Einzelbild herunterladen
 
  

und 20 Geschütze erbeutet wurden.' Wenden wurde durchschnitten, unsere Truppen stehen vor Wolmar.

Zwischen Dünaburg und Pinsk sind wir un Vor­dringen nach Osten.

Heeresgruppe Linfingen.

Die Bewegungen gehen vorwärts. An der ganzen Front wurden wichtige Bahn- und ^Straßenknolen^ ounft* besetzt.

Rchupo Wurde vom Feinde gesäubert.

Die Beute läßt sich noch nicht annähernd übersehen. Bisher wurden gemeldet:

An Gefangenen: Ein kommandierender Generat, mehrere Divisionskommandeure,425 Offiziere unb 8700

An Beute: 1853 Geschütze. 120 Maschinengwehre, vier- bis füNstnusimd Fahrzeuge, Eisenbahnzüp mit etwa 1000 Wagen, vielfach mit Lebensmitteln beladen Flugzeuge und sonstiges unübersehbares KriegSgerät. jäoji JüJLjmbercn Kriegsschauplätzen nichts Neues- Der erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Graf Czernin Generalmajor.

Die Wirner Zeitung und das Budapester Amtsblatt veröffentlichen ein Allerhöchstes Handschreiben, in dem Kaiser Karl den Wunsch mitteilt, des Verhältnis zwischen der Wehrmacht und dem Grafen Czernin, der, gestützt auf der Tüchtigkeit der Armee, den ersten Grundstein zum allgemeinen Frieden gelegt babe, noch inniger als bisher zu gestalten und den Grafen Czernin in neuer­licher Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste zum Generalmajor außer Dienst ernennt.

Beiderseits der Bahn Riga Petersburg wurden die 20 Kilometer vor unserer bisherigen Front liegenden russischen Stellungen überschritten. Schwacher Wider­stand des Feindes bei Jnzeen nördlich der Bahn wurde schnell gebrochen.

Ueber Dünaburg hinaus stießen unsere Divisionen in nordöstlicher und östlicher Richtung vor. Zwischen Dünaburg und Luck traten sie in breiten Abschnitten den Vormarsch an.

Die über Luck hinaus vocgedrungeneu Divisionen marschieren auf Rowno. 2500 Gefangene, mehrere hundert Geschütze und große Mengen an rollendem Material fielen in unsere Hand.

An der Ostfront haben unsere Truppen kampf­los die Düna bei Dünaburg erreicht. Um der Ukraine zu helfen, haben unsere Truppen den Vormarsch aus Richtung Kowel angetreten.

Im Januar beträgt der Verlust der feindlichen Luftsirettkräfte an den deutschen Fronten 20 Fesselballone und 151 Flugzeuge. Wir haben 63 Flugzeuge und 4 Fesselballone verloren.

Flanderns Kohlenschätze. In dem bisher gänz­lich industriearmen Flandern find im südlichen Teile der

- Provinz. Limburg kurz vor dem Kriege und während seiner Dauer mächtsge^LMr bester Jndustriekohlc ent­deckt worden. Der belgische Staat hatte bereits eine Anzahl Kohlengrubenkonzessionen in diesem Kemvener Lande (La Campine) vergeben, doch waren bisher noch keine größeren Bergwerksanlagen errichtet worden. Durch Verordnung des Generalgouverneurs von Belgien sind jetzt die Kohlenkonzesfionen wieder eingezogen worden, soweit sie Angehörigen der Entente-Staaten verliehen waren. 10 760 Hektar Kohlen kehren dadurch in den Besitz des belgischen Staates zurück, und falls das selb­ständige Flandern entsteht, hat es dadurch von vorn­herein. ein ungeheuer wichtiges Vermögensstück. An der Erschließnng der Kohlengruben im Kempenland sollen auch die großen flandrischen Städte wie Antwerpen, Gent und Brüssel beteiligt werden.

In Warschau sind die ersten deutschen Aus­tauschgefangenen, etwa 1000 Mann, aus Rußland eingetroffen.

Der Mangel an Kemüsefänrereien.

Die allgemeine Knappheit an Gemüsesämereien, die einesteils bedingt wird durch starke Nachfrage, durch vermehrten Anbau und geringe Einfuhr von Samen aus dem Auslande, andernteils durch die häufige Ueber- eindeckung verschiedener Anbauer, hat eine ungeheure Preissteigerung hervorgerufen, wie sie wohl nur wenig in unserer Kriegswirtschaft vertreten sein dürste.

Werden doch als Höchstpr-ts gezahlt für

, 1918. 1916.

Weißkohl, Braunschweiger 150Mk. gegen 7.Mk Rotkohl, Othello 260.Mi. 28.- Mk. Wirsing, VertuS 110Mk. 12.-Mk. Kltiotten, Nantaise 92.M. 18.Mk.

' Da nun die Samenbeschaffung im Gemüsebau für ei^ff vermehrten Anbau von größter Bedmtung ist, so,M unbedingte Sparsamkeit dringend notwendig. In den letzten Jahren wurde gerade in dieser Hinsicht große Verschwendung, besonders im Privatgarten, be­trieben. Häufig wurde die zehnfache Menge an Samen und mehr ausgesät, um die notwendigen Pflanzen hÄaNzuziehen.

Noch mehr als im verflossenen ist in diesem Jahre Sparsaftikeit geboten. Vor allen Dingen kann dem kleinen Gartenbesitzer und Landwirt, der nur wenige PAgnzep benötigt, die Heranzucht derselben nicht über­lassen werden. Die Heranzucht sollte nur von tüchtigen Gärtnern oder Landwirten ausgeführt werden, die den notwendigen Samen von den amtlichen Verteilungs­

stellen zur Verfügung gestellt bekommen unb die fertigen Pflanzen abgeben. Allgemein sind besonders in den Städten genügend geeignete Betriebe vorhanden.

In dieser Erwägung hat auch die Maßnahme der Reichsgemüsestelle ihren Grund, nach der Samen nur in Mindestpackungen von 10 Gramm an zu in x*ei tauf kommen sollen. Es ist deshalb den Besitzern von Kleingartenbetrieben dringend zu raten, statt des teuren Samens gut entwickelte Pflanzen von den sachkundigen Gemüsezüchtern zu kaufen. Sie sparen damit Geld und Arbeit und vermeiden eine Vergeudung von Samen, die unsachgemäße Pflanzenzucht immer nvt um bringen wird. ____

| Goldschmuck ist totes Gerät, i

I ob er getragen oder versteckt wird! | i Gold hilft zum Frieden, |

1 wenn es ans Vaterland kommt! 1 | Die Wahl kann nicht schwer sein. 1 . Bringt alles Gold in Schmuck und 1

Münzen zur Goldankaufsstelle, die den 1

1 Goldwert in barem Geld ersetzt. Je 1 | mehr das Vaterland Gold hat, desto 1 L sicherer gewinnen wir den-Krieg, und 1 | desto gedeihlicher gestaltet sich der k H Friede! 0

Das Geheimnis der deutschen Kraft

In der Zeit, die das Ende des Krieges schon sicht­bar erkennen läßt, die aber noch zur Zerbrechu:.,, des letzten, zähesten feindlichen Kampf- und Vernichtungs­willens die äußerste Energie und die Zusammenfassung aller Kräfte fordert, werden vor allem an die geistiae und moralische Tüchtigkeit des deutschen Volkes die hoch sten Ansprüche gestellt. J.tzt schwach zu werden und zu versagen, hieße nicht nur die Ergebnisse des siegreichen Kampfes, sondern auch die glückliche Zukunft des deutschen Volkes in Frage stellen. In dieser kritischen Stunde ist über die Nöte des Tages hinaus Selbstbesinnung dringender denn je am Platze. Und für diese Augen­blicke besinnlichen Durchdenkens der Gegenwart und der nächsten Zukunft will das BüchleinDas Geheimnis der deutschen Kraft. Das werktätige Volk Deutschlands und die Kriegsziele unserer Feinte" von Lt. d. L. Richard Greupner, erschienen im Reichsverlag Hermann Kalkoff, Sorlin. Preis M in treuer Führer siM-i. Es zeigt dem Hoffenden wir dem Zweifelnden, auf welchen unerschütterlichen Grundlagen des materiellen unb geistigen Reichtums das Deutsche Reich, die deutscke Volkswirt­schaft, aufgebaut sind, aus welchen unerschöpflichen Quellen die deutsche Volkskrast fließt, welche Kraftreservoire in Gestalt unerreichter sozialpolitischer Einrichtungen vorso.g- sich geschaffen worden sind, um die Wohlfahrt der breiten Massen zu verbürgen. Es zeigt aber auch, wie das alles, zusammen mit der freien Schaffensfreudigkeit eines arbeit­samen Volkes, uns den Haß und den Neid der Welt und den Krieg gebracht hat, dessen Ziel darin bestehen sollte, Deutschland als WeltwirtschaftSmacht mit seiner Industrie uno seinem Handel zu zertrümmern. Die Folgen für ein auf engem Raum zusammengedrängtes 70 Millionen Volk wären, falls diese KriegSziele erreicht würden, unabsehbar; sie träfen vornehmlich das werk­tätige Volk. Unsere glanzvollen militärischen Erfolge auf allen Kriegsschauplätzen haben diese Gefahr beseitigt, und der englische Hungerkrieg ist an der Genügsamkeit und der Kraft des Volkes, zu dulden und zu tragen um eines hohen Zieles willen, gescheitert. Wir können nicht niedergezwungeu werden! Diese Erkenntnis muß in uns allen bis in die letzte Hütte erneut lebendig werden. Das Büchlein Greupners will dazu dienen nicht mit schönen Worten und Verheißungen, jonbern mit der Logik unwidcrlcglicher Tatsachen. Es ist eine wirtschaftliche Herzstärkung, die auch dem einfachen Mann einleuchten muß, und zugleich ein kurz und packend gc- geschriebeneS, durch Illustrationen zu höchster Anschau­lichkeit gebrachtes Lehrbuch der staatsbürgerlichen Auf­klärung, das niemand ohne innerliche Erhebung aus der Hand legen wird.

Lokales und Provinzielles.

Schlüchteru, 22. Februar 1918

Eine Aenderung im Prüfungswesen für Volks- schullehrer sieht ein Erlaß des preußischen Unterrichts- mimsters vor, demzufolge Volksschullehrer nach bestandener zweiter Prüfung und endgilliger Anstellung die Prüfung

R ektoren an Volksschulen ablegen können, ohne sich vorher einer Mittelschullehrer-Prüsung unterzogen zu

Der Erlaß, der einem häufig geäußerten ^un,che nach Berücksichtigung der pracktisch bewährten Lücht'.gkcir gerecht wird und also eine größere Wertung des Volksschüllehrersiande.' erkennen läßt, wird in den beteiligten Kreisen mit lebhafter Genugtuung begrüßt.

Im Monat Januar 1918 wurden in den deutschen Münzstätten geprägt für: 1 815007 Mk. 50

Pfg.-Stück, 1 170 804 Mk. eiserne 5 Pfg.-Stücke, 657

924 Mk. 10 Pfg.-Stücke aus Zink und 18 428 Mk. 1 Pfg.-Stücke aus Aluminium.

* (Laugenbereitung aus Buchenholzasche.) Die Asche wird gesammelt und sorgfältig in einem Sack aufbewahrt. Diesen läßt man vor Gebrauch 24 Stunden in kalten, Wasser ausläugen (man kann die Asche auch heiß überbrühen). Die Flüssigkeit ist anfangs trüb, klärt sich jedoch bald. Die obere klare Flüssigkeit nimmt man zum Auskochen der Wäsche, die trübere zum Einweichen, der Satz wird weggeschüttet. Die Lauge wirkt sehr reinigend, schadet feinster Wäsche nicht.

* Eine scharfe Nachprüfung der Fahrkarten findet augenblicklich in den Personenzügen statt, um der immer weiter um sich greifenden mißbräuchlichen Benutzung höherer Wagenklassen ourch Reisende mit gerinwertigeren Fahrkarten zu steuern.

Ueber die Einführung bet Sommerzeit liegen endgültige Beschlüsse noch nicht vor. Diese sind Sache des Bundesrats. In Aussicht genommen ist jetzt, wie neuerdings gemeldet wird, die Sommerzeit am 1. April, 2 Uhr morgens einzuführen. Rücksichten auf die Land­wirtschaft und Bergarbeiter haben jedoch ergeben, daß es untunlich ist, die Sommerzeit in den Oktober hinein auszudehnen. Die Rückkehr zur mitteleuropäischen Zeit soll deshalb schon im September stattfinden und in der Nacht vom 29. zum 30., ebenfalls 2 Uhr morgens, vorgenommen werden. Für den Anfang und für das Ende wird ein Montag gewählt, weil die Nacht vom Sonntag zum Montag die günstigste der ganzen Woche für den Bahnbetrieb ist,

* (Strümpfe ohne Seife zu reinigen) Die zu waschenden Strümpfe und Socken werden in ein Schaff gelegt, siedendes Wasser darauf gegossen und die Strümpfe mit1 einem Holz tüchtig gedrückt. Das kochend heiße Wasser löst den Schweiß und den Schmutz vollständig auf. Sobald das Wasser abgekühlt ist, so 'ba§ mit der Hand gearbeitet werdec kann werden die Strümpfe tüchtig durchgerieben, umgemenbet und ausgerieben. Sie werden dann auf der linken Seite nochmals mit kochen­dem Wasser nberbrühl, herausgerieben, ausgewunden und in kaltem Wasser gespült. Dieses Verfahren eignet sich sowohl für baumwollene wie wollene Socken gleich gut. Sie werden durch oas siedende Wasser nicht im geringsten filzig, weicher und schöner als wenn sie mit' Seife ge­waschen würden.

* Mißbrauch der AufschriftFeldpostbrief". Nach § 25 der Feldpostdienstordnung haben Sendungen in rein gewerblichen Angelegenheiten der Absender oder Empfänger keinen Anspruch auf Gebührenvergünstt- gungen Die Uebersendung von Anpreisungen und An- erbietungen rein gewerblicher A't unter der Bezeichnung Felstpostbrief ist daher unzulässig. Es wird davor dringend gewarnt, Briessendungen zur Erlangung der damit ver­bundenen Gebührcnvergünstigungen unrechtmäßigerweise miti dem VermerkFeldpostbrief" zu versehen. Die Postverwaltung leitet in allen zu ihrer Kenntnis kommen­den Fällen dieser Art gegen die Absender das Straf­verfahren wegen Portohinterziehung ein.

* (Wichtig für die Feldbestellung.) Die wirtschaft liche Absperrung durch unsere Feinde macht es uns zur Pflicht, kein Mittel unversucht zu lassen, um den Ertrag unserer Felder zu heben. Ein nicht zu unter- schätz.ndeS Mittel hierzu bildet die Unkrautoertilzung. Besonders die Quecke, auch Zwecke genannt, ist es, der der deutsche Landwirt besonderes Augenmerk schenken soll. Die Verbreitung dieses äußerst schädlichen Unkrautes wird ja besonders dadurch begünstigt, daß infolge Leutemangcls schon seit Jahren die Bebauung nicht so sorgfältig vorgenommen werden kann. Dabei beein­trächtigt die Quecke in hohem Maße die Erträgsähigkeit des Bodens, da sie sich rasch verbreitet und den Nutz­pflanzen, besonders dem Getreide, viel wertvolle Nahrung entzieht, andererseits aber auch eine wahre Brutstätte für alle möglichen Schädlinge bildet wie z. B. den Brand und Rostpilz Die Beseitigung der Quecke hat aber auch einen weiteren Vorteil: sie liefert nämlich, richtig bearbeitet, ein wertvolles Futtermittel, das von Perden und Rindvieh in gleicher Weise gern genommen wird; auch von Schweinen wird es gierig gefressen.

* Die älteren Frauen kriegen Männer. Man hatte geglaubt, daß infolge des Krieges die Zahl der sitzen bleibenden Mädchen ungewöhnlich hoch sein würde. Das ist nicht der Fall: es macht sich im Gegenteil die Erscheinung bemerkbar, daß ältere Mädchen und Frauen, die im Frieden ledig geblieben wären, Gelegenheit finden sich zu verheiraten. Der Ausschuß Groß-Berlin für die Kriegsbeschädigten-Ansiedlungen hat die Beobachtung ge­macht, daß etwa 49 o. H. der Kriegsbeschädigten, die sich an siedeln wollen, ältere Frauen geheiratet haben. Die Befürchtung, daß viele ältere Mädchen durch den Krieg an der Erzielung des ersehnten Eheglückes ver­hindert werden, scheint sich nach dem vorliegenden statistischen Material also kaum zu bewahrheiten. Noch wesentlichere Altersunterschiede haben sich bei den 20c bis,30jährigen gezeigt. Hier überragt die Frau ihren Mann oft um 15 Jahre im Alter. Auch die älteren, schon län^-r verheirateten Kriegsbeschädigten, haben nach der Statistik zunl großen Teil bad reifere Weib bevorzugt. Im übrigen wird die Eheschließung durch die Ansiedlungstätigkeit stark gefördert.

-* Der Nährstoffgehalt schwankt bei den einzelnen Baumarten nicht unerheblich. Nach bem Roheiweißge