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Mit AuttlMWu Krer -matt". — WochcilbcilM: Illustriertes Sonntastsblalt.
Delefv« «5. :: PoftschsEkkmt,» Frauksuri a. M. 1J4M :: Tdrfou SS.
Erscheint Mittwoch und Samtig. preis mit Urc blatt vi-rtkljährlich 1,80 Mk. Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Raum 15 pfg.
. 25 Mittwoch, den 27. März 1918. 69. Jahrgang.
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Wer eine Wirtin
Die im 61» Fvhegpnp e.scheinende Tchtüchlerurr ^rilung mit amtlichem Kreisblatt ist mithin nie älteste und verbreitest? Zeitung im Kreise chlüchter« und weit noch über densetlieu hiHus und finden Inserate in derselben wirksame Verbreitung
daher in der Zustellung unserer Zeitung durch die Post beim bevorstehenden Quartalswechsel vermeiden will. der wolle dieselbe so bald mir möglich bei oem betreffenden Postamte bestellen. Nur diejenigen auswärtigen Postabvnuenten, welche bis spätestens 31. März unsere Leitung. wieder bestellt haben, können verlangen daß ihnen unsere Zeitung vom 1. April 1918 ab pünktlich von der Post geliefert wird. Wer später bestellt muß nach den amtlichen Bestimmungen für Nachlieferung der ersten Nua,mern des neuen Quartals eine besondere Gebühr von 10 Pfg bezahlen 5ebe Post jhtjlüli und jeder Landbriesträger ist verpflichtet, MvnnementS-VesteUungen anznnehuieu.
Zu recht zahlreichen Bestellnngen aus da - mi« dem 1 April 1918 beginnende treue Vierteljahr labet freundlichst ein
die Expedition der „Schüchterner Zeitung".
A» den Ba«ters»rann.
Haft noch Hof und Haus und Acker, Denk' an die da drauß, die wacker Jeden Feind mit Macht verhauen:
Du kannst ruhig weiter bau- n.
Nichts hat dir der Feind genommen,
Keiner ist tn's Land gekb.ui N „Zeichne heute, daß es kracht, Kriegsanlethe Nummer Acht"!
3im Karfreitag.
Sünde, Gerechtigkeit, das widerspricht einander so kraß wie Schwarz und Weiß, Finsternis und Licht Sünde sind wir seit Adams Fall. Das ganze Aren schengeschlecht begeht nicht nur Sünde, es ist zur Sünde geworden. Und der Tod ist der Sünde Sold. Mit dem Tode aber war die Menschheit der Verdammnis verfallen und ewiger Verzweiflung, bis Christus puf Erden erschien und am Karfreitag für uns starb. Es wird menschlichem Denken wohl immrl ein unlösbares Rätsel bleiben, warum Christus, der Gerechte, ja die Ge^chLgIeU-ärr-Perlon^ den Lad der Ve..Schien Hex. Sünde sterben mußte. Ein Rätsel, das der Gläubige in kindlicher Einfalt hinnehmen sann, um dadurch selig zu werden. Der Apostel sagt nicht, daß Gott Jesum zum Sünder gemacht hätte. Im Gegenteil, er ist der Heilige und Gerechte geblieben, als der er in die Welt kam. Hub doch starb er am Fluchholz den Tod der verworfensten Sünder. Wie konnte Gott das zerlassen, daß der einzige Gerechte, Heilige und Unbefleckte, der über die Erde dahinwandeltD so sterbt- sonnte * Weil Gott den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur blinde gemacht hat. Auf ihn lud er die ganze Iün denlap, mit der eine Menschheit vorn Tage des Sün- denfalls bis zum letzten Tage des Weltgerichts sich be steckt hat. Daran: verhüllte der Vater sein Gnaden antUtz vor dem Sohne, darum mußte und konnte dieser rufen: „Mein Gott, mAn Gott, warum hast du mich verlassen?" Mit dem einzelnen Sünder kann Gott Mitleid haben, aber die Sünde muß er unbarmherzig verdammen So ward Christus zur Sünde gemacht, besam den Zorn Gottes in seiner ganzen Fülle zu spüren; er verkörperte in sich die Sünde der ganzen Welt. Darum schaue aus deinen leidenden und st er benden Heiland mit heißer Reue, aber auch mit heißem Dank. Denn deine Strafe hat er getragen, bamit du straflos ausgehest. Er hat auch für uns noch Größeres getan „Wir werden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt". Herrliche Verheißung! Deine Sünde ist fortgenommen, verschwunden. Gott hat sie hinter sich geworfen wie in die Tiefe des Meeres. Aber auch unsere Verpflichtung: „Daß wir würden die Gerechtig" keit". Darin liegt eine Willenstat. Du mußt unter dem Kreuz ein neues Leben beginnen, indem du mit der Sünde blichst und der Gerechtigkeit nachstrebst, die vor Gott gilt.
Politische Uebersicht.
Gewaltiges Htingen um Napanme.
Die Linie Vapauuie- Peronue- Hain erreicht.
Berlin, 22. März, abends. (Amtlich W.T.V.)
Die Erfolge des gestrigen Tages in den Kämpfen zwischen Arras und La Fssn wurden in F>« tführung unseres Angriff«, erweitert- lü 000 Gefangene 200 Geschütze wurden bisher gemeldet. - Vor Verdun bile: der Feuerkampf gesteigert.
Berlin, 23. März, abends (W. B Amtl.) Der erste Teil der Großen Schlacht in Frankreich ist beendet; Wir haben die Schlacht b : Monchh C.rmbrai' t. Quentin La Fssrc gewonnen Ein erheblicher Teil des englischen HeereS ist geschlagen.
Wir sümpfen etwa in der Linie nordöstlich von Bapaume Peroune Hain.
Cauny ist genommen. — Die Fest«»- Paris beschossen.
Paris unter Feuer.
Paris, 22. März. (W B) Die Agentur Havas meldet amtlich: Seit acht Uhr morgens beschoß der Feind Paris viertelstündlich aus einem weittragenden Geschütz; 240 Millimeter Granaten trafen die Haupt stadt und ihr Weichbild. Etwa zehn Personen wurden getötet und fünfzehn verwundet. Maßnahmen zur Be kämpiuug des Geschützes sind int Gange.
vMch betr steten Nachrichten hat das weinragem«. Geschütz, das Pari: beschoß, aus einer Eurfernung von 120 Kilometern gefeuert Es war etwa 12 Kilonieter von der französischen Front ausgestellt.
W.T. London, 22. März (Nichtamtlich). Reuters Korrespondenz an der britischen Front drahtete abends:
Die Deutschen scheinen dadurch, daß sie von starker Artillerie unterstützt wurden und große Gasfest in den Kampf warfen, in die Frontline zwischen Searpe und Vendeuil eingedrungen zu sein. Wenn wir nicht die nötigen Gegenmaßregeln ergreifen, scheint die gesamte Lage für den Augenblick erschüttert zu sein.
Die untere Douau miuenfrei.
W.T Wien, den 21. März. (Nichtamtlich.) Die „Reue Freie Presse" meldet: Nach hier eingetroffenen Berichten ist die Donau bis Sulina seit gestern minen- frei und die Donaustotlille, welche die Wasserstraße für unsere Schiffahrt freilegte, säuberte das letzte Stück Hiermit ist bei Wasserweg nach der Ukraine schissbar. Das ist ein Verdienst der österreich-ungarischen Donau stottille, die seit den ersten Krie^sstunden in Aktion steht und nun auch die große WaffeHraße für die Einsuhr der ukrainischen Produkte nach Mitteleuropa bereitstellte.
«eine übertriebene» Hostuuugen.!
Von sachverständiger Seite wird geschrieben: Die Ukraine fall den Mittelmächten bekanntlich bis zum 15. April 30 000 Wagen Getreide, 2uOO Wagen gefrorenes Fleisch und 1000 Wagen Obst liefern. Bei günstiger Belastung der Wagen mit 15 Tonnen ergibt dies 4o0 Millionen Kilogramm Getreide, 00 Millionen Kilograinm Fletsch und 15 Millionen Obst. Aus 120 Millionen Verbraucher verteilt, entfallen auf den Kopf 4 Kilo gramm Getreide, 1 , Kilogramm Fleisch und 7- Kilo gramm Obst. Man bar) sich also noch nicht allzugl oßen Hoffnungen hingeben.
Wilson befdjagiiaouit bie bvUändische» SG-M.
W.T. Washington, 21. März. ^Nichtamtlich. Reuter) Der Prändout erließ eine Erklärung, in welcher er Beschlagnahme der holländischen Schiffe in den ame.
rikanischen Häfen Mittwoch nacht ermächtigt. Der Schritt wurde getan, nachdem das Kriegshandelsamt erfahren hatte, daß Holland das aiuertkanische Ultimatum, die Schiffe auszuliefern, abgelehent habe.
— Holland will, da ihm Deutschland keine 200 000 Tonnen Weizen in 2 Mon. zu liefern vermag, seine Schiffe an die Entente unter Bedingungen, die bieU nicht alle halten wird, ausliefern. Aus Rot wirb Holland um seine Schiffe gebracht.
— Im Mittemeer wurden 52 000 Tonnen durch U-Boote versenkt
Englisches Eingeftänduis.
Unsere Tauchbooterfolge, die England so gewiffenhail verschweigt, werden gelegentlich in der englischen Press- vermerkt und zwar in amtlichen Mitteilungen, wenn auch entsprechend verschleiert. Da steht z B Der Generalpostmeister macht bekannt, daß infolge einer Tal des Feindes die für China und Ostindien bestimmten Postsendungen, die zwischen dem 23. Januar und dem 12. Februar beim Hauptpostamt in London zur Weiler gäbe eingeliefert wurden, verloren gegangen find
Aeghpten «ud das Kalifat.
fitHii'iaidinopier Blä.retmeitaira brfriuurr:: die unter dem Vorsttz des Scheich Abdul Aus T'chausch versammelten Mitglieder des ägyptischen Bunde-' die letzten Erklärunoen Bonar Laws und A'guiths uick> beschlossen, zu erklären, daß sie niemals eine Trennung Aegyptens vom Kalifat annehmen werden, iomti für die Wiederherstellung der Lage vor der militärischen Besetzung AegpptenS arbeiten.
Deutsches Reich.
Der Kaiser an die Kaiserin.
Berlin, 23. März. Ihre Majestät dir Kaiserin erhielt folgendes Telegramm:
„Freue Mich, Dir melden zu können, daß dnrL Gottes Gnade die Schacht bei Rionch» bumbiai — St QuenLn—La Före gewonnen ist. Der Herr H«n herrlich geholfen Er wolle weiter Wen. Wilhelm-
Aus dem Reichstag.
Der Reichstag beschäftigte sich in seiner Donnere tagsitzUng mit der Frage der Ueberwachung der 'tüftun.r betriebe. Der Ausschuß sür den ReichShaushalt hatie ein Resoinliou gesaut, nach der in sämtlichen für den Heru bedarf arbeitenden Beirieben die GeschrfftSbücher und andere für die Berechnung der Preise maßgebenden Unterlagen überwacht werden, Prüiung-Fiellen eingerichtet werden sollten, mit einer Zentratprüfungsstelle. Nach dem Bericht de- FortschriUlerS Liesching nahm General von WriSberg bat Wort und rotes darauf hin, daß die Daimlerangelegenheit die Veranlassung zu den An tragen gegeben hätte. Gegen die Geiellschafl sei feite:- der Staatsanwaltschaft In Stuttgart das Strafverfahren wegen vrrsnchten Betruges und Kriegswucher eingelettet und die Frage schwebe noch, ob in dem Schreiben bet Firma, in dem mit Betriebseinschrankung gedroht werde Nicht versuchter Landesverrat zu erblicken fei Die Daimlerwerke bauen hervorragente Krügsmatenalien geliefert, doch werde aus ihrem Gebühren tue Konse anen, zu ziehen sein. Es fei falsch, der H«rre4v«wallung den Vorwurs zu machen, sie habe zu spät eüigegriffen.
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Gurt, alte ' . s < 5 jur
citeil .i, eius £v.; t:
Kriegsanlcihe zeichnen!