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ZchlüchternerMtung

mit Amtlichem Kmsblntl".. Wocheubeilage: Illustriertes Sonatuqsblütt.

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:: Poftscherkkvniv Frankfurt a. M. 11403t

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Erscheint Mittwoch und Samstag. preis mitAreisblatt" vierteljährlich 1,50 Mk.- Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Raum [2 pfg

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Mittwoch, den 14. November UU7.

68. Zahrgmig.

I. Nr. 5683 R. K.-

Kaiser »ab "VMMM für Seer DMe. Weihnachtsgabe für 1917.

Unseren Helden, die für den Frieden kämpfen, gilt es, beim Naheil des Winters wiederum Liebesgaben zu schaffen Jedec Uebermacht gewachsen, haben unsere Brüder dem Ansturm der Feinde getrotzt und den unauslöschlichen Dank des Vaterlandes verdient.

Wir laßen sie nicht herein!

Mit diesem Ruf zogen unsere Brüder hinaus, und

Mir «ergehen Luch nicht!"

antwortet dankbar die Heimat. DerKaiser- und Volksdank für He^r und Flotte" soll der Ausdruck dafür sein, daß das ganze deutsche Volk sich der Größe der Taten, deren Zeuge die Welt geworden, bewußt ist. Die BitteGebt uns!" bedarf nicht vieler Gründe.

Deutsche Männer! Deutsche Frauen!

stellt zum Zehe» Derer, Die auch zu Dieser StunDe für Euch Dos Listen eingesetzt! Jedermann soll bedacht werden, keiner darf leer ausgehen. Dazu sind gewaltige Mittel nötig, viele große und kleine Scherflein. Wenn dereinst rmsere Brüder heimkehren, so soll keiner zu uns sagen: Ihr habt mit Eurer Liebe gekargt.

Am den Kaupt-Ausschuß:

Nur den Allgemeinen KOren-Ausschuß:

Generalfeldmarschall V. Hindenburg, Chef des Generalstabes.

RLedel, Generalleutnant und stellvertretender kommandierender General.

Dr. vou Trott zu Solz, Territorialdelegierter der freiw. Krankenpflege und Oberpräsident

der Provinz Hessen-Nassau.

Vorstehenden Aufruf bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis und bitten, die Weihuachtsspendeu auch diesmal hoffentlich zum letzenmale im Kreise Schlüchtern recht reichlich fließen zu lasten. Jede Gabe ist willkommen. - --

Jeden Einzelnen, namenUich aber die Herren Pfarrer, Lehrer, und unsere Vorstandsmitglieder bitten wir, sich der Sammlung ganz besonders annehmen zu wollen.

An die Herren Schulleiter, Hauptlehrer und Einzellehrer richten wir die Bitte, in ihrem Orte in den nächsten Wochen eine Haussammlung durch Schüler zu veranlaffen und die eingehenden Gelder an unseren Schatzmeister, Herrn Rentmeister Barthelmes, hier, abliefern zu lasten.

Plakate, Sammellisten und Sammelabzeichen werden in Kürze überfandt werden. Ueber die eingegangenen Gaben wird öffentlich quittiert werden.

Schlüchtern, den 4. November 1917.

Die beiden Vereine vorn Reten Aruz

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Frau von Trott zu Solz.

LandraL von Trott zu Solz.

Amtliches

Warnu»,g vor z»» niedriger Einschätzung der Kartoffelernte.

Tgb.-Nr. 9815. Die bei der RetchskartoffelMe eingelaufenen Angaben der Kommunalverbände üaer die Höhe der Spätkartoffelernte haben ein erheblich un^ Sonstigeres Bild gegeben, als nach der Vorschätzung onzunehmen war. In unserer Provinz stellt sich das ^gebnis nach Mitteilung der Provinztalkartoffelstelle M etwa 57 Zentner für den Morgen, während bei w Verteilung der Lieferungen auf die Kommunal- irbände mit einem Erträgnis von 70 Zentner gerechnet °^en war Wenn auch zugegeben ist, daß in einzelnen silen des Bezirkes Cassel die Ernte infolge zu großer rockenheit schlecht ausgefallen ist, so sind doch alle sachverständigen darüber einig, daß wir im über- ^genden Teile des Bezirkes mit einer mittleren bis ^n Kartoffelernte zu rechnen haben. Es muß deshalb 'genommen werden, und ähnliches wird aus anderen Minzen berichtet, daß bei der Bemessung der Ernten ^'große Borsicht die Landwirte zu einer zu niedrigen verleitet hat, ohne daß sie sich bewußt waren, y große Gefahr für den gesamten landwirtschast- w Berufsstand in einer zu niedrigen Angabe liegt. Bekanntlich kann der Landwirt nach den heutigen schlichest Bestimmungen von vorneherein 20% seiner ^lvffelernle zur Verfütterung und als Ausgleich für Mund zurückbehalten. Allgemein ist nun in land­schaftlichen Kreisen bisher der Wunsch ausgedrückt daß der Bedarf der Verbraucher an Speise- Wn möglichst bald sicher gestellt werden sollte, ^ alsdann noch über die 20% hinaus der ganze "liebene Rest der Kartoffelernte dem Landwirt zur b» Verfügung überlasten werden könnte. Bei dieser % Verfügung würde es vor allen Dingen möglich ^ Kartoffeln ohne Rücksicht darauf, ob es sich um "eine und kranke Knollen handelt, zu verfüttern, " jetzt noch verboten ist. Diese Freigabe würde ^ unmöglich sein, wenn die bet der Provinzial eflehtelle eingelaufenen Angaben über die Kartoffel- J^ tatsächlich richtig wären. Ja es bestünde im e einer so niedrigen Ernte sogar die Gefahr, daß

das Verfügungsrecht über die 20% Kartoffeln ein­geschränkt, wenn nicht - gar aufgehoben werden würde. Die landwirtschaftlichen Interessen liegen also in der Richtung, daß durch recht genaue und nicht zu vor­sichtige Angaben über die Höhe der Kartoffelernte die Reichskartoffelstelle zu der Ueberzeugung gelangt, daß die im Durchschnitt sicher mittelgute Kartoffelernte dieses Jahr sowohl für die Ernährung der Menschen, die in erster Linie sicher gestellt werden muß, wie auch zu anderer wirtschaftlicher Verwendung innerhalb der landwirtschaftlichen Betriebe oder in der Verarbeitungs­industrie (Brennerei, Trocknerei) durchaus ausreicht

Die ReichSkartoffelstelle hat in diesen Tagen eine neue Bestandserhebung über die Kartoffelvorräte an­geordnet, die in den nächsten Wochen vor sich gehen wird. Von ihrem Ausfall wird es abhängen, ob der Landwirtschaft die gewünschten Erleichterungen gewährt werden können, oder ob es im Gegenteil notwendig sein wird, die jetzigen Erleichterungen ganz oder zum Teil aufzuheben. Es kann daher den Landwirten nur auf das Dringendste geraten werden, alles daran zu setzen und auf das peinlichste mit- zuwirken, daß die neue Bestandsaufnahme an Kartoffeln ein wirkliches und genaues Bild über die Höhe der Kartoffelernte ab gibt. Wir möchten die Hoffnung nicht a fgeben, daß sich ein weit günstigeres Ergebnis der Kartoffelernte : e aüsstellen wird und daß dann auch Kartoffeln für die V^füHerung

freigegeben werden können.

*

Wird veröffentlicht.

Schlüchtern, den 12. November 1917.

Der Vorsitzende des Kreisausschusses.

Die unter dein 3. de. Mts. bekannt gegebenen Sitzungen der Voreinschätzuugs - Kommissionen haben verlegt werden müssen. Die neuen Termine werden im nächsten KreiSblatt bekannt gegeben. Ich ersuche die Herrn Vorsitzenden der Kommissionen, die bereits ge­ladenen Mitglieder rechtzeitig verständigen zu wollen.

Der Vorsitzende

der Einkommensteuer-Veranlagungs-Kommission, von Trott zu Solz.

Mit Bezug auf den in Nr. 10 Seite 86 des mt- lichen Schulötattes abgedruckten Ministerial Erlaß vom 18. 9. 17. U. III. E. 907, 1 werden die Lehrer und Lehrerinnen des Kreises Schlüchtern ersucht, die durch Verfügung der Königl. Regierung vom 3. d. Mts. B. I. 4121 angewiesenen Kriegsteuerungszulagen gegen vorschriftsmäßige Quittung alsbald abzuheben.

Die Jahresqnittnng über diese Zulage nnb über die Kriegsbechilse ist zu vereinigen, bis zum 5. Januar 1918 hier vorzulegen und hat zu lauten:

..... Mk. Kriegsteuerungszulage für die Zeit vom 1. i. 17 bis 31.3. 18

Mk. KtiegSbeihilfefürd. Rechnungs- jahr 1917

zusammen ..... Mk., wörtlich.........Mk. habe ich aus der Staatskasse erhalten. Ich be­scheinige, daß die für die Bewilligung der Kriegs- teuerungszulage und der Kriegsbeihilfe maßgebend gewesenen Gründe, noch unverändert fortbestehen.

Ort, Datum, Unterschrift und Amtsbezeichnung.

Alle Gebührniste aus der Staatskasse sind stets in den ersten 7 Tagen des Monats bezw. Viertel­jahres abzuheben.

Schlüchtern, den 12. November 1917.

Königliche Kreiskasse. Schade.

Jm Anschluß an meine Krcw-Kattveifügung vom 20. Oktober d. I Kreis blakt Nr. 85, wird- zur öffent­lichen Kenntnis gebracht, daß von^heuts ab die Aus­stellung von BeförderungSscheinen für kleinere Mengen wieder gestattet ist.

Schlüchtern, den i3. Noveulber 1917

Der Vorsitzende des Krew-Änsschusses. von Trott zu Solz.

J.Mr. 11515. Mit Bezug auf die Verfügung vom 11. September ds. Js. dir. 9506, Kreisblatt Nr. 76, erinnere ich die Ortspouzcibehörden an die Vorlage der Anträge auf Erteilung der Wandergewerbe- scheine für das Jahr 1918. *

Schlüchtern, den 12. November 1917.

Der Königliche Landrat. J. V. Schultheis.