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lllit „Amtlichen! Kreisblati" — Wochenbeilage: Illustriertes Zonntugsblatt.
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M 76 Samstag, den 22. September 1917. 68. Jahrgang.
Anettiches
Guteignung von Gruttdelgeulnm.
J.-Nr. 3204 a. A. III. Zur Feststellung der Entschädigung für das zum Bau eines Landweges von Sterbfritz über Breunings nach Neuengronau zu enteignende, in den Gemeinden St rbfritz und Neuengronau belegene, nachstehend bezeichnete Grundeigentum habe ich Termin auf
Freitag, den 28. September 1917
a. vormittags 9 7, Uhr in Neuengronau auf dem ^Bürgermeisteramt
b. nachmittags 3 7, Uhr in Sterbfritz auf dein ^Bürgermeisteramt
anberaumt. Alle Beteiligten werden gemäß § 25 des Gesetzes über die Enteignung von Grundeigentum vom 11. ^uni 1874 (G. S. S. 221) aufgefordert, ihre Rechte im Termin wahrzunehmen. Beim Ausbleiben wird ohne ihr Zutun die Entschädigung festgestellt und wegen Auszahlung oder Hinterlegung der Entschädigung verfügt werden.
Katastermäßige Bezeich
Eigent ü m e r (Name, Stand und Wohnort)
Das Grundstück ist verzeichnet im Grundbuch
Wirtschaftsart und Lckge
Größe der zu enteignenden
nung des Grund,
tücks
Parzelle
Gemarkung (Gemeinde)
Karten. Matt (Flur,
von
Band Blatt
Gr ha
lndfl ai
lache qm
1
Sterbfritz
J.
68
Goldschmidt Mayer,
Sterbfritz
VIII
Art.
Acker vorm Buch
—
5
20
Markus Sohn, Händler
361
und Ehefrau Jette, geb.
Canthal in Sterbfritz
2
//
H-
177
Israelitische Gemeinde
ZZ
III
53
Acker auf dem
Sterbfritz
Lotzental
n
00
3
"
H-
178
dto.
//
//
//
4
Neuen-
B.
116a
Gutermuth, Wilhelm, .
Neuen-
1
Art.
Wiese Am Gries
—
3
60
gronau
Bauer und Ehefrau Ka-
gronau
19
tharina, geb. Scheide-
Mantel uv ^UeUgpPMU
5
E.
85
dieselben
//
Wiese im Dorf
—-
4
48
6
ZZ
E.
100
Gutermuth, Wilhelm,
//
I
Art.
Wiese im Dorf
—
1
19
Sophies Sohn, Land-
7
wirt in Neuengronau
7
//
E.
101
derselbe
//
V
—
4
62
8
B.
104
Roeder, Georg, Schuh-
//
III
A't.
Holzung.
—
II
55
macher, Johann Adams
138
Die Dorfwiese.
Sohn und Ehefrau. Ka-
tharina, geb. Sperzel in
Neuengronau
9
//
B.
105
dieselben
//
//
—
—
90
10
//
E.
86a
Roeder, Johann Adam,
II
Art
Wiese im Dorf
1
95
Schuhmacher in Neuen-
86
gronau
Caffel, den 18. September 1917.
Per Knteigrmngskommissar. K ü h n e m a n n, Regierungsrat.
. .Beim Bauer Johannes Gerlach in Elm steht eine 0 Jährige Kuh und eine 2 jährige Kalbin, beide trächtig, M Verkauf. Simmentaler Reinzucht, Herdbuchtiere. 3-N. 7960. K. G. Meine Bekanntmachung vom 31.
Nr. 6350 K. G. (Kreisblatt Nr. 63 vom 8. JW 1917) betreffend Schließung der Mühle des Bernhard Müller zu Dielmühle in Nerzell setze ich hier wt außer Kraft. P. Müller hat von heute ab wieder e Erlaubnis zu mahlen.
Schüchtern, den 21. September 1917.
Der Vorsitzende des Kreis Ausschusses.
Bersaud von Obst
. Beförderungsscheine für Obst werden auf dem Büro . Kreisausschusses gegen Entrichtung einer Gebühr 011 ''0 Pfg, für jeden Schein ausgestellt.
,. Der Antrag auf Ausstellung eines Beförderungs- 7""es muß den Absender, und den Empfänger und Mn Wohnort, sowie die Menge und Sorte des Obstes '"halten.
I Nur Anträge, die vorstehende Angaben enthalten, mien erledigt werden. Im llebrigen verweise ich aus /..Vorschriften der Verordnung über die Verkehrsbe ^Uankungeu im Obstverkehr vom 25. August 1917 im lrci^latt Nr. 73.
^chlüchtern, den 17. September 1917.
Der Vorsitzende des Kreis-Ausschuffes.
Betr. Gerfte-Bermahlung.
I Nr. 7944 K. G. Ich habe festgestellt, das einzelne Bürgermeister Mahlscheine über Gerste ausgefertigt haben. Ich mache darauf aufmerksam, daß von der Gerste bis jetzt nur 8 kg für jedes Haushaltungsmit- glied eines Selbstversorgers freigegeben sind. Eine weitere Freigabe von Gerste ist bis jetzt nicht erfolgt. Bereits ausgestellte Mahlscheine sind einzuziehen, sofern die Frucht nicht bereits vermahlen ist. ■
Schlächtern, den 20. September 1917.
Der Vorsitzende des Kreis - Ausschuffes.
J.-Nr 4968 K. A. Diejenigen Herren Bürgermeister, welche noch mit Erledigung der KreiSblattverfägung vom 3. September 1917 — J.-Nr. 4751 K. A. — betr. Abführung des Losholzgeldes an die betr. Forst- kasfen im Rückstände sind, werden hieran mit Frist von 8 Tagen erinnert.
Schlächtern, den 19. September 1917.
Der Vorsitzende des KreiS-Ausschusses.
J.-Nr- 9808. Diejenigen Herren Bürgermeister und Gutsvorsteher, welche mit der Erledigung meiner Verfügung vom 5. ds. MtS. Nr 9322 - Kreisblatt Nr. 73 — noch im Rückstände sind, werden ersucht, die Anmeldungen über die Bestände an Fässern sofort hierher einzusenden.
Schlächtern, den 20. September 1917.
Der Königliche Landrat. I. V. Schultheis.
J.-Nr |9688. Die Herren Bürgermeister zu Soden, Alten» gronau, Breitenbach, Elm, Herolz, Klosterhöfe, Kreffen- bach, Oberkalbach, Romsthal, Sannerz, Seidenroth, Uttrichshausen, Wahlert, Weichersbach und Zuntersbach werden an die umgehende Einsendung der Fragebogen zur Brtriebszählung erinnert.
Schlüchtern, den 21. September 1917.
Der Königliche Landrat: I. V. Schultheis.
Betr. Taatkarten-Rückgabe.
I. Nr. 7945 K. G. Die Verkäufer von Saatfrucht erinnere ich daran, daß die ihnen vom Käufer der Saatfrucht auszuhändigenden Saatkartsnabschnitte B und C alsbald an mich einzusenden sind. Der Abschnitt A ist als Ausweis für die Verabfolgung von Saatgut zurück zu behalten. Alle drei Abschnitte müssen auf der Rückseite von dem Empfänger des Saatgutes quittiert sein oder eine Empfangsbescheinigung der Verladestation enthalten.
Schlächtern, den 21. September 1917.
Der Vorsitzende des Kreis - Ausschuffes.
Die Herrn Lehrer werden gebeten, die gesammelten Tee-Ersatz-Blätter bis spätestens den 1. Oktober der Kreissammelstelle, Seminargebäude zu Schlächtern, zur Ablieferung zu bringen, da sie am 1. Oktober unbedingt zum Versand kommen müssen.
Schlächtern, den 17. September 1917.
Der Vorsitzende des Kreis-Ausschuffes. von Trott zu Solz.
Wir machen schon jetzt darauf aufmerksam, daß dem' nächst die Bezirksfleischstelle in Verbindung mit der Land' wirtschaftskammer neue Mastverträge auf in diesem Winter und im nächsten Jahre zu liefernde Schlachtschweine abschließen wird. Für diesen Zweck find vom Landessuttermittelamt erhebliche Futtermittel bereitgestellt worden.
Caffel, den 11. September 1917.
Bezirksfleischstelle.
J.-N. 7935 K. G. Um den Obstsegen dieses Herbstes nach Möglichkeit für den Winter und das Frühjahr nutzbar machen zu können genehmige ich daß auf die Zuckermarken für Oktober schon jetzt Zucker abgegeben werden darf. Eine nochmalige Bewilligung von Ein- machezucker ist mir leider nicht möglich.
Schlächtern, den 19. September 1917.
Der Vorsitzende des Kreisausschuffes.
Aufklärung tut not!
Im Lande wird vielfach die Ansicht verbreitet, das der Krieg im Herbst sein Ende finden werde. Darin liegt eine Gefahr. Es ist zurzeit nicht zu übersehen, wann der Krieg beendet sein kann, oder wie lange er noch dauert. Durch Angabe bestimmter Termine werden Hoffnungen erweckt, die, wenn sie sich nicht erfüllen, das Vertrauen zu den leitenden Stellen mindern und den Willen zum Durchhalten verringern. Die Gesamt- läge des Krieges ist durchaus günstig. Sie ist militärisch sicher und wird gesichert bleiben. Der Unterseebootkrieg schreitet gleichmäßig fort und wird, wenn nicht heute oder morgen, so doch in absehbarer Zeit und sicher unseren Hanptfeind zum Frieden zwingen, wenn er mit voller Energie fortgeführt wird. Ein Mittel gegen die Unterseeboote hat der Feind nicht, die Verluste an Schiffen durch Neubauten auszugleichen, ist ausgeschloffen. In nicht allzu langer Zeit wird iä dem Gegner an Frachtraum fehlen, um genügend Verpflegung und Rohstoffe zuzuführen und große Menschenmasien und Krieg-- gerät über See zu bringen. Das ist unseren Feinden besonders England, genau bekannt. Wenn sie trotzdem für die Fortsetzung des Krieges sind, so rechnen sie damit, daß der Zusammenbruch Deutschlands vor dem eigenen erfolgt. Sie erhoffen ihn weniger durch Landsiege, als durch wirtschaftliche Nöte — EcnährungS- schwierigkeiten oder durch innerpolitische Unruhen —, Uneinigkeit, Unzufriedenheit oder den Sieg der radikalen Sozialdemokratie. Jedes Anzeigen von Nachlassen der inneren Widerstandskraft, jedes laute Klagen über die Er- nührunslage, jede leider von so vielen Stellen verkündete Friedenssehnsucht oder der Erlaß von Friedensresolutionen mindert unsere Kraft, stärkt den Feind und verlängert den Krieg.
Solange unsere Feinde Ursache haben, an der Hoffnung festzuhalten, daß unser Zusammenbruch früher erfolgen könnte, als der eigene, werden sie hartnäckig den Krieg fortsetzen, werden selbst Hungersnöte über- stehen und das Abflauen der Schärfe des Krieges auf sich nehmen. Wir können erst dann mit völliger Sicherheit auf ein Einlenken unserer Feinde rechnen, wenn ihre Lebensbedingungen vor der Zerstörung stehen. Wann dieser Zeitpunkt eintreten wird, kann niemand mit Gewißheit angeben. Sicher aber ist, daß wir im- flanbe sind, den kommenden entscheidenden Erfolg in Ruhe zu erwarten.
Jederman im Lande sollte über diese Lage aufgeklärt werden, jedermann sollte wissen, daß wir militärisch nichts zu fürchten haben, daß wir in der Ernährung mindestens ebenso gut stehen, wie unsere Gegner, und ' daß wir, wenn es sein muß, einen neuen KriegSwinter