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Aula des Seminars stattfinden wird. Es toerben Lieder zur Laute, und zwar die besten und gediegen­sten Volkslieder zum Vortrag gelangen. Da Kothe in Europa unübertroffen ist, so darf wohl ein starker Be­such erwartet werden. Der Preis für einen numerierten Platz beträgt 1,50 Mk., für die übrigen Plätze 1 Mk. Bestellungen nimmt Frau M. Möller Ww. Wasser- gasse entgegen.

* Im September d. Js. wurde in der Nähe des Bahnhofs hier und in und außer dem Kreise unter anderem in Uttrichshausen Kleidungsstücke, Lebensmittel und ein Fahrrad gestohlen. Mit Hilfe des Polizei­hundes hier, wurden die Kleidungsstücke bei hiesigen Arbeitern, das Fahrrad in einem Waldversteck am Distelrasen ermittelt, und konnte dem Eigentümer welcher sich sehr darüber freute alsbald wieder zurückerstattet werden. Der Dieb wurde am 20. November hinter Schloß und Riegel gesetzt und wird sich demnächst vor der Strafkammer in Hanau wegen diesen Einbruchs­diebstählen zu verantworten haben.

* Am vergangenen Sonntag spielte die 2. Mann­schaft des FußballklubsViktoria"-Elm gegen die 2. Mannschaft des FußballklubsBuchonia"-Flieden. Nach schwerem Kampfe konnteViktoria">Elm mit 4 :0 als Sieger hervorgehen. Wie uns mitgeteilt wird, findet in aller Kürze ein Wettspiel zwischen derselben Mannschaft und der Fußballriege desHokey Clubs"« Fulda statt.

* Die Aufführung des vaterländischen Schau­spielesAus schwerer Zeit oder Heffentrene", findet bereits in dieser Woche statt. Hoffen wir, daß die Be­teiligung bei dieser außergewöhnlichen Vorstellung eine recht rege wird. Wie wir erfahren, wird stitens der Direktion alles getan eine in jeder Beziehung gute Vor­stellung herauszubringen.

* Glückliche Gewinner. Auf ein Los der preu­ßisch-süddeutschen Klassenlotterie fiel ein Gewinn von 15 000 Mk. nach Cassel. Von diesem Lose, welches von einer hiesigen Kollekte vertrieben worden war, spielen fünf hiesige Postunterbeamte gemeinschaftlich schon seit längerer Zeit einViertel" und erhalten nunmehr ein Jeder über 633 Mark ausbezahlt. Alle fünf Gewinner sind Familienväter, umsomehr ist ihnen das unerwartete Weihnachtsgeschenk zu gönnen.

* Die Thomasphosphatfabriken, Berlin W. 9 geben auch dieses Jahr einen reich ausgestatteten, kolorierten Kalender für den Landwirt heraus und können wir denselben seiner praktischen Ratschläge wegen auf das wärmste empfehlen.

* Eine schöne Weihnachtsgabe. Weihnachten und Neujahr lassen so manchen treubesorgten Familienvater bis Absicht zur Ausführung bringen, die Seinen unter den sicheren Schutz der Lebensversicherung zu stellen oder speziell für ein Kind eine Kinderversicherung ob' zuschließen. Weis er doch, daß er damit für seine Familie ein wirklich edles Werk tut, das auch auf ihn seinen Glanz zurückstrahlt. Sie alle seien auf die VersicherungsbankArminia" in München aufmerksam gemacht, die volle Sicherheit, äußerst zweckmäßige Ver­sicherungsfirmen mit kulanten Bedingungen und nied­rigen Prämien verbindet. Die Garantiemittel der Bank betragen rund 68 Millionen Mark. Prospekte stehen jederzeit gratis zur Verfügung; die Vertreter vermitteln promptest jeden Antrag. Wer es selbst er­fahren, wird uns beistimmen: Eine solche Versicherung ist und bleibt weitaus das wertvollste Weihnachtsgeschenk!

* Elm. Auf dem hiesigen Bahnhöfe wurde am Freitag früh der Rangierführer Reinhard Kreß durch Ueberfahren getötet. Der Verunglückte war verheiratet und hinterläßt Frau und zwei Kinder. Vergangnen Sonntag wurde der Verunglückte unter zahlreicher Be­teiligung von Kollegen und Einwohner Elms zu Grabe getragen.

* Fliedeu. Die Winterfeierlichkeiten haben ihren Anfang genommen. Unter den zahlreichen Vereinen war der hiesige Jungfrauenverein der erste, welcher auf die Arena trat. Unter Leitung der Fräulein Anna Ammann dahier gab erwähnter Verein am Sonntag den 16. und am darauffolgenden Sonntag den 23. November sowie am 25. November einige theatralische Aufführungen. Es waren einige humoristische Stücke, die zum Besten gegeben wurden. Am besten gefiel dem zahlreich erschienenen Publikum die Nähschule und der Weltuntergang. Letzterer rief mehrere Lachsalven her­vor. Unter den bewährten Kräften ernteten Fräulein Anna Neidhardt und Fräulein Anna Klug den meisten Beifall. Dank gebührt, ferner der geehrten Leiterin Fräulein Ammann, die in uneigennütziger Weise sich in den Dienst der guten Sache stellte. Möge der Jung« frauenverein auch fernerhin blühen und gedeihen! Auch der Turnverein und der Josefsverein werden gegen Weihnachten mit theatralischen Aufführungen in die Oeffentlichkeit treten. Am Dienstag Abend ist auf Veranlassung des H. Lehrer Heid dahier ein christlicher Jünglingsverein gegründet worden. Das Weß'sche Ehepaar feierte seine goldene Hochzeit.

* Hinterstem«». Das neue evangelische SchulhauS geht seiner Vollendung entgegen. Die Weißbinder sind bereits daran, die Zimmer von innen wohnlich einzu- richten. Voraussichtlich wird das neue Schulgebäude mit Beginn des kommenden Schuljahres bezogen werden.

* Gelnhausen. Die Stadtverordneten haben die Ausnahme einer Anleihe von 100000 Märk zu"1'/- pCt. Verzinsung bei der Stadt Orb beschlossen. Diese Anleihe soll Verwendung finden zur Rückzahlung zweier älterer Anleihen bei der Hess. Brandversicherungsanstalt.

* Hanau. Strafkammer am 1- Dezember 1913, Vor der Strafkammer wurde ein Landwirt mit seinem Sohn aus Schlüchtern mit je 1 Woche Gefängnis und den sämtlichen Kosten wegen eines Holzdiebstahls im Bellingsserwald vom Mai dieses Jahres bestraft.

* Hanau. Während der Typhusepidemie beim hiesigen Eisenbahnregiment Nr. 3 waren von l.ier mehrere Helferinnen vom Roten Kreuz als Pflegerinnen der erkrankten Soldaten tätig. In Anerkennung dieser geleisteten Dienste wurden Fr. Dr. Ambrosius, Frl. Hedwig Hofmeister, Frl. Anna Sauerwein und Frl. Auguste Sauer mit je einem Jugendbildnis der Gründerin des Vereins (Kaiserin Augusta) und die beiden ersteren Damen außerdem noch mit der Roten Kreuzmedaille 3. Klaffe ausgezeichnet.

* Treysa. Die Adventszeit mit ihren Freuden hat begonnen. Einen besonderen Grund, sich über ihren Beginn zu treuen, haben die hiesigen Anstalten Hephata. Denn seit einer Reihe von Jahren darf am 1. Advents­sonntag in den Kirchen unseres Hessenlandes eine Kollekte für diese Anstalten erhoben werden. Wie sehr Hephata mit seinen mehr als 700 Insassen in diesen teuren Zeiten dieser Liebesgabe bedarf, braucht wohl nicht hervorgehoben zu werden. Die Anstalt wächst von Jahr zu Jahr. Vor wenigen Wochen konnte ein neues Kinderkrankenhaus bezogen werden, das den Schwächsten und Elendesten der schwachsinnigen Knaben ein Heim bietet. Es war ein ergreifendes Bild, als die zum Teil gelähmten und verkrüppelten Kinder ihrem neuen Hause mit Wählenden Gesichte zuzogen. Sie fühlten wohl selbst, wie notwendig zu ihrer Pflege der Neubau war. Das Haus ist nur aus Gaben der Liebe erbaut. Aber die Kosten sind noch längst nicht gedeckt. Ein großer Dienst wird auch der Anstalt erwiesen, wenn sie durch rege Unterstützung ihrer Freunde allen ihren vielen leiblich und geistig Kranken eine Gabe unter den Weihnachtsbaum zu legen vermag. Die ihr anvertrauten Kindern entbehren ja durch ihre Leiden sovieler Freuden. Da ist es eine Liebespflicht, am Fest der Liebe soviel Freude als nur möglich über sie auSzuschütten und soweit es geht, ihre bescheidenen Wünsche zu erfüllen. Gewiß werden viele Leser dieser Zeilen aus Dank für ihre und ihrer Kinder Gesundheit und aus herzlichen Erbarmen gern helfen, daß in das Leben der Geplagten und Leidenden zu Weihnachten ein helles Licht fällt. Jede Gabe bestehe sie, aus Geld, Kleidungsstücke, Spielsachen o. a. wird der Anstalt hoch willkommen sein. Am meisten ist ihr wohl mit einer Geldgabe gedient. Denn dadurch ver­mag sie am besten die Wünsche der Kinder, die diese vertrauensvoll in Briefchen dem Christkinde ans Herz gelegt haben, zu erfüllen.

* Mauswinkel. Vom Bullen aufgespießt. Ein 70jähriger Landwirt in Mauswinkel fütterte seinen Bullen. Das rasend werdende Tier riß sich von der Kette los und riß dem alten Mann mit bem Horn den rechten Oberschenkel auf. Schwerverletzt wurde der Mann von Mitgliedern der Hanauer Sanitätskolonne ins hiesige Landkrankenhaus verbracht, nachdem ihm diese einen Notverband angelegt hatten.

* Eisenach. In den Orten des Eisenacher Ober­landes, die in diesem Sommer durch die Ueberschwem- mung schwer heimgesucht worden sind, gelangen jetzt die Unterstützungen, zur Auszahlung, nachdem die einge­setzten Kommissionen den Schaden genau taxiert und zur Verfügung stehenden Summen in entsprechender Weise verteilt haben. Es gelangen u. a. auch Summen von 2000 Mark zur Verteilung. Auf diese Weise ist den schwer geschädigten Bewohnern eine kleine Weih­nachtsfreude schon jetzt bereitet worden. Bei Zella wurde beim Kanalbau das Skelett eines Menschen in etwa ^ Meter Tiefe gefunden. Es konnte bisher nicht festgestellt werden, wer der Tote ist. Die Unter- suchung ist eingeleitet.

* Roßbach (Post Leidersbach.) Ein Postkuriosum seltener Art ist Herrn Lehrer Peter hier passiert. Auf feiner Reise ins bayerische Oberland schrieb er am 3. August 1911 von Herrenchiemsee aus eine Ansichtskarte an die damalige Lehrerin Frl. Margarete Schmitt hier. Heute, also nach 2 Jahren, 3 Monaten 22 Tagen ist diese Karte glücklich im hiesigen Schulhause eingetroffen.

Vermischtes.

Deckung eines großen Defizits. Die englisch kirchliche Missionsgesellschaft die grosse evangelische Missionsgesellschast der Welt, stand am Beginn dieses

Jahres vor einem Defizit von 1 500 000 Mark. D, traten 300 Freunde der Gesellschaft zusammen und faßten den Beschluß 1000 Einzelgaben zu je 2000 M. zu sammeln. Als dann nach einigen Monaten bie Komileesitzung kam, konnten die Vertreter der einzelnen Vereine ihre Leistungen in Höhe von 1 600 000 Mir! bekanntgeben. Dos Defizit war überzeichnet.

(Ein kartographisches deutsches Nationalwell.) Deutscher Reichs-Atlas" betitelt sich ein soeben er- schienenes, geradezu epochemachendes und dabei doch äußerst billiges Werk (Preis 1,20 Mk.) bearbeitet, herausgegeben und selbstverlegt von Bruno Krause, Oberlehrer in Dresden. Dieser Atlas will aOeg deutschen Kindern und Erwachsenen getreu der bei. den vorangestellten MahnungenGedenke, daß du ein Deutscher bist!" undVor allem soll der Deutsch wissen, was er an seinem Lande hat!" eine genaue Kenntnis über das Deutsche Reich, über die Schuhs biete Deutschlands und über das Deutschtum auf du ganzen Erde nach den verschiedensten Beziehungen bin kartographisch und auch textlich vermitteln und dadurch das geographische, geschichtliche, volkswirtschaftliche und staatsbürgerliche Wissen bezüglich der genannten Ding, vertiefen. Sein reicher Inhalt ist folgender: PhG kalische Karte. Jährliche Niederschlagsmenge. Wann«, Verteilung. Stromgebiete. Waldgebiete. Geologisch, Karte. Die Bodenerzcugnisse: a) Nahrungsmittel, b) Genußmittel. Die wichtigsten Gewerbe: a) B^ bau und Metall-Industrie, b) Web-Industrie. M tische Karte. Die 8 thüringischen Staaten in farbig,, Einzeldarstellung. Die 100 größten Städte. % Volksdichte. Die Sprachen. Die wichtigsten Straßen, Eisenbahnen, schiffbaren Binnengewässer, Seeschiffahrt linien und Kabel. Die Religionsbekenntnisse. % Bildungsanstalten. Die 25 Landbezirke der 25 Aruuu Korps des deutschen Heeres und die 2 See.Bezirke bet 2 Stationen der Kaiserlichen Marine. Die Festungen Die 397 Reichstagswahlkreise. Die geschichtliche Ent­wickelung des deutschen Reiches in 8 Karten: 1. du Entstehung Deutschlands aus dem früheren Reich, Karls des Großen 843. 2. Die Vergrößerung Deutsch­lands 870 und 873/880. 3. Deutschland beim Tod, Heinrichs des Städte-ErbauerS 936. 4. Deutschland nach dem Ende des 30jährigen Krieges 1648 und nach den darnach noch fortgesetzt erfolgten Besitz-Ergreifungen linksrheinischer deutscher Gebiete durch Frankreich (in den Jahren von 1648 bis 1<89). 5. Deutschland beim Tode Friedrichs des Großen 1786 und nach bet zweiten und dritten Teilung Polens 1793 und H95, 6. Deutschland zur Zeit der höchsten Macht Napoleon! 1812. 7. Deutschland nach dem Ende der Napoleoil'- schen Herrschaft 1815 alsDeutscher Bund." 8. Deutsch­land nach dem Ende des preußisch-österreichischen Kriegei 1866 alsNorddeutscher Bund" und nach dem End, des deutsch-französischen Krieges 1871 alsDeutsch,! Reich". Das Deutsche Reich als ein Teil M Europa. Im Anhang : Deutschlands Schutzgebiete in Afrika, Asien und im Großen Ozean in großen Einzel- barftedungen. Das Deutschtum auf der ganzen Erde. Alle 33 Karten sind durch einen beigedruckten, dai Wichtigste bietenden Text vorzüglich erläutert. Kein anderes Reich, kein anderes Volkstum auf der ganzen Erde besitzt einen derartigen Atlas seines eigenen Seins. Dieser wirklich großzügige und einzig in seiner Ar! dastehende Atlas kann allen deutschen Kindern und Er­wachsenen nicht warm genug empfohlen werden. Ei verdient es voll und ganz, daß er durch die dazu be­rufenen Behörden in allen Schulgattuugeu Deutsch­lands ohne Ausnahme obligatorisch eingeführt wird Allseitige Verbreitung soweit die deuifche Zunge klngt möge diesem hervorragenden kartographischen deutschen Nationalwerk beschieden sein zur Stärkn des Deutschtums im Inlands und Auslande, damit überall heißt:Hie gut Deutsch allewege!" ®« Deutsche Reichs-Atlas" gelangt in der Buch- u«! Lehrmittelhandlung von Gastav A. Rietzschel in^Leipzig. Kreuzstraße 12, zur Ausgabe, ist aber auch durch aüi anderen Buchhandlungen zu beziehen.

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IneANafA finden in der Schlächters lllbcra Zeitung den meisten Erfolg da sie die größte Auflage der im Kreise Schlilch tern erscheinenden Zeitungen besitzt.

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