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Telefon 65

). I Erscheint Mittwoch und Samstag. Preis mitAreisblatt" mertejjcbrfid- ,50 Mk. Anzeigen kokten Me kleine Zeile oder deren Raum 12 Pfg.

Mittwoch, hen 11. April 1917

Aus Ketd wird Munition. Munition

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spart deutsches Mut. Drum zeichne " I jeder, soviel er Kann, Kriegsanteihe.

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Amtliches

-Nr. 3631. Unter der dem Friedrich Heinze aus

ostl gehörigen Schafherde, welche in der Gemarkung menhaßlau weidet, ist die Räude festgestellt worden. Schlüchtern, den 5. April 1917.

Der'Königliche Landrat. J. V.: Schultheis.

-Nr. 3618.

Das Hochbauamt Gelnhausen ist mit

ibe März ds. Js. aufgelöst und dessen Dienstgeschäste dem Hochbauamt Hanau zugeteilt worden.

Der Dienstbezirk des Hochbauamts Hanau umfaßt die Kreise-Gelnhausen, Hanau (Stadt und Land) Schlüchtern.

Schlüchtern, den 5. April 1917.

Der Königliche Lindrat. J. V-: Schultheis.

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zur Beschäftigung weiblicher Arbeitskräfte in der Landwirtschaft.

Die Frühjahrsbestellung steht vor der Tür. Mehr je gilt es jetzt, dem heimischen Boden das Aeußerste zuringen! Frauen vom Lande, Ihr seid für die dwirtschast unersetzliche Facharbeiterinnen! Darum, für teuere Männer und Lauser $uiut» ^ vi* KugT So helft Ihr am treueren dem Vaterland ' Alle öffentlichen gemeinnützigen Arbeitsnachweise die Hilssdienstmeldeftellen in Stadt und Land isen Euch Beschäftigung, Unterkunft, gute Beköstigung Entlohnung nach!

Auf denn Frauen und Mädchen, zur Hilfsarbeit bei Erzeugung unserer Nahrungsmittel! Das Vater- d rechnet auf Euch wie aus jeden Mann!

Und Landwirte, laßt Euch Euere wertvollen Kräfte i nach der Stadt entziehen ! Greift zu, wenn Euch ilfe aus den Städten kommt, damit alles Euerer Ar restlos dienstbar gemacht werden kann!

Eile ist geboten!

i Knegsamtsstkke Frankfurt a. M.

Kriegsvirtschaftsamt Frankfurt a. M.

Die Einzahlung der in den Monaten Januar März 9l7 fällig gewordenen Krankenversicherungsbeiträge ird hiermit in Erinnerung gebracht.

Schlüchtern, am 4. April 1917. «

Allgemeine Ortskrankenkaffe.

Tie Lehrlingsfrage,

I Bekanntlich herrschen in den Kreisen der Hand­werker seit langer Zeit ernste Besorgnisse um den achwuchs im Handwerk. Immer und überall, wo ch die Vertreter des Handwerks zu Beratungen 511=

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unenfinden, werden bange Klagen über den im rgleich zu den Friedenszeiten stark abgeflauten Zu- rang der eben der Schule entlassenen jungen Leute den handwerksmäßig betriebenen ©ewerbcjwcigcn ut. Die Gründe für das geringe Interesse, das jetzt m Handwerk ganz allgemein zugewandt wird, hängen Rit dem Kriege und der burd) ihn hervorgerusenen konjunktur zusammen. Es ist für die die, Schulbank "erlassen und junge Leute eine verlockende Aussicht, tim Eintritt in eine Fabrik sofort einen mehr oder weniger hohen Tagelohn zu verdienen, und demeru- krechend ist die Anziehungskraft, die die industriellen 5c üuernehmungen auf sie ausüben, eine große, zumal Ulch viele Eltern bei der Berufswahl ihrer Söhne vehr die Augenblicksmtereffen als die Sorge für deren gesicherte Zukunft berücksichtigen. Tiefe Kurzsichtigkeit dürfte von beiden Teilen einst schwer bereut werden.

sie sollten sich vergegenwärtigen, daß der Krieg und die Kriegskonjunktur nur einen Ausnahmezustand bilden, der hoffentlich bald überwunden ist und an besten Stelle dann wieder geordnete Kriedcnsverhältniffe treten. Tann wird auch das Handwerk, das unter den jetzigen Umständen gewiß nicht zum besten gestellt istjtvieder in Unserm Wirtschaftsleben zu seinem Rechte kommen.

Gerade das Hnndwerk ist ja berufen, alle diejenigen Mängel auszubessern, die in Den Städten sowohl wie aus dem platten Lande entstanden sind, und die heute infolge des Leutemangels nicht geheilt werden können. Man denke an die Abnutzung aller Maschinen, Ge­brauchsgegenstände usw., die fabrikmäßig nicht in ihren alten Zustand zurückgeführt werden können. Aber ab­gesehen davon, ist die Heranbildung von Lehrlingen für die wichtigsten Berufe der Kriegswirtschaft zur Stärkung der Zahl der gelernten Arbeiter eine bringende Not­wendigkeit. Die jungen Leute sollten möglichst zahlreich in kriegswirtschaftlich wichtigen Berufen ausgebildet werden. Als solche Berufe gelten vor allem: Me­chaniker, Schlosser, Kesselschmiede, Kupferschmiede, Werk­zeugdreher : im Bauhandwerk, Zimmerer, Maurerpoliere

Hilf

zum vollen Sieg, zum ehrenvollen Frieden, zur baldigen Heimkehr unserer Truppen!

Alle Deine Angehörigen, Deine Verwandten, Deine Nachbarn müssen helfen!

Zeichne Kriegsanleihe dann warst auch Du dabei, als die Entscheidung erzwungen wurde.

Wie bei den Wahlen aufjede Stimme, so kommt es bei dieser Kriegsanleihe auf j e d e Mark an.

und Zimmerpoliere, im Transportwesen, Lokomotiv­führer usw. Die jungen Leute, die sich einem dieser Berufe widmen, haben den Vorteil, zur Friedenszeit schnell und ohne llmlernen in einem handwerksmäßigen Betriebe unterzukommen. Außerdem muffen nch die Eltern, Vormünder und alle an dieser Frage beteiligten Stellen darüber klar sein, daß die Erlernung eines kriegswirtschaftlich widrigen Berufes in der Kriegszeit für den jungen Mann eine Pflicht gegen das Vater­land ist. Sie sollten ferner bedenken, daß für die Friedenszeit eine schnell einsetzende Entartung unserer weltwirtfdhtftlidtcn Beziehungen dringend notwendig ist, eine solche sich aber nur entwickeln tWin, wenn dem Handwerk und der Industrie tvohlgejmulte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Aber auch unter dem finanzi eilen Gesichtspunkte ist die Erlernung eines Handtverks-

..........- -'-........- ........... .r mäßigen Berufes aufs dringendste anzuraten, da de Handwerker und überhaupt der gelernte Arbeiter immer und unter allen Umständen mit einem höheren Verdienst rechnen kann als der ungelernte Arbeiter. Es ist notwendig, in diesem Zusammenhänge auch den Lehr- Herren eine ernste Mahnung zuzurufen. Sie müssen aus der Kriegszeit und der durch sie bewirkten Um­stellung der wirtschaftlichen Tätigkeit die notwendigen Lehren ziehen. Im Frieden war es üblich, die Lehr­linge nur reine Lehrarbeiten ausführen zu lasten. Heute, wo jede Kraft bis zum äußersten ausgenutzt werden soll, ergibt sich die Notwendigkeit, die jungen Leute, soweit angängig, sofort bei wichtigen Arbeiten in unmittelbarer Zusammenarbeit mit geeigneten Fach­leuten an der Fachleistung teilnehmen zu lasten. Bei gutem Willen auf beiden Seiten werden auch beide Teile, Lehrherren und Lehrlinge, voll auf ihre Rech­nung kommen. An alles dieses sollten die jungen Leute, die jetzt die-Schulbank verladen, und vor allem deren Eltern und Vormünder, bei der Entscheidung über ihre berufliche Zukunft denken.

Males und ProvinMrs.

Schlüchtern, den 18. April 1917.

* Anmeldung der zu versaufenden Schweine. In einem demnächst erscheinenden Erlaß des Präsidenten des Kriegsernährungsamts wird dem Viehhalter ein Anrecht aus Abgabe der Schweine bis zum 30. April, also dem Tag vor Inkrafttreten der Preisherabsetzung nur dann zugebilligt werden, wenn den Viehhandels- verbandeu die Tiere bis spätestens zum 15. April fest zum Kauf angebsten sind. Diese Maßnahme ist not» wendig, damit die ahnchmeuden Organisationen möglichst bald einen Urbcrbtid über die zur Abstoß gelangen den Schweinemengen bekommen und die nötige Vor­sorge für deren Verwendung treffen können.

Keine Lkbeusmi telseudnugeu ins Feld! Die wärmere Jahreszeit naht. Doppelt ist damit die Mahn­ung am Platze: Sendet k-ine Lebensmittel nach der Front und den Etappengebieten! Warum? Einmal verderben sie zu leicht; sodann find solche Sendungen überflüssig, da für die Truppen draußen durch die Heeresverwaltung reichlich gesorgt ist. Die Heimat braucht ihre Lebensmittel heute selbst; durch unnötige Feldsendungen wird fie geschädigt. Darum behaltet zu Hause, was ihr habt, und begnügt euch damit, euren feldgrauen Angehörigen nur Zigarren, Zigaretten, Ta­bak und dergleichen zu schicken! Draußen nützen LebenS- mittel auch dem einzelnen wenig, im Heimatgebiete schmälert jede Versendung solcher die vorhandenen Vor­räte erheblich Datum noch einmal: Unterlaßt alle Lebensmittelfenhunaen ins Feld'

* Flicdm. Mit der provisorischen Verwaltung der hiesigen 4. SchulsteLe für den zum Heeresdienste ein- gezogenen Lehrers Franz Schütt, z. Zt. Unteroffizier im Osten, wurde Herr Lehrer Groß aus Gaffel beauf­tragt. Derselbe stand bereits im Felde und erlitt eine Verwundung, weshalb er bis auf weiteres wieder im Schuldienst tätig sein kann. Bei der 6. Kriegs- anleihe haben sich in dieser Woche die hiesigen Lehrer und Lehrerinnen emsig bemüht. Hoffen wir, daß sie ein schönes Resultat erzielen.

* Rückcrs. Nach kurzer Krankheit ist der nahezu 80 jährige Pfarrer Gnom dahiev-verschieden. Derselbe übernahm vor 50 Jahren die damals neugegründete hiesige Pfarrei und harrte an derselben bis an. sein Ende aus. Vor 4 Jahren feierten wir fein goldenes Jubiläum.- Die Beerdigung des allseits hochverehrten Geistlichen fand in aller Stille unter Beteiligung fast sämtlicher Einwohner und vieler auswärtigen Geist­lichen statt.

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