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* Am 24. März fand die Abschlußprüfung an I hiesigen Lateinschule unter dem Vorsitz des Geh Lbtenrat§ Dr. Braun aus Hanau statt. Alle Prüf­te bestanden: W. Betzold, F. Fladung, H. Köhler A- Waltber.

e * Der Unteroffizier Reinhard Sauer aus Elm M Pionier-Bat. 21 erhielt das Eiserne Kreuz 17 Klasse «i-lbe erhielt bereits imJabre1915 wegen seiner Tapfer vor dem Feind die Hessische Tapferkeltsmedallie.

* Trotz vielfacher Warnung werden noch immer ßeraesäbrliche Gegenstände wie Streichhölzer, Svirtius, I^in. Aether usw den Feldpostsendungen beigepackt. (reiche Brände bei den Feldvostanstalten und in den Feldvostbeförderung benutzten Fahrzeugen sind wahr- nltch auf Selbstentründung solcher feuergefährlicher enstände zurückzuführen und haben die Vernichtung vielen Tausenden von Feldvossiendunaen zur Folge bt. Es muß deshalb immer wieder dringend vor gesetzlich unter Strafe gestellten Versendung feuer- hrlicher Gegenstände in Postsendungen gewarnt wcr- Die Postanstalten sind verpflichtet, alle Fälle zur sge zu bringen, in denen bei amtlicher Erneuerung Verpackung von Postsendungen und bei anderen elegenheiten die Versendung feuergefährlicher Gegem

stände festgestellt wird. In den letzten Monaten sind auf Grund solcher Anzeigen wieder viele Personen ge­richtlich bestraft worden.

Wer über das gesetzlich zulässige Maß hinaus Hafer, Mengkorn, Mischfruchl worin sich Hafer befindet, oder Gerste verfüttert, versündigt fich am Vaterlande!

Katholische Gemeinde.

Sonntag, den 8 April 1917.

Vorn». 9/, Uhr: Hochamt mit Segen und Predigt.

Nachmittags 2 Uhr: Andacht mit Segen. Herr Kaplan Ramb.

Ostermontag, den 9. April 1917.

Vormittags 9 '/, Uhr: Amt mit Predigt Nachmittags 2 Uhr: Bittandacht. Herr Kaplan Ramb.

k.

Standort.

1. Schwarzenfels

2.

3.

4

Weichersbach

j. Züntersbach

(i Sterbsritz

Ramholz

Vollmerz Ramholz

[2.

3.

Dietershof Sterbfritz Marjoß Elm

inMirF-^^w. <egs Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.

Evangelische Gemeinde:

I. Ofterfeiertag.

Vorn». 10 Uhr: (Hl. Abendmahl.) Herr Pfr. Rollmann.

NachmitttagS '/, 2 Uhr: Herr Superintendent Orth.

2. Osterfeiertag.

Vormittags 10 Uhr: Herr Superintendent Orth.

Nachmittags *A 2 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann.

Wochendienst: Herr Superintendent Orth.

Niederzell. 2. Osterfeiertag.

Vormittags 10 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann

SALAMANDER STIEFEL

Wi

, ...................... ------------- :------------------7-----

Be rzeichni 8 bet am >7. März 1917 in Schlüchtern der KörungS-Kommission vorgeführten resp, angekörten Zuchtbullen.

Besitzer.

Koch, Wilhelm Ullrtch, H. Müller, Fritz Denker, Johannes . Schlag, Nikol.

Gärtner, Konrad | Gärtner, Joh Georg von Stumm Arm 602)!

( 668)!

//

( 728)1

( 609

Beringer, Andreas Gärtner, Joh. Georg Schreiber, August Gerlach Adam Gottf.

Alter.

I Zuchtwert

Abstammung.

Monate

Schlag, Färbt, Ad- stammunq«- nachweiS

Dunktzabl

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@tfunb- beit, Witter, stands- kraft Punttz.

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Schlüchtern, den 17. März 1917.

16 7. 17'/, 16' 187.

Ohrmarke Ohrmarke Ohrmarke Ohrmarke

684

617

618

481

II. Körperbau

III. Nutzwert

IV. Ge- samteil»- druck

Punktzahl

Ist an» gekört mit Punkten

Be­merkungen

Kops u. Hatt

Vu»kt- »abl

Rumpf

Puukt- zah»

«lttd- masen Sang

Puakt- zabl

Haut u. Haar

Punkt- z-bl

Zeichen der

Milcher gt-big- feit

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Zeichen der

Sl-isch leiftung

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Zeichen der Arbeit«, leiftung

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76 fFür die Gnneinde Niederzell wegen Jnzuchtgefahr nur auf 2 Jahre an­gekört.

Die

Siemon.

Körungs - Kommission.

Maienscheia. Schäfer.

Im Schatten der Ueterpauksfestung

Roman von Hermann Gerhardt.

64

; Mischas übermütig blitzende Augen gingen Don einem Mim anbern:Und nun habe ich noch eine Ueberraschung In petto. Das werben Sie aber nicht erraten, wer noch Außer mir zur Hochzeit gekommen ist!"

I Margarete aber nahm das Wort:Doch nicht etwa Ikatia?" fragte sie lebhaft.

Der junge Mann lachte:Und weshalb nicht Katia?" I «Katia Katia hier?" Margaret« faßt« ihn bei den Poltern, um ihm besser inS Gesicht sehen zu können. AMislba, sagen Sie mir, ist sie wirklich und wahrhaftig Ihütgelommen? Und wo ist sie?"

IIch habe sie im Hotel gelassen. DaS dumm», Keine wollte nicht mit, weil sie behauptet«, eS wäre »»Zu spät." So ein Blödsinn! Sie will Ihnen morgen »vormittag eine feierliche Bisite abstatten, mit Madame k°e Federowsky als Anstandsdame." Mischa schnitt eine |®rimmaffe.Im Kloster haben Sie ihr nämlich aller- lhand Raupen in den Kopf gesetzt. Sie ist gar nicht mehr

IMadame de Federowsky ist auch hier?" Margaret« I schlug die Hände zusammen.

INa, gewiß! Oh»»e die hätte ich Katia gar nicht mitbe- I «mmen. Wir beide haben das Komplott gesch»niedet.

I Die gute, alte Seele ist nach bem Kloster gefahren und I hat kurz und bünbig erklärt, Katia sähe schlecht auS und I müßte »»«bedingt einmal heraus und eine Abwechselung I haben. Und dann hat sie sie mit nach Petersburg ge- I nommen; alles übrige war dann leicht zu bemerk- | heiligen. Ich selbst bekam auch Urlaub, der Hochzeit zu I Ehren!"

IAber »»ein," rief Margarete au»,daß Katia in

Berlin ist uub nicht bei uns, das ist doch unerhört! Mischa, fomm, »venn es auch schor» spät ist, wir wollen zu ihr! Ich muß sie hierher holen. Morgen früh werden wir nicht die Hälfte von bem besprechen können, was wir uns zu erzählen haben!"

Nein, nein," wandle Rittberg ein, mit zitternden Fingern nach seiner Uhr tastend;davon kann keine Rede fein; Du kannst die Damen so spät am Abend nicht mehr stören!"

Die Federowsky liegt allerdings wohl längst in den Federn; aber Katia erivartet mich unbedingt noch!" Gespannt blickte Mischa von einenynm andern.Ich könnte sie ja holen," schlug er vor,Meine Droschke war­tet draußen."

Halt, Mischa!" rief Werner ihn zurück.

Entschuldige, aber Du bist zu jung, um eine Dame zu so später Stunde zu beschützen. Ich halte es für richti­ger, wenn ich selbst Fräulein Biruleff abhole." Mit förmlich väterlicher Würde verließ er das Zimmer; hin­ter feinem Rücken aber wechselte Mischa einen Blick mit Margarete, und dieser Blick war von einem eigentüm­lichen Lächeln begleitet.

ES war ein munberfamer Frühlingsabend, die Stra­ßen, burch welche die beiden fuhren, waren von Hellem Mondlicht durchflutet. Die Säume des Tiergartens be­wegte ein leiser Windhauch, der sie wie in heimlicher Wonne erschauern ließ.

Ain Palasthotel angelangt, weigerte sich Rittberg, mit hinaufzugehe»»; er wollte unten warten. In seinem Herzen war ein Singen und Klingen, eine selige, bange Erwartung: ob sie wohl tarn ?

Und sie kam! Und diese beiden, die sich in hoffnungs­loser Trauer getrennt, in der festen Ueberzeugung, sich auf dieser Erde nicht wiederzusehen, sie fände»» sich den­noch, um nie mehr von einander zu scheiden.

FürS erste gab es freilich noch eine zeitweise Tren­nung Als MargareteS Lochzeitsfeier vorüber war, uub

die Geladene»» sich nach allen Richtungen zerstreute», da stand Rittberg am Bahnhöfe und sah dem oer» schwindenden Zuge nach, der ihm sein Liebstes noch einmal entführte. Diesmal aber fehlt« es nicht an tröst­lichen Aussichten; da waren erstens die täglichen Sriefe, die sie ihin verspräche»» und ivas für Briese! Und bann das unfaßliche Glück, das ihm feine sehnende Pha»i- taste in verlockender Nähe zeigte: die Zeit, da er sie würde fassen und halten dürfen als sein Eigentum, daS ihm nicht wieder entrissen werden konnte!

End«!

Eine Kröte. Die Gnädig« halbem Dienstinäd» chen viel von ihrer vornehmen und reich«»» Schwester erzählt, die heute zum Besuch eintreffen soll. Nachdem Berta die Daine an der Bahn abgeholt hat, fragt die Madame:Nun, Berta, haben Sie meine Schwester gleich erkannt?" Berta:O, auf den ersten Blick, gnädige Frau; sie trägt ja lauter abgelegte Sache»» von

Strapa-». Gast (zum Wirt):Dir «raur- mophonplatte vonHeb immer Treu' und Redlichkril" ist aber scholl arg mitgenommen.* *9», die wird halt immer eingesetzt, wenn einer beim Kartenspiel mt» gelt!"

Rache. Abgewiesener Freier:Nun werd' ich wähl ewig Junggeselle bleiben müssen!" Fräulein:Aber warum beim, Herr Müller?*Got wenn Si« mich nicht mal genommen haben?!*

Er bezahlt ja.Meine Liebe," sagte der Mann zu seiner jungen Frau,Du hättest Dir wirklich nicht fe viel Kosten machen sollen, diese gefütterte Hausjacke ist viel zu nobel für mich, es tut mir leid, daß Du so viel auSgegeben hast." Frau :Diesmal bist Du im Irr­tum, ich habe garnichtS für daS Jackett bezahlt, Du be­kommst die Rechnung zugeschickt." 231,18*

Zeichnet die 6. Kriegsanleihe mit dem letzten

Groschen, den nichte England das verlogene, Deutschen fest unsere Feinde.

Ihr entbehren könnt, damit das ver- auf die Kn e gezwungen wird, damit hinterlistige Amerika sieht, daß wir und einig sind, zu siegen gegen alle

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Delchmaun Kembach,

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| Plvv.-Bors. des Bundes der Landwirte f. Kurhessen.

*«»* ***♦♦*♦♦*♦♦<♦♦*<»»***♦♦*♦♦* «»N'*♦♦** *♦♦'

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Für meine I6jähr. Tochter, die das Lyzeum besuchte, wünsche ich 1 Jahr Aufenthalt in wohl­geleitetem Haushalt. Sie soll tüchtig Mitarbeiten und etwas leinen. Ihrerseits könnte sie Schularbeiten beaufsichtigen, auch in den Grundlagen der Musik und Malerei unterrichten. Ohne gegens. Vergütung.

F. Hartmann,

Gymnasiallehrer, Brcmerhavcu, Kaiserstr. 26.

Häugeuterifßitse Offen buch -r denpreuß. Anstalten gfeidej es Der GroßH. Direktor

Pros. Hugo Eberfardr-

3

J

Sommer - Halbjahr 1917

Anmeldungen erbeten.

Gruppen - Unterricht

Einzel - Unterricht

Ausführlicher Lehrplan frei.

Blunck & v. Boehn, Fasset

Hohenzollernstrasse 26 am Uhrturm.