllten den Saal und spendeten dankbaren Bei­fall. Der Hauptanteil davon gebührte Herrn Pfarrer Schäfer, der es verstand, in klarrer, einfach anschau­licher Weise über die Notwendigkeit der neuen Kriegs- anleihe und ihre Verwendung für die Kriegführung bis zuni Sieg im WP.m und für Ermöglichung neuer friedlicher Handesbezuhungen im Osten aufzuklüren, ebenso auf Mittel und Wege zur Zeichnung hinzuweisen zum Beispiel in Gemeindcgrundbcsitz liegendes Kapital durch Beleihung für die vaterländischen Kriegs- und Friedensausgaben dienstbar zu machen. Siegeäzuv.r- sichtlich und dankbar bewegten Herzens gedachte der Herr Vortragende der auf siegreichen Vormarsch gegen den hartnäckigsten Feind schwer kämpfenden Brüder u. Ihrer Heerführer und mahnte die daheim an ihre schlichten diesen gegenüber, er schloß mit einem Hoch auf S. M. den Kaiser. Herr Generalfeldmarschall, wir werden bis zum Sieg und Frieden unsere Pflicht tun So lautet die Überschrift von Einzeichnungslisten. die mit Unterschriften gefüllt Exz Hindenburg gesammelt zugehen werden. Mit dem gemeinsamen Gesang Deutschland, Deutschland über alles" wurde der Abend beschlossen. _____________

-erwischtes

Wenn unsere Soldaten ins Feld oder auf den Schießplatz ziehen, so sind es muntere Lieder, die ihren Marsch begleiten Und ob auch gleich manch ein schwer­mütiger Ton durch sie hindurch geht, so ist es doch immer frohe männliche Zuversicht und eine heitere Klang­farbe, die die Obstrhand in ihnen behält. Gar manches von diesen Liedern nun, die so Gemeingut unserer Söhne und Brüder geworden sind, hat, das wird unsere Leser gewiß interessieren, das Licht der Welt in den Meggen- dorfer-Blätter erblickt. Ein findiger Komponist hat es dann üei tont und so erfreut es zum zweiten Male un­gezählte Menschen. Ueberhaupt nehmen die kriegerischen Ereignisse, die uns ja alle ausschließlich bewegen, einen breiten Raum in den Meggendorfer-Blättern ein Teils in poetischem Gewände, ernst und mit mancher froh launigen Pointe, wie sie selbst dicht neben dem bittersten Ernst emporsprießt, deils durch das Auge des Künstlers" gesehen, von denen sicher ein großer Teil autz umnittel- barer Anschauung geschöpft hm. Auch Spott und Satire gegen unsre Gegner streuen ihr Saizkorn unter Scherz und Ernst, und eine Kriegschronik in dieser Form wird einmal später ebenso großen Kulturwert besitzen wie die fleißige, aber trockene Berichterstattung. Unsern Kindern und Enkeln wird sie noch ein lebendiges Bild dieser erdumwälzenden kriegerischen Zeit sein; die Meggen- dorfer sollten darum in keiner Familie fehlen. Denn auch sollst bieten sie ja so vielgestaltigen Lese und Unterhaltungsstoff bei einem reifen künstlerischen Bilder­schmuck, so daß sie recht eigentlich zudem geistigen Be­stände eines gebildeten Hauses gehören. Der Verlag, München, Perusastraße 5 verschickt gegen Einsendung von 80 Pfennig einen reichhaltig und geschmackvollen zusammengestellten, aus fünf Nummern bestehenden Probeband, der allein schon eine Zierde unsers Bücher- ttsches bildet.

Burgsinn. Bei einem hiesigen Bürger wurde eingebrochem Der Dieb nahm für mehrere tausend Mark Kriegsanleihen und ein Sparkassenbuch, sowie aufbewahrten Zucker und Schinken mit. In Fellen fand man in einer Scheune Fleisch, welches vom Diebstahl herrühren soll. Man hat auf einen Russen Verdacht, der früher im Hause beschäftigt war und der zurzeit entwichen ist, aber ganz wo anders beschäftigt war.

Aus Kurheffen. Seit Kriegsausbruch galt der gegen Rußland ins Feld gezogene Landsturmmann Bonfemeter aus Meuden als verschollen. Die Militär­behörde bestätigte den Tod, worauf sich die Frau des Landflüriners vor einigen Monaten wieder verheiratete. Dieser Tage traf ein Lebenszeichen des Mannes aus Rußland ein. Alle seine früheren Briefe aus der Ge­fangenschaft an die Frau sind niemals eingetroffen Nun teilt er feine baldige Ankunft in der Heimat mit

Das Feldheer braucht dringend

Hafer, Hru und Stroh!

Landwirte, helft dem Heere."

Landwirte, zeichnet die 8. Krieysimleihe!

Wiederum ergeht auch an uns bet Ruf, dem Reiche die Mittel zu geben, welche zur Fortführung des Krieges notwendig sind. Werden wir dein Rufe auch diesmal Folge leisten?

Es wäre menschlich begreiflich, wenn bei der langen Dauer des Krieges unb bet der hierdurch bedingten häufigen Inanspruchnahme der Geldgeber eine gewisse Müdigkeit Platz greifen würbe. Es wäre auch zu ver­stehen, wenn gerade die Landwirte, die, durch die ge­häuften Bestandsaufnahmen und die überaus scharfen Eingriffe in die gesamten Vorräte erregt, zur Zeit wegen der in ihren ganzen Wirtschaftsbetrieb so tief einschneiden den Viehabgabe sich in einer sehr gedrückten Stimmung befinden, der neuen Kriegsanleihe diesmal ein geringeres Interesse entgegenbrächten.

Und doch gilt es, dieser Stimmung Herr zu werden, unb dem Vaterlaude in der Stunde der Not auch jetzt wieder zu geben, was das Vaterland braucht. Wir sind das unseren herrlichen Truppen schuldig, beten wunderbaren Erfolgen wir den Frieden im Osten ver danken, die aber weiter kämpfen müssen gegen unsern erbittertsten Gegner im Westen, die von ei lem Frieden auch heute noch nichts wissen wollen. Wie aber unsere tapferen Feldgrauen noch nicht nachlassen dürfen in ihrer Anspannung, wie sie noch täglich und stündlich bereit sein müssen, ihr Leben zu opfern und alle Schrecken des Krieges zu ertragen, so ist auch die Zeit des Opferns für uns noch nicht vorüber. Auch wir müssen die Hingabe unseres Viehes und unserer Vor­räte als ein solches Opfer ansehen, das wir dem Vater­lande bringen. Ist denn aber die Beteiligung an der Kriegsanleihe als ein Opfer anzusehen? Ganz gewiß nicht! Sie ist eine so sichere Kapitalsanlage, wie es keine bessere gibt; denn daß das Reich die den Inhabern der Kriegsanleihe gegebenen Zusicherungen nicht halten könnte, ist undenkbar. Es werden den Besitzern von Kriegsanleihen im Gegenteil noch weitere Vorteile ein- geräumt. Es ist ungeordnet, daß bei allen Verkäufen und Versteigerungen aus Beständen her Hee- esverwaltung, die für Kriegszwecke nicht mehr benötigt werden bie Zahlung vorzugsweise durch Hingabe von KciegSanlLhe geleistet werden kann, die zum vollen Nennbeträge un­gerechnet werden soll Diese Vorschrift erstreckt sich auf alles, was bei bet Demodilmachung zur Abgabe an Re Bevölkerung frei wirb, also in^bcsonbrre auf Pferde Fahrzeuge und Geschirre, Vorräte, landwirtschaftliche Maschinen und Werkzeuge, Eisen, Stahl und Hülz usw, Käufer, welche die Bezahlung in Kriegsanleihe anbieten, sollen bei sonst gleichen Geboten in erster Linie berück­sichtigt werden.

Also ein weiterer erheblicher Vorteil, von dem ge­rade wir Landivirte am meisten Gebrauch machen dürften, da wir wohl in her Hauptsache als Käufer für Pferde, Wagen und Geschirres die wir ja durchweg geliefert haben, wieder auftreten werden.

Dazu kommt die Tatsache, daß flüssiges Geld aus bem Verkauf unserer Produkte zur Genüge vorhanden ist. Es liegt bei den Banken und Sparkassen und wartet geradezu auf feine Anlage in der Kriegsanleihe.

Darum, Landwirte, laßt uns auch hier unsere Schuldigkeit tun. Zeichne ein jeder auf die achte Kriegs- anleihe und trage so mit dazu bei, daß Deutschland auch diesen so wichtigen wirtschaftlichen Sieg wieder gewinnt.

Die Engländer rühmten zu Beginn des Krieges sich, der werde den Krieg gewinnen, der den letzten Pfennig einzufitzen habe." Laßt uns zeigen, daß wir auch hier unüberwindlich sind!

Kirchlicher Anzeiger für Sdjlildjterw

Evangelische Gemeinde:

Sonntag, den 7. April 1918.

Vorm 10 Uhr: Herr Superintendent Orth. anschließende Christenlehre der konfirmierten Knaben.

Abends 8 Uhr: Kriegsbetstunde; Herr Pfarrer uioQmann.

Wochendienst: Herr Superintendent Orth.

Niederzell: Sonntag Vorm. 10 Uhr: Herr Pfarrer Nollmann.

Katholische Gemeinde.»

Sonntag heg 7. Aprtl 1918.

(Erste Hl. Kommunion der Kinder.)

Vorm. 9A Uhr: Hochamt mit Segen und Predigt.

Nachm. 2 Uhr: Andacht mit Segen.

Herr Kaplan Ramb.

Am 26. März 1918 ist eineBekanntmachung Nr. M. 8/1. 18. K. R. A, betreffend Beschlagnahme, Enteignung und Melde­pflicht von <^i«richtuugsgegenständen bezw. freiwillige Ab- lieierung auch von anderen Gegenständen aus Kupfer, Kupfer­legierungen, Nickel, Nickellegierungen, Aluminium und Zinn", er­lassen worden.

Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.

Stellv. Generalkommando 18. Armeekorps.

Lehrverttilge

für Jungen und Mädchen Heba»meubücher, Dienstbücher,

find zu haben in der Buchdcuckerei

E. Hohmeister.

Versteigerung.

Freitag, den 12. April 1918, Don vorm. 9 Uhr

an wird die aus Haus-, Küchen- unb sonstigen Geräten aller Art, bestehende Nachlassenschaft des Rentners I a k o b B e ck in deffen Behausung, Brülkenauerstrafte Haus'Nr. 35 öffentlich meistbietend versteigert.

Die Erben.