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AMLLi^es-

Die Einzahlung der in den Monaten ApUl, und Juni d Js. (2. 4. 1917 bis 30. 6. 1917) I gewordenen Krankender sicherungs-Beiträge hierniit in Erinnerung gebracht Schlächtern, de> 21. Juni 1917. .

>Astg. Dltskruiih hsossc

:s muß daraus Bedacht griiom-orn werd» daß dem Lande der Berbrerttch von Kohlen itH*U= ttdft eingeschränkt wird.

Die Beschaffung von Brennholz in nenügen)»! ge ist daher dM Laudwiitey dringend zu empfehlev. Die KrirgswiiLschaftssteüe.

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»folge der allgemein eingetretenen TranSportschwierig i kann zur Zeit der Heeres und Lazarett Bedarf Holzwolle zur Füllung von Strohsäcken usw. nicht gedeckt werden. Es müssen daher auch andere Ersatz

1 in weitgehendstem Umfange verwendet werden. Zu erster Linie kommt hierfür Altpapier (alle Zeit- n) In Frage.

jn Anbetracht dessen, daß mit dem Füllen der chsäcke mit Papier bereits gute Erfahrungen gemacht M-furd und mit Rücksicht auf den guten Erfolg korjährtgen LamnrMnn, bitten wir die Heer« tet, mkbe eine

llliiiiiiii^ von ZiUimtjvMpirr und Ältpnpier nller Art

k Wege leittn zu wollen.

Die Schüler werden nach vorausgegangenex Belehr- gern das Einsammeln der Vorräte an alten Zeitungen m Haushaltungen übernehmen und dieselben einer ichen Sammelstelle zu führen.

sobald sich Gelegenheit bietet, ist das Papier einer Kreissammelstellen zuzuführen.

treissannnelüesle I befindet sich in Schlüchten WüherM zerrn Lehrer Flemmig).

tieisfamnustftclk 11 befindet sich in Sterbfritz (Näh. Zerrn Lehrer Schüler).

Keissammelsiesle III befindet ^ich in Salmonfter leres bei Herrn Lehrer May). - ich! achtern, den 20. Juni 1917.

Die beiden Wotekrenzvereine.

Am dramatischen Wendepunkt der Weltgeschichte.

^inen Ueberblick über Krieg, Kriegführung und die We Haltung des deutschen Volkes enthält ein el, den der Berliner.Berichtstatter des schwedischen onbladet" veröffentlicht Es heißt darin:In in Kriege herrscht nicht das Verhältnis ritterlicher dschaft. Deutschlands Gegner haben einen sieg m Papiersildzng gesührt mit jeder nur denkbaren von gemeiner Verleumdung. Man erinnere nur be ebenso widerwärtige wie wahnwitzige Geschichte, deren Wahrhrit die englische Regierung eingetreten daß nämlich die Deutschen die Leichen ihrer eignen »deute und bk ihrer Feinde zur Fettfabrikation endeten. Die englische Regi rang hat, trotz der an ngangenen Aufforderuuz, diese wiederwärtige Be diguug heute noch nicht zurückgenommen, diese chigste aller Lügen, welche während deS Kriges er t worden ist. Es i nterliegt keinem Zweifel, daß t Lügenseldzug eine recht starke psychologische Wir- in Deutschland hervorgerufen hat. DaS Empfinden ßt zu sein und geschmäht zir werben, ist peinlich tapfere Truppen. Der Verfasser dieses Artikels ist vielfachen Frontbesuchen häufig gefragt worden - M fommt es eigentlich, daß wir Teutschen so gehaßt I daß man es wagt, derartige Gemeinheiten über I in u-rbniten? Das deutsche Volk fit sich seiner «rt'e bewußt. Ein derartiges Bewußtsein verbindet I laßt die Hand des Schwertes fester umfassen I Volk schließt sich in sich selbst enger zusammen, I Verachtung über die Verleumdungen. Aber dies ^rt nicht, daß sie im Innern brennen wie eine nie

ganz verheilte Wunde. Kann man da versWen, daß das deutsche Volk entschlossen ist, auszuhalken bis zum Letzten, und daß seinen Kräften etwas von Verbitterung innewohnt?

Kein einsichtiger Beobachter kann in Zweifel darüber sein, daß dieses Volk durchhalten kann und wird, daß es militärisch niemals zerschmettert werden kann. Eben­sowenig bringt die Hungerwaffe Deutschlank zum Nach geben. Bis jur nächsten Ernte ist' es für Deutschland verhältnismäßig leicht, durchznhalten. Uni wenn diese Ernte geborgen ist, wird sich baun der deutsche Bürger nicht sagen ; Ist der Krieg au der Front nicht bereits entschieden? Haben di. Feinde nicht eiligefeben, daß eS eine Unmöglichkeit ist, den Einsamen" zu vernichten ? Der ll "Boot-Krieg geht mit einer verhängnisvollen Regelmäßigkeit seinen Gang und hat in seinen Er­folgen den Voranschlag des Admiralstab weit über troffen. Am I. Oktober werden > Millionen Tonnage auf denn ^Meeresgrund ruhen Wird da nicht endlich ein Ende kommen? Wird man dann im Westen nicht auch erkannt haben, daß es Zeit ist, in Verhandlungeu für einen Frieden einzutrMch der nicht dle Vernichtung des Gegners bedeutet?^ Kann sein, daß England dies dann immer noch nicht Angesehen hat. Und doch liegt ein Ergebnis dieses Krieges, und zwar da--bedeutungs­vollste, bereits vor: Englands Herrschaft auf der See existiert nicht mehr in dem Maße, wie vorher! Wenn sonst niemand das erkennt, so hat es das deutsche Volk getan. Und dieses deutsche Volk läßt seinen Feind, den eS einmal gepackt hat, in bem Augenblick nicht los, in dem die Weltgeschichte am dramatischen Wendepmnt ringelst gt ist."

- - ------......... - -".......------- - pouaM Uctitchap

II Bovts fallen,

In den amtlichen Berichten übe- die Ergebnisse des U-Boot-Krieges k^hrt sehr häufig der Ausdruck U-Boots- Falle wieder und mancher Leser wird sich gefragt haben, ob darunter eine wirkliche Falle zu verstehen ist, aus welcher ein hincingera^enes II Boot nicht wieder heraus kann. Haben doch englische Blätter oft genug geschildert, wie flinke Wachfahrzeuge, wenn km irgend einem Teil der Küstengewässer ein deutsches U-Boot gemeldet ist, herbekeiten und es von allen Seiten mit einem System von unterseeischen Drahtnetzen umgeben, in welche das N Boot sich verfängt nub worin man es so lange zappeln laßt, bis alles Leben in ihm erloschen ist. Diese Art des U Boot-Fanges macht sich ja auf dem Papier recht schön, man darf aber bezweifeln, ob damit in Wirklich seit irgendwie bemerkenswerte 10folge erzielt worden sind. Zu Anlage und Ausführung nicht weniger heim tückisch aber wirksamer war der Plan, Handelsschiffe mit einer verdeckt aufgestellten, starken Armierung zu versehen und sie womöglich mit neutralen Abzeigen und unter neutraler Flagge, die Besatzung in ZivilkleiAng, durch Seegebiete fahren zu lassen, wo deutsche II Boote zu erwarten waren. Für diese, dem äußeren Anschein nach harmlosen und friedlichen Handelsschiffe,' die in Wirklichkeit Kriegsschiffe sind, hat unser Admirasilab den Ausdruck U-Boot-Falte gewählt. Deren Erfolg- möglich' feiten waren naturgemäß am größten, solange unsere lk Boote gezwungen waren, den U Boots Krieg nach den Bestimmungen für den Kreuzerkrieg zu führen und jenes verdächtige' Fahrzeug zunächst anzuhalteu und zu unter suchen, zu' welchem Zweck ein Auftauchen unerläßlich war. Aber auch nach Einsetzen bei uneingeschränkten WBools-Krteges spielen )I-Boots-Fallen noch eine Rolle, die um so- aUSsichtsvoller seist wirb, je täuschender die zur Anwendung gekommene Berklejdnngffst. Schiffe der verschiedenster Art werden als Fallen, richtiger wäre vielleicht zu sagen ak Köder benutzt, um die II Boore anzulocken, nicht nur gewönliche Fracht und I-ischdavipsi- sondern auch Spezialtypen, wie TankdWtpfer je sogar Segelschiffe. Nähert sich da z. B. ein II Boot einem träge dahinschleichenden, ganz unschuldig ansjehevden Segelschoner, für dem ein Torpedo zu schade wäre unb der daher durch Artilleriefeuer ober Sprengbomb u v . senkt werden soll, so ändert sich da Bild plötzlich so bald das 11 Boot auftaucht. Aus zahlreichen Gefchützeu mit einem Regen von Granaten überschüttet- muß es frei) sein, wenn es sich bem unerwarteten Angriff noch durch schnelles rauchen entziehen kann. Ein ander,-> Beispiel für die hinterlistige Hampfweise der ll Boot- Fallen ist der von einem U-Boot berichtete Versuch des Feindes, durch Ausfetzen der Boote den Eindruck zu er­

wecken als ob di, Besatzung dar Schiff verlaffen wolle und dann von den Booten aus das U Boot mit Wasser­bomben anzugreifen.

Die berüchtigteBacalong" war nichts anders als eine U-Boots Falle, und auchU 41", Kommandant Kapitänleutnant Hansen, ist am 24. September 1915 das Opfer: efffer unter amerikanischer Flagge fahrenden englischen U-Boots-Falle geworben. Zahlreich sind ander­seits die Fälle, in denen sich unsere U-Boote derFallen,, mit Erfolg, oft nach langem und hartnäckigem Feuer­gesicht ei mehrt haben.

Die amexikattische Hilfe.

Wie sieht in Amerika wirklich aus? Wir er­fahren darüber nur aus den Witsonnoten und der trüben Üccutei quelle Darnach kocht das ganze Volk vor Kriegs- begeisterung unb oer Zeitrmnkt ist nicht fern, in dem amerikanische Heere nach Frankreich stürmen werden. Anders gestaltet sich ban Bild, wenn es von neutralen Äugen gesehen wird. So gibt ein Kapitän der schwedi­schen Marine, namens Krook, der kürzlich aus Amerika zurückgekehrt ist, inDagens Nyheter" seine amerikani­schen Eindrücke folgendermaßen wieder. Er erzählt: Die Amerikaner nehmen den Krieg- mit Ruhe auf. Das Leben geht den gewohnte Gang, nur ist es teurer geworden, da man Rationierung fürchtet. Was die U- Boot-Blockade betrifft, so nehmen sie die Amerikaner nicht leicht Eine große Schwierigkeit bleibt die Ve- satzuvgsftage. Steuerleute und Maschinisten sind auch für Geld in Anterika nicht zu haben. Die große Frage des Tages ist die Teilnahnw der Armee am Kriege. Das Werbegeschäft ist nicht glänzend gegangen. Das liegt den ^mertfann n nicht Best . ist es noch bei der Flotre ^nhelfen sck im man her allgemeknen Wehr

- ! --. Äin'iepc omch ^ L'> --ich' nbgv!ieig.i zu i<-rn Foffn-° VrfjÄch. fogUM eine Armee von 2000tn> Mann nach Frankreich üb :zMhren, ist miß­glückt, hauptsächlich chns Mangel an Offizieren und Unteroffizieren. Diese werden alle als Instrukteure für bk Ausbildungslätze» gebraucht, die im Herbst eröffnet werden sollen. Vor einem Jahre kann kaum eine amerikanische Armee nach Europa übergeführt werden "

Die feindlichen Brüder.

Die Stimmung der aus Flamen und Wallonen ge mischten Truppen, die von jeher gespannt war, ist nach neueren Feffstellungen vielerorts unerträglich geworden. Belgische Infanteristen des 3. Regiments, die am 25. Mai bei Merkem in deutsche Hand fielen, sagen, daß sich die Flamen durch die Bevorzugung der Wallonen zurückgesetzt fühlten, und erklärten, hiermit auch die starke Neigung der Flamen zum Ikberlaufen. An­scheinend haben auch die vielen Gehorsamsverweiger- nugen denselben Grund. Noch schlechter ist das Ver hältnis aller kontienentalen Truppen zu den Engländern, immer wieder kommt es zu blutigen Schlägereien. Nicht ohne BesrieWuug erzählen die Gefangenen, das bei einer solchenSchlacht" in.Pöperiilgeu von Belgiern bei 4. Division nicht weniger als 10 Engländer getötet seien, die veiboteuenoeife dorthin gekommen waren Belgier unb Franzosen sind längst zu der Ueberzeugung gekommen, daß sie sich bloß für England schlagen.

Lchwerzev Bif ^gurffe.

DasWerner Tageblatt" >cht anläßlich der jüng­sten Ereignisse in Griechenland einen Vergleich mit der Vage bei Schweiz Das Besipiel Griechenlands zeige, daß eS eine Grenze gebe, über die hinaus sich ein kleines Volk nichts mehr biejen laßen dürfe. Was sagen die Vorkämpfer für Recht und Freiheit zu dieser übri genS keineswegs alleinst^uben Aeußerung Neutraler? Die Frauzoseu erschiefieu rnffifd)e Soldate«.

Ueber jüngst st all gehübte Meuterei terrufstschen Truppen in Frankreich, die man französischerseitS be­kanntlich als völlig härmio - binzustellen suchte, wird aus sicherer Quelle bekannt, daß aus dir Schar der Jhiifni, die nicht weiterhin für Frankreich kampsen wollten, lurzerhavd >50 Leute als Rädelsführer. hrrmisgesucht und von diesen jede' Zehnte, insgesamt also 15, er­schossen wurden.

o-c-M r^y Frovinkiette».

Schlüchteru, den 22. Juni 1917.

Erhrduug der Kirchen - Steuer. Die 1. Rate Kirchen Steuer, nnl^e am 1. April 1917 fällig war, wird in dem Monat Juni und Juli durch Kirchen- Rechner Scharfer erhoben.