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die Aerzte jetzt, wollte man das Blut aus diese Weise stillen. Hatte man ein sonstiges Leiden, so ging die Mutter an ihre Kille und suchte zwischen ihren alt- hewäh ten Kräutern herum, Kräuter, die man kaum mehr kennt, oder werden sie jetzt auch wieder mehr ^ Rate gezogen? Diese Krauter sind es aber nicht, zu die wir jetzt hinten in d'eser schweren Kriegszeit die Wl, die uns gegenwärtig plagt, heißt Mutlosigkeit, Verzagtheit, WerdrdffenHxit, lautes Klagen Wir dürfen t nicht so laut klagen, wo wir noch so wenig Grund dazu habenLerne leiden ohne zu klagen." Wir Frauen müssen hier Vorbilder sein. Was istNot?" Haben k mir Not? Nein. Wir steckten in Not am Anfang des , Krieges. Als ein Volk nach dem andern auf die Seite unserer Feinde trat, damals war Not. Gott hat die- * selbe gelindert. Die Hoffnung ist gepflanzt an des [ Landes Grenzen. Ach, die Not ist wohl groß in manchen Familien, aber nicht zum lauten Klagen. Die deutschen ' Frauen haben Unendliches geleistet, sie sind kräft-g und stark geworden, Kraft von oben haben sie gesucht und gefunden; stark sind sie trotz Tod und Trübsal. Aber weiter aushalten müssen wir trotz allem, damit wir stärken können, was malt werden will. Um das zu können, müssen wir uns an die alten Hausmittel wenden, an die Einsicht zunächst: wir müssen unsern Ver­stand anwenden, unsre Nächsten in Liebe tragen. Wie groß war die Not in früheren Jahren! Man schlage nur die Schlüchterner Kriegschronik auf und lese, wie die alten Vorderen haben leben müssen während der . Kriegszeit. Sie haben leben müssen von Walderdbeeren, [ sie haben sich Wurzeln aus dem Acker gewühlt, um ihren Hunger zu stillen. - Wir haben noch keine Not. Um das zu erkennen, laßt uns hier nur ein paar Bilder auszählen von dem Schweren, das unsere Tapferen draußen durchzumachen haben. Was liegt in dem WortVerschüttet",Erblindet!" Und welche Not zeigt dieses Bild:Ein alter Landstürmer im besetzten Ge­biet teilt sein letztes Brot mit Kindern armer Verlas­sener." Wir Frauen sind wie keine anderen dazu be­rufen, zu helfen und Mut zuzusprechen. Der alte Gott lebt noch 1 Wie schön haben wir es hier in frisier freier Luft, denkt an die vielen Tausende in den Muni- tionssabriken, oder in den Werften, in den Werkstätten bei den feuerspeihenden Ungeheuern, bei her Glut der Oesen, oder an Flandern, wo unsere Braven im Schlamm und Wasser stecken, oder an die Marine an unsere U- Boot-Leute, die in steter Arbeit und Gefahr für das Ende dtS Krieges schaffen. Bei uns ist kein Anlaß , zum Klagen. Das zweite Hausmittel ist das geduldige Warten. Stolz sollen wir sein in der Heimat, wenn uns etwas Schweres zugemutet wird. Unsere Kinder werden später erzählen von der guten alten Zeit. Es muß auch Leid dabei sein! Auf Sonnenschein solgt Regen, durch Trübsal lernen wir es, gemeinsam zu trugen. Wir sind abhängig vom Ewigen. Er-will uns zeigen, an geringen Dingen uns zu freuen, am Sonnenschein, am Fumilienglück bei uns und anderen. Der Frühling, der Friede muß kommen, jetzt heißt es nur vuyrih< keine Dummheiten machen; draußen werden keine gemacht. Helfer sollen wir lernen zu werden in dieser Zeit und geschlossen zusammen halten, dann sind wir alle stark. Um das zu bleiben und immer mehr zu werden, sollen die Frauen nur nach dein bewährten Hausmittel greifen, nach Gottes Wort.So kochen wir wieder die alten rechten Heilkräuter. Größer als der Helfer ist die Not ja nicht." Darauf ergriff Herr Landrat von Trott zu Solz das Wort. Er freute sich mit Stolz zu den Frauen sprechen zu können über die Nöte, die unser Volk betroffen. Wohl werden die Lebensmittel knapper werden, aber nicht allein bei uns, auch beim Feind. Es müssen Entbehrungen getragen werden. Die Heimat muß helfen, geschlossen helfen. So haben wir ein gutes Gewissen.

Der Erlös von Obst im Kreise Schlüchtern stellte sich im Jahre 1917 auf 54263,74 Mark gegen das Jahr 1916 mit 8663,14 Mark

* Die Sommerzeit. Der diesjährige Beginn her Sommerzeit ist nach Berliner Blättern auf den 14. April festgesetzt. Sie endet am 14. Oktober.

" Versand von Stückgütern im mittelbaren Heeres- Interesse. Während der Dauer der gegenwärtigen Stück­gutsperre nahmen die Eisenbahndienststellen nach den bisherigen Bestimmungen dringende Sendungen für die Munitionsherstellung und-Kriegsrüstung, soweit sie nicht unmittelbar an militärische Stellen, sondern an private Empfänger gerichtet waren, nur dann zur Beförderung an, wenn die Notwendigkeit des Versands durch bw Linienkommandantur des Versandbezirks bescheinigt war. Tiefes Verfahren wirb vom 15. Februar an dahin ge­ändert, daß die erwähnten Bescheinigungen von her für ben Empfangsort zuständigen Kriegsamlstelle nn^geferltgt werden. Die Anträge auf Versandgenehmigung für Güter der vorbezeichneten Art sind also nicht mehr der Linienkonlmandantur, sondern unter Benutzung eines besonderen, bei den Handelskammern erhältliche» Vo:- vinckes her für den Empfangsort zuständigen Kriegs """'liesse schriftlich einzureichen.

* Vieh- und Knitinchenzähhing am 1. März 1918. Zur Viehzählung am 1. März- 191» hat her Bundesrat eine Ausführungsverordnung erlassen, die eine Zahlung der im Deutschen Reiche vorhandenen zahmen Kaninchzn anordnet. Diese Feststellung geschieht ht Interesse her Heeresverwaltung, weil die Felle der Äanin- ^n in steigendem Maße für den Kirrgsbedarf Beden gewinnen. Da eine besondere Zäylung zurzeit nur mit großen Schwierigkeiten durchsuKbar fa.i würde. »|if)ien es angezeigt-, sie mit her am 1. März 1918 ^geschriebenen allgemeinen Viehzählung zu verbinden. j J Die deutschen Sparkassen. Wie ns Amtsblatt n r Deutschen Sparkaffenverdandes, dieSpnitäffe", i* E'W't.m, hat der Dezember den Sparkassen einen Zuwachs r I 1 4 Milliarden Mark gebracht, das in erheblich n lkhr als in irgend einem früheren Mut B,v.lm * Iebnis geht weit über tue Erwartungen

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Milliarden Mark zu schätzen nach vollständigem Abzug der von den Sparern auf die Zeichnung der beiden letzten Kriegsanleihen verwendeten Beträge. Besonders erfreulich ist, daß auch die Zahl der Sparer eine Steiger­ung um mindestens 1 '/Millionen erfahren hat. Es ist dies auch erheblich mehr als in irgend einem Friedensjahre

Für unseren Leser und namentlich für unsere liebe Leserin kann man hier und da zwischen den trau­rigen und ernsten Kriegsnachrichten doch immernoch ein paar Körnchen freudiger Nachrichten einstreuen. So z. B. die, daß der jetzt so schmerzlich entbehrte Kaffee bald nach dein Kriege in Hülle und Fülle, sowie zu einem billigen Preise zur Verfügung stehen wird. Nach den Ausführungen neutraler Leitungen über die gegenwär­tigen Handelsverhältnisse Brasiliens droht diesem Lande eine Krisis infolge des Unvermögens, den während dreier Kriegsjahre von den Zentralmächten nicht bezogenen Kaffee anderweit abzusetzen. Außerdem soll die z. Z. vierte Kriegsernte so gut ausgefallen sein, wie seit langen Jahren nicht. Es steht deshalb zu erwarten, daß un­mittelbar nach Kriegsschluß ein starker Kaffeexport ein­setzen wird, der einen ganz gehörigen Preissturz im Gefolge haben wird. Wir nehmen hiervon mit Befrie­digung Kenntnis in der Hoffnung, daß den heutigen Schiebern", die uns das Pfund Kaffee für 3035 Mark verkaufen, dann ein recht gehöriger Posten un­verkäuflich auf dem Halse bleiben möchte.

j Zeit-Spruch. g f Jedes Goldstück, das sich feig verbirgt,

r Wird zum Feinde, der uns höhnend würgt; -j- f Jeder Goldschmuck, den der Eitle trägt, s L Wird ein Englaudsschwert, das sticht und schlägt. ..

1 Deutscher, gib! Berlängre nicht den Krieg! Gold ist Waffe, Gold ist Kraft und Sieg. A 07 Ludwig Ganghofer. U

* Breitenbach. Dem Schützen Georg Möller, Sohn des Gastwirts- Georg Möller, wurde wegen tapferen Verhaltens vor dem Feinde das Eiserne Kreuz 2. Klaffe verliehen. Bis jetzt sind drei Brüder im Besitze dieser Auszeichnung.

* Salmünster. Am Dienstag konnten die Seeleute Äuszüger Ludwig Betz und Ehefrau Kath geb. Ellen- brand und Schuhmacher Adam Kling und Ehefrau Ehristine geb. Sensel das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Beide Ehepaare sind körperlich und geistig frisch und gesund- Die kirchliche Feier des Tages fand unter großer Beteiligung der Gemeinde in der Pfarrkirche statt.

* Flieden. Infolge der allgemeinen Unsitte kleine Kinder mit Aexten hantieren zu lassen, ist ein vierzehn­jähriger Junge zeitlebens in seiner Arbeitskraft beein­trächtigt worden. Das vierjährige Söhnchen des Land stucmmannS Heil dahier spielte gestern mit dem Beile und. traf dabei den in der Nähe stehenden vierzehn­jährigen Schüler August Bagus, sodaß der eine Daumen sofort von der Hand getrennt wurde.

* Frankfurt a. M. Am Donnersteg fant vor dem Schwurgericht her Fall über die Ermordung des Schutz manus Ertl zur Verhandlung. Auf der Anklagebank saßen der 19 jährige Schmied Johann Weckfuß von Lohr a. M. und der 18 jährige Schlosser Wilhelm KappeS aus Klein-Heubach in Unterfranken. Unter Versagung mildernder Umstände lautete das Urteil für Weckfuß auf 15 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht, für Kappes auf 3 Jahre Gefängnis. Beide nahmen die Strafe an.

* Fulda. Zu Ostern d. Js. wird im Anschluß an das hiesige katholische Lehrerseminar eire Seminar- Präparandenanstalt für katholische Zöglinge eingerichtet. Die Leitung der Präparanden untersteht dem Herrn Seminardirektor Dr. Dudenhausen. Bisher erhielt das Seminar bekanntlich feine Zöglinge aus her Prävaranden- anstalt in Fritzlar.

* Fulda. Schleichhandel. Unsere Polizei hat einen umfangreichen Schleichhandel aufgedeckc. In Gemeinschaft mit einem Händler aus Barmen wurde dieser verbotene Handel von einem hiesigen Handwerksmeister Schoß über ein Jahr lang betrieben. Namentlich letzterer lauste in der Umgebung Fuldas wie auch in der Rhön und Vogelsberg alle möglichen Sachen zusammen, um diese gegen Wucherpreise nach auswärts abzusetzen. Bei der gestern staltgehadten Haussuchung in der Wohnung des Hand verksmeisters wurden u. a. noch drei Zentner naturreiner Bienenhonig vorgesunden Ein vollbeladener Wagen brächte die schönen Dinge nach der Polizei - Heute Nacht wurden einem Schleichhändler aus der Umgebung Fuldas von unserer Polizei am hiesigen Bahnhöfe zwei Schließkörbe, je ein Zentner feinstes Weizenmehl und ein zerlegtes Kalb bergend, beschlagnahmt.

* Gaffet In JhringHaufen verlangten öfters junge Mädchen Bezugsscheine,weil sie nichts mehr anzu- ziehen hätten". Das veranlaßte den Dorfregenten, ein r anzkränzchen zu gestalten. Er fand sich auch dazu ein und sah nun alle hie Mädchen,die nichts mehr e.nz»ueheu hatten", in schönen, zum Teil recht kostbaren Gewändern. Nun wurden die bewilligten Bezugsscheine natürlich zurückgezogen.

Permischteo

Jena. In dem alt nburgischen Don Rab's sind die beiden 2 und 5jährigen Knaben des Landwirts Mae Schröder unter Vergiftungserfcheinungcn gestorben, nachdem sie von Backwerk genossen hatten, das der Fa milk in einem Poupaket aus Jena zugegangen war. Mich die Mutter und Großmutter erkrankten, nach nein «öenuß der Plätzchen, murven aber durö^ amtliche Hilfe gerettet Der Vater, der als Artillerie Sergeant in Ävvlda Lehr hilft. Mn Verdacht an .mige Jenam Ham ., - trauen" me die inrgi'telen Plätzchen mit liier Flasche . p-raifreter vlnsuaken der Äandlü au« Rache a"."idl |

Ergebnis. Der 42jährige Vater Schröder selbst hat in Gemeinschaft mit seiner Geliebten, der Witwe Emilie Wolf aus Jena, der er die Heirat versprochen hatte, den Plan gefaßt, seine Frau aus dem Weg zu räumen. Er verschaffte sich Arsenik und veranlaßte feine Geliebte, das Gift in das Backwerck zu mischen, das sie seinen Angehörigen durch die Post zusandte. Sch. und seine iWjährige Geliebte wurden verhaftet und sollen ein Ge­ständnis abgelegt haben.

Drei Brotkartenfabriken in Berlin entdeckt. 5Der ständige Verkauf von gefälschten Brotkarten in den testen Wochen brächte die Brotversorgung Berlins in Gefahr. Eine Anzahl Bäckereien bekam fast ausschließ- ltch Karten, die sich später als Fälschungen herausstellten. Die Krtminalpolizei übernahm die Entlarvung der Brot- kartenverkäufer. Nach langer Arbeit ist es ihr endlich gelungen, der Täter habhaft zu werden. Die Fälscher­bande, die sich aus 19 Fabrikanten und Händlern zu- sammensetzt, besindet sich hinter Schloß und Riegel. Der erste Erfolg der Nachforschungen war die Feststellung, daß ein Installateur Löwe für alle Fälschungen die Cliches lieferte. Er hatte dafür in kurzer Zeit 12 Tausend Mark erhalten. Die Hauptdruckerei aber befand sich nicht in Berlin, sondern in Bielefeld. Einer der Fälscher namens Nowednik hatte in Bielefeld eine leere Wohnung gemietet und dort die erforderlichen Maschinen eingestellt. Er fuhr mit seinem Genossen Winkel nach Bielefeld und druckte Brotkarten für 6 Wochen. Dann brachten sie die Fälschungen in Kisten nach Berlin und in den Ver­kehr. Von der Bielefelder Fabrik hatten sich zwei andere abgezweigt. Winkel ließ sich von dem Werkmeister Otto falsche Brotkarten für eigene Rechnung auf mehrere Wochen herstellen. Ein Bügler namens Hahn, der er­fahren hatte, daß die Inhaber einer kleinen Druckerei mit Nowednik in Verbindung gestanden hatten, brächte sie durch Erpressung dahin, ihm 30 000 Karten zu drucken. Sie erhielt dafür 18 000 Mark. Die Fälscher konnten hohe Preise zahlen, weil sie die Karten mit 4 Mark das Stück verkauften. Mit der großen Fälscher bände werden sich auch sehr viele Läufer von Brotkarten die festgestellt werden konnten, vor dem Strafrichter zu verantworten haben.

Trotzki in Deutschland. Leo Trotzki alias Braun­stein, der russische Revolutions - Phantast, hat in den Jahren 19071908, wie dieLeipz. N. N." mitteiten, sich dort Studiums halber ausgehalten. Er trat dort sehr elegant auf, verfügte über reiche Mittel und zeigte großes Interesse für alle sozialen Angelegenhetten. Von Leipzig ging er nach der Schweiz und Frankreich. 1914 bei Kriegsbeginn wurde er dort verhaftet, entfloh nach Amerika und kehrte 1917 nach Petersburg zurück. Er ist noch jung, wenig über 40 Jahre alt und als Sohn eines Gutsbesitzers in der Ukraine geboren. Er genoß in Odessa den Schulunterricht, zeigte sich schon als Knabe sehr elegant, aber auch auffallend. Mit 20 Jahren verheiratete er sich, wurde gleich nachher als Revolutionär nach Sibirien verbannt, von wo er entkam. In der Revolution von 1905:1906 spreite er eine Hauptrolle, wurde abermals verbannt und blieb dann im Auslande zehn Jahre seinem Vaterlande fern. Das charakteristische selbstgefällige Wesen, das in seinen Reden von Brest- Litowsk genugsam hervorgetreten ist, spielte schon im Wesen des Jünglings eine große Rolle und erklärt wohl vieles, worüber man heute sich gewundert und abfällige Kritiken gemacht hat. Eine außerordentliche Natur, wozu ihn seine Freunde machen wollten, ist er nicht, auch kein Staatsmann. Wenigstens fehtt bisher der Beweis dafür. Mit 40 Jahren kann man sich frei­lich noch ändern. Aber zum Wohle Rußlands würde es Zeit.

Kriegsdichtung.

Vermißt!"

Eine Mutter starrt in verdämmernden Tag, Im Blick eine stumme verzweifelte Klag Eine Feldpost kam wie sie schlimmer kaum ist, Und brächte die Kunde:der Sohn ,vermißt'! " Der einzige Sohn! . . ., Ist er tot. .. ? Oder k b Er im Feindeslands? Jählings entschwebt Die Fahne der Hoffnung, kaum ausgehißt Bei dem unbarmherzigen WorteVermißt" !

Wenn einst das Bübchen sich weh getan, Zur Atutter kam es gelaufen dann Die wußte Trost ja zu jeder Frist, Heut hat keinen Trost sie beim WorteVermißt"! Vielleicht," sagt sie leise,grub man ihn ein, Vielleicht liegt er fiebernd, verwundet allein.....? Im Leben und Tod sie ihm ferne ist- Die linde Mutlechand er vermisst.

Eine Mutter starrt in verdämmernden Tag Und spricht: Nicht allein solche Last idi trag, Viel andere Mütter noch wissen, wkö ist, Wenn die Botschaft fommt: nach dem Kampfe vermißt.' Und wenn auf dein Schlachtfeld den Tob er fand. So fiel er stolz für sein Vaterland, Wehe beut Deutscher, der jemals vergißt Was Mütter erdulden beim Worte:Vermißt"!

Kirchlicher Anzeiger für Kchlttchiern.

Evangelische Gemeinde -

Samstag, den 16. Februar 19l8 Nachm I Uhr: Beichte. Herr Superintendent Orlh.

Sonntag, den 17. Februar 1918.

Vorm. 10 Uhr: Hl. Abendmahl. Herr Pfr. Rollmann. Kachm. i »2 Uhr: Kriegsbetsiunde. Herr Superint-Orlh. Wochendienst Herr Pfarrer Rollmann.