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Stücke, besonders der Reigen, wurden mit Beifall Auf. genommen. Die gute Ausführung zeugt von dem Eifer des Leiters, der keine Mühe gescheut, die kleinen Spieler so einzuüben, daß sie ohne Furcht auftreten und ihre Rolle vorzüglich spielten. Ihm hier nochmals unsere Anerkennung.

Vermischtes.

Berlin, 27. Dczbr. (Masfenvergiftung.) Im städtischen Obdach in der Fröbelstraße erkrankte gestern abend eine Anzahl Personen unter Vergiftungserschei- nungcn. Zehn sind bereits gestorben. Die Ursache der Vergiftung konnte bisher nicht mit Sicherheit festgestellt werden, doch scheint Vergiftung vorzuliegen infolge Ge­nusses von Lebensmitteln, die von den Obdachlosen in das Obdach milgebracht waren. Von den unter Ver­giftungserscheinungen im städtischen Asyl für Obdach­lose erkrankten Personen sind bis jetzt 15 gestorben. Heute Nacht ereignete sich im Norden der Stadt ein Fall von Masfenvergiftung unter den Obdachlosen des Asyls in der Fröbelstraße. Bis heute Mittag waren 28 Männer der Vergiftung erlegen. Es wurde durch die ärztliche Untersuchung festgestellt, daß Fischvergiftung vorlag. Weiter wurde ermittelt, daß die Unglücklichen gestern Abend, bevor sie in das Asyl gingen, auf der Straße geräucherte Bücklinge gekauft und verzehrt hatten.

- ^-Tbi, 28. Dez. (Keine Fischvergiftung, sondern Epidewi Die Erkrankungen im Norden der Stadt nehmen uv4 an Ausdehnung zu. Es sind im ganzen seit gestern an 100 Personen erkrankt, von denen etwa 50 gestorben sind. Der Bevölkerung bemächtigt sich eine Unruhe, da man annimmt, daß es sich nicht um Fischvergiftung sondern um eine Epidemie handelt, die ausgebrochen ist, umsomehr, als auch im Polizeigewahr­sam und in den benachbarten Straßen gleichartige Er­krankungen vorgekommen sind.

Wieder ein Revolverkampf mit Einbrechern. Wiederum wird aus Berlin von einer Einbrecherbande berichtet, die sich der Polizei mit Revolvern zur Wehre setzte. In Hohenneuendorf an der Nordbahn bemerkte eine Polizeipatrouille zwei Einbrecher in einer Villa Die Strolche flüchteten und gaben mehrere Schüsse auf die sie verfolgenden Beamten ab. Diese erwiderten das Feuer und trafen einen der Fliehenden, der niedecfiel, aber nachher in der Dunkelheit verschwinden konnte. Die Beamten fanden dann seinen unverletzt gebliebenen Kumpanen, einen vierfach vorbestraften Einbrecher, der angab, daß sie einer Bande angehörten, die eine große Anzahl Einbrüche verübt hätten.

Hochwaffer. Infolge anhaltenden Regenwetters steigt der Oberrhein. Die Mosel und die Sieg über­schwemmen weite Strecken. Aus Zürich liegt die

Meldung vor, daß -längs des Juras Wälder, Häuser und elektrische Leitung durch Unwetter stark mitge­nommen worden sind. Von den Küsten Hollands und Belgiens werden zahlreiche Schiffsunfälle gemeldet.

Stuttgart. Das Kuratorium der Carnegie­stiftung für Lebensretter hat dem Vater des Dienst­mädchens Wilhelmine Kull-Weingärtner aus Stuttgart- Gaisburg, das am 18. Juli bei dem Versuche, die Gattin des Hauptmanns Freiherr von Hügel vom Tode des Ertrinkens aus dem Ebnisee zu retten, tödlich ver­unglückte, eine einmalige Zuwendung von tausend Mark gemacht.

Kirchlicher Anzeiger für schlüchtern.

Evangelische Gemeinde: Sonntag, den 31. Dezember.

Vorm. 10 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann.

Abends 6 Uhr: Sylvestergottesdienst, Hr. Pfr. Rollmann. Neujahrstag 1912.

Vorm. 10 Uhr: Herr Superintendent Orth. Nachm.'/,2 Uhr: Herr Pfarrer Rollmann.

Wochendienst: Herr Pfarrer Rollmann.

Katholische Gemeinde

Vormittags 10 Uhr Pfarrgottesdienst Herr Kaplan Kind.

Königliche Obersörsterei Sterbsritz.

Am Freitag, den 5. Januar 1912, von vormittags 9 Uhr ab, kommen in der Ziegle r'schen Gastwirtschaft zu Altengronau folgende Hölzer zum Verkauf:

1. Schutzbezirk Altengronau Süd: Distrikt 23 Grauberg und 29 Eichwald Lärchen: 3 Sägeblöcke 2./3. Cl. = 3,90 Fm., 48 Stämme 2. bis 4. Cl.

= 22,51 Fm;

Kiefern: 373 Stämme 2. bis 4. Cl. = 196,48 Fm. 11 Rm. Scheit in Rollen;

2. Schutzbezirk Altengronau Nord: Distrikt 76 Frauenberg, 77,78 und 81 HeUgraben, 133 und 135 Geißeberg

Eichen: 23 Stämme 5. Cl. 5,16 Fm. 42 Stangen 1. bis 3. Cl. 5 Rm.

Nutzscheit 2. Cl., 40 Rm. Scheit, 20 Rm. Stammknüppel;

Buchen: 14 Rm. Nutzscheit, 330 Rm. Scheit;

Lärchen: 3 Sägeblöcke 3. Cl. = 1,44 Fm., 5 Stämme 3. uud 4. Cl. 1,90 Fm;

Kiefern: 7 Sägeblöcke 2. und 3. Cl. 6,18 Fm., 253 Stämme 2. bis 4. Cl. = 160,88 Fm;

Fichten: 14 Stämme 3. und 4. Cl. = 4,38 Fm., 17 Stangen 2. u. 3. Cl. 3. Schutzbezirk Breunings, Distrikt 162 Sackwald,

Fichten: 1 Stamm 4. Cl. = 0,35 Fm-, 1013 Derbstangen 1. bis 3.

Cl., 2,25 Hundert Reisigstangen 4 Cl.

Der im Termin anwefende Rendant nimmt Zahlungen entgegen.

Mottgers (Post Sterbfritz), den 27. Dezember 1911.

Achtung Schützen!

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Wer Sonntag die höchste Ringzahl schießt erhält 1 feines Bierserviece gratis.

Wer Montag, den 1. Januar die höchste Ringzahl schießt erhält 1 Weckeruhr.

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Den 2. Januar Preisverteilung.

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papicre und Lose wird billigst I esorgt AuSzahUm von Koupons uuentgcltlid). Einlösung »erlöste Obligationen und Lose. Wechsel u. Auszahlung« un* Amerika billigst. Briefliche Anfragen 11 Auf t '-Q< finden aulnurkiame u. mtimett Erledigung.

Bekanntmachung.

In Gemäßheit des § 6 des Reglements zum Reichtagswahlgesetz wird hier­mit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß für die bevorstehende Reichstagswahl die hiesige Stadt in zwei Wahlbezirke eingeteilt worden ist.

Wahlbezirk I umfaßt die Fuldaerstraße, Breitenbacherlandstraße, Dreispitzen - hohle, Amtsbergstraße, Bahnhofs-, Dreibrüder-,Warten-, Kaiser-, Graben-, Hanauer-, Kloster- und Lotichiusstraße, Schloßgasse, Linsengaffe, Röthe, Bahnhof, Bahnstrecke, Altestraße und Tunnelbaustelle.

Wahlbezirk II umfaßt die Brückenauerstraße, Schmiedsgasse, Neugaffe, Wassergaffe, Kirchstraße, Sackgasse Braugasse, Hospitalstraße, Elmweg, Elmer- und Ahlersbacherlandstraße.

Als Wahlvorsteher und deren Stellvertreter sind ernannt worden:

für den Wahlbezirk I

Herr Lehrer a. D. Siemon, als Wahlvorsteher und Herr Metzgermeifter Jean Leipold als Stellvertreter des Wahlvorstehers, für den Wahlbezirk II

Herr Schlossermeister Leonhard Schäfer, als Wahlvorsteher und Herr Kaufmann Ferdinand Fenner als Stellvertreter des Wahlvorstehers.

Die Wahl findet am

Freitag, den 12. Januar 1912

von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 7 Uhr

ununterbrochen statt und zwar

für Wahlbezirk I

im Saale des Gasthauseszum Hessischen Hof" für Wahlbezirk II

im Saale derT u r n b a l l e" an der Grabenstraße.

Die Stimmzettel müssen von weißem Papier sein, dürfen kein äußeres Kenn­zeichen haben und müssen die genaue Bezeichnung des zu Wählenden enthalten; anderenfalls sind dieselben ungültig. Die Stimmzettel müssen außerhalb der Wahl­lokale ausgefüllt und vor der Abgabe im Wahllokal in die daselbst bereit gehaltenen Couverts gesteckt werden.

Schlüchtern, den 28. Dezember 1911.

_ Der Magistrat Albrecht.

OMhaumpflege.

Mit Bezug auf die Bekanntmachung des Herrn Landrats v. 15. d. Alts. J.-Nr. 7093 K.-A. in Nr. 52 des Kreisblattes werden die Pächter der klöster­liche« Grundstücke hiermit aufgefordert, die zur Pstege der Obstbäume vorgeschriebenen Arbeiten gemäß § 7 der Pachtbedingungen alsbald zu er­ledigen. Die nach dem 15. Februar 1912 nicht bewirkten Arbeiten wird die Klosterverwaltung auf Kosten der Pächter vornehmen lassen und die Kosten von den Pächtern einziehen.

Schlüchtern, den 27. Dezember 1911.

Die Klosterrenterei

__________Schade._____

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Verehrten Damen hier und Umgebung zur gefälligen Kenntnis, daß ich bei genügender Beteiligung in nächster Zeit, dahier, einen Zuschneide- ««d Nahkurs abhalten werde.

Es wird gelehrt Maßnehmen, Schnittzeichnen nach jedem Körpermaß Zu­schneiden und Bearbeilung von Damengarderobe. Meine langjährige praktische Tätigkeit in diesem Fache ermöglicht mir es in kurzer Zeit zu lehren und garantiere ich für Erfolg.

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Brückenau Stadt.

Das großartige freisschiessen in der Turnhalle bringe hiermit in Erinnerung. D. Lehmann

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