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Kokales und KrooilljieUes

Schlüchtern, den 22. Mai 1917.

* Wir Hausfrauen alle haben ja im letzten Winter sehr unter der Kohlennot gelitten, die heute noch nicht besser geworden und die auch allen Anzeigen nach ri der nächsten Zukunft nicht ganz behoben sein wird. Darum müssen wir Mittel und Wege suchen diesem ' Mangel ein wenig zu steuern und uns zur Pflicht machen, mit dem uns jetzt noch zu Gebote stehenden Brennmaterial mögtzchst sparsam umzugehen. Eines oer hierin wirksamsten Mittel besteht in her Benutzung er Kochkiste, die für jeden Haushalt ob groß. ob klein, reich oder arm ein vorzügliches Hilfsmittel ist. Wer »n unseren Frauen den Wert und die Annehmlichkeit der Kochkiste noch nicht kennt, ist zu einer Besprechung nd Vorführung derselben auf Donnerstag. 24. Mai, >chends 8 Uhr, in den Saal der Keinkinderschule herz­lichst eingeladen.

* Wo bleibt- die Butter ß Wie demL--A." aus Stettin berichtet wird, hat der dortige Landrat gegen krumige Butterablieferer eine Bekanntmachung erlassen, in der es heißt: Von den 22 000 Milchkühen des Kreises find 8000 in Molkereien, die hier angeschlossen Hiib. Diese geben für die Allgemeinheit gewöhnlich 140 Zentner Butter, jede Kuh also fast 1 Kilogramm. Von den 14 000 Nichtmilchkühen werden nur etwa 40 Zentner abgegeben, also von jeder Kuh nur rund V* Pid. Das m ß anders werden. Da gutes Zureden nicht hilft, wird in Zukunft folgendermaßen vorgegangen : Für zwangsweise Viehablieferungen kommen in erster Linie die schl-cht melkenden Kühe derjenigen Eigentümer in -rage, die schlecht liefern. Für jedes fehlende Pfund Butter der Pflichtmenge wird die Vertragsstrafe von 5 M eingezogen. Wer seinen Verpflichtungen zur Lieferung von Butter oder Milch nicht nachkommt, wird von der Berteilung von Zucker, Petroleum und Lebensmitteln ausgeschlossen.

* Die Kriegsanleihe undder kleine Mann." inen klaren Beweis, in welch hohem Gradeder kleine

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K. 2/17 . 2

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Todes-Anzeige

-Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dass heute früh 7^ Uhr mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Grossvater, Schwiegervater und Bruder, Schwager und Onkel

Uetnliarh Paul Bahnwärter

nach kurzem, aber schweren Leiden sanft entschlafen ist.

Schlöchtern, den 21. Mai 1917.

Die tieftrauernden Hinterbliebenen.

I. d. Namen

frau 6va Margarete Paul u. Kinder.

Die Beerdigung findet Mittwoch Nach­mittag 3 Uhr statt.

Wiedersehen war seine und unsre Hoffnung.

Plötzlich und unerwartet erhielten wir die tief erschütternde Nachricht, dass unser letzter, lieber Bruder, Bräutigam, Schwager, Onkel, Neffe und Kusin

Rudolf grosch

Reservist in einem jnfant. - Regiment

Inhaber des Eisernen Kreuzes II. K1.

am 18. April, nach 32 monatiger, treuer Nichterfüllung, bei einem Sturmangriff, im blühenden Alter von 31 Jahren den Helden­tod erlitten hat.

Salm finster, Aufenau, Hanau a. M., Büdingen.

3m Jfamen aller Angehörigen: Emilie Nöll.

Mann" sich an der Zeichnung zur 6. Kriegsanleihe be­teiligt hat, gibt folgende Tatsache. Das wenig begüterte schlesische Gebirgsdorf Arnoldsdorf, Kr. Neiße, hat rund 14000 Mk. zur 6. Kriegsanleihe gezeichnet, und zwar xhaben diese Summe insgesamt 74 Zeichner aufgebracht.

Die außerordentlich reiche Sammeltätigkeit ist das Ver­dienst des dortigen Postagenten Julius Langer, der, wie bei den früheren Anleihen, auch diesmal in hundert Gängen die Leute in ihren Wohnungen aussuchte, um ihnen so das Zeichnen zu erleichtern. Insgesamt hat der bejahrte Herr bei allen Kriegsanleihen (mit Aus- nahme der ersten, bei welcher bei den Postanstalten noch nicht gezeichnet werden konnte) daselbst rund 60000 Mk. Zeichnungen gesammelt. Geht aus der hohen Zahl der beteiligten kleinen Zeichner an sich schon deutlich hervor, mit welch festem Vertrauen unser Volk Deutschlands Zukunft engegensieht, so ist doch hierfür'auch bezeichnend, daß das Zeichnungsergebnis dieser letzten Kriegsanleihe dortselbst, das der vorletzten (5.) Anleihe um fast das Doppelte übertrifft. Es handelt sich hier unt dasselbe schlesische Gebirgsdorf, dem 1903 eine riesige Hochwasser­flut die Kirche zerstörte, den Friedhof wegschwemmte^ eine ganze Reihe von Wohnhäusern und sämtliche Brücken fortriß und die ohnehin spärliche Ernte fast vollständig vernichtete.

* Griesheim a. M. Nach dem Genuß von selbst- gebackenem Kuchen erkrankten hier die Frau, Tochter und Enkel des Händlers Becher unter schweren Vergiftungs­erscheinungen. Die Frau starb bereits, die anderen Familienmitglieder liegen schwer darnieder. Die Ver­giftung wird auf das zum Backen verwendete Back- und Eipulver zurückgeführt.

Vermischtes.

In Geisa wurden zwei Franzosen verhaftet, weil sie verdächtig sind, in der dortigen Flachsverwertungs­gesellschaft Feuer angelegt zu haben.

Auf dem Bürgermeisteramt in Veerde in Wests- erschien ein Arbeiter und meldete die Geburt von Vier-

Zwangsversteigerung

Zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft, die in An­sehung der in der Gemarkung Gundhelm belegenen, im Grundbuche von Gundhelm Rand VI Artikel 188 zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen

1 .) des Ackermannes Wilhelm Blum, Johs. Sohn zu Gund- Helm zu 10/12 und

2.) des Georg Blum, Georgs Sohn und Braut

Gerttude Lamb zu Gundhelm zu 2/12 eingetragenen Grundstücke J. 30. Im Katzenschinder, Wiese 53 ar 24 qm Reinertrag 2,71 Tlr. N.183. Die steinige Wiese, Wiese 40 ar 57 qm Reinertrag 3,18 Tlr. h,*ätsollen diese Grundstücke am

O. August TAU, UUtyMMUgS 4 ^t^ durch das unterzeichnete Gericht in der Löffert'schen wirtschaft zu Gundhelzst versteigert werden.

Gast

Schlüchtern, den 18. Mai 1917.

Königliches Amtsgericht.

Pfingsten

Jln den beiden Pfingsfeiertagen sowie am Tage vor- und nachher werden zur Benutzung von Schnell- (V-) Zügen Fahrkarten des öffentlichen Verkehrs nur für solche Reisen ausgegeben, bei denen die im Schnellzug zurückzulegende Strecke 60 km «ver­steigt.

^"ch die Ausgabe von Fahrkarten für Eil- und Personenzüge kann nur in beschränktem Umfange erfolgen. Der Fahrkarten vermuf für die einzelnen Eil- und Perfonenzüge wird eingestellt sobald nach der Zahl der verabfolgten Fahrkarten eine Neberlastung der Züge oder eine Gefährdung der pünktlichen Zugabfertigung zu befürchten ist. Der Reisende muß daher mit Zurückbleiben beim Reiseantritt oder unterwegs rechnen

Dms Vaterland verlangt, daß nicht unbedingt notwendige Reisen unterbleiben.

Frankfurt (Main), den 20. Mai 1917.

Königliche Eisenbahndirektion.

Rs« aWnatert jrererrett W? aas SMnste und billigste Familien -Wi^bUtt

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Wr die Redaktion verantwortlich: Lina Hofmeister Druck und Keelag von 5 Hofmeister in Schlächter»

lingen, zwei Km>ben und zwei Mädchen. Die Kinde sind wohlauf. Der so reichgesegnete Vater kann nw über eine Kinderschar von zehn Kindern gebieten.

Ein riesiger Waldbrand vernichtete in den Forst« nördlich Haltern 1000 Morgen Kiefernwald. Viel Will ist dabei umgekommen. Ein Schulknabe soll den Riesen brand verursacht haben.

In Freiburg ist ein neues Offiziergefangenenlage [ eingerichtet. Mit der Belegung des Lagers mit englisch«; und französischen Offizeren aller Dienstgrade ist begoum worden. Dem Vernehmen nach sollen die Offziere i verschiedenen Hotels der Stadt untergebracht werde« Nun werden die feindlichen Flieger Freiburg wohl v« schonen.

Montag, den 28. dt Mts bleibt mein G« schä't feiertngshglbk gef^Uff««.

Mrohmn Ziche!

Wie schon im Lokalen D der Zeitung gemeldet ist, wi am Donnerstag Abend im S» -der Kleinkinderschule eine Uni Weisung imu Vorführung. H-^

Urchkift« stattfinden. Da dieselbe diej Sommer in keinem Hauch fehlen dürfte, wird hofferNl keine Frau, versäumen, sich der Handhabung derselben uns weisen zu lassen..

Batkrl. Frauensterei«

.Frau von Trott zu Solz.

FischMaster- Merpachtung

Montag, den 4. Juni d., nachmittags 1 Uhr, soll in! Heiubnch'schen Gastwirtschaft Marjoß das Gemeindefischwe! öffentlich verpachtet werden. Bedingungen werden im 5 nun bekannt gemacht.

Der Bürgermeister: Richter

. Eine Hreil- Drefchmaschi» mit Putzmühle (liefert ma reine Frucht), 1 Jahr gebrau sowie eine Bandsäge, z. Ha und Kraftbetrieb verkauft.

Michael Stoppel, Magd Bellings.

Diejenigen hiesigen Etnwoh welche für die av die S abgegebene Kartoffeln noch zahlung zu beanspruchen ^ wollen die Beträge Donners den 24. ds. Mts., vormittt bei der Stadtkaffe in Emp^ nehmen.

& Die Stadttaftt

Matzlschei«

sind zu haben in der BuchtrÄ C. Hohmeistei

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