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Tranerandacht hielt der Generalsuperintendent Lahusen. Zwei Kompagnien des Ersatzbataillons des Alexander- Regiments stellten die Trauerparade. Tur Sarg, der vor dem Altar aufgebahrt war, war über und über mit Kränzen bedeckt, darunter ein Riesenkranz des Feldmarschalls v. HindenburgSeinem treue, Kame­raden". Auf dem Kissen lagen sämtliche Orden und Ehrenzeichen des Verstorbenen. Der Feier wohmen u. a. die Kaiserin und die Prinzessin Eitel Friedrich bei.

Lokales und ProvinfieUes.

Schlüchteru, den 23. Juni 1916.

* Wissen Sie es schon ? Der Ernst der ge­genwärtigen Kriegszeit, der geringe Vorrat an manchen Lebensmitteln, macht es uns zur Pflicht, alle Früchte die Garten, Feld und Wald uns bieten, ungeschmälert der menschlichen Ernährung zuzuführen. Was nicht frisch aufgebraucht werden kann, muß für spätere Zeit, für den Winter und das Frühjahr, in.Dauerware umgearbeitet werden. Bei vielen Früchten geschah diese Umarbeitung in Dauerware unter Zubülsenahme des Einkochtopfes und von viel Zucker. Zucker ist jetzt aber auch knapp geworden. Dennoch darf kein Nahrungs­mittel umkommen, darf nichts verloren gehen. Eine Handhabe hierzu bietet uns ein Rückgriff auf das Verfahren, das zur guten alten Zeit mit großem Erfolg von unsern Vorfahren jedes Jahr aufls Neue ange­wandt wurde:Das Dörren der Früchte." Frei­lich derTrockenofen mit seinen Horden", der damals in keinem Hause feh.te, ist längst zu einer Seltenheit geworden. Aber sollen wir deshalb verzagen? Nein! Denn Möglichkeiten zum Dörren finden sich auch heute wohl in jedem Haushalt, sei es auf dem Herde, sei es im Bratofen. Nicht die schlechteste Dörrmöglichkeit bietet endlich auch der Gemeinde- oder Haus-Backofen und die Sonne. Dörren kann man fast alle Obstarten, besonders aber Aepfel, Birnen, Zwetschen, Heidelbeeren, Holunderbeeren, Hagebutten. Auch Kirschen und Quit­ten lassen sich dörren, ebenso Rhabarerstiele. Zu be­achten ist, daß gut reife Früchte das beste Dörrobst liefern. Von Birnen nehme man in erster Linie zum Dörren die süßen Sorten, bei Aepfeln dagegen die ganz süßen oder sauren Sorten zuletzt. Wie soll man nun dörren. Die einfachste und billigste Artist das dörren auf Horden. Wo solche nicht vorhanden sind, lassen sie sich mit etwa 6 Zentimeter hohen Latten, welche in der Größe der Herdplatte oder des Brutofens zu­sammengenagelt und mit engmaschigem, verzinkten Drahtgeflecht überspannt werden, leicht herstellen. Von diesen Horden kann man nötigenfalls mehrere über- einanderstellen. Daß Aepfel und Birnen nicht ganz, sondern geschält, entfernt und in nicht zu dünnen Scheiben auf die Horden gebracht werden dürfen, ist wohl bekannt. Pöill man verhüten, daß dieSchnitzen" , beim dörren braun werden, dann lege man sie vorher einige Minuten in eine einprozentige Salzlösung und lasse sie dann erst gut abtropsen. Zwetschen und Kirschen, welche man gut ruf werden läßt, bringt man so auf die Horden, daß der Stiel nach oben steht. Wie lange die einzelnen Fruchtarten zu dörren sind, hängt von dem Grad der Hitze ab, dem die Früchte ausgesetzt sind; es wird bei den auf dem Herde zur Trocknung kommenden Früchten länger dauern als bei den in der Bratröhre untergebrachten. Ueber 100 Grad Celsius sollte die Hitze allerdings nicht steigen, bei Kleinobst, Beeren rc., genügen 6580 Grad. Die Tür der Bratröhre darf während des Dörrens nicht fest geschlossen sein, damit der Dunst abziehen kann. Um festzustellen, ob die Dörrung vollendet ist, brcche man einige Schnitzen durch bezw. öffne man einige Beeren. Zeigt sich noch feuchtes Fruchtfleisch, dann ist die Dörrung noch fortzusetzen, aber nicht so lang, bis etwa die Schnitzen tote Glas brechen. Ein solcher Dörrungs- grad nimmt den Früchten den Wohlgeschmack. Nach

der Dörrung und Erkaltung bewahre man die Früchte in Söckchen, freihängend und der Lustzirkulation zu­gänglich, an tunlichst staubfreiem Orte auf. Wo das Dörren von Obst nicht beliebt wird, lassen sich viele Obstsorten trotz des Mangels an Zucker auch ohne Zucker für den Winter in haltbarem Zustand bringen. Winke hierfür enthält ein in den Gemeinden zur Ver­teilung kommendes besonderes Flugblatt.

* (Einsamwlung und Verwertung der Brennesseln, urtica dioica, -ur Herstellung von Gespinsten.) Nach dem der Krieg die Hanf- und Baumwolleinfuhr bei­nahe vollständig unterbunden und die Flachseinfubr erheblich vermindert hat, darf kein Mittel zur Ver­mehrung des heimischen Spinnfaservorrats und zur Verwertung der tm Jnlande vorhandenen verspinnbaren Pflanzen unbenutzt bleiben. Von diesen ist die Brenn essel, urtica dioica, offenbar schon in vergangenen Zeiten zur Herstellung von Geweben nutzbringend ver­wendet worden. Umfassendere Versuche zur Wieder­aufnahme dieser Verwendung sind in Oesterreich im vorigen Jahr eingeleitet. Vor wenigen Wochen ist es einer deutschen Firma gelungen, mittels eines kurzen und einfachen Verfahrens, dessen Einzelheiten zurzeit noch geheimgehalten werden, die Brennesselfasern von den Stengeln zu lösen und in verspinnbaren Zustand zu versetze t, in dem sie sogar auf den vorhandenen Maschinen weiterverarbritet werden können. Die spinn- baren Fasern und die daraus hergestellten Gewebe haben oen vollen Beifall Sachverständiger gefunden. Dieses Geheimverfahren will der Herr Landwirtschafts' minister noch im laufenden Jahre für Volk und Heer ausnützen. Ein Anbau der Brennessel kommt jeden­falls im Augenblick vielleicht für die Dauer aus landwirtschaftlichen und anderen Gründen nicht in Frage. Dagegen ist es geboten, die wildwachsende Brennessel für die Zwecke der Verspinnung einzuernten. Die urtica dioica findet sich vorwiegend in Brüchern und Waldungen, vielfach auch an altem Gemäuer und an Einfriedigungen landwirtschaftlicher Besitzungen u. bergt Sie kann in einer Vegetationsperiode mehrfach regelmäßig zweimal, geschnitten werden. Dort, wo sie einigermaßen dicht bestanden ist, liefert nach dem Urteil Sachverständiger eine Fläche von einem Quadratmeter bei jedem Schnitt 3 Pfd. trockener Nesselstengel und annähernd 1 Pfd. Nesselblätter, die ein vorzügliches Futter abgeben. Die Ernte von 1 ha würde danach 15 000 kg Neffelstengel und 4 bis 5000 kg Nessel blätter, die Ernte von 1000 ha 15 000 000 kg Reffet stengel und 4 bis 5 000 000 kg Blätter ergeben. Da die Faserausbeute etwa 8% der trockenen Nesselstengel beträgt, könnten aus 1000 ha Brennessel 1,2 Millio­nen kg Faser gewonnen werden, also eine Menge die für die Versorgung des Heeres und der Bevölkerung mit Webstoffen «immerhin ins Gewicht fällt.

Auf die amtliche Bekanntmachung wird hingewiesen. * 69. Gelnhäuser Pfarrkonferenz Dienstag, 20. Juni tagte von vormittags 11 Uhr bis nachmittags 3 Uhr im deutschen Haus zu Gelnhausen die FrühjahrLkon- ferenz der Pfarrer der Hanauer evang. unierten Kir- chengemeinschast. Die stattliche Teilnahmezahl bewies die Lebenskraft der Konferenz und der Besuch des Herrn Konsistorialpräsidenten und des Herrn General- suparintendenten genügte von der Wertschätzung, daran sich die Konferenz bei bet kirchlichen Oberhölde erfreut. Die Verhandlungen wurden durch Schriftverlesung u. Gebet von Herrn Pfarrer Freund-Ramholz eingeleitet. Nach Feststellung des Protokolls der vorigen Tagung erstattete der Vorsitzende, Herr Pfarrer Mayenschein- Altenhaßlau sehr eingehend den Geschäftsbericht, aus dem zu erfahren war, daß die Konferenz eine Arbeits­gemeinschaft ist, die immer zu tun hat, sei es in eige­nen Angelegenheiten, sei es in Standesfragen, oder in Fragen von allgemeiner kirchlicher Bedeutung. Mit besonderem Interesse wurde der Bericht über den Er­folg der Herausgabe von Druckschriften seitens der Konferenz ausgenommen. Der Vortrag des Herrn

Wer über das gesetzlich zulässige Matz hinaus Hafer, Mengkorn, Mischfruchr worin sich Hafer befindet, oder Gerste verfüttert, versündigt fich am Vatertande!

Metropolitan Schaefer-Gelnhausen überdes Kaisers Wort zum Jahrestag der Kriegserklärung" und das Flugblatt des Herrn Pfarrers Fritsch-Kirchbracht wurde in einigen Tausend Exemplaren abgesetzt. Nach dem von Herrn Pfarrer Herchenröther-Langendiebach erstat­teten Kassenbericht nahm die Satzungsberatung der Konferenz so viel Zeit in Anspruch daß andere Punkte der Tagesordnung nicht mehr zur Erledigung kommen konnten. Alle verfügbare Zeit wurde dem Vortrag des Herrn Superietendenten Orth-Schlüchtern:Von Dienst des Pfarrers in der Gegenwart" gewidmet. Trotz des Abflauens der religiösen Welle bei Kriegs­ausbruch war der Vortrag getragen von einer großen HoffnungSfreudigkeit im Blick auf das Ziel des Dien­stes des Pfarrers in der Gegenwart, das allerdings nur dann erreicht werden wird, wenn die Aufgabe dieses Dienstes in ihrer Eigenart klar erfaßt und mit ebenso klarer Folgerichtigkeit in jeder Beziehung mit Eifer durchgeführt wird. Der gedankenreiche Vortrag hat sicher jedem Teilnehmer nun zugerüstet für den jetzt doppelt wichtigen und schweren Dienst. Mit die­sem Vortrag und seiner Losung schloß die inhaltsreiche Tagung.

* H a n a u. Die Jugendwehren der Kreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda, Hersfeld, Hünfeld und Gersfeld werden am 20. August d. Js. im Bei­sein des Generalleutnants Schuch aus Wiesbaden an der Wasserkuppe in der Rhön eine große Geländeübung vornehmen. Die Vorbereitungen hierzu sind im Gange.

* G e r s fe l d. Es sind Bestrebungen im Gange, die Bucheckernernte in unseren ausgedehnten Rhön- Waldungen in diesem Jahre ausgiebig zu betreiben und so das namentlich für die Ernährung der Minderbe­mittelten sehr wichtige Bucheckernöl in großen Mengen zu gewinnen. Hoffentlich sorgen behördliche Maß­nahmen für eine zweckentsprechende Organisation der Ernte, sodaß der preistreibende Zwischenhandel aus­geschaltet und ein preiswerter Bezug ermöglicht wird.

Kirchlicher Anzeiger für Schlüchteru.

Evangelische Gemeinde.

Sonntag, den 25. Juni 1916.

Vormittags 7»10 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann. Nachmittags 7^2 Uhr: Herr Superint. Orth. Anschließend Christenlehre der konfirmierten Knaben. Wochendienst: Herr Pfarrer Rollmann. Evangelisch Kirchlicher Blaukreuz-Verein.

Versammlung nachmittags 4 Uhr in der Kleinkinderschule.

Katholische Gemeinde.

Sonntag, den 25 Juni 1916.

Vormittags 9'/, Uhr: Hl. Messe mit Predigt. Nachmittags 2 Uhr Bittandacht. Herr Kaplan Ramp.

Im Schatten der Ueterpautsfestung.

Roman von Hermann Gerhardt. 16

In späteren Jahren hätten sie wohl kaum noch zu sagen gewußt, welche Bilder es gewesen, die sie an die­sem Tage mit so andächtiger Aufmerksamkeit betrach­teten. Werner spielte dabei den kunstverständigen Ci­cerone und hatte seine helle Freude daran, mit wel­chem Lerneifer Katia seinen Ausführungen folgte, und auch Margarete fühlte sich vollfommen zufrieden, da sie mit dem Bruder wieder vereint war.

Während sie sich noch von dem letzten Zimmer nicht trennen konnten, tauchte plötzlich und unvermutet der Präfekt auf. ,

Also hier sind Siel« rief er aus und gmg direkt auf Margarete zu.Sind Sie denn noch nicht ermü­det, Fräulein Rittberg?"

Doch, Exzellenz! Wir sind aber fertig und wollten eben gehen.« t

Biruleff aber trat mit ihr an eures der Bilder ! herarr und begann über dessen Borzüge und Mängel eine längere Auseiuandersetznug. Als dann Katia sich dazu gesellte, sah er sie mit einem väterlich wohlwollenden Blicke an:Und mein Liebling? Wie haben denn ihr die Bilder gefallen?« fragte er.

O, sehr, Papa!« Sie hob ihr glühendes Gesicht- «Heu zu ihm empor, und er legte ihr beide Hände auf die Schultern. , _

Du hast wahrhaftig rote Backen bekommen I So wohl hast Du ja noch nie ausgesehen, mein Kind. Fräulein Rittberg, Sie haben dies Wunder bewirkt!"

Wohl eher der Spaziergang in der schönen, klaren Luft, Exzellenz!" wandte sie lächelnd ein.

Bor dem Museum wartete ihrer ein offener Wagen; der Präsekt half Margarete beim Entsteigen unb nahm

dann ihr gegenüber Platz. Während der Fahrt unter­hielt er sie uuabreitzbar; er schielt wirklich auf jedem Gebiet beschlagen. Dabei hatte er die Augen überall, keiner der Vorübergehenden entging seiner Aufmerksam­keit, und von vielen ward er respektvoll gegrüßt. Als man au einem Theater vorüberkam, fragte er Marga­rete:Gehen Sie gern ins Theater? Wir haben jetzt hier eine sehr gute deutsche Truppe. Heute wirdFaust" gegeben, ivas sagen Sie dazu, wollen wir es uns an­sehen, oder haben Sie etivas Besseres vor?"

Wir haben gar keine Pläne für den Abend, Ex- zellenz," erwiderte Rittberg, unb Margarete stimmte be- reitiviUig zu, falls Katia mitkommen ivolle. Für letztere war dies ein denkwürdiger Tag! Hatte sie doch an ihrer neuen Gesellschafterin eine Freundin gewonnen, an die sie sich mit der ganzen ihr iimemotmenben Wärme an- schloß. Und schon beim Nachmittagstee fing sie an, Margarete ihr Herz auszuschütten, alte Schulgeschich- ten auszukramen unb mit sichtlichem Stolz zu erzäh­len, wie sie im Kloster, als der Graf zum Besuch hin- gekommeu, auf seinem Schoß gesessen und aus seiner Tasche Bonbons genascht habe. Als Alexei dann zum Essen tarn, hatte sie keinen Blick für ihn!

Im Auftrage des Präfekteu, den brüigenbe Geschäfte abhielten, sich ihnen anzuschließen, übernahm es der junge Graf Tobiesen, die kleine Gesellschaft ins Thea­ter zu eskortieren.

Das Stück hatte bereits begonnen, als sie in die Loge traten. Und obwohl Petersburg nominell im Sommer völligleer" ist, war doch das ganze Haus ausverkauft, da die gesamte elegante Welt es sich nicht nehmen ließ, vom Lande heremzukommen, um die ge­feierte Küustleriu, die das Gretchen gab, zu bewundern. Als die beiden jungen Mädchen ihre Plätze entnahmen, richteten sich alle Operngläser auf Katia Michailownas Begleiterin.

Sie scheint nicht zu uns zu gehören," äußerte die scharfsinnige Prinzessin Lieven zu ihrer wenig hübschen,

aber in Brillanten funkelnden Tochter.Sie trägt kein einziges Schmuckstück, und der Stoff ihres Kleides hat höchstens fünfzig Kopeken pro Arschin gekostet. Gewiß irgend eine Ausländerin, die der General wer weiß wo entdeckt hat."

Komisch übrigens, daß die Pilsontsky nicht habet ist, die versäumt doch sonst keine Gelegenheit dieser Art! Kannst Du die beiden Herren erkennen, Duschenka?«

Der eine ist der junge Tobiesen er soll ja mit Katia verlobt sein. Den anderen kenne ich nicht; er sieht auch aus wie ein Ausländer."

Tobiesen hatte sich dicht hinter seine Cousine pla­ziert, so dicht, daß er, wenn er sich vorbeugte, ihre Schulter berühren konnte. Aus seiner Ecke im Hinter­gründe der Loge beobachtete Rittberg unausgesetzt die beiden; er sah, wie der Offizier ihr angelegentlich in» Ohr flüsterte, und wie sie sich mit einer ungeduldigen Bewegung abwandte. Den Fächer, den Alexei an sich genommen und mit dem er spielte, nahm sie ihm brüsk aus der Hand.

Du bist] grausam, Cousine," murmelte er auf Fran­zösisch.

Und Du störst und ärgerst mich fortwährend," ent- gegnete sie kurz angebunden.

Diese kleine Szene gab nun Rittberg die Berau- [affinig, in einem ganz unqualifizierbaren Triumph- gefügt feinen Stuhl näher heranzurücken und sich mit einer, das Spiel betreff enden Bemerkung an Katia zu wenden. Und sie? Wie weggewischt war der kalte, hoch­mütige Ausdruck ihrer Züge; sie ging mit Lebhaftig­keit auf das angeschlagene Thema ein und ließ ihren Vetter so ostentativ aus dem Spiel, daß selbst sein Ri­vale Mitleid mit ihm empfinden mußte. Tobiesen aber hatte sich, sprachlos vor Wut, mit einem jähen Ruck erhoben und stand jetzt im dämmerigen Hintergründe der Loge. Zum allerersten Male kam ihm der Gedanke, auf Rittberg eifersüchtig zu sein. 231,18*