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Mt Deutschlands Rüstungen, zu denen es durch seine geographische Lage gezwungen sei, trügen die Schuld ant' Kriege, sondern Englands und der übrigen Feinde Mersuckt und Neid und Mißgunst auf die Erfolge, die deutschem Fleiße und überlegener Bildung beschieden waren. Nichts an Deutichland liege es, daß noch kein Friede gekommen sei; Deutschland hat seine Berett- ivilligkeit, Friede zu schließen, wiederholt ehrlich und rückhaltslos ausgesprochen. Das russische Angebot rickte sich a :ch nicht allein an Deutschland, sondern an alle Kriegführenden; es sei auch nicht gewiß, ob hinter dem russischen Angebot eine Regierung stehe, die den morgigen Tag überdauere. Jedes Friedensangebot Deutschlands sei von seinen Feinden mit Hohn und Spott ausgenommen, rD Zeichen der beginnenden Ermüdung gedeutet und Anlaß zu weiteren Kriegserklärungen geworden. Gewiß Aäbe es keinen Deutschen, der nicht b aldmöglichen Frieden wünsche, auch nnter den sogenanntenherrschenden Klassen" nicht, deren Sühne und Angehörige Schulter M Schulter mit den Volksgenossen kämpfen uud sterben. Der Friede, den man wünschen müsse, und den die Gegner freiwillig nicht zugestehen werden, müsse Deutsch­land vor der Wiederholung so unsäglichen Leidens sichern, er müsse ihm ermöglichen, in Ehren weiterzu- bestehen, ohne durch die Kriegskosten und die Unmöglich­keit wirtschaftlicher Betätigung erdrosselt zu werden. Vergeblich wiederholte der sozialdemokratische Agitator in immer neuen Redefluten die gleichen Gedanken. Eine Resolution, die zum Schluße von sozialdemokratischer Seite vorgeschlagen wurde, fand trotz des anwesenden Aufgebotes von Gesinnungsgenoffen eine derartig schwache Mehrheit, daß die Abstimmung einer Niederlage gleichkam. Es ist zu bedauren, daß zu einer Zeit, wo es nach Pflicht und Gewissen eines jeden Deutschen angelegen sein muß, den Stegeswillen und die Siegeszuversicht im ganzen Volke zu erhalten und zu stärken, solche Ausführungen wie die des Abgeordneten Hoch öffentlich gemacht werden dürfen. Möchten sich immer und überall treue deutsche Männer finden, die sich nicht scheuen, solcher Flau­macherei, wo sie sich hervorwagt, energisch entgegenzu treten. Der gute Erfolg wird wie hier nicht ausbleiben.

* Cassel. Die Kriminalpolizei in Cassel hat heute einen 17 jährigen Obertertianer dingfest gemacht, der in einer der letzten Nächte den gemeldeten großen Diebstahl wertvoller Kunstgegenstände aus Schloß Wilhelmshöhe verübt hat. Der größere Teil der gestohlenen Gegen­stände ist wieder herbeigeschafft worden.

* Cassel. 10400 Beamte und Lehrer des Bezirks Laffelhabensich zu einer Vereinigung zusammengeschlossen. Die neue Veretniguug wird sich so schreibt man, bet Interessengemeinschaft deutscher Beamtenverbände in Berlin, die Hente bereits über 600 000 Mitglieder zählt, anschließen.

* Wiesbaden. Die Bluttat stellt sich den neueren

Vor einigen Monaten leistete in Quedlinburg eine Frau einem fremden Herrn, der auf der Straße ohnmächtig zusammengebrochen war, die erste Hilfe und sorgte für dessen Aufnahme ins Krankenhaus. Jetzt erbte die Frau von dem nunmehr Verstorbenen 75000 Mk. und eine Villa.

Trautenau. Der Pfarrer eines im Riesengebirge gelegenen Dorfes machte hier die Bekannntschaft eines Berufsgenossen der die Uniform eines Feldgeistlichen trug, und ihm erzählte, er sei infolge der Krirgsan- strengung kränklich und süchte einen Erholungsort. Der Pfarrer lud ihn zu sich ein und übertrug ihm die die Seelsorgefunktion im Dorfe. Der Stellvertreter taufte dann auch, traute sind las die Messe, nur zeigte er bei allen geistlichen Handlungen viel Unkenntnis des Rituales, was er damit entschuldigte daß er erst kürz­lich vom griechisch-orthdoxen zum römisch-katholischen Glauben übergetreten sei. Kurz vor der Heimkunft des Pfarrers verschwand er, mit ihm die goldene Uhr des Pfarrers und andere Wertgegenstände. Später stellte sich dann heraus, daß der Schwindler ein vom Gericht verfolgter Schustergeselle war. Der Trauungen usw. müssen nun wiederholt werden.

Ermittlungen der Polizei zufolge als ein kaltblütig überlegter Mordanschlag des Karpczak dar. Karpczak Hat Kompagniekameraden gegenüber kurz vor der Mordtat erklärt, daß er einegroße Sache" gegen eine Bäcker- trau plane, bei der 1000 Mark zu holen seien. Wenn niM die Frau sich wehre, schlüge er ihr eins auf den Kopf.

Man hielt die Reden des Karpczak für Aufschneidereien und legte ihm deshalb keine Bedeutung bei. Einige Tage später wußte man, daß es dem Burschen Ernst mit seinen Worten gewesen war. Für die Ergreifung des Mörders Michael Korpczak, der flüchtig ist, hat der Regierungspräsident bis zu 1000 Mark Belohnung

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ausgesetzt.

Vermischtes.

Die bayrischen Bezirksämter laffen nunmehr I beiHändlern und Erzeugern Haussuchungen nach Zwiebeln ornehmen und die vorgefundenen Vorräte für die Landes- I stelle für Gemüse und Obst beschlagnahmen. Die erste Beschlagnahme fand schon mit dem Erfolg, daß in einer Gemeinde 134 Zentner Zwiebel aufgefunden und ent­eignet wurden. Für enteignete Zwiebeln werden in der 10 pCt. unter dem Höchstpreis bezahlt.

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LandaufentHatt der Kinder.

Von zuständiger Stelle wird uns aus Hagen (West­falen) mitgeteilt:

Die Lebensmittelknappheit des vorigen Winters erforderte es, in diesem Jahre recht viele Kinder, namentlich von Vätern, die gefallen waren oder noch im Felde standen, für längere Zeit in geeigneten länd­lichen Familien unterzubringen.

Auf Veranlassung der stätischen Schuldeputation ist es unter Mithilfe der Herren Ortsgeistlichen und Lehrer möglich gewesen, während der Sommermonate über 2600 Kinder in Hessen-Naussau, Oberheffen, Lippe- Detmold, Westpreußen und Schlesien unterzubringen.

Es hat sich gezeigt, daß gerade Kriegerkinder be­sonders freundliche Aufnahme gefunden haben, die Kinder wurden in Familien untergebracht, die einen guten, er­ziehlichen Einfluß auszuüben vermochten, sie gewannen Freude am Landleben und halfen ihren Pflegeeltern bki der Ernte tatkräftig mit. Wohlbehalten sind die Kinder hier wieder angelangt. Der ständige Aufenthalt in der frischen Lust, der Luftwechsel und die reichlichere Kost haben vorteilhaft auf die Kinder eingewirkt; sie haben sich von den Entbehrungen des vorigen Winters gut erholt. Bei den meisten hat eine Gewichtszunahme von 1020 Pfund festgestellt werden können. Einige Schüler haben dauernde Aufnahme auf dem Lande gefunden. Es gilt nun, tm nächsten Jahre das begonnene Werk weiter auszubauen und noch mehr Herzen für die gute Sache zu gewinnen, damit im nächsten Sommer eine noch größere Zahl bedürftiger Kinder die Vorteile eines längeren Landaufenthaltes genießen kann. Es gilt, die Jugend gesund, stark und leistungsfähig zu erhalten. In Versammlungen und bet Familienabenden muß geworben und aufklärend gewirkt werden, jeder einzelne muß helfen.

Das ist ein nicht zu unterschätzender Hilfsdienst fürs Vaterland, ein Dienst, der die Väter da draußen tm Schützengraben aufrichtet und ihnen die Sorge um das Wohl ihrer Famtlie zumteilabnimmt und tragen hilft. Die freundliche Aufnahme und liebevolle Verpflegung unserer Kinder seitens der Pflegeeltern ist uns ein Be­weis, daß unsere Landbevölkerung noch ein fühlendes Herz für die Not der Stadtbevölkerung hat. Die Gegen­sätze, die sich in den letzten Jahren zwischen Stadt und Land gebildet hatten, können durch den Landaufenthalt unserer Kinder nur gemildert werden.

So ist denn das durch die Kriegsnot angeregte Werk zur glücklichen Durchführung und zu einem guten Ab­schluß gebracht worden. Der Landaufenthalt wird unsern Kindern eine schöne Erinnerung fürs spätere Leben bleiben.

Allen aber, die zum Zustandekommen und Gelingen des Werkes beigetragen haben, sei an dieser Stelle seitens der Stadt Hagen (Wests.) nochmals recht herz­lich gedankt.

Bekanntmachung.

Auf die in der Zeit vom 8. bis 20. Dezember d. Js. statt» r-jj findende Nacheichung der Matze und Gewichte wird hier- «L ^ nochmals auSdrückuch hingewiesen.

* , Das Eichungslokal befindet sich in der Turnhalle, Graben-

firaße Nr. 4.

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,e r« . Nach Mitteilung des Königlichen Eichamtes in Fulda sind <94iH He ersten Tagen für die Landgemeinden vorgesehen, während die sM - -

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Aacheichung für die Eichpflichtigen der Stadt Schlüchtern am Montag. den 10. Dezember d. Js. beginnt.

Schlüchtern, den 29. November 1917.

Der Bürgermeister: J. V.: Gutermuth

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Gemeinverständliche Belehrung über die Ruhr.

Die Ruhr beginnt mit heftigen Leibschmerzen und Durchfällen, die bald ein schleimiges Aussehen annehmen. Meist ist dem Schleim auch Blut beigemengt. Bisweilen beginnt die Krankheit mit Erbrechen und Uebelkeit. Fieber ist oft vorhanden, kann aber auch vollständig fehlen. Es empfiehlt sich, beim Auftreten verdächtiger Krankheitserscheinungen sofort einen Arzt zu Rate zu ziehen.

Die Ruhr ist eine ausgesprochene Schmutzkrankheit. Ihre Uebertragung kommtmusschließlich dadurch zustande, daß Teile vom Stuhlgang eines Ruhrkranken in den Mund eines Gesunden gelangen. Der Erreger der Ruhr, ein BazilluS, wird nämlich. von den Kranken lediglich mit dem Stuhlgang ausgeschieden. Diedünn- flüsstgen Darmentlerrungen beschmntzen auch bei an sich sauberen Menschen sehr leicht die Hände, zumal Papier häufig für Flüssigkeiten und Bakterien durchlässig ist. Durch unsaubere Hände werden dann die Ruhrkeime auf Gegenstände (Griff am Wasserzug des Closetts, Türklinken, Treppengeländer und Gebrauchsgegenstände), ferner auf Nahrungsmittel oder unmittelbar auf Ge­sunde übertragen.

Der wirksamste Schutz gegen die Ruhr ist daher Sauberkeit der Hände. Dringend zu empfehlen ist des­halb der Gebrauch von guten Closettpapier. Außerdem aber beherzige jeder:

Nach der Notdurft, vor dem Essen Händewaschen nicht vergessen!"

Besonders muß auch beim Herrichten von Speisen, (Anrichten ungekocht zu genießender Gerichte, Streichen des Butterbrots!) auf Sauberkeit der Hände geachtet werden:

Willst andere du mit Speise laben, So mußt du saubere Hände haben!" sollte sich jede Hausfrau, jede Köchin zum Wahlspruch wählen.

Auch können Fliegen die Ruhr verbreiten, wenn sie Gelegenheit haben, sich auf Entleerungen von Ruhr­kranken und danach auf Nahrungsmittel zu setzen Daher sind zur Verrichtung der Notdurft gut gebaute Aborte zu benutzen; im Freien entleerter Stuhlgang ist sorgfältig mit Erde zu bedecken. Anderseits sind Nahrungs­mittel und noch zum Genuß bestimmte Speisereste sorg­fältig -vor Fliegen zu schützen. Ueberhaupr ist der Fliegenplage nach Möglichkeit Einhalt zu tun.

Unreifes Obst und verdorbene Nahrungsmittel ver­ursachen an sich keine Ruhr. Sie können jedoch durch Erzeugung von Magen-Darmkatarrhen das Haften etwa in den Darmkanal hinein gelangter Ruhrbazillen und damit das Entstehen der Ruhr begünstigen. Deshalb vermeide man beides, wenn Ruhr herrscht, ganz besonders.

Die beste Pflege findet ein Ruhrkranker in einem Krankenhaus. Durch schleunige Absonderung der Kranken und Infizierten im Krankenhaus werden auch ihre Familienangehörigen und Arbeitsgenoffen in wirksamster Weise gegen die Uebertragung der Ruhr geschützt. Werden die geschilderten Vorsichtsmaßregeln beobachtet, so erlischt eine Ruhrepidemie in der Regel schnell.

Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.

Evangelische Gemeinde:

Sonntag, den 2. Dezember 1917.

Vormittags 10 Uhr: Herr Superintendent Orth.

Abends % 8 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann. Wochendienst: Herr Superintendent Orth. Niederzell. Vormittags 10 Uhr: Herr Pfr. Rollmann. (Hl. Abendmahl.)

Mittwoch, den 5. Dezember 1917.

Abends */» 8 Uhr: Herr FelddivifionSpfarrer Günther.

Evangelisch Kirchlicher Blaukreuz-Verein.

Versammlung nachmittags 5 Uhr in der Kleinkinderschule.

Katholische Gemeinde.

Sonntag, den 2. Dezember 1917.

Vormittags 10 Uhr : Hochamt mit Predigt. Herr Kaplan Ramb.

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Wir-brauchen TUetalH feist uns sammeln

J^äanntmadfung.

Ich mache die Schweinehalter darauf aufmerksam, daß am 30. November der Termin ab läuft, bis zu welchem für Schweine jeden Gewichts der Preis von 79 Pfg. je Pfund Lebendgewicht gezahlt werden darf. Vom 1. Dezember ab beträgt der Höchst­preis für Schweine im Lebendgewicht von 141 Pfund bis 170 Pfund 74 Pfg. und über 170 Pfun' 79 Pfg.

Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, daß vom 26. d. Mts. ab Lurch die Schlachtviehkommission alle zur Zucht und Hausschlachtung d^r Besitzer nicht erforderlichen schlachtbaren Schweine nusg^nommen und zwecks Lieferung in Kürze abgefordert werden. W.r sich die bis 30. November geltenden höheren Preise sichern will, tut gut, die abgabefähigen und diejenigen Schweine für die erlaubtes Futter nicht in genügender Menge vorhanden ist und die Schweiue aus ein höheres Gewicht zu bringen, noch vor diesem Termin einem Mitglied des Viehhandelsverbandes zwecks Ablieferung an die Heeresverwaltung zum Kauf anzubieten. Auf die bezügliche Bekanntmachung im nächsten Kreisblatt wird noch besonders hingewiesen

Schlüchtern, den 23. November 1917.

Der Vorsitzende des Krets-Musschusses: von Trott zu Solz

Wird hiermit veröffentlicht.

Schlüchtern, den 28 November 1917.

Der Bürgermeister: I. V.: Gutermuth.

Die Bahnmeisterei Salmünster stellt Frauen als Strecken- arbeiterinnen ein. Taglohn be­trägt 2,80 Mk. und 28 Mk. monatlche Teuerungszulage.

Am 1 Dezember 1917 ist eine Nachtragsbekanntmachung Nr. W I. 1680/10. 17. K. R. A. zu der Bekanntmachung Nr. W. 1. 761/12. 15. K R. A. vom 31. Dezember 1915, be­treffend Veräußerungs-, Ver- arbcitungs und Bewegungsver­bot für Web-, Trikot-, Wirk- und Strickgarne, erlassen worden.

Der Wortlaut der Bekannt- machung ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.

Stellt». Generalkommando

18. Armeekorps.

Vrennhstz und Setzanzen

kauft

Bdm. Steck,

Solingen.

Wildscheinc,

sind zu haben in der Buchdruckerei

C. Jfohmeister.

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