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Zchluchterner Mung

mit amtlichem Areisblatt. Monatsbeilage: Landwirtschaftlicher Ratgeber.

Telefon Nr. SS. Postscheckkonto Frankfurt a. M- 11402. Telefon Nr. SS.

wochenbeilage: Illustriertes Sonntagsblatt.

Erscheint Mittwoch und Samstag. preis mitAreisblatt" vierteljährlich 1,20 Mk. Anzeigen kosten die kleine Zeile oder deren Raum 12 pfg.

M. 99. Samstag, den 9. Dezember 1916. 67. Jahrgang.

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Bukanst in unserer Hand.

Berlin, 6. Dezember (W. B. Amtlich*) Bukarest ist genommen. Seine Majestät der Kaiser haben Allerhöchst aus diesem Anlaß in Preußen und Elsaß-Lothringen am 6. Dezember Salatschießen, Flaggen und Kirchengeläut angeordnet.

Des Kaisers Telegramm.

Berlin, 6. Dez. (W. B. Amtl.) Seine Majestät der Kaiser hat an ihre Majestät die Kaiserin folgendes Telegramm gerichtet:

An Ihre Majestät di Kaiserin und Königin

Berlin.

Bukarest ist genommen! Welch herr­licher, durch Gottes Gnade erreichter Erfolg auf der Bahn zu einem vollen Siege! In raschen Schlägen haben unsere unvergleich- lichen Truvven Se an Seite mit unseren tapferen Verbündeten den Feind geschlagen, wo er sich stellte- bewährte Führung wies ihnen den Weg. Gott helfe weiter!

Wilhelm.

Amtlicher.

J.-Nr. 13364. Im Monat November d. ^. sind folgenden Personen Jagdscheine erteilt worden.

a) Jahresjagdscheine:

Wackernagel, Wilhelm, Revierjäger, Ramholz Lotz, Heinrich, Gastwirt, Kreffenbach Rasch, Forstwart, Freiensteinau

Rappe, Willi, Apotheker, Steinau Walther, Karl, Privatier, Soden, Müller, Heinrich, Hausdiener, Züntersbach Lube, Gustav, Vermessungsinspektor, Frankfurt a.M. Dehler, Karl, Kreis-Vollziehungsbeamter Schlüchtern Lins, Konrad, Sägewerkbesitzer, Oberzell Banzhaf, Georg, Chemiker, Griesheim

Betz, Eduard, Landwirt, Soden Pfersdorf, Heinrich, Schuhwarenhändler, Hanau a. M.

b) Tagesjagdscheine:

Orth, Ludwig, Feldhüter, Schlüchtern. Schlüchtern, den 6. Dezember 1916.

Der Königliche Landrat. I. V.: Schultheiß Nationalstiftung für die Unterbliebenen der im Kriege Gefallenen.

Provinzialausschuß der Provinz Hessen-Nassan.

Die vornehmste Dankespsticht des deutschen Volkes gegen seine im Kriege gefallenen Söhne ist die Fürsorge für die Hinterbliebenen, insbesondere für die Witwen und Waisen der auf dem Felde der Ehre gestorbenen Helden. Die Nationalstiftung hat sich die Erfüllung dieser Pflicht zur Aufgabe gesetzt. Sie erstreckt ihre Tätigkeit bereits über das ganze Reich. Auch in unserer Provinz hat sie schon warmherzige Förderer gefunden. Um aber allen Anforderungen, die mit der Dauer des Krieges und der zunehmenden Zahl bet Hinterbliebenen fortgesetzt wachsen, genügen zu können, ist die Stiftung auf die Mitarbeit aller angewiesen. So wenben wir uns denn im Vertrauen auf die oft bewiesene Opfer­freudigkeit an die gesamte Bevölkerung unserer Provinz mit der herzlichen Bitte:

Gebt für die Witwe» und Waise»; gebt für alle hilfsbedürftigen Hinterbliebenen der tapferen Söhne Hessen-Nassaus, die ihr Leben »acht nur für das Vaterland, sondern auch für Euch ba= hingegeben haben, denen Ihr es allein zu danke« habt, daß Ihr ungestört Eurem Erwerb, Eurem

Auch Ploesti genommen.

Berlin, 6. Dez. abends. (W. V. Amtl) Bukarest und Ploesti sind genommen.

Wien, 6. Dez. (W. V.)

Amtlich wird verlautbart: B u k a r e st und und Ploesti sind genommen.

Der Stellvertreter des Chess des General­stabes: von Höfer, Feldmarschalleutnant.

Insgesamt 100000

Rumänen gefangen.

Berlin, 6. Dez. (Privattel.) Wie be­richtet wird, beträgt die Gesamtzahl der seit Beginn des Krieges gemachten rumänischen Gefangenen rund 100000 Mann.

Beruf nachgehen könnt! Vergeht die teuren Toten nicht! Dankt ihnen ihre Trene durch treue-Fürsorge fürAhre Hinterbliebenen! Spendet Geld" und Wertpapiere, und spende ein jeder nach seinen Kräften gern im Gedanken, wie ge­ring doch solche Opfer an Geld und Gut sind gegenüber dem Opfertod so vieler Tausender unserer Brüder!"

Namens des Provinzialausschusses der Nationalstiftung.

Der Vorsitzende.

Hengstenberg,

Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau. Wirklicher Geheimer Rat.

Für den Kreis Schlüchtern hat der Kreisausschuß die Aufgaben des Ortsausschusses der Nationalstiftung übernommen. Er wird bei Prüfung der Gesuche durch die Herren Pfarrer Kurz und Pater Pastor Schu­macher in Salmünster unterstützt werden. Wir sind überzeugt, daß wir bei dieser Fürsorgearbeit auf die tatkräftige Mithilfe aller Vereine, Körperschaften und Personen im Kreise rechnen dürfen, um die großen Auf­gaben der Hilfe und Fürsorge für alle Opfer des Krieges erfüllen zu können.

Wir fordern unsere Mitbürger auf, die National­stiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen jeder nach seinem Vermögen mit reichen einmaligen und laufenden Spenden zu bedenken, nachdem sie jetzt ihre Tätigkeit auch im Kreise Schlüch­tern ausgenommen hat.

Spenden werden von der Kreiskommunalkasse, der Landesrenterei (Rentmeister Barthelmes) in Schlüchtern und von den Sparkassen des Kreises entgegengenommen.

Spenden, die vor dem L Januar 1917 gegeben werden, unterliegen nicht der Kriegsgcwinnstcuer.

Schlüchtern, den 29. Oktober 1916.

Namens des Kreisausschusses.

Der Vorsitzende: von Trott zu Solz.

In der Tätigkeit der Goldankaufshilfsstelle muß über Weihnachten eine Pause eintreten. Wir be­trachten unsere Arbeit jedoch keineswegs als beendet, da das Ergebnis des letzten Dienstag wiederum erfreulich war und uns zum weiteren Sammeln anregt. In der Zeit, wo keine Ankaufstage stattsinden, ist Herr Uhr­macher Juvelier Bey i» Schlüchtern jederzeit zur An-

Des Kaisers Glückwunsch.

Berlin, 7. Dezember. (W. T. B. Amtlich). Seine Majestät der Kaiser hat anläßlich der Einnahme von Bukarest an den Generalfeldmarschall von Mackensen folgendes Telegramm gerichtet.

Die an Eurer Exzellenz heutigem Geburtstage er­folgte und für alle Zeiten denkwürdige Einnahme von Bukarest, der Hauptstadt des zuletzt in Waffen gegen uns erschienenen heimtückischen Feindes, gibt Mir An­laß, Ihnen, Mein lieber Feldmarschall, und den unter Ihrer bewährten Führung so ruhmreichen Truppen der Donau- und 9. Armee, welche unter den größten An« strengungen Außerordentliches geleistet haben, Meinen kaiserlichen Dank und Rkeuw vollste Aberkennung aus- zusprechen. Ganz Deutschland blickt mit Stolz auf seine und seiner Verbündeten tapferen Söhne, deren Taten mit Gottes Hilfe einen Markstein auf dem Wege zum endgültigen Siege sein werden.

gez. Wilhelm I. E.

nähme von Goldsachen und Weitergabe an uns bereit* Wir werden diese Sachen an die Goldankaufsstelle in Fulda weitergeben uud Herr Vey wird die Auszahlung des Erlöses, die Aushändigung der Gedenkblätter, "Ge­denkmünzen- und Ketten gern übernehmen.

Verschiedene Geldbeträge, Uhrketten usw. liegen noch von früheren Ankaufstagen zur Abholung bei ihm bereit.

Wir bitten sie dort in Empfang zu nehmen.

Schlüchtern, den 8. Dezember 1916.

Die beiden Vereine vom Roteu-Kreuz.

J.-Nr. 11606. Die Ortspolizeibehörden ersuche ich die nachstehenden Vorschriften des Gesetzes, betreffend die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten vom 28. August 1905 (G. S. S. 373) widerholt ortsüblich bekannt zu machen und deren Befolgung zu kontrollieren.

Schlüchtern, den 2. November 1916.

Der Königliche Landrat. von Trott zu Solz.

* *

, § 1.

Außer den in dem § 1 des Reichsgesetzes, betreffend die Bekämpfung gemeingefährlicher Kränkelten, vom 30. Juni 1900 (Reichsgesetzbl. S. 306 ff.) aufgeführ­ten Fällen der Anzeigepflicht bei Aussatz (Lepra), Cholera (asiatischer), Fleckfieber (Flecktyphus), Gelb­fieber, Pest (orientalischer Beulenpest), Pocken (Blattern) ist jede Erkrankung und jeder Todesfall an:

Diphtherie (Nachenbräune), Genickstarre, übertragbarer, Kindbettfieber (Wochenbett Puerperalfieber), Körnerkrankheit (Granulöse Trachom), Rückfallfieber (Febris recurrens), Ruhr, übertragbarer (Dysenterie), Scharlach (Scharlachfieber), Typhus (Unterleibstyphus), Milzbrand, Rotz,

Tollwut (Lyssa), sowie Bißverletzungen durch tolle, oder der Tollwut verdächtige Tiere, Fleisch-, Fisch- und Wurstvergiftung, Trichinose

der für den Aufenthaltsort des Erkrankten oder den Sterbeort zuständigen Polizeibehörde innerhalb 24 Stunden nach erlangter Kenntnis anzuzeigen.

Wechselt der Erkrankte die Wohnung oder den Auf»