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* Hanau. Geh. Kommerzienrat Dr. Leo Gans. Mitinhaber der Firma Chasella & Co und die Firma selbst haben je 100000 Mark der Nationalstiftung überwiesen.

* Großauheim (Kreis Hanau). Der Landsturmmunn Lehmann, der im März vorigen Jahres durch Schreck > im Felde die Sprache verloren hatte, konnte nach ärzt- lichetn Eingriff im hiesigen Reservelazarett sich plötzlich seiner Sprache wieder erfreuen.

Kermischtes

Ein Thüringer schreibt über die LebenSmittel- preise in Newyork: . . . Hier ist alles sehr teuer und wer nicht einen guten Verdienst hat. kann aar nicht an Fleisch und Eier denken. Butter kostet 2 Mk das Mund, Rindfleisch 2 50 Mark das Pfund, ein Dutzend Eier 2.50 Mark, Kartoffeln 2 Stück 22 Pfg., ein Liter Milch 40 Pfennig und immer gehen die Preise noch in die Höhe . . ". Zum Schluß beklagt sich der Schreiber noch bitter über die, LüaenmeldungM der dortigen englischen Zeitungen. '

Unsere Volksernährung bei KrieBsorlstang

Die Weihnachtsglocken sind verklungen, ohne einen Widerhall zu finden in der Wett. dw amen uns in Waffen steht. Das Friedensangebot, mit bim der Kai­ser dem unabsehbaren Morden ein Ende machen, dem Ozean von Not, Elend und tiefstem Menichenleid eine Grenze setzen wollte, hat von den verantwo; Hieben Staatsmännern des feindlichen Auslandes bisher eine leidenschaftliche Ablehnung erfahren. Zum dritten Male erneut sich das Jahr im lodernden Brande des Welt­krieges. Wenn wir über seine Schwelle schreiten, tun wir ^ut daran, alle im schüchternen Aufkeimen begrif­fenen Hoffnungen auf einen baldigen Frieden hinter uns zu lassen und mit uvbeirrter Entschlossenheit die Notwendigkeit ins Auge zu fassen, für ein neues Kriegs­jahr uns zu rüsten.

Der militärischen Wetterführung des Krieges sieht das deutschi Volk mit ruhiger Zuversicht im festen Ver­trauen auf unsere Heeresleitung und unsere' Truppen entgegen-. Wir wissen, daß es den Feinden unmöglich sein wird, eine - größere militärische Kraft aufzubieten, als wir ihnen entgegensetzen werden. Aber auch auf dem- wirtschaftlichen Kampffelde, insbesondere dem der

Lebensmittelversorgung, sehen wir erfreulicher Weise den gewaltigen Vorsprung, den die offene Zufuhr aus der ganzen Welt unsern Feinden von Anfang an ge­geben hatte, mit unverhoffter Geschwindigkeit sich immer mehr verkürzen. Uns auszuhungern, ist ihnen auch im zweiten Kriegsjahre nicht gelungen. Englands stärkste Waffe hat damit versagt-

Mit gefestigtem Selbstvertrauen in unsere wirtschaft­liche Kraft treten wir in das dritte Kriegsjahr. Freilich dürfen wir an der Tatsache nicht vorbeisehen, daß die gewaltigen Anforderungen, b' der Krieg an unsere Lebenmmttelerzeugung gestellt hat, die Umwälzungen und Easichränkunaen, die er auf diesem Gebiete gebracht hak. naturgemäß mit dem Verbrauch ohne ausreichende Erneuerung auch eine aewiffe Knappheit mr Folge haben müssen. Wir dürfen uns darüber nicht atzusehr wundern. Tie ernst Antwort auf dwie Tatsache muß der mannhafte Vo ' p fein, noch sparsamer, noch aw spruchsioser, nah ' haushälterischer zu wirtschaften, als bisher, jeder an fein m Platze, nichts umkommen und nichts unausgenutzt zu lassen. Helfen müßte uns auch die Erkenntnis, bu draußen im Felde jeder Tag mit erschütternder Emdrmgttchken predigt, daß das Schrckml des Einzelnen nichts ist, daß das Recht auf die eigene P. so - zurücktreten muß gegenüber den Anforderungen bm großen Ganzen. Die Gemeinschaft ist alles, s i e lebt sie setzt sich durch, sie will, sie siegt- Diele Wahrheit, in der Heimat lebendig geworden, weist den Weg zu dem rechten Verhältnis der Zurückgebliebenen, ber Heimkrüger, des ArbettSheeres untereinander; sie soll die Lasten und Entbehrungen gleichmäßig auf alle Schultern verteilen und dem Eigennutz die Tür ver­sperren, der nur nach Lücken in den Bestimmungen späht, um sich Vorteil und Besserstellung zu erschleichen. Auch die schwerste Last läßt sich tragen in der Gewiß­heit, daß niemand davon ausgenommen ist, und aller Kleinmut verfliegt in der Gehobenheit des echten Ge­meinschaftsgefühles.

Wenn wir in dieser Grundstimmung an die Durch­sicht unserer Lebensbedingungen im neuen Jahre gehen, so können wir getrosten Mut zu verdoppelter Willens­anstrengung fassen. Die Mißernte des Jahres 1915 haben wir Überstunden; wir werden auch mit der neuen Ernte auskommen, denn sie war nicht schl.cht. Freilich die Kartoffeln, auf die wir große Hoffnungen gesetzt hatten, haben empfindliche Täuschungen gebracht. Es

wird eine sorgfältige und sparsame Behandlung bei Vorräte nötig sein, wenn nicht Schwierigkeiten eintretei sollen. Unsere recht gute Getreideernte wird uns abe, über den Mangel hinweghelfen. Für unsere Milch und Fleischversorgung werden sich nach vorübergehenden, Tiefstand in absehbarer Zeit wieder bessere Aussichter eröffnen, und die Anforderungen, die durch die technischer Bedürfnisse an unsere Oele und Fette gestellt wurden, werden voraussichtlich durch die rumänische Beute ein, Erleichterung erfahren. Auch unsere Viehhaltung wirk dieser Gewinn des rumänischen Feldzuges in willkom mener Weise unterstützen.

Andererseits hat die über alles Erwarten schlecht Welternte, verbunden mit dem englischen Schiffsraum Mangel, die Lebens- und Kampfesbedingungen unsere Feinde sehr wesentlich verschlechtert. Die von Woch zu Woche in die Höhe schnellenden ausländischen PreW die schon seit Monaten für die wichtigsten Lebensmitte die unsrigen weit übersteigen, geben davon Zeugnst Schon müssen sich Engländer und Franzosen mit bet Gedanken vertraut machen, unsere bisher weidlich ver­spottete staatliche Lebensmittelverteilung nachzumacher. Ob sie unsere in zweieinhalbjähriger Kriegswirtschaf gewonnene Erfahrung uno Gewöhnung durch eines einfachen Abklatsch für die herannahende Krisis werde; ersetzen können, bleibt abzuwarten. Die unverkennbar Angst, mit der England nach unseren U - Booten Um schau hält, zeugt nicht von starker Zuversicht. Jedeck falls haben wir die Gewißheit, daß der Augenbli: naht, wo wir auf dem wichtigen Gebiet der Volks« nährung, aus dem England den Hauptschlag gegen ur führen wollte, mit unseren Feinden unter mindesten gleichen Verhältnissen kämpfen werden: Auch sie werde in der Hauptsache auf das eigene Land und besser Hilfsquellen angewiesen sein. Und wo wir in dieser Weltkriege mit den gleichen Waffen und unter de gleichen Bedingungen, wie unsere Feinde, zu kämpfe hatten, haben wir uns noch immer als die Stärkere; erwiesen. Das ist die tröstliche, über jede notwendig Entbehrung hinweghelfende Aussicht, mit der wir i das neue Jahr des Krieges hineingehen.

Kirchlicher Anzeiger Mr Schlüchtern.

Evangelische Gemeinde: Mittwoch, den 10. Januar 1917.

Abends 8 Uhr: Bittgottesdienst.

Schütze in einer Masch.-Gew.-Komp

Schlüchtern, 9. Januar 1917

Die Trauernden

Frau Kallm. Rothschild

und Familie,

A in einem Feldlazarett starb an seiner schweren Verwundung am 25. Dezem- ber 1916 mein lieber Sohn, unser Bruder, Schwager, Onkel, Neffe und^etteF'

Dekauntmachung

Die Ausgabe der Brotkarten erfolgt gegen Rückgabe der alten Karten am

Freitag, den 12. Januar d. Js

im Rathaus und zwar:

Vormittags von 89 Uhr: Nr. 1200

910 201400

1011 401-600

11-12 601-700

Es wird dringend ersucht, die angegebene Zeit genau einzuhalten. Schlüchtern, den 9. Januar 1917.

Der Magistrat. Stückrath.

Für die Redaktion verantwortlich:

Am 10. 1. 17. ist eine Bekanntmachung betreffendBe­schlagnahme, Vestandserhebung und Enteignung von Prospektpfeifen aus Zinn von Orgeln und freiwillige Ablieferung von anderen Sinnpfeifen, Zinnschalleitern usw. von Orgeln und" sonstigen Musik­instrumenten" erlassen worden.

Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.

SlkM. Generalkommündö 18. Armeekorps.

Bekanntmachung.

Auf-dw Brkarmrma^ Zivilvorsitzenden der

Ersatz-Kommission des Aushebungsbezirks Schlächtern, wonach sich alle Wehrpflichtigen des Jahrganges 1897, das sind alle im Jahre 1897 geborenen männlichen Persrnen, und die militärpflichtigen der Jahrgänge 1896, 1895, sowie aller älteren Jahresklassen, die -ine entgültige Entscheidung über ihr Militärverhältnis noch nicht erhalten haben, bis zum 15. d. Mts. auf dem Bürgermeisteramt anzumelden haben, wird hiermit nochmals hingewiesen.

Diejenigen Wehrpflichtigen des Jahrgangs 1897, welche außerhalb ihres Aufenthaltsortes geboren sind, haben bei der An­meldung ihre Geburtsurkunde, die Militärpflichtigen der älteren Jahremlassen -896, 1895 usw. ihre Musterungsausweise (Losunas- scheine) vorzulegen.

Die Nichtbefolgung dieser Anordnung wird bestraft.

Schlüchtern, den 6. Januar 1917.

______ Der Bürgermeister: S-ückrath.__

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