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it Amtlichem Kreisblatt". — Wochmbeirage: Illustriertes Sonntagsblatt.
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WBetr. Ausfuhr von Kartoffeln aus dem Kreise Schlüchtern.
Da die Erfüllung der Pflichtlieferungen des Kreises die Stadt Frankfurt durch die einen großen Umfang ^menben Einzelausfuhren an Verbraucher anderer te und Orte außer Frankfurt, nicht meßt als ge- t angesehen werden kann, werden von heute ab noch Ausfuhrerlttubnisse nach Frankfurt a. M aus- ilt werden. Alle silbrigen Anträge können nicht genehmigt werden. Ausnahmen hiervon werden zugelassen für Leute, die nachweisen, daß sie die ffeln im Kreise selbst angebaut haben und die ihm lich zustehenden Mengen nach ihrem Wohnort ver- ii wollen.
k schlüchtern, den 12. Oktober 1917.
Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses.
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lit Ermächtigung des Herrn Regierungspräsidenten 29. 8. l7- A II. Nr. 7299 wird für den Kreis intern nachstehende Verordnung erlassen:
1. Um die Kosten der Bezirkskohlenstelle, des Kreisamtes und der sonstigen Einrichtungen und Maß
en des Kreises auf dem Gebiet der Brennstoffver- ig zu decken, wird von jeder Tonne Steinkohlen, »kohlen, Anthrazit, Briketts und Koks, die in den angeführt wird, eine Abgabe von einer Mark er- (von jeder halben Tonne 50 Pfg.) Zahlungs- ig ist derjenige, welcher auf dem Frachtbrief als
änger der genannten Brennstoffe bezeichnet ist.
2. Die Abgabe ist spätestens in der Zeit vom 1
d. Mts. zu entrichten, welcher auf den Monat infuhr folgt.
ic Zahlung hat an die Kretskom.- nalkasse hier lgen.
I der Zahlung ist Art und Menge der einge- Brennstoffe, die Eingangsstation und der @tm lag von den Zahlungspflichtigen anzugeben.
3 Rückstände werden im Verwaltungszwangsverbeigetrieben.
4; Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung eine Strafe bis zur Höhe von 30 Mk. nach sich • Diese Verordnung tritt am 15. Oktober 1917 aß.
leichtern, den 12. September 1917.
Der Vorsitzende des Kreis - Ausschusses.
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ßs geht ums Ganze!
ernt nicht alle Zeichen trügen, wird es im Laufe Sinters zum Waffenstillstand kommen, wahrschein- »ndei! etwa am 1. Februar die Waffen ruhen. Ie*nt es, vaß wir durch das Schlimmste hindurch Sind wir es wirklich?! Ja, wir sind durch, die Daheimgebliebenen genau so ihre Pflicht n wie die Feldgrauen. Oft Habens aber die gebliebenen an ihrer Pflicht fehlen lassen.
ieie bet Daheimgebliebenen wollen es auch an P^cht fehlen lassen bei der Zeichnung der 7. Anleihe.
e sind verstimmt durch die Kriegssteuer, sie find M Orten verstimmt durch ungenügende Organi- w der Brotversorgung. Sie sind unzufrieden, p einige Tage ohne Brot, in manchen Orten kochen ohne Brot gewesen sind und vergessen daß die Feldgrauen oft tagelang ohne Nahrung a sind und dabei im meterhohen Schnee un-
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mzen überwunden haben.
, Doch für uns, die Daheimgebliebenen, p jeden Abend noch in das warme Bett legen * L k die jeden Abend noch ein Stübchen haben und Abend doch noch satt inS Bett gehen Es ist nicht schön, daß manche Daheimge- so oft vergessen, was die Feldgrauen leisten, ^ die wir doch viel leichter noch schwerere auf uns nehmen könnten.
aber, daß das, was ich jetzt gesagt habe, r ^nbmann und Bürger im Kreise Schlüchtern wird. Er wird sich aufraffen und alles zeichnen für die 7. Kriegsanleihe, was er s" mit dem stillen Vorsatz: ich will hinter den $ Man an der Front nicht zurückstehen!
,p M eS wird doch noch dieser und jener daheim ‘ § verärgert seine Pflicht nicht tun. Ja, es manch anderer; wie bisher, heimtückisch das 9 I "" zu hindern suchen, welche jetzt für die werben. Da muß doch einmal in aller ^sagt werden: Es geht ums Ganze! dudelt es sich nicht mehr darum, den Krieg Pen, sondern 'eS handelt sich darum, daß uns । ^tegskosten für den ganzen Weltkrieg aufge-
Samstag, den 13. Oktober 1917.
Verbürgtes zur Kriegsanleihe.
Ist die Flüssigmachung der Kriegsanleihe ohne Opfer gesichert?
1. Schon jetzt sind die Reichsbankanstalten angewiesen, jedem Zeichner von Kriegsanleihe, der sie aus wirtschaftlichen Gründen verkaufen muß, jederzeit Beträge bis zu 1000 M. zum Auflagekurs von 98 70 abzunehmen.
2. Ueber die Maßnahmen nach dem Kriege führte jüngst der Reichsbankpräsident aus:
Die Tarlehnskassen werden zweifellos noch längere Reihe von Jahren — ich nehme wenigsten vier oder fünf — bestehen bleiben
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jeder Beleihung zugänglich sein. Aber diese leihung bei den Darlehnskassen wirb, nicht reich m. In sehr vielen Fällen wird der Besitzer
sich durch die Größe seiner Aufwendungen gezwungen sehen, seinen Besitz an Kriegsanieihe durch Verkauf wieder umzuwandeln in bares Geld und dieses wieder in Rohstoffe und Werksanlagen und dergleichen. Es ist deshalb ganz richtig, daß aus diesem Grunde in den ersten Jahren nach dem Frieden sehr große und nach Milliarden zählende Beträge von Kriegsanleihen an den Markt strömen werden. Für diese ist eine Aufnahmeaktion im großen Stil in Aussicht genommen, die, wie ich hoffe und wünsche, die Reichsbank mit der gesamten deutschen Bankwelt ins Werk setzen wird, die sich ja heute schon zu meiner Genngtuung fast überall zu Banken« Vereinigungen zusammengeschlossen hat, und diese werden sich dann wohl unschwer zu jener gemeinsamen Aktion zusammenfassen lassen. Auch hier sollen die Darlehnskassen zur Odsung ver Aus gäbe mit herangezogen werden, nötigenfalls mit einer kleinen Ergänzung des Darlehnskaffengesetzes. Mit ihrer Hilfe soll ein großer Teil des für die Aufnahme erforderlichen Betriebskapitals beschafft werden, während anderseits die Zusammenarbeit von Reichsbank und Bankwelt die Aufgabe übernehmen soll, die gemeinsam aufgenommenen Werte in einer Anzahl von Jahren wieder abzustoßen und ihre Aufsaugung zu ermöglichen.
Ich hege keinen Zweifel, daß dies Programm jener Gefahr eines übermäßigen Verkaufsandranges und eines Kurssturzes, der mit dem inneren Wert unserer Anleihen nicht mehr übereinstimmen würde, einen wirksamen Damm entgegensetzen wird.
bindet werden. Wenn wir unterliegen, so müssen wir, wie bei einem verlorenen Prozeß nicht nur für unsere Kosten aufkommen, sondern auch für die Kosten der Gegner. Heute betragen aber die Kosten für den ganzen Weltkrieg etwa 360 Milliarden. Das ist aber gerade so viel, als das Vermögen des ganzen deutschen Volkes ausmacht. Alles, was wir im deutschen Land an Aeckern, Höfen, Häusern, Fabriken, Eisenbahnen usw. besitzen, macht etwa einen Wert von 360 Milliarden aus.. Verlieren wir im letzten Augenblick noch den Krieg, müssen wir dann für alle Kosten aufkommen, so bleibt dem Einzelnen nichts mehr. Alles was wir haben, werden dann die Engländer und Franzosen einziehen. Das ganze deutsche Volk würde bettelarm sein, insbesondere die deutschen Bauern. Sie würde»» von Hans und Hof verjagt werden. Also, diejenigen, die jetzt im Stillen hetzen gegen die 7. Kriegsanleihe, würden sich am meisten ins eigene Fleisch schneiden. Aber nur die dümmsten Kälber wühlen sich ihren Metzger selber!
Wer also sich nicht selbst den englischen und französischen Metzgern ausliefern will, der gehe hin und gebe dem Kaiser und dem Reich das Geld, was unsere Feldgrauen an der Front gebrauchen für Kanonen und Geschosse. Keiner fehle! ' Es geht «ms Ganze!
Dr. Strünckmann.
Japan auf Knütands spuren.
Daß Japan unter Aufbietung seiner ganzen fianziellen Machtmittel an der Vermehrung seiner Flotte arbeitet, ist bekannt. Welche Ziele sich jedoch sein Ehrgeiz mit dieser Aufgabe gesteckt hat, weiß man trotz der Innigkeit des langjährigen englisch-japanischen Bündnis und Freund schaftsverhültnisies anscheinend nicht einmal im einzelnen in England. So muß es nur für England sein, wenn der „Economist" in seiner Nummer vom 1. September 1917 in einem Brief aus Tokio berichtet, daß der japanische Marineetat um 261 Millionen Den mehr als eine halbe Milliarde Mark, erhöht werden solle, um den Flottenbauplan auSzuführen. Die Summe soll über 7 Jahre verteilt werden, innerhalb welcher Zeit der Flotten-
bauplan verwirklicht werden soll. Schon diese Summe zeigt, daß Japan beim Ausbau seiner Flotte sehr groß' zügig vorgeht. Tatsächlich umfaßt der Bauplan nicht weniger als 2 Geschwader von je 8 Großkampffcbiffen und 4 Schlachtkreuzern nebst den dazu gehörigen kleineren Schiffen.
Mit der Verwirklichung dieser Pläne entsteht im fernen Osten am Rande des Pacific ein asiatisches Neu- england, das an Ansprüchen bezüglich der Seebeherrschung hinter dem Altengland an der Küste des Atlantik sicher nicht zurückstehen und zunächst diesem im fernen Osten bis nach Australien hinab den Einfluß streitig machen wird, den es bis jetzt gehabt hat. Vor dem alten England ant Atlantik aber hätte es den Vorzug voraus, im fernen Osten ohne Nebenbuhler dazustehen, denn seinen etwaigen Nebenbuhlern England und Amerika ist ist es durch die Gunst seiner Lage derart überlegen, daß es sie nicht zu fürchten braucht, ganz abgesehen davon, daß England nach den Erfahrungen des Weltkrieges es sicherlich nicht wagen darf, seine heimatliche Flotte durch Entsendung eines ausreichend starken Geschwaders nach dem fernen Osten zu schwächen. Die mit der Entsendung einer großen Flotte auf eine derartige Entfernung verbundenen Schwierigkeiten aber sind selbst für England mit seinen Flottenstützpunkten auf allen Teilen der Welt kaum überwindlich. Nachdem England in dem Befreiungskriege mit Amerika den Einfluß auf der anderen Hälfte der Erdkugel verloren hat, verliert es ihn durch Japans Erstarkung jetzt im fernen Osten bis Australien hinunter und durch den deutschen U-Boot- Krieg auch im letztem Reste seine früheren Einflußgebiete im Atlantik.
Eine amtliche Bestätigung dieser Sachlage gab am 30. September Graf Jzki bei einem Festessen in New J^t,- wo er eine Monroe-Tpilrin 1a v fernen Ostens im Sinne Japans erklärte.
An die Bienenzüchter des Kreises!
Der Präsident der Vereinigung deutscher Imker- verbände erläßt an deren Vorstände resp. Vereine folgenden Aufruf:
„Im Auftrage der Honigvermittelungsstelle und nach Mitteilung des Leiters der Reichszuckerstelle gebe ich bekannt, daß das Rundschreiben der Reichszuckerstelle vom 24. März 1917 so zu verstehen ist, daß die Imker durch die Unterschrift des Verpflichtungsscheines nicht gezwungen sein sollen, auch den für den eignen Bedarf notwendigen Honig abzugeben, daß dagegen ihre Verpflichtung, allen Honig, den sie abgeben, nach näherer Bestimmung der Reichszuckerstclle an eine noch zu bezeichnende Stelle abzuliefern, nach wie vor besteht. — Ich ersuche die .Verbände umgehend, wenn nötig durch besonderes Rundschreiben, ihre vereine hiervon zu benachrichtigen und durch sie die Imker zur Erfüllung ihrer eingegangenen Verpflichtungen anzu- halten.
Die Abnahme des Honigs erfolgt durch die Vereine, die dem Unterzeichneten die angemeldeten Honig- mengen mitteilen und von ihm die Anschriften (Adressen) entgegennehmen, an die der Honig zu senden ist.
1. Präsident der Vereinigung der deutsch. Jmkerverbände Professor Frey, Posen.
Vorstehende Bekanntmachung besagt, daß alle Bienenzüchter verpflichtet sind, den in diesem Jahre geernteten Honig, soweit sie denselben nicht für eignen Bedarf nötig haben, an einer bezeichneten Stelle anzu- melden und abzugeben. Im Anschluß hieran werden die Bienenzüchter des Kreises aufgefordert, bis spätestens am 24. Oktober dieses Jahres bei dem Vorsitzenden des Bienenzüchtervereins Schlüchtern,^ Lehrer Fischlein zu Niederzell, anzumetden, wieviel Honig ^ie liefern. Die Mitglieder der Vereine zu Soden—Salmünster und Ulmbach—Uerzell wollen diese Anmeldung an die Vorsitzenden ihres Vereins richten. Der Preis ist von ' der Behörde auf 2,75 Mk. festgesetzt; etwaige Unkosten für Porto und Verpackung werden vergütet.
Es wird besonders darauf hingewiesen, daß die Besteller von Futterzucker sich verpflichtet haben ihren Honig an die Heeresverwaltung abzugeben und daß andernfalls dieselben bei der Futterzuckerbestellung für das Jahr i918 nicht berücksichtigt werden.
Diejenigen Herren, welche den Zucker an den Eisenbahnstationen (Neuhof, Jossa—Altengronau, Sterbfritz, Vollmerz, Steinau, Soden—Salmünster) in Empfang genommen und verteilt haben, wollen die Verteilungsliste baldigst an obengcn. Vorsitzenden einsenden und dahinter bemerken, welche Besteller keinen oder weniger Zucker infolge Eingehens von Bienenvölkern erhalten haben und an wen 'dieser Zucker verabfolgt worden ist, um eine genaue Kontrolle der Verteilung des Zuckers
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