vom 1. April (Beginn des ersten Bauabschnittes) bis Ende Juli gewünscht' wird, spätestens bis zum 1. März hei der Fernsprech-Vermittelungsanstalt angemeldet sein muffen, an welche die Sprechstelle angeschloffen werden soll.
_* Verkauf von 100 anderthalbjährigen Fohle» und 200 Schweizer bezw. Simmentaler Kühen. Die Landwirtschaftskammer für den Reg.-Bez. Caffel wird am Freitag, den 19. Januar, vormittags 9 Uhr, in Kirchhain auf dem Viehmarktplatze 100 meist anderthalbjährige Fohlen gegen Barzahlung an Landwirte des Reg.-Bez. Caffel versteigern. Näheres ist aus dem Anzeigenteil zu ersehen. — Weiter wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Landwirtschaftskammer 150 Schweizer und 50 Simmentaler Kühe erwartet, welche voraussichtlich in Caffel, Fulda, Hanau, Kirchhain und Reichensachsen zum Verkauf kommen werden. Der Termin der Versteigerung wird in diesem Blatte noch bekannt gegeben'werden. — Die Landwirte werden schon jetzt auf diese Gelegenheit, wertvolle Zucht- und Gebrauchstiere kaufen zu können, aufmerksam gemacht.
—* Schuhsohlenersatz stand bisher wegen mancherlei unangenehmer Erscheinungen (zu hoher Preis, mangelnde Zweckmäßigkeit) nicht im besten Rufe. Jetzt soll auf diesem Gebiete eine durchgreifende Gesundung vorgenommen werden. In einer neuen Bundesratsverordnung wird danach bestimmt, daß derartige Ersatzstoffe nur' mit Zustimmung 'der Ersatzsohlen - Gesellschaft m. b. H. in Berlin gewerbsmäßig hergestellt, zur gewerbsmäßigen Herstellung oder Ausbesserung von Schuhwaren oder Schuhwarenbestandteilen verwandt oder in den Verkehr gebracht werden dürfen. Um die wirksame Bekämpfung von Auswüchsen sicherzustellcn, ist vorgesehen, daß durch die zuständige Behörde Betriebe, deren Inhaber oder Leiter sich als unzulässig erwiesen haben, geschloffen werden können.
—* Wechsel in der Leitung von Reichsstellen. Mit dem 1. Januar d. Js. ist der Vorsitz der Reichszuckerstelle auf den Oberregierungsrat Teuge übergegangen. Der bisherige Vorsitzende, Geh. Oberregierungsrat Schulze, der vortragender Rat im Preußischen Handelsministerium ist, konnte von dieser Behörde nicht länger entbehrt werden. Der Vorsitz der Reichsstelle für Gemüse und Obst ist mit dem 1. Januar d. Js. dem Oberregierungsrat v. Tilly übertragen worden.
* Breitenbach. Wegen hervorragender Leistung vor dem Feinde wurde der Musketier Johs. Möller mit bem Eisernen Kreuz 2. Klaffe ausgezeichnet. Seinem
Bruder, dem Gardisten Kasp. Möller, wurde diese Auszeichnung bereits im Sommer 1916 zuteil. Die beiden Brüder sind Söhne des hiesigen Gastwirts Gg. Möller.
—* Ist Sacharin gesundheitsschädlich? Es sind in letzter Zeit wiederholt Notizen in Tages- und Fachzeitschriften erschienen, welche das Sacharin als gesundheitsschädlich hinstellen. Diese Notizen treffen nicht zu. Die Untersuchungen über die Tauglichkeit des Sacharins zum menschlichen Genuß sind nicht erst in der Kriegszeit begonnen worden, sondern von namhaften deutschen und besonders amerikanischen Gelehrten seit mehr als 15 Jahren auf das Gewissenhafteste durchgeführt und während des Krieges von dem kaiserlichen Gesundheitsamt fortgesetzt worden. Diese Versuche haben die Unschädlichkeit des Sacharins für den menschlichen Orga- nismus dargetan. Daß das Sacharin nicht imstande ist, den Zucker in allen seinen Eigenschaften zu ersetzen, ist bekannt, da ihm Nährwert fehlt. Als Ersatzsüßungs- stoff muß es jedoch in der jetzigen schweren Zeit bei der nicht zu beseitigenden Knappheit des Zuckers im weitem Maße herangezogen werden. Es erfüllt auch seinen Zweck als Süßungsersatzstoff durchaus.
* Gelnhausen. Auf eine 25 jährige, erfolgreiche Tätigkeit im ländlichen Genossenschaftswesen konnte am 12. Januar Herr Pfarrer Meyenschein in Altenhaßlau zurückblicken. Am 12. Januar 1892 gründete er als Pfarrer von Hohenzell im Kreise Schlüchtern den dortigen Darlehnskaffenverein; seitdem ist er einer der eifrigsten Pioniere der Raiffeisenorganisationen in Hessen und ganz Deutschland. Durch seine volkstümliche Rednergabe und seine Aufsätze im Raiffeisenboten hat er es verstanden, die Herzen Tausender für Raiffeisens ideales Vermächtnis empfänglich zu machen.
* Großkrotzenburg. (Unglück auf dem Main). Auf dem Main in der Nähe unseres Dorfes kenterte Freitag früh um 6 Uhr ein Fährkahn, der mit 25 Personen, meistens Arbeitern, die zu ihrer Arbeitsstelle wollten, besetzt war. 12 Personen, darunter auch der Fährmann, fanden den Tod, die übrigen konnten sich in Sicherheit bringen. Bisher gelang es nur, die Leiche einer Person zu landen. Das Unglück geschah durch Ausstößen des Kahnes auf einen Baumstamm, der durch das Hochwasser unsichtbar geworden war.
Vermischtes.
— Wien. Das k. k. Postsparkassenamt teilt mit: Die Zeichnungen auf die fünfte Kriegsanleihe sind
gestern geschlossen worden. Sie haben die SuriM von 4 Milliarden 412,8 Millionen Kronen ergeben.
— München. Die Münchener Löwenbrauerei hat 250 000 Mark für Wohlfahrtszwecke zur Verfügung gestellt. Hiervon sollen 100000 Mark zur Beschaffung billiger Lebensmittel für Minderbemittelte Verwendung finden.
— Neukölln. Ein Warenbetrug in Höhe von 210000 Mark wurde gegen die Stadtgemeinde Neukölln verübt. Der Vorsteher der Abteilung für Lebensmittelsachen erhielt von einem ihm geschäftlich bekannten österreichischen Soldaten Sch. ein Angebot von einem Waggon Blockwurst aus Hollond, das später noch auf einen Waggon geräucherten Speck ausgedehnt wurde. Der Magistratsbeamte kaufte beide Waggons, nachdem sich Sch. noch auf Oberleutnant H. und Kaufmann R. berufen hatte. Die Waggons sollten auf Militär- frachtbrief laufen und zum Versand fertig auf dem Bahnhof Aachen stehen. Als sich die Ankunft verzögerte, fragte der Käufer in Aachen an, wo nichts von solchen Waggons bekannt war. Der Betrüger ist nach Erhalt des Kaufpreises von 210 000 Mark verschwunden.
— Orteuburg (Ndb.) Auf dem Kollerweiher brachen drei Knaben, die sich auf die Eisdecke wagten, durch, und waren dem Ertrinken nahe. Ein französischer Kriegsgefangener aber zog die drei Kinder aus dem Eise heraus.___
Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.
Evangelische Gemeinde:
Mittwoch, den 17. Januar 1917.
Abends 8 Uhr: Bittgottesdienst.
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Die Landeskreditkasse — amtl. Hinterlegungsstelle für Mündelvermögen — nimmt allgemein Wertpapiere zur Verwahrung und Verwaltung < Verlosungskontrolle, Zinsscheineinlösung u. s. w.) an, in Kassel bei der Direktion, außerhalb durch die Landesrente- reien.
Die Direktion.
Die Präparandinnenanstalt des Königl. Lehrerinnen- seminars in Rotenburg
a. d. Fulda
nimmt zu Ostern d Js. noch gesunde Mädchen mit guter Volksschulbildung auf. Jede Auskunft erteilt Der Kgl. Seminardirektor _________Dr. Heusiner.
Im Wege der Zwangsvollstreckung soll zu Schlüchtern am 18. Januar 1917, nachm. »Uhr 1 Handwagen öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigert werden. — Zusammenkunft der Kaufliebhaber nachm. 3 Uhr in der Wirtschaft „Zum Adler" hier.
Schlüchtern, den 16. Jan. 1917. Schreiber, Gerichtsvollzieher k. A.
Eine hübsche
2 Zimuicrwohnung mit Küche, Boden- und Kellerraum per 15. April 1917 zu vermieten. D. Äa^enfteiit, Lottichiusstraße 24.
Am Freitag abend ’A? Uhr auf dem Wege vom Seminar nach dem Bahnhof durch Schloßgasse, Lotichiusstraße, neue Bahn Hofstraße ein schwarzer
DamensGhirm verloren.
Abzugeben gegen Belohnung in der Seminarküche.__________
Wahlscheine sind zu haben in der Buchdruckerei C. Hohmeister.
Hetrifft Kartoffel Versorgung.
Nachdem nunmehr die Tageskopfmenge an Kartoffeln auf 1 bezw. 3|4 Pfund herabgesetzt worden ist, werden die meisten Haushaltungen bereits über die zuständige Menge hinaus mit Kartoffeln versehen sein und nur noch wenige eine Fehlmenge aufzu- weisen haben.
Nach den neuesten Bestimmungen hat die Regelung der Versorgung der Bevölkerung mit Speisekartoffeln nach dem Grundsatz zu erfolgen, daß der Kartoffelerzeuger bis 3L Dezember 1916 auf den Tag und Kopf bis l1^ Pfund Kartoffeln, in der Zeit vom 1. Januar bis 20. Juli 1917 bis 1 Pfund Kartoffeln seiner Ernte für sich und für jeben Angehörigen seiner Wirtschaft verwenden darf. Im übrigen ist der Tageskopfsatz bis zum 31. Dezember 1916 auf höchstens 1 Pfund Kartoffeln, vom 1. Januar bis 20. Juli 1917 auf höchstens 3|4 Pfund Kartoffeln festgesetzt.
Hiernach kann sich nun jedermann seinen Bedarf an Speisekartoffeln selbst ausrechnen.
Diejenigen, betten nach diesen neuen Bestimmungen noch Kartoffeln zustehen und die Anspruch darauf machen, haben die Fehlmenge bis spätestens Sonnabend, den 20. d. Mts. im Rathaus — Stadtbauamt — anzumelden.
Schlüchtern, den 15. Januar 1917.
Der Bürgermeister: Stückrath.
Verkauf von 100 anderthalv- fährigen Fohlen.
Die Landwirtschaftskammer für den Regierungsbezirk Caffel versteigert gegen Barzahlung am
Freitag, den 19. Januar d. M, vormittags 9 Uhr in Kirchhain auf dem Viehmarktplatze einhundert meist anderthalbjährige Fohlen.
Zugelassen zum Kaufe sind Landwirte des Regierungsbezirks Caffel, welche sich als solche ausweisen können.
Die näheren Bedingungen für den Verkauf werden vor Beginn der Versteigerung bekannt gegeben werden.
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direkt von der Fabrik zu Originalpreisen;
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Wc die RMtion verantwortlich: Lina Hohmeister, Druck und Verlag von L. Hohmeister in Schlüchterw'
Bursche
von 15—17 Jahr, auf Petrt gegen guten Lohn gesucht.
Georg Lenkersdörfer, Schreinermeister Steinau, Kreis Schlüchtern.
WMgerMnge od. Mädchen zur Hilfeleistung in unserer Molkerei gesucht.
Eventl. können auch Frauen halbtagsweise beschäftigt werden. Meldungen andenUnterzeichneten.
Molkerei Schlüchtern
______________Pfeiffer.______________| 2 dreijährige
Pferde I
fromm und zugfest, stehen zuni Verkauf. Wo? sagt die Exped der „Schlüchterner Zeitung".
Einen reinrassigen
Krlegshmrd
sehr wachsam, 7« Jahr alt W zu verkaufen.
Näh. zu erfr. in der Exp. d. Bl
Briefkassetten zu haben in der Buchdruckerei C. Hohmeister.