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N 21. Mittwoch, den 14. März 1917. 68 Jahrgang.

AßMtLLcheK.

Brrltenksrung

1834^.21.

I Die nächste Bullenkörung (17. März) findet nicht n Sterbfritz, sondern in Schlüchtern statt.

I Schlüchtern, den 13. März 1917.

Der Landrat.

M-Nr. 2538. Infolge der außerordentlich großen Knapp­st an Benzol ist der Jahresbedarf für landwirtschaft- Ke und kommunale Zwecke, sowie für Müllereien und «erbliche Betriebe alsbald bet der Firma A. roßenbach, Fulda anzumelden. Gleichzeitig wird auf e Notwendigkeit der rechtzeitigen Bestellung von kaschinen-Cplinderöl, consistendes Fett usw. aufmerksam macht.

I Schlüchtern, den 13. März 1917.

I Der Königliche Landrat. von Trott zu Solz

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J.-Nr. 2084. Den Her:en Bürgermeistern derjenigen Gemeinden, in denen ländliche Fortbildungsschulen be- ehen, ist in den letzten Tagen das Formular für die ebcrsicht über die Ausgaben für die ländliche Fort- ildungsschule im Winterhalbjahr 1916 17 zugegangen, ei Aufstellung der Uebersicht ist Folgendes genau zu eachten.

1. Ueber sämtliche Ausgaben sind der Uebersicht

behufüacn.

^L^^i^k«

och nicht ausgeza

Der Minister des Innern. , 1Qir7

VI. a 529 Berlin, den 8. Febr. 1917.

e Honorarrechnung

lit Richtigkeitsbescheinigung zu versehen.

2. Sämtliche Rechnungen und Quittungen müssen iir dieländliche Fortbildungsschule" ausgestellt sein.

3. Sämtliche für die ländliche Fortbildungsschule »eschafften Lehr- und Lernmittel einschließlich der Bücher Nüssen in das Bücherverzeichnis eingetragen sein und uf den Belägen muß vermerkt werden, unter welcher ^r. diese Eintragung stattgefunden hat.

Ferner wird auf die Anmerkungen unter der Ueber cht hingewiesen.

Die Herren Bürgermeister ersuche ich, die Uebersicht mau nach den gegebenen Anleitungen aufzustellen, da- nit Rückfragen vermieden werden.

Schlüchtern, den 12. März 1917.

Der Königliche Landrat. I. B.: Schultheis.

Aus der mir von der Verwaltungsstelle der Hinden- burgspende der deutschen Landwirte vorgelegten Nach- weisung über das Gesamtergebnis der Hindenburspende bis zum 20. Januar 1917 habe ich mit besonderer Freude ersehen, in wie reichem Maße die Landwirte ihrer Provinz sreiwillige Gaben in Fett und Fleisch für die in der Kriegsindustrie schwerarbeitender Volksge­nossen zur Verfügung gestellt haben. Das hochbefrie- bigtnde Ergebnis der Sammlungen in der dortigen ^Provinz legt ein klares Zeugnis ab für die Opferwillig seit und den Gemeinsinn der dortigen Landwirte und verdient lobende Hervorhebung. Daneben möchte ich auch meine wärmste Anerkennung Ew. Exzellenz und den Ihnen na ^geordneten Behörden, insbesondere den Land- väten für die vortreffliche Organisation der Sammlungen und die erfolgreiche Auskl rung der ländlichen Bevöl­kerung in Wort und Schrift aussprechen, der ohne Zweifel der große Erfolg in Ihrer Provinz zum wesent­lichen Teil zu verdanken ist. ______________

I- Nr. 2375. Die Herren Bürgermeister ersuche ich, mir bestimmt innerhAb 5 Tagen eine Liste der Kompagnie und Zugführer der Jugendkompagnien nach dem nachstehenden Stuftet vorzulegen. Es sind nur solche Führer aufzunehmen, welche andauernd bei übenden Kompagnien tätig sind.

Gemeinde .............

Bezeichnung der Jugend- kompagnien und der dazu gehörigen Züge (Nr)

Der

N a m c

Kompagnie-Kommandanten

Bezeichnung der sonstigen Helfer für die praktische Arbeit

Zeitpunkt des Beginns der Tätigkeit

und der Zugführer

Wohnort

Stand

Militär-Verhältnis

1

2

3

4

5

6

7

Schlüchtern, den 13. März 1917.

Der Königliche Landrat. von Trott zu Solz.

Ich ersuche ergebenst, die Ihnen Nachgeordneten Be­hörden hiervon in Kenntnis zu setzen.

gez. v. L o e b e l l.

An den Herrn Oberpräfidenten in Cafsel.

I- Nr.....K. G. Ik. Ich freue mich, diesen die Gebefreudigkeit der Landwirte auch unseres Kreises an­erkennenden Erlaß bekannt geben zu können.

Ich möchte dabei aber nicht unterlassen, den Bürger­meistern und allen Sammlern des Specks besonders zu danken, dabei auch die mühevolle, sorgsame und in allen Stücken sachgemäße Behandlung der großen Speck­vorräte durch Herrn Metzgermeister Leipold in Schläch­tern lobend zu erwähnen.

Schlüchtern, den 14. März 1917.

Der Landrat. gez. von Trott zu Solz.

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IHHIHIIIliinniwiDiiin»-

Heute

beginnt für uns Oahetmgebliebenen von neuem die Möglichkeit, unsern Brüdern und Söhnen im Felde zu helfen und das siegreiche

Ende des Krieges zu *

Verwandelt Euer Geld in V-Boote, in Stacheldraht, in Geschütze und Granaten, in Maschinengewehre und Patronen, und Ihr erhaltet dadurch das Leben unsrer Helden an der Front!

Es gilt, unsern Feinden durch das Anleihe-Ergebnis zu beweisen, daß Deutschlands wirtschaftliche Kraft ungeschwächt ist, damit sieden Mutunddie

Hoffnung verlieren, uns jemals niederzwingen zu sönnen!

£eil?e jeder, soviel er kann, dem Daterlande, jeder nach seinen Kräften: der Reiche viel, der Aermere weniger; fehlen darf keiner?

Auf zur Zeichnung der

6. Kriegsanleihe?

......in

J.-Nr. 356 K. G. II.

Comfrey-Stecklinge.

3. Original Dr. H. Weber's Edel - Comfrey-Stecklinge Matador".

Reinheit 100 Prozent. Keimfähigkeit 100 Prozent Matador" ist das beste Grünfutter für Schweine und Ziegen, wird außerdem von Pferden und Rindvieh gern gefreffen, wenn die Tiere gleich im Frühjahr daran ge­wöhnt werden. Es hält 30 Jahre aus, gibt jährlich 6 bis 8 Schnitte und bringt ruf gutem tiefgründigen Boden bis zu 1000 Ztr. grüner Blätter pro Morgen. Jeder verlorene Winkel beim Hof oder im Garten kann durchMatador" ausgenutzt werden. Eine ausführliche Kulturanweisung nebst Anerkennungsschreiben und Ab­bildung von gewöhnlichem, unveredelten Comfrep und veredeltem, seit 33 Jahren hochgezüchtetenMatador" ist gratis und franko von der Saatstelle der deutschen landwirtschaftlichen Gesellschaft in Berlin zu beziehen.

Ich bin bereit, bei umgehender Anmeldung noch Bestellungen zu vermitteln.

Schlüchtern, den 12. März 1917.

Der Vorsitzende des Kreis - Ausschusses. *

Der Garten des Landmannes.

Sehen wir uns den Grasgarten auf dem Dorfe an, und stellen wir an den Besitzer den Wunsch, er möge dieses Stück zur Aufnahme von Nutzpflanzen umarbeiten, so wird in den meisten Fällen ein Kopfschütteln die Antwort sein. Nicht mit Unrecht wird mancher die Handhabung mit dem Spaten aus Unlust an der Ar­beit selbst und die Nichtverwendung des Pfluges im besonderen anführen, und dieser Wunsch wird nicht in Erfüllung gehen. An Stelle der Arbeit mit dem Spaten Lärm dem deinen GLrtevbeützer bis jetzt leider ton anderes Werkzeug angeraten werden, das allein arbeitet, während der Besitzer die Hände in den Hosentaschen hat; dem größeren Gartenbesitzer muß ich diesen die Arbeit ablehnenden Grund nehmen, denn hier leistet ein sogenannter Schwingpflug treffliche Dienste, ohne die etwa einstehenden Bäume, sofern diese Reihen stehen, zu verletzen. Nehmen wir jedoch in Anbetracht des guten Zweckes an, es wird beides Spaten und Pflug zum Umbrechen der Grasnarbe benutzt, sv muß als erster Grund der Nutzbarmachung die Bedingung ge­stellt werden diese Arbeit im Herbst vorzunehmen

Alle Pläne bedürfen zu ihrer Aufnahmefähigkeit nützlicher Genußpflanzen der mehligen klaren Ecdkrumc, wie diese nur der Frost oder immerwährende gute Um­arbeitung herstellt.

Es kann nun keineswegs verlangt werden, daß ein Besitzer eines Stück Landes schon zu Ausgaben veran­laßt werden soll, ohne daß ihm dasselbe Gewinn ge­bracht hätte, dieses liegt auch garnicht im Sinne der Forderung. Ist das Land vom Besitzer selbst umge­brochen, so kann er diese seine Arbeit nicht gleich be­rechnen wollen. Uebt er außerdem noch die Vorsicht, die Asche seines Herdes und den Ruß sorgsam über dieses ZukunstSgemüseland zu breiten, so wird dieses ohne jegliche Geldausgabe geübte Gebühren ungeahnte Erfolge zeitigen.

Wir wollen jedoch keine Vorspiegelung falscher Tat­sachen anstellen, und so muß von der Bestellung solcher kaum erst umgebrochenen Gärten mit edleren Gemüse- sorten abgeraten werden. Die Bodenkrume ist im 1. Jahre zu roh. selbst die allergrößte Sorgfalt wird bie Grassamen nicht gleich vernichten, und so steht in aller- ersterLinie nur die Kartoffel alsNutzpflanze zurVerfügung, allenfalls noch Bohnen und Kohlrüben. Für die erste Frucht ist solches Urlaub, wenn ich es so nennen darf, eine Quelle ungeahnter Wachstumsmöglichkeiten, fa­sern der Garten nicht etwa von Bäumen zu scharf be­schattet wird. Die Kartoffeln müssen im Laufe des Jahres mehrmals gehackt werden, und dieses Hacken und nachherige Behäufeln wird die nötigen Bodengarrc schaffen zur Zucht feinerer Gemüsesorten vom zweiten Jahre ab.

Nun wird mancher der Leser ei rwenden wollen, zur Zucht der Kartoffeln haben wir unsere Grasgärten nicht nötig. Ganz recht, wir haben auch zur Viehzucht die minimale Grasmenge nicht in Berechnung zu stellen, da wir Klee und andere Futterpflanzen angebaut haben. Wir wollen ja einen bestimmten Zweck in der Ausrütt- lung aus dem gewohnten Phlegma sehen, noch genügend Obst haben, auch ein Stücklein Grasland zur Bleiche, das andere aber zum Dienste für die Allgemeinheit be­reit machen.