kaum zu denken War. Nicht nur der Dachstuhl bräunte vollständig nieder, sondern das Feuer ergriff auch das Innere der Kirchr und vernichtete das gesamte Gestühl, den Chor und die Orgel. Nur die Kronleuchter, das Taufbecken, die Altarbekleidung und die Gedenktafeln konnten in Sicherheit gebracht werden. Auch der Turm ist ganz ausgebrannt. Die Glocken sind geschmolzen. Die 1850 errichtete Kirche war nur zum Teil versichert.
November $({.
November hat es gut gemacht!
Wer hätte das von ihm gedacht? —
Er hat kein gutes Renommee
Und bringt meist Stürme, Eis und Schnee;
Doch diesmal hell die Sonne schien, Man sah sogar noch Rosen blüh'n
Und die Stare und die Spatzen
Hörte man noch fröhlich schwatzen. —
Zwar hat die Erde arg gebebt,
Doch war man froh, daß man's erlebt;
Den Menschen war nicht angst und bang,
Sie nahmen es als Amüsement.-- So sei November Dank gebracht,
Daß er's so gnädig hat gemacht!
Wenn ihm der Dezember gleicht,
Ist die Weihnacht leicht erreicht,
Und die Hoffnung wieder groß —
Gehts doch auf den Frühling los!
__________________________________ Hermann Haase.
^Schwere Sorgen hat mancher Landwirt in diesem Herbst um sein Vieh, nachdem er es von der Weide in den Stall nehmen mußte. Kaum kann er es erwarten, es wieder auszutreiben, denn die Futtervorräte sind knapp. Damit Wiesen und Futterfelder zeitig neues Grünfutter geben, dünge man sie schon jetzt kräftig mit Thomasmehl und nicht erst im kommenden Frühjahr.____________
Nachfolgende Bücher sind von der Bibliothek der Weitzel'fchen Stiftung neu angefchafft und gefchenkt worden:
1. Ruths Ehe von H. Christaller.
2. Transhimalaga 2 Bd. von Sven Hedin.
3. Zu Land nach Indien 2 Bd. von Sven Hedin.
4. Die Eisenhütten und Hämmer im ehemaligen Kurhessen von W. Wick.
5. Lieben und Leiden einer Magd des Herrn von
H. Andrae.
6. Das Weltgericht von K. Fron.
7. Sinnlichkeit und Sittlichkeit von R. Seeberg.
8. Der Heiligenpfleger von Gruppenbach von Ph. Spieß.
9. Krambambuli. Der gute Mond von Mr. Ebner- Eschenbach.
10. Die Freiherr» von Gemperlein von Mr. Cbner- Eschenbach.
11. Uneröffnet zu verbrennen von Mr. Ebner-Eschenbach.
12. Ein Spätgeborener von Mr. Ebner-Eschenbach.
13. Der Pfarrer von Hohenheim von N. Jünger.
14. Hessische Baupläne für Kleinwohnungen.
15. Nachtrag zum Stammbuch der Lotichier aus Schlüch- tern von A. Hempel.
16. Es gibt ein Glück von R. Herzog.
17. Beruf und Stellung der Frau von Dr. J. Müller.
18. Der Schneider von Ulm von M. Eyth.
19. Vergessene Kinder von A. Schmitthenner.
29. Laßt Sonne herein von O- Ernst.
30. Die kleine Stadt von L. Dill.
-31. Da? $otK Gilb von H. Christaller.
32. Odc^iu von F. Lienhard.
33. Tue große Sehnsucht von L. Algeustaedt.
34. In der Fremdenlegion von E. Rosen.
35. Im Amt von A. Schaab.
36. Burg und Stadt Biedenkopf von G. Zitzer.
37. Glaube und Heimat von K. Schönherr.
38. Im Steinbachhof von A. Weidenmüller.
39. Gebunden und doch frei! von M. Starnberg.
40. Der Oberhof von K. Jmmermann.
41. Auf der Fluh! von M. Gerner.
42. Der Slovakenknabe von Berthold Schwiebus
43. Jakob der Letzte von P. Rosegger.
44. Wandlungen von J. Keller.
45. Haidekinds-Erdenweg von N. Jünger.
46. Erinnerungen aus dem Leben eines 95jährtgen von H. v. Bismarck.
47. Deutschland als Weltmacht 40 Jahre deutsches Reich.
48. Gedichte von V. Traudl.
49. Der weiße Tod von R. Stratz.
50. Wanderschuhe von A. Schieber.
51. Der Freiheit Hauch von E. Pauls.
52. Die deutschen Befreiungskriege 2 Bd. von H. Müllec-Bohn.
53. Die arme Margaret von Handel-Mazetti.
54. Helmut Harringa von H. Popert.
55. Die Bären von Hohen Esp von N. v. Eschstrutt.
56. Jung gefreit von N. v. Eschstrutt.
57. Das Sinngedicht von G. Keller.
58. Sonnenwende von M. Bernhard.
59. Zwanzig Jahre in deutschen Kolonien von Langheld
60. Allerlei im hessischem Lichte von Büff.
61. Ein Bonapartefeind von J. Lose.
62. Michel Theies von A. Becker.
Frankfurt a. M., 4. Dezbr. Amttiche Notierungen der Sieb»
Marktpreise. Auftrieb: 1311 Rinder, darunter 371 Ochsen, 38
—* Für den Kreis Schlächtern stellen sich die Ergebnisse der Bewilligung von Alters-, Invaliden- und Kranken-Renten in der Zeit vom 1. Januar 1891 bis Ende September 1911 wie folgt:_____________________
Eingegangene Anträge.
Davon sind erledigt durch
Gesammt- Jahresbetrag der bewilligten Renten
A 4
Von den Rentenempfängern sind bezw. waren beschäftigt
Nach Abgang durch Tod rc. bleiben noch zu zahlen
Ren- ten-Be- willi- gung
Ableh- nung
Tod der Antragsteller
in der Land- wirth- schaft
in der Industrie
im Handel und Verkehr
durch Lohn- arbrit wechselnder Art
_ im Staats
dienst
im Gesinde dienst
Posten
um 4
Altersrenten
258
163
84
10
21071,40
94
19
3
14
23
10
27
4674,20
Invalidenrenten
829
624
148
57
93065,501
290
158
20
51
49
56
318
49583,30
Krankenrenten
41
41
—
—
6491,40
15
19
1
3
—
3
2
292,80
Zusammen:
| 1128
828 |
232 |
67 |
12U628,3O| 399 1
196
24
68 |
72
69 |
347
54550,30
Von der Landes-Versicherungsanstalt Hessen-Nasfau, deren Bezirk die Regierungbezirke Cassel und Wiesbaden, sowie das Fürstentum Waldeck umfaßt, sind seit dem 1. Januar 1891 überhaupt bewilligt:
10 785 Altersrenten im Gesamt-Jahresbetrage von 1543 844 Mk — Pf.
49 872 Invalidenrenten „ „ „ „ 7 836 483 „ „
5156 Krankenrenten „ „ „ „ 871 871 „ 40 „
65 813 Renten mit einem Gesamt-Jahresbetrage von 10 252 198 Mk. 40 Pf.
Hiervon sind nach Berücksichtigung der durch Tod rc. erfolgten Abgänge Ende September 1911 noch zu zahlen: 2119 Altersrenten im Gesamt-Jahresbetrage von 346 975 Mk. 30 Pf.
23 917 Invalidenrenten „ „ „ „ 3 915 993 „ 90 „
599 Krankenrenten „ „ ,, >, 104 948 „ i0 „
zusammen: 26 635 Renten mit einem Gesamt-Jahresbetrage von 4 367 917 Mk. 90 Pf.
Der von dem Reiche zu leistende Zuschuß beträgt (331 750 „ — „
Mithin bleiben Ende September 1911 aus Mitteln der Landes-
Versicherungsanstalt Hessen-Nassau an Renten zu zahlen jährlich 3 Oo6 lb t Mk. 90 Pf.
Bullen. 902 Färsen kund Kühe, 220 Kälber, 238 Schafe, 2408 Schweine, 0 Ziege. Preise für 1 Zentner: Rinder; A. Ochsen: ») vollfleischige, auSgemästete höchsten Schlachtwertes höchstens 7 Jahre alt (Lebendgewicht) Mk. 50 - 55 (Schlachtgewicht) Mk. 91—95, b) junge fleischige nicht ausgemästete und ältere auSgemästete (Lebendgewicht) Mk.4d—49, (Schlachtgewicht) Mk. 81—89 c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere (Lebendgewicht) Mk. 40—44, (Schlachtgewich ) Mk. 74—81, d) gering genährte jeden Alters (Lebendgewicht) Mk. 00, (Schlachtgewicht) Mk. 00 bis 00. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mk. 45 bis 49, (Schlachtgewicht) 75- 81. b) vollfleischige, jüngere (Lebendgewicht) Mk. 40—44, (Schlachtgewicht) 66—73 Mark, c) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere (Lebendgewicht) 00—00 Mark, (Schlachtgewicht) 00—00 Mark Färsen und Kühe: a) vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwertes (Lebendgew.) Mk. 44— 48, (Schlachtgew.) Mk. 79 bis 86. b) vollfleischige, ansgemästete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren (Lebendgew.) Mk. 42 - 46, (Schlachtgew.) Mk. 78 - 83, c) 1. wenig gut entwickelte Färsen (Lebendgewicht) Mk. 40—43, (Schlachtgew.) Mk. 77—83, bo. ältere auSgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe (Lebendgew.) Mk. 35 -41, (Schlachtgew.) Mk. 65—76, d) mäßig genährte Kühe und Färsen (Lebendgew.) Mk. 26—32, (Schlachtgew.) Mk. 52 64, e) gering genährte Kühe und Färsen (Lebendgew.) Mk. 20 — 26, (Schlachtgew.) Mk. 46—57. Kälbert») Doppel- ender feinste Mast (Lebendgew.) 00—00, (Schlachtgewicht) Mark 00—OÖ, b) feinste Mast- (Bollmilch-Mast) und beste Saugkälber (Lebendgewicht) 00—00 Mk., (Schlachtgewicht) 00—00 Mk., c) mittlere Mast- und gute Saugkälber (Lebendgew.) 52—56 Mk., (Schlachtgewicht) 88 - 95 Mk., d) gering. Saugbälber (Lebendgewicht) 47—51 Mk., (Schlachtgew.) 80—86 Mk., Schafe: a) Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Lebendgew.) Mk. 36 bis —, (Schlachtgew.) 76—00 Mk.. b) ältere Masthämmel und gut genährte Schafe (Lebendgewicht) 32—00 Mk., (Schlachtgew.) 66—00 Mk. S chw ein er a. vollfleischige Schweine von ,80 bis 100 kg Lebendgewicht (Lebendgew.) Mk. 471/i—50, (Schlachtgewicht) 61—63 Mk. b) vollfleischige Schweine und 80 kg Lebend gewicht (Lebendgew.) 47- 49 Mk., (Schlachtgew.) 58 - 60 Mk. c) vollfleischige Schweine von 100 bis 120 kg Lebendgewicht (Lebendgew.) 48—50 Mk., (Schlachtgew.) 60—62, d) vollfleischige Schweine von 120—150 kg Lebendgewicht (Lebendgewicht) 49 - 49^/2, (Schlachtgew.) 61 — 62 Mk., e) Fettschweine über 150 kg Lebendgewicht (Lebendgew.) 00 - 00 Mk., (Schlachtgewicht 00 - 00 Mk.
- 2^— Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in der Gemarkung Hintersteinau Gelegenen, im Grundbuche von Hintersteinau Band XIII Blatt Nr. 397 zur Zeit Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau des Landwirts Adam Rosenberger, Katharine geb. Möller zu Wallroth ^getragenen Grundstücke als:
432/195 Im Unterdorf Haus Nr. 32, a 8 93 qm, a) Wohnhaus mit Stall, Hofraum, b) Scheuer mit Stall und Wagenremise, c) Obstdörre,
eines zarten, reinen Gesicht es mit rosigem jugend- srischem Aussehen und blendend schönem Teint gebrauchen nur die echte
Steckenpferd LilienmUch-Seise
v. Bergmann u. Co., Radebeul
Preis ä St. 50 Ps. ferner macht der Lilicumilch-Cream Dada
rote und spröde Haut in einer Rächt weiß und sammetweich. Tube 50 Ps. inSchlüchlern bei: Apotheker Müller, Georg Baader sowie
Carl Druschel
In Salmauster r Em. Hch Schneider, In Sterbfritz in der Körner'schen Apotheke
3- 194
t //
n
196 437/201 202 439/203
e) Göpelhalle, f) Wagenhalle, Hofraum, im Unterdorf, 1 a 75 qm, Hausgarten, im Unterdorf, 78 qm,
//
n
//
M // //
65 „
72 „
15 a 80 qm,
d) Scheuer mit Stall, 438/203 Gebäudefläche, im Unterdorf, 18 qm, 204 Hausgarten, im Unterdorf, 43 qm, 436/200 Hofraum, im Unterdorf, 3 a 10 qm, 433/197 Garten im Unterdorf, 3 a 72 qm, » 43i/197 1 11
" 199 95
//
//
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' //
an: 6- Februar 1912 vormittags 10 Uhr, mdj das unterzeichnete Gericht in der Berthold fche« Gastwirtschaft zu ^nterftetnau versteigert werden.
Schlüchtern, den 25. November 1911.
Königliches Amtsgericht.
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