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Städtisches Arbeitsamt Hanau Arbeitsnachweis für Stadt und Landkreis Hanau und die Kreise Gelnhausen und Schlüchtern.

Gesucht werden im Kreise Schlüchtern:

1 Schmied oder Schlosser, 2 Elektromonteurs für Hausinstallation, 1 Maschinist 2 Heizer und 4 Erd­arbeiter.

Lokales und Provinzielles

Schlüchtern, den 3. Oktober 1916.

* Wir machen darauf aufmerksam, daß am 7. Oktober in Schlüchtern eine Bullenkörung stattfindet.

* Kartoffelversorgung. Unter Hinweis auf die im vorigen Kreisblatt veröffentlichte Anordnung über die Kartoffelversorgung wird besonders darauf auf­merksam gemacht, daß Verkäufer Kartoffeln vom Er­zeuger nur auf Bezugsschein (Kartoffelkarte) entnehmen dürfen. Die Kartoffelkarte ist beim Bürgermeister (Gutsvorsteher) des Wohnorts des Verkäufers zu er­halten. Kartoffelerzeuger werden darauf hingewiesen, daß sie bei der Abgabe von Kartoffeln den Abschnitt der Kartoffelkarte als Ausweis erhalten müssen, der ihnen als Belag bei etwaigen Lieferungsanforderungen zu dienen hat.

* Der Schütze, Konrad A l t von hier, z. Zt. schwer verwundet im 'Kriegslazarett in St. Quentin, ist bei den jüngsten Kämpfen an der Somme mit dem Eisernen Kreuz" 2. Klaffe ausgezeichnet worden.

Hk. Die sog. Schwarze Liste der Engländer. Die in derLondon Gazette" fortlaufend enthaltenen Ver­öffentlichungen derjenigen Personen und Gesellschaften in neutralen Ländern, mit denen britischen Staatsange­hörigen jeder Geschäftsverkehr untersagt ist, können in amtlicher Zusammenstellung vom Reichsamt des Innern bezogen werden; sie liegen auch auf der Handelskammer zu Hanau zu unentgeltlicher Einsichtnahme aus.

* Ausländer! Es wird nochmals darauf hinge- wiesen, daß Angehörige verbündeter und neutraler Staaten beim Wechsel ihres Aufenthaltsortes sich so­wohl bei ihrer Abreise wie bei ihrer Ankunft bei der Polizeibehörde innerhalb der vorgeschriebenen Frist zu melden haben, und daß diese An- und Abmeldung auf den Pässen vermerkt sein muß. In Zukunft werden alle Personen, die hiergegen verstoßen oder die ohne Pässe angetroffen werden, sofort in Haft genommen.

Käuglingsfürsorge, die Grundlage für Deutschlands Zukunft.

(Hanna Walter-Soden.)

Unter dieser Ueberschrift veröffentlicht Prof. Dr. Langstein, Dir. des Kaiserin Augusta-Victoria-Hauses, zur Bekämpfung der Sauglings-Sterblichkeit im Deut­schen Reiche imBerl. Tagebl.", sowie in einer dasselbe Thema behandelnden Schrift unter anderem die folgenden Ausführungen, um einem weiteren Kreise Kenntnis von Aufgaben zu geben, die ihm pur Erstarkung unserer Volkskraft notwendig erscheinen:Mag es uns auch von gegnerischer Seite als Zeichen der Schwäche ausgelegt werden, als Zeichen der Furcht für die Zukunft des deutschen Reiches, es ist nichts desto weniger ein flamm­endes Wahrzeichen deutscher Kultur, daß uns gegen­

wärtig nicht nur die Fürsorge für unsere Kultur be­schäftigt, daß wir vielmehr im Bewußtsein der Bedeutung, die wir im Kreise der Völker haben und späterhin noch in erhöhtem Maße haben werben, all unsere Sorge auf unsere Kinder, auf unsere Jugend verwenden. Damit soll nicht geleugnet werden, daß unser Kampf gegen Geburtenrückgang und Säuglingssterblichkeit ein Problem darstellt, wie es eben für alle Völker ist, denn das Schicksal Frankreichs zeigt uns, wohin ein Volk steuert, bei dem der Geburtenrückgang unablässig durch ein all­gemeines Ein- und Zweikindersystem Fortschritte macht, bei dem eine, wenn auch gut organisierte Säuglings­fürsorge, Jahre zu spät eingesetzt hat. Das Schicksal Frankreichs entscheidet sich nicht allein in diesem Kampfe. Es wird bestimmt durch die zunehmende Minderung seines Nachwuchses, durch das Ausbleiben eines Ge­burtenüberschusses. Auf der anderen Seite der russische Gegner, bei dem durch den enormen Geburtenüberschuß der Verlust von Millionen in nicht allzulanger Zeit ausgeglichen wird, trotz hoher und höchster Säuglings­sterblichkeit. Das Bevölkerungsproblem dieser beiden Völker muß uns lernen lassen. Der Kampf gegen den Geburtenrückgang hat meines Erachtens deutlichste Er­folge des Säuglingsschutzes zur Voraussetzung. Wir müssen der Bevölkerung die größtmöglichste Sicherheit geben können, daß wir ihre Kinder erhalten können, wenn wir unserem Ruf nach mehr Geburten Nachdruck verleihen wollen. Es ist keine Unmöglichkeit, wenn ich als ein in nicht allzuweiter Form erreichbares Ziel un­serer Fürsorgenmaßnahmen für den Säuglingsschutz ein Herabgehen der Säuglingssterblichkeit von 18 auf 7 bis 8 Prozent erblicke, was für das deutsche Reich einen Menschenzuwachs von ungefähr 200 000 Seelen jährlich bedeuten würdi, das sind in 20 Jahren 4 Mill. arbeits- tüchtige Menschen.

Angesichts der großen finanziellen Leistungen, die für die verschiedenartigsten Aufgaben nach dem Kriege geleistet werden müssen, müssen wir solche Forderungen für den Säuglingsschutz stellen, die mit einem Minimum von Mitteln, relativ wenig Geld, Ersprießliches ver­sprechen. In den Vordergrund dieser Arbeit muß die Massenbelehrung gerückt werden. Im Interesse der zu­künftigen Größe Deutschlands stelle ich nochmals die Forderung auf:Das deutsche Mädchen soll von Jugend auf zum Verständnis dafür erzogen werden, was zur Gesunderhaltung des Säuglings, und Kleinkindes not­wendig ist". Die meisten Unterricktsbehörden haben bisher dieser Angelegenheit ihr Wohlwollen versagt und vielen Bestrebungen ein frühes Grab bereitet. Aber allmählich beginnt in den letzten Jahren doch der Ge­danke seine Lebenskraft zu zeigen und überall, wo er in die Tat umgesetzt worden ist, in Braunschweig, Erfurt, Greifswald, Kattowitz sind Erfolge vorhanden. Kerschen- steiner-München, sagt sehr richtig:Es ist eine der un=

verständlichsten Erscheinungen unserer Zeit, daß wir

KnabrA und Mädchen in allem «mmM7w, was die

Kultur der Jahrtausende bescheert hat, nur nicht in der Wissenschaft der körperlichen und geistigen Erziehung des Nachwuchses". Ich stelle ferner die Forderung auf, daß jede Stätte des Säuglingsschutzes, Säuglingsheim oder Mütterberatungsstelle, in den Dienst der Ausbild­ung von Laien, Hebammen, Pflegerinnen gestellt wird. Je mehr Menschen wir belehren, um so mehr Mittel­punkte bekommen wir, von denen aus die Lehre der Säuglingskunde das ganze Volk durchdringen kann.

Große Aufgaben fallen auch der Presse zu. Die Presse muß immer wiederkehrende belehrende Aufsätze über Gesundheitspflege, speciell Kinderpflege bringen. Sie muß aber auch aus ihrem Anzeigeteil alle diejenigen reklamehaften Anpreisungen entfernen, deren Befolgung eine nicht geringe Anzahl von Säuglingen ums Leben bringt.

An die geschlossene Fürsorge in Anstalten muß sich die offene anschließen. Alle diejenigen, denen die Be­handlung von Säuglingen anvertraut sind, müssen in dem Bewußtsein wirken, daß der Mensch das wertvollste Kapital des Staates und daß es eine Verschwendung an Menschenleben und Nationalvermögen ist, wenn un­sere Hülfe für den Säugling nur eine vorübergehende ist. Heute, da die Reichswochenhilfe als größte soziale Tat, die uns der Krieg gebracht hat, geleistet wird, ist die Grundlage für den Betrieb neuer Fürsorgestellen gegeben, wir dürfen mit Sicherheit annehmen, daß sie eine ständige, den Krieg überdauernde Einrichtung wer­den wird und sie wird zu einer großzügigen Mutter­schaftsversicherung ausgebaut werden.

(Fortsetzung folgt.)

Feldgrau am letzten Zeichnungstag

Jetzt ist bald vorüber das eilige Gewimmel, Zur Bank und das eifrige Zeichnungsgetümmel, Die Witwe mit schwieligen Händen, Wolt auch ihr Schärftein noch spenden.

Die Näherm sorgte und sparte, Damit sich der Hunderten paarte; Und vornehme Herren und Damen, Hunterttausend zeichnend, auch kamen, Denn Pflicht jedes Deutschen ist's eben Dem Vaterland reichlich zu geben.

Wenn die Feinde im Lande wären, Wie 's da sei, kann Ostpreußen lehren. Bis die tapferen feldgrauen Jungen, Uns den Frieden mit Ehren errungen!

Drei Feldgraue stehn und der eine spricht: Habt Ihr gezeichnet? Ich konnt's leider nicht!"

Du hast gezeichnet vor'm Feinde dich aus bringst das Eiserne Kreuz nach Haus.

Und Wir Das Nun Von

zeichneten uns in Frankreich ein, Schlachtfeld war unser Zeichnungsschein, sind wir gezeichnet, 's ist schade,

verwünschter Franzosengranate.

Doch sind wir gesund und geht's wieder hinaus,'

Dann zeichnen wir tüchtig die Briten aus, Daß sie es es endlich erkennen, Wie vergeblich ihr blutiges Rennen. Die Söhne Frankreichs, den Russen-Zar

Daß die beutegierigen Drachen, Sich entschließen, Frieden zu machen!"

Meyer.

Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.

Evangelische Gemeinde:

Mittwoch, den 4. Oktober 1916.

Abends 8 Uhr: Bittgottesdienst.

die bewährte Drahtlampe

Achten sie immer a ^ f die Inschrift "Osram" ! UeberaU erhältlich.

Auergesellschaft,

Berlin

0. 17

Aufruf

an die Landwirte von Kuröefsen.

Die neue Kriegsanleihe liegt auf. Freunde und Kollegen zeigt, daß wir siegen, daß wir das verruchte England vernichten wollen. Den letzten Groschen aus der Tasche! Diese Kriegsanleihe muß so stark ge­zeichnet werden, wie keine vorher. Nur dadurch wer­den wir den Krieg verkürzen, nur dadurch werden wir siegen und Haus und Herd für alle Zukunft sichern und wahren. Die Parole bleibt:

Kott strafe England".

Deiehmann-teinbactz,

Provinzial-Vor sitzend er des Bundes der Candwirte f.Xurhessen.

Am 1. 10. 16. sind zwei Bekanntmachungen betreffendNach­trag zu der Bekanntmachung, betreffend Beschlagnahme baum­wollener Spinnstoffe und Garne (Spinn- und Webverbot (Nr. W. II. 1700/2. 16. K.R.A. und W. U. 5700/4. 16. K.N.A.) und Nachtrag zu der Bekanntmachung über Höchstpreise für Baumwoll- spinnstoffe und Baumwollgespinste (3ir. W. II. 1800/2. 16. K.R A. und W. II. 1800/5. 16. K.R A.)" erlassen worden.

Der Wortlaut der Bekanntmachungen ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.

Stellv. Generalkommando 18, Armeekorps.

Augelausen:

Kätzchen grau-weiß. Näheres in der Exp. d. Bl.

Weisskraut

Zwiebeln

Karotten

liefert in Ladungen wie kleinen Partien

August Weismantel & Sohn, Obersinn.

2 Zentner Wirrftroh

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Dreibriiderstraße 9.

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Befreiung gar. sofort. Alter und Geschlecht angeb. Auskunft umsonst und diskret Sanitas Fürth i. B. H. 8. 1339a Flotzaustr. 23.

Miegsckeine

zu haben in der Buchdruckerei

6. ^ohmeister

grünöl. Sinzel-Unterricht.

Von Oktober ab beginnen wieder Kurse in: Buchführung, Rechnen, Schönschrift, Rundschrift, Stenographie, Maschinenschreiben (20 erstkl. Schreib­maschinen), Korrespondenz, Wechsel- u. Schecklehre.

m^ Hages und Abendkurse^-- und freie Wahl der Lehrfächer. Auswärtige Schüler erhalten Schüler­zeitfahrkarten. Anmeldungen für die Wintermonate erbitte rechtzeitig. Privat-Handels- u. Schreibmaschinenschule

Fulda, A||f| SrhllfTAI1 Fulda,

Marktstr 13. 8 y Marktstr. 13

Die alsbaldige Einzahlung der Krankenversicherungsbeiträge für 1./7.1./10. 16 wird hiermit in Erinnerung gebracht.

Rückstände, welche am 26. n. Mtö. noch bestehen, müssen alsdann unverzüglich zur kostenpflichtigen Einziehung kommen.

Schlüchtern, den 20. September 1916.

Allg. Ortskrankenkasse.

Zur 5. Kriegsanleihe!

Kleine M^nunaff^eine für Schulsparkassen und sonstige Bereinigungen sind in jeder Zahl von uns und den Sparkassen zu haben. 100 Stück 75 Pfg., 50 Stück 40 Pfg.

Wuchdruckerei E- Kostmeister.