zum Bewußtsein seiner im fernen Afrika sümpfenden Söhne. Ich spreche der Truppe für ihr heldenmütiges Ausharren in dem ungleichen Ringen Meinen Kaiser« lichen Dank und Meine hohe Anerkennung aus. Ich beauftrage Sie, diesen Meinen Erlaß sobald als möglich zur Kenntnis Meiner Schutztruppe zu bringen. — Auch mit diesen anerkennenden Worten sprach unser Kaiser seinem Volk aus dem Herzen.
Englands Scheinheiligkeit.
Dem „Geisteskampf der Gegenwart" Jahrgang 1916 Heft 12 entnehmen wir Folgendes: Englands Schein- heiligkeit, das immerfort die edelsten Gründen für seinen Kriegswillen vorbringt, wird durch den niederträchtigen Armeebefehl beleuchtet, den das englische Oberkommando
„Eölnischer Volkszeitung" Nr. 722 in
in Aegypten laut den dortigen Lag
erii der australischen und neuseeländ-
i scheu Truppen hat anschlagen lassen: „Tapfre Aus- uralier und Neuseeländer! Als siegreiche (diese scham
lose Lüge! Die Schriftleitung.) Helden aus den Galli- polikämpfen seid ihr hierher gebracht worden in dieses schöne Land, damit ihr euch von den ausgestandenen Kriegsstrapazen erholen konntet. Ihr habt während dieser Zeit wegen eurer bewährten Tapferkeit die weitgehendsten Vergünstigungen erhalten, die auch nur irgendwie gewährt werden konnten. Ihr sollt nun in der nächsten Zeit wieder euren KriegSruhm, den ihr auf Gallipoli erworben habt, auf andere Kriegsschauplätze verpflanzen. Ihr seid dazu bestimmt, mit eurer bewun derungSwürdigen Tapferkeit und Ausdauer den Endsieg über eure Feinde zu erringen: Dafür winkt euch großer Lohn! Wenn ihr die feindlichen Länder erobert haben werdet, so sollt ihr auf Kosten des Feindes ein herrliches Leben führen dürfen, ihr werdet es dort schöner haben, als ihr es hierzulande genossen; mit den unzähligen, schönen Weibern der geschlagenen Feinde, sollt ihr bei süßem Wein, großartige Siegesfeste begehen! Es wird Sorge getragen werden, daß ihr nicht so schnell aus diesem genußreichen Leben gerissen werdet! Auch euer Sold wird auf Kosten des Feindes verdoppelt!"
^ahales und Provinzieller.
Schlichtern, den 2. Februar 1917.
—* Die auf Mittwoch, den 7. Februar anberaumte Versammlung des Landwirtschaftlichen Kreisvereins findet am Freitag, den 9. Februar, nachmittags statt, weil Herr Direktor Wagner am Mittwoch verhindert ist.
—* Die Schulkinder des Herrn Lehrers Naumann in Hintersteinau erfreuten die Verwundeten der Schlüch- terner Lazarette an Kaisers Geburtstag mit 50 Mark bar und mit Zigarren und Zigaretten.
—* „Die Heimat", Blätter für Volkstum und Heimatkunde in Kurhessen erscheint in Zukunft doppelt so stark wie seither. Sie erscheint jede Woche und bringt in Zukunft auch Artikel über Garten- und Obstbau, Kleintierzucht und Beiträge für Familie und Haus, sowie Ratschläge uod Rezepte. Trotz ihres wesentlich erweiterten Inhaltes beträgt der Bezugspreis nur 1.20 Mark für das Vierteljahr. Alle Postanstalten und Buch- ThpMsrlng b). Prodenummern kostenlos vorn Verlag.
Hk. Zur Einsichtnahme liegen auf der Handelskammer zu Hanau folgende Druckschriften auf: „Die Pariser Wirtschaftskonferenz", 14. bis 17 Juni 1916 und die ihr voraufgegangenen Beratungen der Ententestaaten über den Wirtschaftskrieg gegen die Mittelmächte; Türkisches Zollhandbuch, Türkische Wirtschaftsgesetze (von der Zentralgeschäftsstelle für deutsch-türkische Wirtschaftsfragen); Internationales Kriegs-Handelsrecht: 1. England, 2. Deutschland, 3. Frankreich, 4. Rußland; Beiträge zur Kriegswirtschaft: 1. Die Preisbildung im Kriege, 2. Die Kartoffel in der Kriegswirtschaft, 3. Der Kettenhandel als Kriegserscheiuung; Kriegsamt, amtliche Mitteilungen und Nachrichten; Tabellen über die Preis-- bewegung 1914—1916 für: Baumwolle, Blei, Kupfer, Mais, Petroleum, Roheisen, Schmalz, Silber, Weizen, Zink und Zinn; Uebersicht einiger Frachtsätze für Seedampfer 1912- 1916.
11k. Eiufnhrbcwilliguugs-Anträge. Hinsichtlich der Einsuhr von Waren aus dem Auslande, die von wenigen unwichtigen Ausnahmen abgesehen durchweg der Bewilligung des Reichskommissars für Ein- und Ausfuhrbewilligung bedarf, teilt die Handelskammer zu Hanau mit, daß die Anträge aus Erteilung dieser Bewilligung unter kurzer Angabe der Gründe, aus denen die Einfuhr nachgesucht wird, schriftlich beim Herrn Reichs- kommisfar für Aus- und Einfuhrbewilligung, Einfuhramt, Berlin W. 10, Lützowufer 8 einzureichen sind. Den Anträgen sind zwei Stücke der vorgeschriebenen Vordrucke, die bei der Handelskammer für 2 Pfennig pro Stück erhältlich sind, ausgefüllt beizufügen. Bei Ausfüllung der Vordrucke sind Name und Adresse des Absenders und Empfängers, sowie die Gegenstände, deren Einsuhr beantragt wird, nach Zahl, Art und Zeichen der Packstücke, Nein- und Rohgewicht, Wert, Menge und Art der Ware genau zu bezeichnen. Etwaige Vestellbriefe, Fakturen usw. sind dem Anträge beizufügen.
Das kcmzentnerto
—* Bei dem Bezüge von Butter, Margarine, Fleisch und Fleischwaren, Speck, Schmalz, Käse, Dauermilch aller Art und Eiern in Postpaketen aus den Nieder landen und aus Dänemark haben sich in letzter Zeit infolge des großen Umfanges dieser Bezüge erhebliche Mißstände ergeben, so daß gegenüber der bisherigen Regelung, wonach Geschenksendungen in der Regel frei- gegeben werden konnten, eine Aenderung eintreten mußte. Maßgebend dafür sind vor allem zwei Gründe. Da die Postpaketbezüge von den ausländischen Ausfuhrstellen auf die zur Ausfuhr zugelaffenen Mengen ebenso angerechnet werden, wie die von der Zentral-Einkaufsgesell- schaft eingeführten Mengen, haben die Einfuhrmengen der Zentral - Einkaufsgesellschaft mit dem immer stärker zunehmenden Postpaketbezug eine wesentliche Verminderung erfahren. Bei der gegenwärtigen Lage muß aber entscheidender Wert darauf gelegt werden, daß die im Ausland für die Einfuhr nach Deutschland zur Verfügung stehenden Lebensrnittel der allgemeinen Verteilung unter Berücksichtigung besonderer Bedürfnisse, namentlich des Heeres und der Munitionsarbeiter zugesührt werden, während die Postpaketbezüge nur einzelnen meist neben ihren inländischen Kartenbezügen zugute kommen. Dazu kam, daß die zur Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Einfuhrregelung notwendige Ueberwachung der Post- pakctbezüge und die bisherige Freigabe der Geschenksendungen infolge der starken Zunahme sich in letzter Zeit trotz aller Beschleunigung bei der Post und der Zentral - Einkaufsgesellschaft technisch nicht mehr in der kurzen Zeit durchführen ließ, die bei der Verderblichkeit der Ware erforderlich ist. Wo Freigaben erfolgen konnten, haben die Förmlichkeiten zum Nachweis der Freigabevoraussetzungen und die unvermeidlichen Verzögerungen bis zur Freigabe meist so sehr Anlaß zur Mißstimmung gegeben, daß das durch die Freigabe gezeigte Entgegenkommen seinen Wert verloren hat. Bei dieser Sachlage mußte die Zentral - Einkaufsgesellschaft die Anweisung erhalten, Postpaketsendungen aus den Niederlanden und Dänemark mit Butter, Margarine, Fleisch und Fleischwaren, Speck, Schmalz, Käse, Dauermilch aller Art und Eiern in Zukunft ausnahmslos zu beschlagnahmen und Freigaben abzulehnen, wenn nicht durch das deutsche Generalkonsulat in Amsterdam, das Konsulat in Rotterdam oder das Generalkonsulat in Kopenhagen eine Ausnahme bewilligt worden ist. Solche Ausnahmen werden nur bewilligt für alle Gesandten und Konsuln neutraler Staaten in Deutschland und deren GesandtschaftS- und Konsulatsbeamte, für Geschenksendungen aus den Niederlanden an niederländische Staatsangehörige und Geschenksendungen aus Dänemark an dänische Staatsangehörige in Deutschland) sonst nur, wenn besondere Gründe vorliegen, so wenn ein Deutscher Butter, Fleisch usw. von seinem landwirtschaftlichen Betriebe in den Niederlanden oder Dänemark einführen will. Verwandtschaftliche Beziehungen oder geschenkweise Zuwendung allein werden als solche besonderen Gründe nicht mehr betrachtet. Postpaketbezüge von anderen Waren als den oben genannten aus allen neutralen Ländern, sowie Postpaketbezüge von Butter, Margarine, Fleisch uud.^b'ischwären, Speck, .Schmalz, ^ä'e, Dknrermilch aller Mt"uM von Eiern aus Schwe- den, Norwegen und der Schweiz werden von obiger Regelung nicht berührt.
—* Aus Anlaß des Geburtstages seiner Majestät des Deutschen Kaisers hat die Raiffeisen-Organisation (Generalverband ländlicher Genossenschaften für Deutschland e. V. und Landwirtschaftliche Zentral-Darlehnskasse für Deutschland) an Seine Majestät den Kaiser als Kundgebung auf den Aufruf „An das deutsche Volk" folgenden Drahtgruß gesandt:
Ew. Majestät
legen die in der deutschen Raiffeisen-Organisation vereinigten sechstausend landwirtschaftlichen Raiff- eisen-Genofsenschaften und ihre Zentralkörperschaften zum Allerhöchsten Geburtstag das Gelöbnis zu Füßen, daß sie getreu dem Ausruf, mit dem Ew. Majestät das ganze deutsche Volk zum letzten entscheidenden Ringen aufgeboten haben, auch an ihrem Teile mit ganzer Kraft, rückhaltloser Hingabe und entschlossener Ausdauer auf allen ihren Arbeitsgebieten das ihrige beitragen wollen zur Erringung des Sieges und Friedens, den Ew. Majestät Führung und Fürsorge dem deutschen Vaterlande sichern wollen und werden.
Generalverband ländlicher Genossenschaften für Deutschland e. V.
Landwirtschaftliche Zentral-Darlehnskasse für Deutschland.
Dr. Nolden.
Darauf ging folgendes Antworttelegramm ein:
Seine Majestät der Kaiser lassen den landwirtschaftlichen Raiffeisen-Genossenschaften für ihre freundlichen Glückwünsche und das erneute Gelöbnis treuer Pflichterfüllung gegen das Vaterland bestens danken.
Geh. Kabinettsrat von Valentini.
* Stemau. Das Eiserne Kreuz 2. Klaffe u dem Kriegsfreiwilligen Unteroffizier und Offiziers ranten Georg Maldfeld verliehen, jüngstem Sohir Rektors Maldfeld zu Steinau, dessen Söhne nun lich dieses Kriegsehrenzeichen tragen.
* Soden. Zum Besten der Kriegsfürsorge h« Sonntag, den 28. Januar im Rahmen eines $ ländischen Unterhaltungsabends eine öffentliche Kai geburtstagsfeier stattgefunden, die sehr zahlreich in war. Die Vortragsfolge brächte abwechselnd musika- und schauspielerische Darbietungen, von denen Violinduette mit Klavierbegleitung, der Mädche mit den altniederländischen Volksliedern und ein i ländisches Zeitbild „Unser Flüchtling" besonders vorzuheben sind. Zu dem guten Gelingen des As trug der Eifer und die Begeisterung bei, mit benei eine Anzahl junger Mädchen aus. der Bürgerschaf Sache Hingaben, wie im übrigen alle Beteiligten, bereitung und Leitung lagen in den bewährten H der Herren Privatier Jockel und Lehrer Ditzel. Bürgermeister Radke brächte nach erhebender Ach das Kaiserhoch aus. Dankbarer Beifall lohnte Mitwirkenden.
* Züntcrsbach. Für die vom „Heimatbund" geregte Lebensmittelsammlung für Hanauer und $ furter arme Kinder wurde von den hiesigen § kindern gesammelt: 94 Pfund Dörrobst, 784 Erbsen, 20 Pfund Bohnen, 10 Pfund Speck, 40 3 Gerstenmehl und 2 Pfund geschälte Gerste. — Sammlung für deutsche Soldaten- und Marini ergab den Betrag von 53,60 Mark.
* Aus Kurhessen. Nach dem Bericht der 6 fischen Landwirtschaftskammer sind von den Land» des Kammerbezirks für die Hindenburg-Spende bis 31. Dezember 1916 Fett-, Speck- und Fleischmast Wert von über 30 000 Mark gespendet worden.
* Fulda. Herr Landrat, Geh. Rcg.-Rat Frhr Dörnberg erhielt das Eiserne Kreuz am weiß-schP Bande.
* Hauau. Die nächste Schwurgerichtsperiode & am 5. März unter dem Vorsitz des Herrn Geh. 1 rats Dr. Kleinmann.
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= Karlsruhe. Im Großherzogtum Baden II dem Landespreisamt eine besondere Abteilung ‘ Kohlenversorgung angegliedert. Die Kohlenverso: wird an die Haushaltungen in Zukunft nur noä Höchstmenge von insgesamt 5 Zentner Kohle im eines Monats liefern, und zwar erfolgt die W durch den Kommunalverband' gegen einen befon Ausweis. 1
Gabensammlung.
Wir hören zu unserer Freude, daß der Ausn Heimatbundes zur Sammlung von Gaben für leidende Kinder der Großstadt ein freudiges ® den Herzen der Landkinder unseres Kreises gesunde.
Die Herren Lehrer wÄwM herzlichst gebetet Gaben nunmehr zu sammeln und zu verwahre! wir die Anschriften senden, an welche die Gabe betreffenden Ortes zu senden sind.
In der Stadt Schlächtern haben sich die Mitz des Vaterländischen Frauenvereins zur Mithilfe ei Zur Annahme von Gaben aus der Stadt in Wohnung sind bereit:
Frau Kaufmann Fehl, Frau Prorektor Nielsen, Frau Pfarrer Rollmann, Frau Hermann Stern, Frau Willi Thaler, Frau Sanitätsrat Dr. Stern.
Nun frisch ans Werk! Die Kinder sollen sich fi
Schlächtern, am 31. Januar 1917.
Ver Vorstand des Heimatbundes und des vaterländischen Irauenvereins.
Kirchlicher Anzeiger für Schlilchtern.
Evangelische Gemeinde:
Sonntag, den 4. Februar 1917. i
Vormittags 10 Uhr: Herr Missionar Müller (Her- Nachmittags 7,2 Uhr: Herr Missionar Müll« Wochendienst: Herr Pfarrer Rollmann.
Evangelisch Kirchlicher Blaukreuz-Verein.
Versammlung nachmittags 5 Uhr in der Kleinkindek'
Katholische Gemeinde.
Sonntag, den 4. Februar 1917.
Vormittags 10 Uhr: Amt mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr: Bittandacht.
Herr Kaplan Ramb.
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