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Telefon 65,

Postscheckkönto Frankfurt a. M. 11402

Mittwoch, den 15 Analst 1917

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Telefon 65

Erscheint Mittwoch and Samstag. - preis mitUrsisblaN" oierteljdhrlid» !,50 Mk. - rtnzByru kotzen -il Neme Zerle »der ^ren Baum 12

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Aussührunsisbeftimmnngkn

ie Verordnung vom 26. Juli 1917 betr. Sicher- ! stellung des Betriebes der Gasanstalten.

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| Der Absatz des gegen Entgeld abgegebenen Gases 4 soll bis aus weiteres so geregelt werden, daß die k Verbraucher, die schon im Vorjahre Gas bezogen Haben, jetzt von Monat zu Monat oder in anderen Ijür die Ablesung der Gasmesser üblichen Zeit­räumen insgesamt nicht mehr als 80% ihres vorjährigen Bezuges erhalten.*)

Hat sich seit beut Vorjahre der Heizwert des Gases nachgewiesencrncaßen geändert, so vermindert oder erhöht sich die 80%[ge Einschränkung im gleichen Verhältnis.

Die Regelung des Gasverbrauches kann beispielsweise 0 erfolgen, dah für jeden einzelnen Almetzmer sein Verbrauch im Vorjahre zu Grunde gelegt wirb, ober es können gleichartige Abnehmer durch geeignete Bor- schristen, etwa burd) Jestsetznng eit es nach der Größe der Gasmesser aügestnsten dtornuriVerbrauches zn- sannlieiigesasjt werben. Auch Sperrstunden können in Betracht fonnuen, soweit sie sich bewährt haben oder ziveckmäßig erscheinen.

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ie Einschränkung gilt auch für die kriegswichtigen kbe; Ausnahmebestiunnungen können im allgemeinen j widerruflich für die Herstellung unmittelbaren Mbedarfes, für Maffenspeisungen, Lazarette, Kranken- M, Eisenbahnbetrikbsmittel und Wasserwerke und Mt nur bis zum 1. Oktober d. Js. getroffen werden. Anträge befindet der Vertrauensmann gemeinsam kll zufländtgerr Kriegsanltstelle. Berasung an mich Wg. " erke, die im Vorjahre bereits Einschränkungen bgabe des in § 1 bezeichneten Gases vorgenommen , können bei dem zuständigen Vertrauensmann ägen, daß die jetzige Einschränkung entsprechend lidert wird. Für die Behandlung solcher Anträge ie unter Ziffer 2 getroffene Bestimmung gleichfalls.

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tu hinzugetretene Abnehmer sind bei der GaSzu- 8 so zu behandeln wie die schon vorhandenen lrtigen Abnehnter.

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ie Ueberschreitung des den Abnehmern für den ucn Monat zugestandenen Gasverbrauches ist nach ichst zu verhindern. In dem Sinne bestimme ich, vn trotzdem eingetretenem Mehrverbrauch seitens lbiichmers an die Gasanstalt je ebm ein Aufgeld % Pfg. zu bezahlen ist. In besonderen Fällen k dieser Aufpreis mit meiner Zustimmung erhöht

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Itt Vertrauensmann hat auf Grund der vorstehen- Stimmungen die in § 3 der Verfügung vorn 26. 1917 vorgesehenen Vorschriften mit der Unter» 'Jnr Aufträge des Neichskomulifsars für Elek- i und GgS der Vertrauensmann: " innerhalb %o$e nach Eingang der Verordnung und dieser Hrungsbestimmungen bei ihm sowie bei den be ^Emeinden und Kommunalverbändcn ju ver- unb in Kraft zu setzen; eine Ausfertigung Wr einzusenden. In Bayern geht außerdem eine Wguug an das Königliche KriegSminificriumS in den 26. Juli 19.7.

11, Königgrätzersir. 28.

Der stieichs körn Missal für Elektrizität und Gas W. Kübler.

I Betrifft: Eutgranne» der Gerste.

^kichsgetreidestelle gehen aus Mühlenkreisen

Klagen darüber zil, daß die angelieferte Hagerste nicht vorschr'iftsymßig entgrannt ist. Wgeskhen davon, daß diese Ünterlassung zu Gewichts- Waildungen fsshrcy HM und so Reibungen zwischen tr und Empfänger entstehen können, welche besser R^st werden, besteht auch für viele Mühlen die M R ^"wbglichkeit, ohne wes.yiliche Körungen I Betriebes die Grannen zu entfernen. Es ist vor- MAen, daß Mühlen die Abnahme solcher Gerste

abgelehnt haben, was natürlich bie Gefahr in sich schließt, daß sie an den Erzeuger zutückgelangt und der Allgemeinheit verlor« ngeht.

Die Koinmunalverbände werden daher ergebenst ersucht, unverzüglich Anordnung zu treffen, daß die Gerste beim Dreschen vorschriftsmäßig entgrannt wird.

Berlin, 31. Juli 1917.

Preußisches Landes - Getreide- Amt.

I.Nr. 6527 K. G. Wird veröffentlicht.

Schlüchtern, den 7 August 1917.

Dt r Vorsitzende des Kreis - Ausschusses.

Preise für Frühgemüse.

In Abändeiuna meiner Kreisblattoeröffentlschung vom 8. August b. Js., KreiSbleut Nr? 64 gebe ich nach stehend die durch die Bezirksstelle für Gemüse und Obst in Cass l in nachgeänderter Weise festgesetzten Erzeug r-- Höchstpreise für Ftühgemüke und die durch den Kreis auSschuß zu Schlüchtern festgesetzten Kleinhandelshöchst- preise bekannt.

per ^fimb

Möhren

Längliche und runde Karotten

Kohlrabi

Frühweißkohl

Grüne Bohnen

Wachs und Perlbohnen

Frühwirsing und Rotkohl

Erzi-uger Höchst­preise Pfg.

Klein­handels Höchst­preise Pfg.

25

20

27

16

2!

12

18

30

38

40

48

20

28

Die

s Preise sind Erzeugerhöchstpretse im Sinne des 5, betreffend Höchstpreise, vorn 4. August 1914,

Gesetzes, in der Fassung der Bekanntmachung vom 17. Dezember

1914 (Reichsgcsetzbl. Nr. 516) unb her batu erhangenen abändernden Bekanntmachungen. (A (I G 5562 a 1.) Schlüchtern, den 13. August 1917.

Der Vorsitzende des Kreis - Ausschusses.

J.-Nr 6817 K. G. Die Herren Gendaruiericwachi- meister beauftrage ich alsbald in allen Gemeinden ihres Dienstbezirks Feststellungen zu machen, ob die Vorschrift in § 3 der Anordnung über den Verk.hr mit Brot- getr ide und Mehl vom 25. Juli 1917, Kreisbl. Str. 63 wonach jeder Landiviit verpflichtet ist. das Ansdreschen und das Ergebnis des Druschs, insbesondere auch vom Flegeldrusch, der Ortsbehörde anzuzeigen, befolgt wird. Ich weise darauf hin, daß die Orlsbehörde ein Ver­zeichnis darüber zu führen hat. Zuwiderhandlungen sind anzuzeigen. Zusammenfaffenden Bericht erwarte ich erstmalig bis zum 25. August.

Schlüchtern, den 14. August 1917.

Der Vorsitzende des Kreis - Ausschusses, von Trott zu Colz.

J.-Str. 8405. An den Pferden des GutSpächters Otto Fath in Dürrhof, Bez. - Amt Gemünden, ist die Räude festgestellt worden.

Schlüchtern, den 11. August 1917.

D.r Königliche Landrat. J. V.: Schul: Hei s

Politische Uebersicht.

Wir habe» nur einen Feind

Bekanntlich war unser neuer ReichSkanzler'Dc Micha­elis 4 Jahre bis 1889 Dozent an der deutschen Rechts- schule in'Tokio, Eciir.t also die oslanatischen Wrhälunne aus peHuachjer Erfahrung. Im Jahre 1897 hulk Dr. Michaelis, damals Obern gierungsrat, in ArnSivaloe einen Vortrag über unsere Aussichten in Oüasi.n. Dieser Port rag liegt gedruckt vor und ist bei D Steinur er­schienen. In diesen! Vortrag behandelte Dr. Michaelis die Bedeutung Kiautschous als- einer Zentralstelle deutschen Unternehmungsgeistes, deutscher Jute ägcnz und deutschen Kapitals in Ostasicn. Er schiloerte den politischen und wirtschaftlichen Ehrgeiz Japans, dessen Industrie bereits damals den europäischen Erzeugnissen starke Konkurrenz in djte. und machte dann folgende Ausführung:

^7^ als Deutscher um die Erde reist, den kann die Empfindung eines gewaltigen NeiogesühlS gegen England eigentlich gar nicht verlassen. Schon A's ein großer Gewinn, daß wir jetzt auf deutschen Schiffen

reifen können; aber überall, wo wir vor Anker g^rn, in Aden, in Colombo, in-Singypore, inHo.rgkvng, injS . ar g» Hai wer hat sich hier breit gemacht? Der Engländer. Wir haben ja cigiutlich znizeit auf der Weli nur u- en wirklichen Gegner und Feind: das ist der Enaiävd r. Bölkerkrteze werden nur noch aus wieZchafill h n Grü be: geführt, und un trer wirtict-aftlichen Enlmick': ng steht der Engländer entgegen. Wir gingen in Deut djümb über, wir müssen hinaus, li beral wo wir hinmolle 1, steht der Eralander, breitbrinig unb unser schämt in b 'c Haustür und will uns den Weg versperren. In Klaut- schau war noch eine Tür off 11, wir freuen uns, daß wir die Klinke in der Hand haben."

Es ist hoch erfreulich 511 sehen, wie Dr. Michaelis schon damals vor 20 %brru den wahren F?ind ber Deutschen 'richtig erkannte, lieberal, wo der Deutsche sich entfalten wo lte, b 1 staub schon oer Engländer m t seinen Prätensione» aus die ganze- oder wenigstens die balbe bessere Welt. SPie ein eingef^nihter t a-kr Körper lag Deutschland in den rnjlifdnm HochmutSklamnie 11. Von GnadeNbrocken E igl inds so. t e seinen AuslandS- handel fristen, als unsteter Handeieanann, nirgends da draußen recht ansässig. Jeder Eigenschrilt Deutschlands ward von England mit brennendem Re.de verfolgt und wo es nur eben ging, gehemmt nid rückgängig gemacht. Es ist gut, wenn sich die Deutschen das heute immer wieder recht denll'ch vor Augen halten. Wollen die Deutschen etwas anderes sein, als eine von England aus den Meeren geduldete Station, so müssen sie den Kampf zu Ende sümpfen. Um ihre Gleichberechtigung mit Eng­land ! Die Deutschen aber werden mit Freuden vernehme», daß der Mann, in dessen Hand j-bt ihr Volker-geschick iuht, schon vor 20 Jahren' wußt, daß wir nur einen Gegner haben England. Es gibt leider heute noch Leute, die das n'cht ganz genau zu wissen scheinen.

Kliegeröesuch in Frankfurt.

Ein Flieger erschien am Samstag früh über Frank­furt und Wurf gegen 7,7 Uhr- eine Bombe ab, die im Innern der Suhl un.nitteldac vo^ einem großen Mili- täil izarett nüberfiel. G ücklichcrwcise sind keine Mensch r.- leben zu b. klagen. 91 irr einige Insassen des Laza­retts und ein Türhüter würben leicht verletzt. Der angerich'.cte Schaden ist gering.

Wieder seiudliche Bor»be»r aus Feaukfnrt.

Frankfurt n M., 12. Aug. Heute abend gegen ^8 Uhr erschien wiederum ein seinolicher Fl eger über Frankfurt, der wahllos mehrere Bomb.» über der duich den Sonntagsverkehr sta^k belebten Stadt abwar). Leider sind diesmal 4 Tote und mehrere Verletzte 5:1 b tiaaen. Der Sachschaden ist unbedeutend, nii[;täd|d;et Schaden wurde überhaupt nicht angerichtet. Das feino- liche Flugzeug wurde aus bem Rückweg im Lufekampf abgeschoffen. Die b^den Insassen sind gefangen ge- nommjt.

Maler PraoknMer. "

Schlüchtem, den 14. August 1917.

* Am Sonnläffdifn 19. ds. MtS. stach»! tags 1'/, U0r findet im Hot'e! Stern eine Abgcordnetenveifanrmlung des KreiS-Kr egerverbandes statt, zu welcher außer den Abgeordneten auch alle Mitglieder der Kriegervereine Zu­tritt haben.

* Nachdem wir vor Kurzem von der Tagung des Bezuksvereins Hanau der evang. Gußao-Adolf Stiftung berichten kstinten, können wir heute von der Hauptvr.- fammlung des E-fieler Hauptvereins b rietben Stiftung Benetzt erstätteu. Dieselbe faud am 8. August wuec dem Vorsitz des Herrn Generalsperintendenten Fuchs im erring. VereinshauS zu Riffel statt und war von den Vorständen der Bezirks, Zweig- und Frauenvereine, sowie man Vertretern der Diasporagemeinden und anderen A-ttglirdern besucht. Nach ber üblichen erbaulichen-Eir- leitung wurden nach 8 11 der Satzung n zu M tgliete.n des 'Vorstandes wieder- unb neuge.vähil die H-nn SuperinteNdeUt D Klingender, Metroooü'an Most, Superintendent Ruhl, Rechnungseat Töhler, Nettoe Hoff iiann in Cassel und Melropelitan 2Lelf in Schmal- kalden. Zum Vo sitzenden wurde Gene-alsuperintendent Fuchs wieder g wählt. Der Unterstützungsplan wurde tot Wesennkichen nach seimm Vorschläzen an e ommen und festgelegt. Im Ganz n waren N400Mk. Hu verteilen. Es sollen g'Jrhlt werden: 1. an den Eer- tralverein zur freien Verfügung 5400 Mk. an die Gemeinden der Kurhcssischen Diaspora; Binberstein