wird außerdem angehalten, ein Lagerbuch zu führen, aus dem jede Aenderung der gemeldeten Vorratsmengen und ihre Verwendung zu ersehen ist. Der Wortlaut der Bekanntmachung, die eine Aufzählung der meldepflichtigen Drogen und der meldefreien Mindestmengen enthält, ist im amtlichen Kceisblalt einzusehen.
—* Der Schlüchterner Freundschaftsbund in New- York hat der Stadt Schlächtern eine Spende von 2147 Mark überwiesen mit der Bestimmung, daraus den bedürftigen Witwen und Waisen gefallener Kriegsteilnehmer aus unserer Stadt Beihülfen zu gewähren. Der Magistrat hat dem Freundschaftsbund ein herzliches Dankschreiben übermittelt und darin seine Anerkennung für das große Interesse zum Ausdruck gebracht, welches die lieben Schlüchteraner fern über dem Ozean ihrer alten Vaterstadt stets entgegen gebracht haben und entgegenbringen, auch in dieser schweren Zeit. Der Magistrat hat in seinem Dankschreiben dem Wunsche Ausdruck gegeben, der Schlüchterner Freundschaftsbund möge se ne getroffene Bestimmung dahin erweitern, daß aus der Spende auch bedürf igen Eltern gefallener Kriegsteilnehmer Beihülfen bewilligt werden können. Allen Mitgliedern des Schlüchterner Freundschaftsbundes auch an dieser Stelle herzlichen Heimatgruß.
—* In nachstehenden Kreise wurde in dem Jahre 1915 für Ochst gelöst: Kreis Schlächtern 10 617,91 Mk. Kreis Hanau-Land 7 888,72 Mk., Kreis Gelnhausen 22 550,09 Mk., Kreis Gersfeld 641,60 Mk., Kreis Hersseld 8 037,83 Mk., Kreis Hünfeld 4 549,04 Kreis Fulda 4191,87 Mk.
—* Keine Verlängerung der Schonzeit für Hasen. Von der in diesem Jahre zugestandenen Ermächtigung des Bundesrats, die Schonzeit für Wild in den Jagdgerechtsamen zu verlängern, hat der Herr Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau keinen Gebrauch gemacht, weil eine Verlängerung der Schonzeit in Anbetracht der milden, viel weiter als in früheren Jahren vorgeschrittenen Jahreszeit nicht angebracht erscheint. Es bleibt also in den Bezirken des Regierungsbezirkes Cassel, wie Wiesbaden bei der gesetzlich festgelegten Schonzeit für Hasen, Haselwild, Auerwild und Wachteln. Diese Schonzeit ist im Reg.- Bezirk Cassel bereits am 15. Januar eingetreten, worauf alle Jagdliebhaber und Jäger aufmerksam gemacht sein mögen.
—* (Auf Urlaub!) Endlich, nach 11 Monate langem Ausharren an der Front, war der Vater auf Urlaub gekommen. Die Freude seiner Familie war unbeschreiblich und nur getrübt durch Vaters wehleidiges Klagen und Wettern über den vermaledeiten „Hexenschuß", den er» sich auf der Heimreise zugezogen. Aber Mutter, die fürsorgliche und praktische, wußte Rat. Sie hat es in den Blättern wiederholt von dem heilsamen Einfluß des „Nheumäsan" gelesen UnlT erst kürzlich eine große Tube desselben beim Apotheker
gekauft. Der Erfolg war überraschend. Schon beim Einreiben verspürte Vater die schmerzstillende Wirkung und tags darauf schwor er hoch und heilig, eine Riesentube von diesem „Wunderbalsam" mit an die Front zu nehmen. —
* Aus der Rhön. In Helmstadt starb der ehemalige Pfarrer von Hilders, Prälat, päpstlicher Geheimkäm- merer Jgn. Barthelmes im hohen Aller von 93'/, Jahren. Er war nach dem Tode des badischen Pfarrers Kuttruf der älteste katholische Geistliche in ganz Deutschland.
* Eschwege. Die Tabakernte des vorigen Jahres hat auch in unserer Gegend einen recht guten Erfolg erbracht. Dieser Tagen wurden etwa 450 Zentner abgeliefert, die allein in der Schwebdaer Gemarkung gebaut worden waren. Die größte Menge eines einzelnen Tabakbauers betrug 18"/. Zentner, die auf 21 Ar Land gezogen waren. Kleinere Tabakbauern ernteten bespielsweise auf je 3 oder 4 Ar Land je 3 oder 4 Zentner. Der Preis ist recht gut, es wurden durchgängig etwa 52 Mark für den Zentner bezahlt.
* Hersseld. Der Königl. Landrat des Kreises Hersfeld hat den Landwirten Konrad Schenk, Bernhard Faulhaber und Justus König in Gershausen gemäß § 58 der Bundesratsverordnung über die Regelung des Verkehrs mit Brotgetreide und Mehl vom 28. Juni 1915 das Recht der Selbstversorgung entzogen, weil sie bei der Angabe der Brotgetreidevorräte am 16. November 1915 größere Vorräte verschwiegen und sich dadurch als unzuverlässig erwiesen haben. Die verschwiegenden Vorräte werden nicht bezahlt. Außerdem wird der gesamte Getreideüberschuß fortgenommen. Ferner wurde die Schließung der Mühle des Müllers Heinrich Schornstein in Gershausen, die wegen Unzulässigkeit schon einmal erfolgen mußte, angeordnet, weil sich der Inhaber in der Befolgung der ihm durch die kriegswirtschaftlichen Ver- Ordnungen auferlegten Pflichten erneut als durchaus unzuverlässig gezeigt hat.
* Ausenau. Den schon bejahrten Landwirt Karl Ditzenberger von hier fand man vor einigen Tagen in seiner Wohnung erhängt vor. Seine Frau war ihm vergangenen Sommer gestorben und sein einziges Kind, ein Sohn, war zum Kriegsdienst eingezogen und liegt gegenwärtig in einem Lazarett. K. Ditzenberger lebte in guten Vermögensverhältnissen und scheint die Tat aus Gram begangen zu haben.
* Hanau a. M. Wegen Meineids bezw. Verleitung dazu wurden zwei hiesige Frauen festgenommen.
(Han. Anz.)
* Frankfurt a. M. Im preußischen Etat für 1016 sind für die Erweiterung des Hauptbahnhofes 2 Millionen Mark als fernere Rate eingestellt, für die Erweiterung des Ostbahnhofes fernere 50 000 Mark.
* Frankfurt a. M. In eMm Schlafwagen Berlin. Frankfurt wurde eine Brieftasche mit 3500 Mk. in
Banknoten gefunden. Der Fund wurde an zuständiger Stelle abgeliefert, wo sich wenige Augenblicke später auch der Verlierer meldete und sein Gut nach dem üblichen Ausweis in Empfang nehmen konnte.
* Frankfurt a. M. Zu ordentlichen Honorarproprofessoren an der Universität Frankfurt wurden ernannt : in der medizinischen Fakultät Professor Dr. med. Karl von Noorden in Frankfurt und der einer, ord. Professor der inneren Medizin an der Kieler Universität Geh. Medizinalrat Dr. Heinrich Quincke, in der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Frankfurter Stadtrat Dr. oee. publ. Heinrich Bleicher und der Direktor des Städtischen Völkermuseums Dr. med. ^L phil. h. c. Leonhard Hagen.
* Homberg. Lehrer und Schüler der hiesigen Schulen sammelten seit den Weihnachts-Ferien bis jetzt zusammen 1200 Mark in Gold. Bei einem Landwirt erhielten die Sammler 400 Mark.
/- — SALAMANDER
STIEFEL sind £uf!
Kirchlicher Anzeiger für Bchlüchtern. Evangelische Gemeinde. Sonntag, den 23. Januar 1916.
Vormittags 10 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann.
Nachmitttags 722 Uhr: Herr Superint. Orih.
Wochendienst : Herr Pfarrer Rollmann.
Nachmittags 4 Uhr: Versammlung des Evangel. Kirchlichen Blaukreuz-Vereins in der Kleinkinderschule. Gäste sind willkommen.
Katholische Gemeinde.
Sonntag, den 23, Januar 1916.
Vormittags 10 Uhr Gottesdienst Herr Kaplan Ramb.
Todes-Anzeige
Nach längerem Leiden, verschied gestern Abend $11 Uhr, mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater und Grossvater
Mannes Heiabuch
im 58. Lebensjahre.
Marjoss, Minden (i. W.\ 21. Jan. 1916.
Die
Hinterbliebenen.
Die Beerdigung findet Sonntag, Nachmittag 1 Uhr statt.
Aolzverkauf.
Mittwoch, den 26. Januar 1916,
von vormittags 8 Uhr ab
soll aus den städtischen Waldungen Eisenkopf, Distrikt ß und Füllrain, Distrikt 3 sollendes Holz im Gasthaus „Zum weißen Roß" in Steinau öffentlich meistbietend verkauft werden:
Eiche: 1 Stamm mit 0,69 Fm., 5 Rm. Scheit in Rollen,
1 Rm. Stammknüppel.
Buche: 780 Rm. Scheit, 290 Rm. Astknüppel,
140 Rm. Reis 1. Klasse.
Birke: 3 Rm. Scheit.
Aspe: 1,5 „ „ und 4 Rm. Scheit in Rollen.
Erle: 7 „ „ fAnbruch).
Steinau, am 19. Januar 1916.
Der Magistrat. Kinck.
Unsere Schulräume befinden fich ab 1. Januar 1916 stodenzollernstraße 261.^ (am Uhrturm) * Ueuer Kernruf Wr. 1006.
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GinAefirling für Spenglerei und Installation kann sofort oder später eintreten bei
Paul Hüniche, ________________Schlächtern. Ordentl Junge der das Bäckerhandwerk erlernen will kann alsbald oder zu Ostern eintreten bei
Wilh. Huhn, Bäckermeister, Gelnhausen, Neue Straße
Mödl. Zimmer mit 2 Betten von Ehepaar gesucht. Offerten mit Preisangabe an die Geschäftsstelle d. Ztg.
Schlosser, Dreher, Schmiede, Hilssmaschinenarbeiter, Autogen-Schweißer und Zuschtäger gesucht.
Keuscher & Sohn, Kassel. Lokomotivfabrik.
Eeänrbeiter für den Unterführungsneubanjzwi- schen Schlüchtern und Steinau sofort gesucht.
August Gärtner,
Unternehmer.
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Irir Wiederverkäufen
Sämtliche felöpostschachteln sind wieder am Lager.
Extra Anfertigung sofort.
Adolf Oppenheims*.
Schlüchter».
Lahme Schweine werden gekräftigt durch das l000fach bewährte Mittel aus der Apotheke in Schlüchtertt. Flasche 1,35 Mark.
Kesselschmiede, Schlosser, Dreher Fornier u. Bleilöter werden für baiternbc Beschäf. tigung bei gutem Verdienst eingestellt bei
Z. K. Irics Sohn,
Frankfurt a. M.-Süd.
In Sachen betreffend dieZwangs- versteigerung der den Fabrikanten Bercher und Gerhäuser zu Alten- gronau gehörigen im Grundbuch von Altengronau Artikel 350 verzeichneten Grundstücke, wird der auf den 24. Januar 1916 angesetzte Versteigerungstermin aufgehoben und neuer Versteigerungstermin auf den
28. Fpri! 1916 nachm.13/, Uhr bestimmt. Der Ort der Versteigerung (Zieglersche Gastwirtschaft in Altengronau) bieibt derselbe.
Schwärzenfels, den 20. Jan. 1916.
Königliches Amtsgericht.
Am 20. Januar 1916 ist eine Bekanntmachung betreffend Bestandserhebung und Lagerbuch- sührung von Drogen und Erzeugnissen aus Drogen durch das Stelln. Generalkommando des 18. A. K. erlassen worden.
Der Wortlaut der Verfügung wird durch Veröffentlichung durch Anschlag und in den Amtsblättern bekannt gegeben.
Stelln. Generalkommando des 18. Armeekorps.
Rheuma, Gicht,
Ischias, Gliederreissen, Nervenschmerzen.
Kostenlos teile ich gern mit, wie tausende Patienten durch ein einfaches Mittel in kurzer Zeit Heilung fanden.
Krankenschwester Berta, Wiesbaden H. 298 Rttdeshstr. 23.
Kunßgewerbejduse Offenbadi a. M. Ausbildung von Schülern und Schülerinnen.
Großb. Direbtor Prof. Eberhards.
W^ Feldpost -AG
Die Wehrbeiträge, die III. und letzte Rate ist fällig und wird um Zahlung ersucht.
Die Veranlagungsbogen sind vor- zulegen.
Die Stadtkafse.
Mk" 1.30 u. 2.10 in Apotheken.