berLf bedrohenden Preissturz für Ferkel, bei Futter- unsL^ft bisweilen zu Schleuderpreisen abgestoßen werden ^Wssen, auszuhalren, sondern aber die für die Mästung ^stimmten Schweinebestände nicht zu groß werben zu w.Kell, damit sie nicht im Mißverhältnis zu den erlaubten Guttelmitteln stehen.
er, | Nicht Mitleid sonder« Hilfe. Man daukt.uud mpMt unseren Kriegsbeschädigten nicht dadurch, daß man t feL * einer geregelten Arbeit entfremdet, das geschieht ■rillte Wenn man diejenigen unterstützt, die jetzt, besonders ii den größeren Städten, oft in feldgrauem Rock die ' j sentliche Mildtätigkeit durch offenes Betteln oder mib Sbni Kar als Orgeldreher ober Hausierer in Anspruch
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ehmen. Es geschieht heute alles, um diejenigen, die Wiir uns gesumpft und Schaden gelitten haben, nach iöglichkeit wieder arbeite unb damit erwerbsfähig zu Minuten. Wir brauchen jetzt in unserer Kriegswirtschaft r ii^be, selbst die schwächste Arbeitskraft. An den richtigen daMatz gestellt, kann auch der Kriegsbeschädigte bem ^oiUMlande noch nutzen. Die amtlichen Stellen mahnen
Weshalb da-, Publikum mit Recht, sich nicht durch vieU ErMcht unrechtmäßig getragene Ordenszeichen oder körper- i ilM Mängel und Gebrechen zu einem falschen Mitge ^rMht bestimmen zu lassen. Für Kriegsbeschädigte, die "Werhaupt nicht mehr arbeitsfähig sind, wird ausreichend ^orgt. Denjenigen aber, die sich aus Arbeitsscheu auf 11 Bettel oder den einträglichen Vertrieb von Ansichts inten und Zündhölzern verlegen, nützt die Unterstützung Madiger Personen nicht nur nichts, im Gegenteil sie ^abet. Denn sie hindert diese, sich schnellstens einer ordneten Tätigkeit hinzugeben und auf dieser eine Kicherte Zukunft aufzubauen.
* Sterbfritz. Musk. Karl Schuster Sohn des Wermeisters Schuster im Res.-Jnf.-Regt. 228 erhielt | ■ Eiserne Kreuz 2. Klaffe.
f * Rückers b. Hünfeld Dem hiesigen Einwohner mz Kohl gelang es dieser Tage, im Forstort Eich- ;g eine Kreuzotter mit 16 Jungen einzufangen und schädlich zu mache«.
* Casfel. Ein Spitzbubenstreich. Eine Diebesbande rmegenster Sorte hat sich in der Sonntagnacht den i unglaublichen Streich geleistet, in der Feldgemarkung » Bettenhausen auf einem Grundstück zwischen Buttlar- d Miramstraße die dort stehenden Weizenhaufen zu hlen und sofort an Ort und Stelle auszudreschen. iber sind sie mit ihrer Beute ungehindert entkommen.
* Hanau. Landtagsabgeordueter Baurat Wohlfahrt, r auf dem Gebiete der KriegSwohlfahrt als Vor- sender des Ausschusses für KriegsauSkunfts- und Kriegs- chrichtendienst segensreich gewirkt hat, ist durch Verhunz des Verdienstkreuzes für Kriegshilfe ausgezeichnet «den. — Den gleichen Orden hat Kornhausdirektor tto Thylmann in Hanau, der als zuverlässiger Beamter zahlreichen Kommissionen der Kriegswirtschaft wirkt, halten.
Frankfurt a. M. Die diesjährige Herbst Leder- esse wird vom 10. 15. September abgehalten. Die rlihjahcsmesse 1918 beginnt am 2. April.
„Felicitas temporum.“
i „Felicitas temporum?, „Glück der Zeiten", lautete e Umschrift auf einem Goldstück, das aus besonderem nlaß in einem alten, im preußischen Geheimen Staats- chiv verwahrten Bericht erwähnt wird. Dieser Bericht Hält den Nachweis über Spenden, die das Breslauer dingliche Militär-Gouvernement im Jahre 1813 zur stederaufrichtung des Staates und zur Aufstellung der mee gesammelt hat. Der Spender der goldenen sünze war^Hermann S., „zehn Jahre alt, aus seiner parbüchse". So brächte ein Kind, unmündig noch, •er doch schon erfüllt von dem Bewußtsein, daß das Vaterland in seiner Not nicht im Stich gelassen werden Wrfe, seinen Besitz dar. Und dieses Opfer war nur Dues von vielen taufenden, die in jenen tiefernsten Tagen In bet Jugend einer großen Sache geweiht wurden. Wer die Akten der Befreiungskriege durchblättert, »ucht sich bet Rührung und einer Träne nicht zu ämen, wenn er lieft und immer wieder liest, welch chende Freude am Geben in der Brust derer lebte, • ihren Iahten nach nur zum Empfangen da zu sein jenen. Da gibt Louise von Rekow and Berlin, „neun ihre alt", ihren silbernen Fingerhut; zwei „patriotisch ginnte Mädchen vom Lande in der Nähe von Schweiß- "Uitz, wovon die älteste vierzehn Jahre alt ist", bringen Drei Dukaten und einen goldenen Ring; ein paar 1W Mädchen geben „vier Galanterieringe, einer mit fnem kleinen Chrysopas und einer mit kleinen weißen Weinen"; ein vierzehnjähriges Mädchen bringt ihre sil- »Wr Strickscheide und dergleichen Nähring"; von „zwei Minen Mädchen" laufen eine kleine silberne Kasserolle, ^'f silberne Kinderklapper nebst drei alten Münzen ein. Bbb „das Fräulein von Räumer, Tochter des damaligen k"miim Tanten General - Major von säumet zu Neiße W^ert in Ujrem fünfzehnjährigen Alter ohne fremde Ein ___JpfuHg aus freiem Triebe ihre Pretiosen dem Vaterlande." derW .. $'^' kleinen gelben unb Heldinnen wuchsen heran, $ «Uinbcten einen Hausstand und sahen selbst Kinder und zjutWndeskinder erblühen. So sind durch das Band des Wluies die heute Lebenden mit ihnen verbunden, so das; was damals getan wurde, gleich einer ge? 'Wl^iiiuUvüden Zauberformel durch die Geschl«l)ter, und
8^-:
„Tuet be^gleidjen!" hallt aus dem Lchatten unsere lebendige Gegenwart hinüber. Unsere , — ieulUV Jugend braucht sich fürwahr vor jener Jugend ,oM^^ W schämen. Vom ersten Kriegstage au haben !„,-W!ere Jungen und unsere Mädel mit ungestümer Freudig- ke VWU unb aus eigenem Wollen, ohne einen Fahneneid zu
zu schwören, aber mit treuester Hingabe „Kriegsdienst" getan. Bleibt nun nichts mehr zu tun? Regt sich in manchem jungen Herzen nicht die Frage: „womit kann ich meinem Vaterland noch weiter nützen? Gibt es nicht noch irgendein anderes Opfer, das ich ihm leisten kann?"
Ihr Kinder, es gibt noch eines, und es ist nicht einmal allzu groß. Von einem kleinen Mädchen wird erzählt, es habe zum letzten Weinachtsfest dem Vater im Schützengraben etwas schicken wollen und habe ihm das Liebste, was es selbst besaß, hingesendet: seine Puppe. Das ist kindlich unüberlegt und dennoch groß. Nun denn, ihr besitzt manches und Besseres, und ihr könnt es dem deutschen Reiche, das euer aller Vater und Mutter ist. zur Verfügung stellen. Das sind goldene Schmucksachen, die ihr geervt, die ihr geschenkt bekommen habt.
Das deutsche Vaterland braucht Gold. Laßt euch von tuten Eltern und Lehrern erklären, warum es zur Kräftigung seines Besitzstandes, zur Wiederherstellung vieler Einrichtungen nach siegreichem Frieden Gold in seinen Kassen braucht. Was ihr zu den amtlichen Gold- ankaufsstellen bringt, bekommt ihr zum vollen Goldfein- wert bezahlt, und ihr könnt eure Sparbüchse mit dem Erlöse bereichern. Ihr habt zugleich das schöne Bewußt sein, zur Sicherung und zum Wohlstand des geliebten deutschen Landes beigetragen zu haben, zum „Glück der Zeiten", zum Glück unserer Zukunft!
Legt mehr Wert anf die Beschaffung guten Saatgutes!
Bon H. Beuß-Zossen.
Guter Erfolg in der Gemüsekultur hängt in gleichem Maße von gesunder Beschaffenheit und Frische des Samens, wie auch von der geeigneten Auswahl der Sorten ab.
Gerade der letztere ist nicht immer und für jeden so einfach; denn'die Preisverzeichnisse unserer Samenhändler weisen von jeder Gemttseart eine solche Fülle von Sorten auf, daß es sogar dem Fachmanne nicht immer leicht wird, mit dem Bestellen zum Ziele zu kommen. Mitunter haftet viel Ueberflüsstges solchen Preislisten an, gut die Hälfte der Sorten könnte gestrichen werden. Allerdings muff der Züchter und Lieferant den örtlichen Verhältnissen verschiedener Ger genden Rechnung tragen, und daher mag es auch kommen, daß wir nach ' unseren Begriffen neben Brauchbarem viel Unbrauchbares oder Veraltetes finden, wie ja auch die Baumschulkataloge eben alles bringen, was an Sorten aufzutreiben ist. Der einzelne hat natürlich schwere Wahl.
Um dem Gemüsezüchter die Auswahl zu erleichtern und den Erfolg sicher zu gestalten, sei hier eine Auslese erprobter Gemüsearten mitgeteilt, die bei Bezug in erster Linie berücksichtigt werden sollen.
1. Kohl- nnb Salatgewächse: Weiskohl: Schmein- furter Riesen, sehr groß und früh; Ruhm von Ent- Huyzen. Rotkraut: Holländisches Rotes, sehr fest und spät, Pttauer Riesen und Berliner dunkelrotes ; Wirsing: Eisenkopf, früh und festköpsig, Bertus, spät und sehr groß werdend, daher weit zu pflanzen; Blumenkohl: Erfurter Zwerg, früh und gut zum treiben geeignet, Frankfurter, spät Algier, groß und widerstandsfähig; Rosenkohl: Herkules, Erfurter Dreibrunnen, fest und viel; Grünkohl: Halbhoher mooskrauser, Erfurter Drei- brunnen, beides niedrige Sorten, die besonders in kalten, schneearmen Wintern ihren Wert behaupten: Kohlrabi: Wiener früher, weißer und blauer Glas; wem an recht großknolliger Sorte hegt, nehme Goliath, ebienfalls eine' trotz der Größe zarte Sorte, wird^aber velfach vom Käufer beanstandet; Salat: (für Frühkultur) Maikönig, Primus, Büttners Treib, (für Sommerkultur) Marimus, Wunder von Stuttgart, Rudolfs Liebling und Zeppelin, (für Winter) Nansen, Winter Butterkopf; Endivien: Escariol und Mooskrause; Spinat: Gaudry, Viktoriaries«, eine äußerst ergiebige Sorte, die nicht so schnell aufschießt und somit für Frühjahrs- und Sommeranbau geeignet ist.
2. Wurzel- und Knollengewächse^ Mohren und Karotten: Nantaise, lange, stumpfe Sorte die, wenn echt erhältlich, alle anderen Sorten überflüptg erscheinen läßt; zum Treiben die Sorten : Duwiker und Amsterdamer; als Sorte zum Ueberwintern ist die längliche Altringham zu empfehlen: Schwarzwurzeln: Russische Riesen und Vulkan ; Petersilienwurzeln: Ruhm von Erfurt, mit krausen Blättern, auch für den Schurtt ge eignet, macht u. a. die Aussaat von schnittpeterstlre überflüssig; Speiserüben: frühe gelbe Mai und -eltoiuei; Rote Rüben: piatlrunde ägyptische, Erfurter lange schwarzrote, beide gut zu Einmachen; Radi es . Eiszapfen, Erpreß und Berliner; Zwiebeln: Zittauer Riesen, Erfurter blaßrote; Sellerie: Präger Riesen, Delikateß, Schneeball. , . . _ ,
8. Hülfeusriiäpc: Erbsen: grunbhibtmbe Folger, gut zum Einmachen Früheste Mai, Telephon, Buchs- bäum, William Hurst, Wunder von Amerika, die drei letzteren niedrigbleibeud; Buschbohnen: Hjnnchs -bieten, ohne Fäden und Saronia, beide als beste Sorten jum Einmachen, als Brechbohne erprobt, ^ferner Osdornv Treib; Stangenbohnen: Rheinische -speck, Korbsüller, Julistangenbühne, Schlachtschwert.
I, Gurken: Verbesserte Schlangen, i rauben. Hin fum, unb für Mistbeet und Gewächshaus^ Roas Lrub, Beks Namenlose, WeigeltS Beste und Sieger. Auch die alte japanische Klettergurke ist noch immer aubau- würdig.
5 Bekschirdeiies: Lonlate» König Humberl, zum Ganzeininachen, Lukullus, Geisenheimer Frühtomate,
Erste Ernte; Melonen: Berliner Netz, Crmtoloup von Algier; Mangold: gelber Schweizer.
Vermischtes.
— Bad Orb. Die städtischen Behörden genehmigten den Ankauf einer Obstdörre, um zur Abgabe an die Einwohner bestimmtes Dörrobst herzustellen. Die Kosten einschließlich der Hürden betragen ca. 800 Mark.
— Schöllkrippen. Im Kahlgrunde hat die größte noch je dagewesene Obsternte begonnen. Jeder Bauni und Strauch hängt geschüttet voll. Frühbirnen, Aepfel und Pflaumen sind reif und kommen zum Verkauf. An Fallobst gehen jetzt schon täglich 5—8 Waggons ab. Im Jahre 1915 wurden rund 1000 Waggons Obst geerntet und das Jahr 1917 dürfte gut 50Q Waggon mehr bringen. Rechnet man den Zentner nur zu 20 Mk., so kommen innerhalb 2 Monaten 6 Millionen Mark in den Kahlgrund. Hier zeigt sich, was zielbewußte Arbeit und Aufklärung durch die Verwaltungsbehörden und Obstbaulehrer erreichen kann. Es sollen alle Lurusbäume den Obstbäumen an den Straßen Platz machen, kein Garten und keine sonnige Mauer sollt ohne Obstbäume und Spaliere sein.
— Butzbach. Auf Veranlassung eines Ehrenfeld- Hüters wurde heute Nacht im Bahnhof der gewaltige Schließkorb eines Händlers aus Gambach amtlich geöffnet. Die Erwertung trog nicht. Im Korbe lag ein geschlachtetes fettes Schwein, das nach Bad siNauhetm gebracht werden sollte. Der Händler wurde verhaftet, das Schwein verfiel der Beschlagnahmung.
— Herchenhein. Infolge plötzlicher Erkrankungen mit ruhrartigem Charakter sind hier in wenigen Tagen sieben Personen gestorben. Gegen die Weiterverbreitung der Krankheit sind hier die strengsten Maßregeln ergriffen worden.
— Dieburg. Im nahen Eppertshausen stöberte ein dort arbeitender kriegsgefangener Franzose zwei Ruffen, die von ihrer Arbeitsstätte entflohen waren auf, nahm sie fest und führte seine ehemaligen „Alliierten" stokz zur Bürgermeijterei.
— Mannheim. Wie das Bezirksamt bekannt gibt, ist eine langsame Abnahme der Ruhrerkrankungen Zest- zustellen. Im ganzen sind seit Anfang Juli 600^Fälle beim Bezirksamt angemeldet worden, darunter 54 Todesfälle. Zweiffellos befinden sich unter den gemeldeten Fällen viele die nicht unter den strengen Begriff der Ruhrkrankheit fallen. Auch sind bereits viele Erkrankte wieder geheilt, sodaß die Zahl ber, noch an Ruhr erkrankten Personen nicht mehr als 350 betragen dürfte.
— Aus dem Eisenacher Oberland. Der berüchtigte Einbrecher und Wildieb Klotzbach, welcher seit ungefähr sechs Wochen aus bent Zuchthaus entlassen ist, hat in letzter Zeit im Eisenacher Oberland durch - Abschuß von weidendem Vieh und durch gewalttätige Diebstähle sein Unwesen getrieben. Nun ist es einigen beherzten Männern gelungen, den Ktotzbach im Leimvacher Wuld«r zürnte« und zu entwaffnen. Die Untersuchung ergab in seinem Rucksacke ein Hackmesser, ein Weidemesser, Eßrüstzeug und ein Stück Hammelbraten, der offenbar von seinen letzten Schandtaten herrührte. Klotzbach wurde nach Salzungen ins Amtsgerichtsgefängnis eingebracht, -seine Gesamtzuchthausstrafen belaufen sich auf 20 Jahre.
— Die furchtbare Hitze, die über einem großen Teil der Vereinigten Staaten liegt, dauert an und fordert täglich ihre Opfer. Die Todesfälle mehren sich erschreckend. Viele Fabriken mußten ihren Betrieb etn- stellen, da die Arbeiter wegen völliger Erschlaffung unfähig zu jeder Arbeit sind. Die Leute schlafen in den Straßen und Anlagen.
Kirchlicher »neiget für »chltichter». Evangelische Gemeinde: Sonntag, den 19. August 1917.
Vormittags V« 10 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann. Anschließend Christenlehre der konfirmierten Knaben.
Abends 8 tlhr: Kriegsbetstunde. Herr Superint. Orth.
Wochendienst: Herr Pfarrer Rollmann.
Evangelisch Kirchlicher Blaukreuz-Verein.
Versammlung nachmittags 5 Uhr in der Kleinkinderschule.
Katholische Gemeinde.
Sonntag, den 19. August 1917.
Vormittags 9 ’/, Uhr: Amt mit Predigt.
Nachmittags 2 Uhr: Bittandachj.
Herr Kaplan Ramd.
I. Nr. 420 K. A Behörden und Private, nutete ick wiederholt darauf aufmerksam, daß Zahlungen an die KreiskommuxMasse und die Kreissparkaffe durch Postscheckformu' lar erfolgen können.
Die Kreiskommunalkafse hat Postscheckkonto Nr. 12 226 Frankfurt a: M., die Kreissparkasse hat Postscheckkonto Nr.
12 230 Frankfurt a. M.
Fch empsehle -von - der EinrichtPttg rÄe- brauch zu machen. Jer Jattbrat