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wirtschaftlich. Endlich muß auch noch daran erinnert werden, daß leider auch Vermögensschübe von inlän­dischem Vermögen nach dem Auslande erfolgt sein sollen, um Steuern zu hinterziehen. Solche Vermögenshinter­ziehungen sind ja sehr strafbar. Aber in einzelnen Fällen mögen sie dnrch gelungen sein. Da nun diese Vermögensverschiebungen in deutscher Währung erfolgen, so wird damit der Vorrat deutscher Währung im Aus­lande noch mehr vermehr, der Markkurs noch mehr gedrückt. Wer so handeltt, ist ein Verräter am Vater­lands, ebenso wie derjenige, welcher in der eigenen Landeswährung auf Kursrückgang spekuliert, indem er Goldsummen ins Ausland bringt, um von einem Sin­ken des Markkurses dann Gewinn zu ziehen. Man sollte eS nicht für möglich halten, daß es in dieser großen Zeit auch nur vereinzelt solche gemeinen Scha­cherseelen gäbe. Nach einer Mitteilung von Professor Weyermann aus Bern, finden sich tatsächlich in der Schweiz manche Deutsche und Oesterreicher, die solche dunklen Geschäfte zum Schaden der Mittelmächte be­treiben. Gegen solche Schacherer wäre keine Strafe zu scharf, selbst die Konfiskation des Vermögens nicht. Wäre eS nicht am Platze, daß die Mächte des Vier- bundeS hier gemeinsam gegen solche Schädlinge vor- gtugen? Das Unangenehme bei der Valutaverschlech­terung in die Schädigung des deutschen Kredits und die gewaltige Verteuerung der Waren, die wir vom Auslande einführen.

Lob tes und Vravinrieffss.

Schlüchtern, den 16. Februar 1917.

* Der Ncichskauzler über die bevorstehenden Bestandsaufnahmen. Ter Reichskanzler hat an alle Bundes gterangen nachstehendes Schreiben gerichtet: : Aus r^ab er am 15 Februar stattfindenden Erhebung ner Beuände an gedroschenem und ungedroichenem Ge­treide und der für den 1 März angeordneren Aufnahme . der Vrehbeüäude und Kartoffelvorräte gestatte ich mir, auf die große Bede tung hinzuweisen, die eine Auf­klärung aber landwirtschaftlichen Kreise über die Trag­weite dieser Maßnahmen besitzt. Diese BestandSauf- . nahmen stellen erneute Anforderungen an die Zeit und .. Arbeit«kr-rst der Landwirte und der zum größten Teil

mit Amtsgeschäfttn wie mit eigenen landwirtschaftlichen Arbeiten überlasteten ländlichen Ortsbehörden. Aeußerste Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit aller Beteiligten ist bei ihrer Durchführung aber vaterländische Pflicht. Es gilt dadurch die Versorgung unseres Heeres und der zum großen Teil mit Arbeiten für die Rüstung des Heeres beschäftigten städtischen Bevölkerung zu sichern. Ihre Arbeitskraft muß durch richtige Einteilung und geregelte Zuführung der notwendigen Lebensmittel wei­ter erhalten werden, damit unsere tapferen Truppen mit allem versehen werden, was zum Siege nötig ist. Vorbedingung für das Gelingen des Werkes der Sicher­ung unserer Volksernährung ist eine möglichst genaue und zutreffende Uebersicht über alle jetzt vorhandenen Vorräte. Millionen von landwirtschaftlichen Betrieben müssen an der Ablieferung des Notwendigen mitwirken. Auf jeden einzelnen Betrieb, mag er noch so klein sein, kommt es an. Die deutschen Landwirte und Landwirts­frauen werden auch in diesem Falle ihre Pflicht gegen das Vaterland erfüllen. Sie werden dafür sorgen, daß ihre Bestände so genau als möglich ausgenommen wer­den, daß sodann die ihnen obliegenden Ablieferungen voll und^rechtzeitig geschehen und daß auch die Bestel­lung zur neuen Ernte trotz aller^Schwierigkeiten so gut und sorgsam wie irgend möglich erfolgt. Kein Soldat, kein Rüstungsarbeiter, keine Kriegerfamilie darf Mangel leiden durch ein Versäumnis des Landmannes. Er hat die hohe und heilige Pflicht, dem deutschen Volke sein tägliches Brot zu liefern und es dadurch unüberwindlich zu machen gegenüber dem Aushungerungsplan unserer Feinde, der sich jetzt an ihnen selber rächt.

* Dem Krankenträger d. R Reinhold Rollmann von hier, in einer Sanitätskompagnie, wurde das Eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen.

* Uerzcll. Der Musketier Cölestin Herber, Sohn des Bauern Heinrich Herber vom Mannhof bei Uerzell, in einem Reserve-Infanterie Regiment auf dem rumä­nischen Kriegsschauplatz, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet.

* Steinau. Von den Schülern der hiesigen Stadt­schule wurden auf Anregung des Rektors und unter Mitwirkung des Lehrerkollegiums für die armen und bedürftigen Kinder der Hanauer Schulen in zwei Tagen

(am 10. und 12. ds. Mts.) 14 Zentner 4 Lebensmittel (Brot, Wurst, Speck, Butter, S | Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, Gemüse, Aepfel, Gelee, Marmelade, Suppeneinlagen u. a. m.) i Die Gaben füllen 14 Kisten und 7 Säckc f beredtes Zeugnis ab von dem Opfersinn und I Herzen der hiesigen Bevölkerung. Hoffentlus mancher hungrige Kindermund in Hanau ins chen gestillt werden.

* Soden. Das Ergebnis der vomHD angeregten, durch Herrn Lehrer Ditzel und M Ereß veranstalteten Sammlung der Schüler uff innen für notleidende Kinder Frankfurts ij I zufriedenstellendes gewesen. Es kamen ein: Bohnen, 19'| Pfund Erbsen, 46 Pfund Pfund Suppeneinlagen (Gries, Gerste, W 21 7i Pfund Malzkaffee und Kaffee - Ersatz; Zucker, 4 Pfund Speck und Fett, 57 PfuM 18 Eier, 3 Päckchen Tee, 6 Gläser BrotaM Flaschen Heidelbeeren, 1 Flasche Stachelbeerer s Rhabarber, l Büchse Zwetschgen.

Kirchlicher Anjelger für WW

Evangelische Gemeinde:

Samstag, den 17. Februar 1917. Nachmittags 1 Uhr: Beichte. Herr Superi

Sonntag, den 18. Februar 1917.

Vormittags 10 Uhr: Herr Pfarrer No! (Hl. Abendmahl).

NachmitttagS '/, 2 Uhr: Herr Superint. Wochendiensk: Herr Pfarrer Rollmai Evangelisch Kirchlicher Blaukreuz-Ver Versammlung nachmittags 5 Uhr in der Kleini

Katholische Gerneinde.

Sonntag, den 18 Februar 1917.

Vormittags 10 Uhr: Amt mit Pred Nachmittags 2 Uhr: Bittandacht Herr Kaplan Namb.

Al-mßchmiq in lloinlioli

Mittag, den 19. Februar er., vormittags 10 Uhr

in der Kirst'schen Wirtschaft zu Ramholz.

»tftr. Rinnraiu; Buchen, 200 Rm. Scheit, 37 Rm. Astknüppel, . 185 Rm. Astreir III. Kl,

Wtstr. Schliuglvf-: 193,5 Rm. Buchenschcit, Nm. Zuchm stammknüppel, 2 Rm. Ahornscheit, 31,5 Rm. Kirschbaumscheit, 9,5 Rm. Kirschbaumknüppel, 8,5 Rm. Birkenscheit, 2 Rm. Birkenknüppel, 48 Rm. Erlenscheit, 28,5 Rm. Erlenknüppel.

AreiherrNch von Kühkmann - Stumm'sche

, / Permattung Htamholz.

' Muche.

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UtidiÄ

^eßanntmadünm

_ Die Ausgabe bet Fleischkarten für best Monat März 1917 findet im Rathaus Stadtbauamt wie folgt statt:

am Montag, den 19. Keöruar 1917

vorn» von 8'/i bis Uhr für folgenden Stadtteil: Fuldaerstraße, Altestraße, Schmiedsgasfe, Neugasse. Linsengasse, Sal) ci tWifi Gartenstraße,

Kaiserstraße, Grabenstraße, Hanauerstraße und Klosterstraße

am Dienstag, den 20. Aeöruar 1917 vorm von 8'/, bis IS Uhr für den übrigen Stadtteil.

Die Ausgabe der Fleischkarten erfolgt nur in der oben fest­gesetzten Zeit.

Schlüchtern, den 15. Februar 1917.

Der Magistrat: Stückrath.

Wer Lei

roh, gekocht oder M

Terpentinöl, LaG Siecativ, Oelbit

u. s. lv. noch vorrätig h sich in seinem eigenen zwecks Verwertung in

S. H. Sondh

Farden- und Lacks»

Gießen. FernspreG

Am Sonntag, be» 18. Februar 1617, nachmittags 8 Uhr findet im Saal des GasthausesHotel Stern" in Schlüchtern eine

nllptinc Akchmlmg

ß« Provinz-Abteilung Hrssc« des Süddeutschen Schäfereiverbandes statt. In derselben wird der Geschäftsführer des Verbandes, Herr Landtagsabgeordnetcr Körner über die Notwendigkeit der -Erhaltung, Vermehrung und Berbessernug der Schafhaltung, sowie über die Wollverwertung im Krieg und nach dem Krieg sprechen. AnschUeßend an die Versammlung wird über die kriegswirZschaft- lichen Bestimmungen für die Wolle Auskunft erteilt und die Grün­dung einer hessischen Wollverwertungsgcuosseuschaft beraten werden.

Zu dieser für unsere Schafhaltung anßerordentlich wichtigen Versammlung werden alle Landwirte und Freunde der Schafhal­tung und Schäferei freundlichst eingeladen und bittet um zahlreiche Beteiligung an der Versammlung.

Der Landesvorstand:

Keinrich Mdebrand, Schafmeister.

Von Mittwoch, den 14. b. Mts. ah, fallen die Züge D 97 Frankfurt ab 2,35 Nachm. Leipzig an 11,03 Nachm. ; 0 14 Lcip zig ub 1,03 Nachm. Frankfurt an 8,58 Nachm. vorübergehend aus.

Königliche Eisenbahndirektior» Frankfurt (Main).

Bekanntmachung.

Am Samstag, den l6.Februar d. Is, von nachmittags 4 Uhr ab wird auf der Freibank, Fuldaerstraße Nr. 37 hier, das Flusch eines als minderwertig abgestempelten Rindes in rohem Zustand das Pfund zu 1,40 Mk. verkauft. Die Karren werden am Samstag, den 16. Februar von mittags 12 Uhr ausgegeben

Schlüchtern, 16. Februar 1917. DiePolizeiverwaltung: Stückrath

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Am »5. 2. 17. ist eine Nachtragsbekanntmachung zu der Bekanntmachung Nr. W. 1. 761/12.15. K. R. A. vom 31. 12. 15. betreffendVeräußerungS-, Verarbeitung?' und Bewegungsverbot für Web-, Trikots Wirk- und Strickgarne" erlassen worden.

Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.

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des Kreises Schlüchtern.

Bezugnehmend auf die amt­liche Bekanntmachung in Nr. 12 der Schlüchterner Zeitung, betr. Zuckerbestellung für die Bienen werden die Bienenzüchter des Kreises zu einer

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