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mit Amtlichem Kreisblatt". Wocheubeilage: Illustriertes Sonntagsblatt.

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Erscheint Mittwoch und Samstag. preis mitAreisblatt" vierteljährlich 1,80 Mk. Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Raum 15 pfg

M 8. Samstag, den 26. Januar 1918, 69. Jahrgang.

Kaiftr-GMrts 4- tags-Spende

für deutsche SeldutentzeLine an dev Fvent.

Wir halten durch bis zum guten Ende!" Diese eiserne Pflicht beherrscht unsere Männer an der Front. Im vierten Kriegswinter stehen sie draußen als die lebendige Mauer, die uns schirmt. Auch die Heimat hält durch. Sie hält durch mit ihrer Liebe und mit ihren Opfern.

Die Front und die Heimat begegnen sich in den deutschen Soldatenheimen und in den deutschen Marineheimen. Sei es nun in der grauen Erde Flanderns oder auf der Vogesenwacht, sei es in den Sümpfen Polens oder auf den Bergen Mazedoniens, sei es an der nordischen Wasserkante oder im heißen Wüstensand Mesopotamiens, allüberall wo deutsche Männer stehen, setzt sich die Heimat durch die Soldatenheime und die Marineheime fest.

Die Heimat hat mit ihren Gaben geholfen, viele Truppenteile mit Soldatenheimen und Marineheimen zu versehen. Die Heimat hat zahlreiche Schwestern ausgestattet, welche diesen schönen Dienst versehen. Unsere Opferwilligkeit darf nicht erlahmen. Wir wollen durchhalten, unseren Feldgrauen und Marineblauen den Beweis zu erbringen, daß wir ihnen helfen, die Mühsal des Winterkrieges zu ertragen. Helft uns, allen den Truppenkörpern, die noch keine Helme haben, Soldaten-

und Marineheime zu bauen!

rud v. Hindenburg, Frau v. Bülow, geb. von Sperling. geb. von Kracht.

Der Ehren Ausschuß:

Leonir v. Mackensen, Margareth Lndendorf.. Freifrau v. Wangenheim. Margarete Michaelis, geb. von der Osten. f ,

Vorstehenden Aufruf bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis.

Wir wissen wohl, daß eine oftmalige Wiederholung von Sammlungen für die verschiedensten Zwecke, namentlich im Hinblick auf die lange Kriegsdauer, die Gebefreudigkeit nicht erhöht, aber bei der von höchster militärischer Stelle anerkannten Wichtigkeit der Soldatenheimarbeit an der Front dürfen wir auch diesmal nicht Hurückstehen. Die seitherigen verfügbaren Mittel sind aufgebraucht und es gilt jetzt, nicht nur die bisher geschaffenen Heime für unsere braven Frontkämpfer zu erhalten, sondern auch dem dringenden Wunsch nach weiteren Heimen zu erfüllen.

Der Zeitpunkt der Sammlung, der 26. und 27. Januar, bietet anläßlich des Kaisers Geburtstag Gelegenheit, für die Soldatenheime erfolgreich zu wirken. Wir bitten daher, die Spenden für den obigen Zweck auch diesmal im Kreise Schlüchtern recht reichlich fließen zu lagert. Jede Gabe ist willkommen. Jeden Einzelnen, namentlich die Herrn Pfarrer, Lehrer, Beamten und unsere Vorstandsmitglieder bitten wir, sich der Sammlung ganz besonders annehmen zu wollen.

An die Herrn Schulleiter, Hauptlehrer und Einzellehrer richten wir die Bitte, in ihrem Öde, eine Haussammlung durch Schüler zu veranstalten und die eingehenden Gelder an unseren stellvertretenden Schatzmeister, Herrn LandeSrentmeister Schunk, hier, ablicfern zu lassen

Plakate und Sammellisten werden in Kürze übersandt werden. Ueber die eingegangenen Gaben wird öffentlich quittiert werden.

Schlüchtern, den 18. Januar 1918.

Die beide» Vereine vom Roten Kreuz:

Frau v. Trott.

Landrat v: Trott zu Solz.

Zum 27. Januar 1918.

Heil, Glück und S.gen dir, geliebter Kaiser Zum neuen Lebensjahr, das heut' beginnt, Ich schnitt im Garten junge Tannenreiser Und schmückt' dein liebes Bild mit dem Gewind.

Und heißer noch als in vergang'nen Jahren Steigt heut' für dich zum Himmel mein Gebet, Daß er dich gnädig mög vor Leid bewahren Und dir bescheren, was dein Herz erfleht.

War du ersehnst, ist deines Volkes Frieden, DennFriedensfürst" hat man dich einst genannt, Doch wie es oft beii Besten geht hienieden, Auch du, mein teurer Kaiser, wirst verkannt Verkannt von Feinden, die dich rings umgeben, Mißgunst und Neid entfachten ihren Groll, Verkannt zu werden in dem besten Streben, Bringt Herzenswunden schwer und unheilvoll.

Doch endlich wird das Gute triumphieren, Gott wird des deutschen Rechtes Hüter sein, Er wird dich gnädig aus dem Kampfe führen, Und deinem treuen Herr den Sieg verleihn!

Elisabeth Miethe.

Kaisers Geburtstag.

Das vierte Kriegsjahr sah unseren Kaiser oft da, >o er als Soldat am liebsten weilt, mitten unter den 'eldgrauen. Bald war er im Osten, bald im Westen, ald in der italienischen Front, überall dankend und nfeuernd. Weite Reisen unternahm unser Herrscher zu em Zwecke, die Bande zwischen den aus Tod und Leben erbundenen Mittelmächten noch enger zu knüpfen. Der Bosporus sah Deutschlands Kaiser, und der Orient ekam durch ihn einen neue» Begriff von deutscher stacht. Unermüdlich war Kaiser Wilhelm im Dienste eines Volkes zu einer Zeit, die die schwerste genannt werden muß, die Deutschland je erlebte. Der FriedenS- ässer stand im Dienste des Krieges, restlos wie er estlos im Dienste des Friedens stand, da es ihm ver- >^nt war, der inneren Stimme seines Herzens zu °lgen. Friedensbereit aber auch als Kriegskaiser, wie ^ Friedensangebote bezeugen, die er als Sieger den "megten machte, und die so schnöde von den Ver­sendeten zurückgewiesen wurden.

Eine Arbeitslast liegt auf unserm Herrscher, wie «ohl selten je auf einem Volksführer. Seine Zeit gilt Heere, das da draußen ficht, und dem Heer, das "Zinnen arbeitet und darbt. Er ficht mit ihnen und n ltd und darbt mit ihnen. Die Jahre des schweren & ^ haben des Kraisers Haar grau gemacht und 'orgenrunen in sein Antlitz gegraben, aber hell' und ^Zuversichtlich blitzt des Herrschers Auge. Er weiß, er zu leisten vermag an der Spitze eines Volkes,

wie des deutschen, umgeben von solchen Männern wie Hindenburg und Ludendorff, gestützt auf ein festes Gottvertrauen und das reinste Gewissen. Wo sind die Herrscher unserer Feinde? Die Sorge der großen Zeit hat sie weggeblasen aus der Werkstatt der Weltge­schichte allein unser Kaiser ist es, auf den die Welt als einen Herrscher blickt, dessen Wille auch der Wille seines Volkes ist, dessen Kraft sich seinem Volke mit- teilt, der nicht nur ein Faktor mit ist bei der Erringung des Sieges, sondern der Hauptfaktor. Die Germanen sind es gewohnt, daß ihre Fürsten die Last des Krieges mit ihnen teilen und sich dort hinstellen, wo am schärf­sten um den Sieg gerungen wird. Unser Kaiser war immer dort, wo er sein Volk, seine Soldaten im schwersten Kampf wußte. Ein Soldatenkatser mit dem Herzen des Friedens, ein Mann des Schwertes mit Gottes furcht im Herzen und dem höchsten VerantwortlichkeitS- gefühl vor Gott, seinen, Volk und sich selber. Das macht den Deutschen davon überzeugt, daß er unter der Führung solch edlen Fürsten nur für das Recht und das Rechte fechten kann, denn er weiß sein Kaiser hätte das Schwert in der Scheide gelassen wußte er nicht, daß damals das Schwert in der Scheide mehr Tod und Verderben für sein Volk bedeutet hätte, als jetzt die furchtbaren Schlachtfelder uns bringen.

Da Kaiser Wilhelm den Tag zum vierten Mal unter Kriegsnot begeht, da er das Licht der Welt erblickte, schart sich das ganze deutsche Volk zum neu alten Gelöbnis um ihn:Mit Gott für Kaiser und Reich." Unsere Feinde behaupten, sie wollten Frieden mit uns machen, wenn wir uns von denen abwenden, die uns groß »lachten - von den Hohenzollern. Kann der Feind dem Feinde etwas nehmen, so nimmt er ihm daS beste; das, was er am heftigsten fürchtet, das, von dem eS weiß, es ist ihm das gefährlichste, macht den Gegner groß, stolz und widerstandsfähig. Da sich der Feinde Groll am heftigsten

gegen unsern Herrscher wandte, wußten wir, was sie als unsern wertvollsten Besitz ansehen: Unsere fest gefügte Monarchie, unsere herrlichen Hohenzollernfürsten, die immer nichts weiter sein wollten, als die ersten Diener deS Staates. Unser Kaiser mehr als einer seiner Vorfahren. So geben die Feinde selbst zu erkennen, daß unsere Herrscher uoser wertvollstes Gut sind, daß sie eins mit »»5 sich im Dienste der Allgemeinheit gar herrlich be­währten vor allen Fürsten der Erde. Herrscher find sie eines wahrhaft freien Volkes, und so soll es bleiben. Das walte Gott, und dafür Gut und Blut einzusetzen, ist der freie Deutsche bereit, wie es seine Vorfahren waren. Herrentreue gegen Mannentreue nur so kann ein Volk groß werden, wie es das deutsche war. Wenn wir dereinst unserm Kaiser zujubeln:Heil dir im Siegerkranz" er darf den Kranz mit Recht tragen, denn er hat ihn sich verdient in treuester Aufopferung für sein Volk, da es in herbster Not war.Durch Kampf zum Sieg" gegen alle Feinde Deutschlands!

Gegen alle! __________________

Deutsches Reich.

Der Kaiser nnd das Hochlvasserungtück.

Der Kaiser hat an den Qberpräsidenten der Rhein- provinzen, Freiherrn von Rheinbaben in Coblenz fol­gendes Telegramm gerichtet:Das schwere Unglück, das die Hochwasser der Nahe über zahlreiche Familien in Kreuznach, Kirn unb anderen Gemeinden gebracht hat, erfüllt Mich mit wärmster und herzlichster Anteilnahme. Ich habe veranlaßt, daß ihnen zur Linderung der ersten Not fünfzigtausend Mark schleunigst überwiesen werden. Im übrigen sehe Ich Ihrem eingehenden Bericht baldigst entgegen. Sagen Sie den Betroffenen, wie Herzuck Ick ihrer gedenke, zumal der Kriegersamilien, die die schweren Tage ohne männlichen Schutz haben durchmachen mühen.

Die Poteusrage vorm Abgeordnetenhaus

Die Monlaasitzung des preußischen Abgeordneten­hauses war der Polenfrage gewidmet. Einlectenc machte der Pole Dr. von TrampczpnSki einen Vorstoß, bei dagegen zu protestieren zu müssen glaubte, dap auch der diesjährige Etat wieder Mittel anforderte zum Schutze des Deutschtums, die in Wahrheit der Bekäm­pfung des PolentumS dienten. Die Polen nünden aus dem Standpunkt, daß dieser Krieg nicht mit einem Machlfrieden enden dürfe, dem nun ein allgemeines Wettrüsten folgen würde. Die Polen wollten jedem Volke, vor allem natürlich den Polen selbst, volles SelbstbrstimmungSrecht gewahrt wissen. Dann besprach der Redner eingehend die national politischen Verhält nisse in Oesterreich, wo die Muttersprache immerhin den Kindern noch mehr gewahrt werde als in Preußen.

Die Ausführungen riefen den Minister des Innern Dr. Drews auf den Plan, der darauf hinwies, daß der Pole die in Brest-Litowsk aufgestellten Grundsätze vom Selbstbestimmungsrecht der Völker doch falsch aunape-