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■ Wocheubeilage: Illustriertes Sonntagsblatt
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geeint Mittwoch und Samstag. - pws mit „«--i-blatt" °i-rl-ljäh-l!ch 1,50 M» - Anj-ig.^kUn dl- »-in- Z-il. -d-- d.„n Lmm'MM
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Mittwoch, den 4. April 1917.
68. Jahrgang
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iKF* Karfreitag wegen jtten wir die Inserate für die onnabend-Nr. spätestens vsnnevstag „»»mittag «fgeben zu wollen.
ic Redakt. u. Exped. d. Ztg.
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Amtliches
I. N. 2158 K.-A. Die Herren Bürgermeister und leinderechner der Landgemeinden mache ich darauf irerksam, daß die Rechnungsbücher und die Hebefür das Rechnungsjahr 1916/17 am 30. April d. abzuschließen und nach diesem Tage eingehenden äge aus 1916 in die RechnungSbücher und die allste für 1917/18 einzutragen sind.
IZum 10. Mai d. Js. erwarte ich durch die Herren itgtrmeifier Bericht über folgende Punkte:
j t Sind die RechnungSbücher und das Aussichts- | abgeschloffen und mit der Jahreszusammenstellung ’ chen?
f0 2- Ist die Hedeliste sowohl bei Toll wie bei den bei jedem Steuerpflichtigen ausgerechnet ist eine Jahrcszusammenstellung am Schlüsse der c gefertigt? Wie hoch belauft sich hiernach das v amteinnahmefoÜ, die Jsteinnahme und der Rück- d?
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kommt es an!
Sage nicht: Andere haben mehr Geld und verdienen mehr als ich- die sollen Kriegsanleihe zeichnen!
Sage auch nicht: Was machen meine paar hundert oder paar tausend Mark aus, da doch Milliarden gebraucht werden!
ttnd sage noch weniger: Ich habe schon bei früheren Anleihen gezeichnet und damit meine Pflicht getan!
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4. Welchen Bestand oder welche Ueberzahlung bt der Jahresschluß?
Schlüchtern, den 2. April 1917.
Der Vorsitzende des Kreis-Ausschusses.
4 Wöchnerinnen-Unterstützung.
- Wanu ist die Wöchnerin unbemittelt? Durch einen ltai & des Preußischen Ministeriums des Innern an die ierungspräsidenten vom 30. Oktober 1916 ist nun- k die verschiedenartige Auslegung, welche die Vor- fien des § 2, Absatz 2 der Bekanntmachung, be- 91 end die Ausdehnung der Wochenhilfe während des
-ges, gesunden hat, beseitigt, und die Bestimmungen Wochenhilfe, die ütinderbemittrlten Frauen zugute
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Auf jede Mark kommt es an:
Es ist wie bei der Nagelung unserer Kriegswahrzeichen- jeder einzelne der vielen tausend eisernen Mgel ist Winzlg.
Aber in ihrer Gesamtheit umfangen 5» das Gebilde mit einem ehernen Panzer» So muß auch unser deutsches Datm land geschützt und gesichert werden durch das freudige Geldopfer der große» u n d der kleinen Sparer. 3e6t in der
>^ mt, sind dadurch klargelegt. Als minderbemittelt
nämlich nach diesen eine Wöchnerin — sofern nicht sachen die Annahme rechtfertigen, daß sie eine Wochen- : nicht benötigt —, wenn das Gesamteinkommen des . maNnes* in dem Steuerjahre vor dem Dienstantritt
0 M. nicht übersteigt oder wenn das ihr nach dem . nsteintritt des Mannes verbliebene Gesamteinkommen r«°M. und für jedes fchon vorhandene Kind unter Jahren höchstens 250 M. beträgt. Das Preuß. , üsterium des Innern hat nun angeordnet, daß wenn Einkommen des Kriegsteilnehmers vor seiner Ein- ung nicht mehr als 2500 Mk. betrug, die Wochen e ohne Rücksicht darauf zu gewähren ist, ob infolge Einziehung das der Familie verbleibende Einkommen Familie eine Minderung erfahren hat oder nicht, e Ausnahme bilden die Fälle, wo ein fundiertes Etn- Men vorhanden ist, wo also das Einkommen ganz t doch zu einem lvesentlichen Teil aus Kapitalbesitz c dergleichen stammt. Sind z. B. von einem Ein- Men von 2500 Mk. etwa ein größerer Teil Zinsen, ist es ohne Bedenken möglich, einen kleinen Teil i dem vorhandenen Kapital abzuheben, statt daß östliche Hilfe in Anspruch genommen wird. Ferner ähnt die Begründung noch den Fall, daß der Fa- ie flach der Einziehung des Mannes durch Erbschaft k Schenkung nennenswerte Beträge zufallen. Die lärung geht davon aus, daß beispielsweise bei einem »alt des Ehemannes von 5000 Mk., das mit seinem
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■tritt in den Kriegsdienst vollständig wegfällt, sich ” - Familie viel schlechter steht, als bei einem Ein-
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Wen von 2000 Mk., das ihr auch nach dem Dienst-
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^ Kie KriegsanL'eihe ist die Waffe der Aaheimgeölieöenen.
Lokales und Provinzielles.
Schlüchtern, den 3. April 1917.
—* Der Feiertage wegen erfolgt die Butterausgabe schon nächsten Donnerstag. Es dürfte sich daher empfehlen, die Anmeldungen rechtzeitig erfolgen zu lassen. , . ,
— * Am Palmsonntag, den L April, wurden in hiesiger evang. Kirche 32 Knaben und 27 Ntädchen konfirmiert, dazu noch 22 Knaben von der Anstalt Hof Reich.
—* Ein größeres Unglück wurde durch die Aufmerk- samkeit eines Schülers verhütet. Am hiesigen Bahnhof war bei den Ausführungen von Bauarbeit durch den Unternehmer M. von Elm auf der Straße ein tiefer Graben ausgehoben und zur Absperrung der Straße ein Draht: seit gespannt. Letzteres war weder beleuchtet noch war daselbst ein sichtbares Warnungszeichen angebracht. Als dann am 29. März der-Kraftwagenbes. Pauli Gäste bei Dunkelheit zum Bahnhofbringen wollte wurde er plötzlich durch den Ruf des Schülers Six: „Ein Drahtseil" zum Anhalten seines Wagens veranlaßt. Nur mit großer Mühe konnte er seinen Wagen kurz vor dem Graben zum Halten bringen, nachoem das Drahtseil von dem Wagen zerrissen worden war. JBei etwas höherer Spannung des Drahtseils wären Führer und Gäste unrettbar verloren gewesen. Die wackere Pat des Schülers ist lobend anzuerkennen. Wenn derartige Ver- kehrshindernisie bemerkt werden, 'dann möchte doch Jedermann dies der Behörde zur Kenntnis bringen.
— * Versuchsweise werden demnächst auch die Eisen-
bahnkassen J>er preußisch-Hessischen Staatsbahnen die Zinsscheine der Reichskriegsanleihen in Zahlung nehmen und in kleineren Mengen, soweit möglich, gegen bar Umtauschen. Es soll dadurch namentlich auf dem flachen Lande bessere Gelegenheit für die Einlösung von kleineren Zinsscheinen geschaffen und damit die Zeichnung von Kriegsanleihen erleichtert werden. Es muß jedoch Vorbehalten bleiben, die Annahme der Zinsscheine für bestimmte Stunden oder für bestimmte Schalter, bei denen durch die Einlösung das Abfertigungsgeschäft gestört werden würde, auszuschließen.
—* Ratten- und Mäusevertilgung. Mehr denn je muß darauf Bedacht genommen werden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln die Schädlinge unserer Bodenfrüchte zu bekämpfen. In erster Linie gilt dies für die Feldmäuse, die an den jungen Saaten großes Unheil anrichten können. In Friedenszeiten wurde namentlich Strychninweizen und -Hafer ausgelegt, der aber nicht durchweg die gewünschte Wirkung erzielte und zur Zeit wohl gar nicht oder in sehr beschränktem Maße erhältlich ist. Jnfolgedessc n seien hier die aus wissenschaftlicher Grundlage hergestellten und für andere Lebewesen unschädlichen Mäuse-Typhuskulturen, die schon in den letzten Friedensjahrcn in steigendem Maße mit gutem Erfolge Anwendung fanden, erwähnt. Für die Beseitigung der Ratten wurde meist Phosphor verwendet, der aber, namentlich wenn er auf Höfen und in Stallungen ausgelegt wird, wegen seiner großen Giftigkeit nicht ungefährlich ist. Aber auch hier hat die Wissenschaft für ein bakterienfreies und gut bewährtes Drittel gesorgt, das den Vorzug hat, ohne schädliche Nebenwirkungen auf andere Haustlere zu hergesteM ^„Äattnu?'. ' Beim Kauf" der vielen für obige Zwecke angepriesenen Präparate, wird man eine gewisse Vorsicht walten lassen müssen und gut tun, nicht irgend eins zu nehmen, sondern solche, die tunlichst unter wiffenschastlicher und womöglich amtlicher Aufsicht hergestellt worden sind.
* Mottgers. Dem Schuhmachermeister Joh. Sperzel Unteroffizier bei einer Masch.-Gewehr-Komp. im Westen, wurde für treue Dienstleistung und tapferes Verhalten das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen.
* Züntersbach. Am Sonntag, den 25. März fand in Züntersbach ein Heimatabend statt, zu dem außer dem Redner des Abends Herrn Straßenmeister Lüders die Herren Seminar-Oberlehrer Keller und Seminar- Musiklehrer Gremmels erschienen waren., Nachdem der Schülerchor „In der Heimat ist es schön" zum Vor- trag gekommen war, ergriffen Herr Pfarrer Gockel und Lehrer Agricola das Wort zu einleitenden Ansprachen. Den Mittelpunkt des Abends bildete der Vortrag des Herrn Straßenmeisters Lüders „Die Flucht aus Ostpreußen", b<r gewiß dazu beitragen wird, die Liebe zu Heimat und Vaterland und die Kampfesfreude um diese .hohen Güter zu erhöhen. Außerdem kamen einige Scenen zur Aufführung. Die Scene „Kinder der Zeit", von dem bekannten Breslauer Lehrer-Dichter Paul Keller paßt so recht in die Zeit, in welcher die Kinder vom Land Sammlungen für die Kinder der Stadt vornehmen, denn der Dichter will durch die Scene das Verhältnis zwischen Stadt und Land bessern. Die Scene wird niemals ohne Wirkung sein und wird ihre Aufführung an dieser Stelle warm empfohlen. Größen Erfolg hatten auch die eigens für den Abend von Lehrer Agricola verfaßten Scenen „Was die Kleinen sagen" und „die Kriegsanleihe^, letztere wurde im Zünters- bacher Dialekt aufgeführt. Das Gedicht „Die gute Krau", zeigte wie eine hessische Frau den Kampf in der Heimat führt. Herr Pfarrer Gockel dankte in der Schlußansprache allen Gästen und Mitwlrkenden, besonders Herrn Lüders und Herrn Kantor Freund, der in liebenswürdigster Weise die Vorführung der Lichtbilder überäommen hatte und schloß die Veranstaltung mit einem Hoch auf unseren höchsten Kriegsherrn.
Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.
Evangelische Gemeinde: Gründonnerstag, den 5. April, abends V«8 Uhr: Beichte und Hl. Abendmahl: Herr Superint. Orth.
Charfreitag, den 6. April, Vormittags 10 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann; anschließend Beichte für das Osterabendmahl.
Nachmittags V^ Uhr: Herr Superint. Orth.