An die Arbeitgeber in den Landkreisen Hanau, Gelnhausen und Schlüchtern
Das städtische Arbeitsamt in Hanau hat nunmehr nach Vereinbarung und mit Unterstützung der Landkreise und des „Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverbandes" die Stellenvermittlung für die gewerblichen und landwirt- schaftlichen Betriebe in den Landkreisen Hanau, Geln- hausen und Schlüchtern übernommen.
Die Ausdehnung der Tätigkeit des Arbeitsamtes ist namentlich im Hinblick auf die Unterbringung unserer heimkehrenden Krieger in geeignete Arbeitsplätze erfolgt.
Zur Erfüllung dieser Aufgabe bedürfeu wir in erster Linie der Mitwirkung der Herren Arbeitgeber und wir richten deshalb an diese die Bitte, die offenen Arbeitsplätze uns jedesmal umgehend mitzuteilen und für diese Mitteilung das beifolgende Formular zu verwenden. Wir werden dann unsererseits uns bemühen, geeignete Arbeitskräfte zuzuweisen. Eine Verpflichtung zur Annahme besteht nicht, wie auch außer etwaigen Reisekosten, deren Ersatz jedoch vorher von Fall zu Fall vereinbart wird, Unkosten nicht entstehen.
Die offenen Stellen werden in den Kreisblättern bekannt gegeben.
Die Geschäftsräume des Arbeitsamtes für männliche und weibliche Arbeitskräfte befinden sich in Hanau a. M. Langstraße 48. Fernruf 188.
Geschäftsstunden: im Somiper von 8—12'/, und von 2'/,—6 Uhr. Samstags von 8—1 Uhr, im Winter von 8'/,—12'/, und von 2'/-—6'/s Uhr. Samstags von 8'/,—1 Uhr.
Wir sind zu schriftlichen und mündlichen Auskünften über den Arbeitsmarkt hier und in unserem Wirtschaftsgebiete gern bereit.
Hanau, im August 1916.
Städtisches Arbeitsamt.
Im Kreise Schlüchtern werden gesrrcht:
1 Bauschreiner und 1 Zimmermanu.
Hanau, den 10. August 1916. ___
Städtisches Arbeitsamt Hanau. Arbeitsnachweis für Stadt- und Landkreis Hanau und die Kreise Gelnhausen und Schlüchtern.
Lokales und Provinzielles.
Schlüchtern, den 18. August 1916.
—* Der „ewige Frieden" und der „ewige Krieg". Die Deutschen, Oesterreicher und Ungarn nicht nur, auch Bulgarien und die Türkei wären verloren, wenn sie in dem gegenwärtigen Riesenkampse mit der Uebermacht ihrer Feinde unterliegen würden. Aber auch nach einer siegreichen Beendigung dieses Krieges wie wir sie er- r^frm Surfen innren Sü. wliüu^lf... ^};H-b"nrTrt^
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zwungen sein, den Kampf um ihre Existenz fest im Auge zu behalten, wenn der Friedensschluß nicht so ausfallen würde, daß eine Stärkung der Zentralmächte und eine die Bürgschaft einer längeren Friedensdauer einschließende Schwächung unserer Gegner — besonders unseres furchtbarsten Feindes: Rußland — die Folge wäre. Denn von dem Tage des Friedensschlusses an wird Rußland den Krieg der Revanche ebenso planen und vorbereiten, wie ihn Frankreich nach dem Abschlüsse des Frankfurter Friedens vom Jahre 1871 an geplant und vorbereitet hat. Nach der Ansicht des Verfassers einer im Verlage Leykam in Graz als Sonderabdruck aus Roseggers „Heimgarten" erschienenen Flugschrift: „Der ewige Friede und der einige Krieg", des jetzt hier im ^Ruhestand lebenden früheren Chefredakteurs der Graz „Tagespost", Wilhelm Null m a n n, sollten die Mittelmächte diese Ziele fest ins Auge fassen. Die Flugschrift, deren Reinerträgnis für das Rote Kreuz in Graz und im hessischen Bezirke Schlüchtern bestimmt ist, vertritt in Bezug auf die Dauer des Krieges eine ziemlich pessimistische Ansicht und sie beruft sich dabei auf ein im Deutschen Reichstag gesprochenes Wort Moltkes, der dem Zukunftskrieg, den er voraussah und der zu einer so furchtbaren Wirklichkeit geworden ist, eine längere Dauer prophezeite. (Preis 80 Pfg., für Feldgraue 60 Pfg.)
— * Erntesicherung ist Bauernpflicht ist Deutschlands Feinde besiegt, daher gebe man den Wintersaaten zeitig neben Stickstoff und Phosphorsäure eine reichliche Kalidüngung, die neben der düngenden Wirkung das Auswintern einschränkt oder gänzlich verhindert. Durch sie werden den zarten Getreidepflänzcheu viele feste Stoffe zugeführt und dadurch der Waffergehalt verringert. Solche wasserarmen Pflanzen sind gegen Frost weniger empfindlich, sie wintern daher nicht so leicht aus. Diese Wirkung ist nur zu erwarten, wenn die Kalidüngung vor der Saat oder spätestens als Kopfdünger vor Eintritt von Frostmetter auf die trockenen Pflanzen oder bei Regenwetter gegeben wird.
* Gundhelm. Mit dem Eisernen Kreuze II. Klasse wurden ausgezeichnet: Obermatrose Peter Roth, Gefreiter Leonhard Nehm, Johannes Berthold nnd Wehrmann Blum.
* Hütten. Kanonier Adam Lins hat das Eiserne Kreuz II. Klaffe erhalten.
* Sarrod. Am Mittwoch morgen starb dahier der älteste Einwohner unsrer Gemeinde der Auszügler Nikol. Ruppel im Alter von 98 Jahren 6 Monaten, er war stets körperlich wohl, bis auf die letzten vierzehn Tage wo er bettlägerig war.
* Fliedcu. An den Folgen einer Blutvergiftung starb in englischer Gefangenschaft der Ersatzreservist Aug. Klug, Sohn des Bauern Konrad Klug dahier. Der Verstorbene wurde am 3. Juli d. Jrs. bei den Kämpfen an der Somme leicht verwundet und geriet iuxnaliiifoi drstmMffchM Am 6. tcilt^er^sein^
er etwas verwundet worden sei. Laut Mitteilung seiner Kameraden ist der hoffnungsvolle junge Mann wahrscheinlich infolge ungenügender ärztlicher Behang lung seinen Wunden erlegen. Wir haben hier wiche; einen Beweis wie Human das fromme England bit Kriegsgefangenen die doch nur die Pflicht gegen ih, Vaterland erfüllt haben, behandelt.
* Offenbach a. M. Die Baugewerkschule sowie bit Kunstgewerbeschule der technischen Lehranstalten Offen- bach a. M. wird auch im kommenden Winterhalbjahr unverändert fortgeführt. Während in dem neuen Schaf gebäude am Jsenburger Schloß, das unter der ärztlichen Leitung von Oberstabsarzt Medizinalrat Dr. Rebentist und der künstlerisch-technischen Leitung von Pros Direl tot Hugo Eberhardt stehende, weit über Dffenbaej hinaus bekannte Berufsübungslazarett. Die Arbeite« aus dem Lazarett sind gegenwärtig in Brüssel in bei Ausstellung für soziale Fürsorge 'ausgestellt, untere bracht ist, wird der Unterricht in der Baugewerkschule und in der Kunstgewerbeschule in dem früheren Schul- Haus erteil. Die Gesamtschülerzahl der Technischen Lehranstalten belauft sich gegenwärtig auf 604.
Kirchlicher Anzeiger für Schlüchtern.
Evangelische Gemeinde:
Sonntag, den 20. August 1916.
Vormittags 7,1° Uhr: Herr Pfarrer Seyd. Nachmittags 7,2 Uhr: Herr Superint. Orth.
Anschließend Christenlehre der konfirmierten Knaben. Wochendienst Herr Superint. Orth. :
Evangelisch Kirchlicher Blaukreuz-Verein.
Versammlung nachmittags 5 Uhr in der Kleinkinderschule.
Katolische Gemeinde. Sonntag, den 20. August 1916. j
Vormittags 97, Uhr Amt und Predigt. Herr Kaplan Ramb. I
Nachmittags 2 Uhr: Bittandacht
Am 15. 8. 16. ist eine Bekanntmachung betreffend „Beschlagnahme, Verwendung und Veräußerung von Bastfasern (Jute, Flachs, Ramie, europäischer und außereuropäischer Hanf) und von Erzeugnissen aus Bastfasern Nr. W. III. 3500/7. 16. K. R. A." erlassen worden.
Der Wortlaut der Bekanntmachung ist in den Amtsblättern und durch Anschlag veröffentlicht worden.
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hat der deutsche Landmann zu erfüllen, denn es gilt auch wei» ter die Volksernährung zu ai ■ ehern. Der wichtigste Nährstoff, der zu lohnendem Anbau aller Pflanzen In ausreichen = dem Masse vorhanden sein muss, ist das ^^
Pflichten
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Darum (st es notwendig, neben der Stickstoff-Phos- phorsäure-und wo nötig Kalkdüngung besonderes Gewicht auf die KalldCin» guna zu legen.
Ratschläge über alle Dün« gungstragen erteilt Jeden zeit kostenlos die
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