faßt machen müsse. Die ebenso gesinnte New"Aork Times fällt ein sehr treffendes Urteil. Das Blatt ge steht off- ein daß, die Alliierten von Deutschland lernen könnten. Dieses käme seinen Verbündeten zu Hilfe, wenn sie es verlangten. Die Alliierten aber hätten nur freundliche Worte und Wünsche für ihre Glieder, die in Not gerieten. Das habe sich an Rußland gezeigt und jetzt erlebe man es wieder an Italien.
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Lokales und Provinzielles.
Schlüchter«, 20. November 1917.
—* Kircheusammlung am Bußtag! Die Kirchen- sammlung am Bußtag ist wie alljährlich für den Landesverein für Innere Mission bestimmt. Dieser Verein will die Kräfte des Evangeliums in den Dienst der Heilung der Volksschäden und der Erneuerung des Volkslebens stellen. Darum bittet er gerade am Bußtag um die Mithilfe der Gemeinden. Das Königliche Konsistorium legt ihnen mit folgendem Ausschreiben der Arbeit des Landesvereins ans Herz: „Die Werke der Inneren Miffion find die Liebeswerke der Kirche. Es ist erfreulich und bewegt zum Dank gegen Gott, zu sehen, wie auch mitten in der Not des Weltkrieges in unseren Gemeinden die Herzen und Hände offen geblieben sind für die Werke des Friedens, für alle Arbeiten der dienenden und rettenden Liebe, welche seit Jahrzehnten sich wie ein unsichtbares, aber in der Stille wirksames Netz der Barmherzigkeit über unsere Stadt- und Landgemeinden ausgebreitet haben. Wir danken es nächst Gott unseren unvergleichlichen Krieger», daß wir die Armen und Elenden, die Lahmen und Siechen, die Blinden und Krüppel, die Unmündigen und die Gefährdeten bis heute sammeln, pflegen und erziehen durften. Unsere Schwestern in Stadt und Land, in der Armen- und Krankenpflege, in Kinderschule und Kinderhort, unsere Erzieher in den Rettungs- und Erziehungsanstalten bezeugen es aus ihrer Arbeit heraus, und wir beobachten es in der Gesamtlage unseres Volkes, daß dieser Dienst der Liebe nicht vermindert werden darf. Vielmehr müssen alle Kräfte angespannt werden, daß wir der im Krieg und nach dem Krieg wachsend.n Notstände Herr werden. Wir bitten die Gemeinden, auch am diesjährigen Bußtage mit einem willig und freudig dargebrachtcn Dankopfer zu helfen, daß zur Ehre Gottes und zur Tröstung des Elends die Werke der barmherzigen Liebe gefördert worden." Gleichzeitig ergreift das Königliche Konsistorium die Gelegenheit, um den Gemeinden für die vorjährige Kirchensammlung in Höhe von 8819,01 Mark herzlich Dank zu sagen.
—* Herrn Kreisarzt, Medizinalrat Dr. Sauer hier wurde das Verdienstkreuz für Kriegshilfe verliehen.
—* Das Gastspiel der türkischen Fakirkünstler Ben Abdul und Selima in der Turnhalle war das Tages« gespräch am vergangenen Sonntag. Hatte die Nachmittagsvorstellung schon einen recht zahlreichen Besuch aufzuweisen, so war der Saal bei Beginn der Abendvorstellung so überfüllt, daß sich derselbe als zu klein erwies. Alle die verblüffenden Vorführungen hier auf- zuführen, würde zuviel Platz in Anspruch nehmen, sie erregten aber großes Staunen und durch die mit Humor gewürzten Erläuterungen große Heiterkeit. Besonders hervorzuheben ist der Barfußlauf von Ben Abdul auf scharf geschliffenen Degen und der Feuerakt von Selima. Wahre Lachsalven erzielte Selima mit einem Besucher der Vorstellung bei der Vorführung des geh. Kabinetts. Die Besucher kamen alle auf ihre Rechnung und in dem Bewußtsein einige recht unterhaltende Stunden genossen zu haben trennte man sich mit dem Wunsche „Auf baldiges Wiedersehen."
—* Der Gepäckverkehr hat zurzeit einen derartigen Umfang angenommen, daß er vielfach zu ernstlichen betrieblichen Schwierigkeiten geführt hat. Insbesondere ist das Gewicht der einzelnen Stücke häufig so groß, daß es von den zurzeit für den Gepäckdienst zur Verfügung stehenden Hilfskräften, namentlich den weiblichen Kräften, nicht bewältigt werden kann. Um eine Ein-
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In eiserner Zeit.
Kriegsroman von Charlotte Wildert. 29
„Ich muß sie wiederhaben um jeden Preis, koste es, was es wolle, diese letzte Schuld will ich gutmachen. Graf Äordis soll nicht umsonst an mich geschrieben haben."
Auf den Fußspitzen eilte sie die Treppe hinunter, langsam näherte sie sich der Tür des Zimmers, in dem Henry schlief. Mit anhaltendem Atem stand sie da und lauschte. Ganz deutlich konnte mau aus dem Innern des Zimmers die schnarchenden Atemzüge deS Trunke- ven vernehmen. Alle ihre Energie zusammennehmend, drückte sie auf die Türklinke und trat rasch, aber geräuschlos in'k Zimmer. In dem weiten, hohen Raum war es fast dunkel, die Vorhänge waren herabgelassen, tiefe, it e Stille herrschte, nur die gleichmäßigen Atemzüge bt auf dem Diwan auSgestreckt liegenden Henry Slartell waren hörbar. Vorsichtig schlich Liane näher und beugte sich über den fest Schlafenden. Der Rock war aufgenröpft und hing lose zu beiden Seiten herab.
Ganz langsam griff ihre Hand in die innere Rocktasche, sie tastete mit größter Vorsicht weiter, jetzt — fühlte sie in ihrer Hand sie Papierrolle — das war der Festungsplan. Fest umspannen ihre Finger die Rolle, langsam «eht sie die Hand zurück, die glühenden Wugen unverwandt in das Gesicht des Schlafenden ge- richtet. Jeder Nerv in ihr zuckt vor furchtbarer Erregung. Jetzt — es ist gelungen, ihre Hand hält den Plan, nun ist er ihr — ihr, eS zuckt in ihren Händen, bis sie ihn wieder dem gebracht, dem er gehört als Eigentum der Gesandtschaft. Henry Slartell schläft weiter, ein tiefer an Ohnmacht grenzender Zustand hält feine trunkenen Ginne umfangen. Langsam, wie sie gekommen schleicht sie hinaus, schließt die Tür dou außen zu und läßt ben Schlüssel stecken. Ausatmeud bleibt sie stehen. „Das war geglückt." Wie der ®inb eilige die Treppe hinaus in ihr Boudoir, feste Entschlossenheit
schränkung dieses Verkehrs herbeizuführen, wird daher mit Gültigkeit vom 15. November d. Js. an bei ab» zufectigenden Gepäck das Gewicht für das einzelne Ge« päckstück auf 50 kg. beschränkt. Dieser Beschränkung unterliegen nicht: a) Fahr — und Rollstühle, die Kranke oder Gelähmte mit sich führen, b) Kuriergepäck, c) Gepäck der Offiziere, d) Musterkoffer der Geschäfts- reisenden, soweit die Musterkoffer in Personenzügen be- fördert werden sollen und der Reisende eine Bescheinigung der Handelskammer über die Notwendigkeit der Mit- führung als Gepäck vorweist, e) Musikinstrumente in Kästen, Futteralen oder anderen Umschließungen, sofern sie unzweifelhaft zum persönlichen Gebrauche des Ausgebers dienen, f) Geräte von Artisten und Schaustellern.
—* Paketaufschrift. Die wiederholt in Zeitungen und durch Schalteraushang an die Paketab^ender gerichtete Aufforderung, in die Pakete obenauf ein Doppel der Aufschrift zu legen, hat bisher nur geringen Erfolg gehabt. ' Unter den Paketen, die wegen unterwegs ehr getretenen Verlustes der äußeren Aufschrift zur Ermittlung des Empfängers oder Absenders postamtlich eröffnet werden mußten, haben sich nur ganz wenige befunden, die ein Doppel der Aufschrift enthielten. Es fehlt danach zur richtigen Unterbringung solcher Sendungen jeder Anhalt und für die Beteiligten entsteht dann, abgesehen von manchem Aerger und Verdruß, häufig r»cht empfindlicher Schaden. Es kann deshalb nicht dringend genug empfohlen werden, den Paketen einen Zettel mit dem Namen, dem Wohnort und der Wohnung des Empfängers beizufügen und ihn in die Pakete obenauf legen zu lassen.
— * Sendungen in rein gewerblichen Angelegenheiten der Absender oder Empfänger haben keinen Anspruch auf die Gebührenfreiheiten und -Vergünstigungen des Feldpostverkehrs. Sie sind nach den inländischen Gebührensätzen freizumachen. Es kosten also Briefe bis 20 Gr. 15 Pfennig, über 20 bis 250 Gr. (ohne Zulassung eines Uebergewichts) 25 Pfennig, Postkarten 7 */, Pfennig. Nicht freigemachte oder ungenügend freigemachte Sendungen werden als unstellbar behandelt. Drucksachen, Geschäftspapiere uud Warenproben sind im Feldpostverkehr überhaupt nicht zugelassen. Als Sendungen in rein gewerblichen Angelegenheiten gelten alle gewerblichen Sendungen von Personen, die nicht Heeresangehörige find, wenn sie den Heeresangehörigen unaufgefordert zugehen, wie z. B. Warenanpreisungen, nicht aber Sendungen, die sich aus bereits angeknüpften Geschäflsverbinoung ergeben, z. B. Sendungen auf Grund von Be ellungen der Heeresangehörigen, Mahnbriefe.
—* Zur Viehzählung am 1. Dezember 1917 hat der Bundesrat eine Ausführungsverordnung erlassen, die eine genauere Zählung der Pferde und Schweine anordnet. Die Zahl der Pferde soll hiernach außer nach dem Alter wie bisher auch nach der Beschäftigungsart in Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Industrie, in Privat- und öffentilchem Besitz festgestellt werden, damit für die Haferzuweisung an die Arbeitspferde bessere Grundlagen gewonnen werden. Die Zahl der Schweine, die sonst nur nach Altersklassen getrennt ermittelt wird, wird durch die Verordnuug insofern genauer festgestellt, als die Zuchteber uud Zuchtsauen besonders zu zählen sind. Dies ist nötig, da diesen besondere Hanfutterzulagen gewährt werden und die Behörden ein Interesse an Feststellen der in jedem Falle zu erhaltenden Zuchtbestände haben.
—* Die nenen Bestimmungen über die Hilfsdienstpflicht find nun amtlich veröffentlicht worden. Sie sollen dazu dienen, die Unterlagen für eine verschärfte Heranziehung zum Hilfsdienst zu schaffen. Die neue Verordnung will die Mängel der ersten vermeiden. Sie bestimmt im wesentlichen folgendes: Auf öffentliche Aufforderung der Ortsbehörden haben sich innerhalb der in der Aufforderung zu bestimmenden Frist bei der darin angegebenen Stelle zu melden: 1. Alle männlichen Deutschen, die nach dem 31. März 1858 geboren sind und das 17. Lebensjahr vollendet haben,
auf den Zügen, nimmt sie einen Briefbogen und mit flüchtiger Hand schreibt sie Zeile auf Zeile darauf nieder. Es war ein Schreiben an den ©rasen Brixdorf, worin sie rückhaltlos alles bekennt. Alles! Als sie geendet, durchlieft sie den Brief noch einmal, kuvertiert ihn und drückt ihren Stempel darauf. Dann richtet sie einige Worte auf einen Zettel geschrieben an Henry Slartell, legt ihn vorn auf die Platte ihres Schreibtisches und dann verläßt sie, nachdem sie flüchtig Toilette gemacht, Brief und Plan zu sich gesteckt, leise, geräuschlos das Hau«.
In den Hauptstraße»» herrschte reges Leben. Die ganze Bevölkerung ist auf den Beinen, denn man erwartet jede Minute dir Mobilmachung. Ohne nach rechts und links zu sehen, eilt Liane Slartell durch die Straßen, fast atemlos kommt sie vor Schloß Brixdorf an. Sie steht vor dem hohen Portal, ihre zitternde Hand hält den kunstvoll geschnitzten Griff der Hausglocke. O, sie ist furchtbar erregt, in ihren» Kopfe summt und surrt es, und da« Herz schlug ihr bis zur Kehle hinauf.
Langsam, majestätisch öffnet der alte, ehrwürdige Diener, der Johannes, die Portaltür
Mit aller Anstrengung sümpft Liane ihre Aufregung nieder und bemüht sich, klar und ruhig zu sprechen. „Ist der Gras zu Hause?"
Der Johannes verneigt sich stumm. „Ja, gnädige« Fräulein, der gnädige Herr befindet sich in den Gemächer»» seiner Tante, der Gräfin Brixdorf."
„Soll ich gnädiges Fräulein melden?"
„Nein, nein, lassen Sie das nur, Johanne«, ich habe Si dieser Stunde meinen Besuch zugesagt. Also bet ras ist bei der Gräfin Wanda?"
„Ja, er nimmt täglich, um diese Zeit, in ihrem Salon den Tee, gnädiges Fräulein."
„Ich baute, es ist gut." Mit einem hastigen Neigen deS Kopfes eilt sie vorbei, die Treppe hinauf, direkt an das Studierzimmer de« Grafen. Angestrengt lauscht sie vor der Türe, nichts regt fi& bet alte Johanne- hqty
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soweit sie nicht zum aktiven Heere oder zur 4 mr Marine gehören oder auf Grund einer 9te!(aJ vom Dienst im Heere oder in der Marine zurück «cr sind. 2. Alle männlicher» Angehörigen der österret m ungarischen Monarchie, die nach dem 31. März geboren sind und das 17. Lebensjahr vollendet h £ soweit sie im Gebiete des Deutschen Reiches ihren jj . sitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben unb zum aktiven Heere oder zur aktiven Marine H Ausnahmen, wie sie die Verordnung vom 1,
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1917 zugelassen hatte, gesteht also die neue B« ratsverordnung nicht zu. Abgesehen von den bet tiven Heere oder der aktiven Marine angehör, Personen, die ja nicht der Hilfsdienstpflicht unterlie sind allein die Reklamierten von der Anmeldepflicht genommen, weil sie einer ausreichenden militätl! Kontrolle unterstehen, die aus militärischen W nicht entbehrt werden kann und durch eine andere H pflicht nicht beeinträchtigt werden könnte. Wer sitz reits nach der Verordnung vom 1. März 19171 schriftsmäßig gemeldet hat, braucht sich jetzt nicht neuem zu melden. Neu ist die für jeden Meldeß tigen (auch für solche, die sich schon nach der sitz Verordnung gemeldet haben) geltende Verpflichtung, Aufforderung des Vorsitzenden des Einberufung! schusses persönlich zu erscheinen, auf Fragen des I sitzenden oder seines Vertreters Auskunft zu ech
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und sich einer Untersuchung du'ch den vom Vorsitz!, bestimmten Arzt zu unterziehen. Die OrtsbG haben die nötigen Anordnungen zu treffen.
* Bad Orb. Folgendes traurige Vorkommnis« Eltern zur Warnung dienen: Das 7jähr. Sch, des Fabrikarbeiters Eck, Alte Bergstraße, spielt» einem spitzen Messer und kam damit seinem t«b Auge zu nahe, die so ernstliche Verletzung bebin; daß das Kind sofort in eine Frankfurter Augen!!!
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übersührt werden mußte.
* Hau au. Vor einiger Zeit übersandte ein hiß Bijouterie Geschäft einem auswärtigen Kunden Auswahl-Sendung in Perlenschnürm. Da ein A Äußerung auf die Zusendung nach dem Verlauf mehr Wochen nicht erfolgte, erkundigte sich der Prokurist Firma telephonisch nach dem Verbleib der AM Sendung und mußte nun erfahren, daß sieben von Perlenschnüren im Werte von 645 Mark nach Ho zurückgesirndt worden waren. Sofort angestellte Mittelungen ergaben, daß der bei der hiesigen Fi als Hausbursche beschäftigte 15 Jahre alte Fried Worch oon Langendtebach den Postablieferungs S mit der Unterschrift seiner Arbeitgeberin gefälscht
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die Perlenschnur beiseite geschafft hatte. Es war von ihm in der als Wertbrief deklarierten Se vermutet worden; da er solches nicht vorfand unbM den Wert der Perlenschnur offenbar nicht erkannte, Mver! er vier von ihnen an einen befreundeten BürogehiWode für 2 Mark verkauft und die anderen drei Schnüre Hode nach Hause genommen, wo sie in die Osenfemrunz worfen wurden und verbrannten. Worch mußte
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dieserhalb vor der Strafkammer verantworten; w hin legte ihm die Anklage die Fälschnng eines F» briefes zur Last. Er hatte bei einer für seine 3 am Güterbahnhof Hanau-West aufgegebenen leeren Ä den Frachtsatz von 70 Pfg. in 1 Mark 70 Psg dem Frachtbrief umgeändert und sich so eine Mari schwindelt. Das Urteil gegen den geständigen 8 klagten lautete wegen schwerer Urkundenfälschung Tateinheit zusammen begangen mit Betrug auf 8 W Gefängnis. Sein Mitangeklagter Freund, der die P« in dem Glauben gekauft hatte, daß sie unecht« wertlos waren, wurde freigesprochen.
* Frankfnrt. Es ist der Polizei gelungen, d mutmaßlichen Mörder der jWeigel in der Person flüchtigen Krankenhausdieners Karl Martin Gute» ermitteln, auf den auch die Beschreibung des W zutreffen soll, mit dem die Ermordete wiederholt gest wurde. Suter ist Schweizer, von Beruf Schreiner; war früher Krankenhausdiener, daher dürfte auch
also recht gesagt. Rasch tritt sie ein und lehnt die $ leise an. Auf dem Schreibtisch des Grase»» liegen? piere, Zeichnungen, Bücher, kurz, alles drunter« drüber. „Er hat den Verlust deS Planes schor» benit durchzuckt eS ihr Hirn. Auch das Fenster mit der aebrochenen Scheibe steht offen. Er hatte also vetnerkt und war sicher in einet furchtbaren AusE Sie legte den Plan und ben Brief auf feinen SA tisch, so daß, wenn er inS Zimrner trat, der Plan ü sofort inS Auge fqllen mußte. Ein tiefer Seufzt« ihre Brust. Sie war wie erlöst, als wälze sie mit fet Schuld einen Stein, einen schwerer» drückenden N von ihrem Herzen. Noch einmal sieht sie sich imA mer um, in dem Raume, wo Franz von Brixdüli schönsten Stunden seines Lebens mit ihr verbiß wollte. O, wie schön, wie herrlich hatte er ihr alles « gebaut, ihr ganz seliges Glück ihr vor Augen und sie hatte lachenden Mundes, die Falschhe" Herzen, zugehört, hatte ben Mann, der sie so selb!1 liebte, betrogen. O, sie hätte niebethtien mögen ’ ihm und um Vergebung bitten. Aber--
Da fiel ihr Blick auf ein Kabinettbild, die W graphie des Grafen. Sie nahm «8 und sah es mit tränenfeuchtem Blick an. Dann preßte fit die zuckenden Lippe»» und bebend flüsterte sie: ‘ Dul Verzeihe mir Unglücklichen!" Sie stellte dar« rasch wieder auf feinen Platz und geräuschlos eilte' hinaus, die Treppe hinunter.
Am Portal steht Johannes, sie groß, erstaunt gend ansehend. ,
„Ich habe etwas Dringeirde» vergessen, daS W fort nachholen muß, bitte!"
Kopfschüttelnd öffnete der Alte, Mjm kam batst derbare Wesen Liane StartellS eige>»tümlich vor. ' bleiche«, erregte« AllSsehen war ihm sogleich ausge!^ und hatte ihn befremdet. War das daS schöne, blen^ Weib Pwteftwit W