gesellschast als ein öffentliches Amt gewünscht wurde. Am besten gefiel allgemein der stets auch im ganzen Saal verständliche Darsteller des La Roche, was seinen Grund nicht allein in der dankbaren Rolle hatte, sondern vielmehr noch in dem hingebenden Spiel und der außergewöhnlichen Fähigkeiten des Künstlers, die wir ja schon mehrmals bewunderten Gelegenheit halten. Von den übrigen Darstellern sprachen uns an diesem Abend noch besonders „Madame Belmont" und der frische „Robineau" an; die Namen der Rolleninhaber sind leider nicht aus dem „Theaterzettel" ersichtlich. Kurz: Der wiederholte Beifall war so aufrichtig gemeint wie die zahlreichen Fragen an den Vorstand des Heimatbundes : „Könnten wir nicht öfter einen solchen Abend haben?" Ein Erfolg, der mehr sagt, als jede gedruckte Anerkennung und auch Herrn Seminarlehrer Geisel für die diesmal gehabte besondere Mühe bei der Vorbereitung des Abends am schönsten lohnen dürfte.
* Eisenbergwerk. Der Gewerkschaft „Vogelsberg" in Gießen ist das Bergwerkseigenmm einer über 2 Millionen Quadratmeter großen Fläche in den Gemarkungen Uerzell, Kulmbach und Neustall im Kreise Schlüchtern zur Gewinnung der im Felde vorkommenden Eisenerze verliehen.
* Mainz. Ein umfangreicher, römischer Gräberfund wurde bei den Römersteinen gemacht. Es handelt sich um ein Grab aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. Man fand in demselben künstlerisch ausgeführte Reliefs und noch wohlerhaltene Schädelknochen.
* Wiesbaden. Auf das Geständnis einer sterbenden Frau wurden gestern in Jakobsweiler (Pfalz) 4 Männer verhaftet, die einen vor acht Jahren bei Wiesbaden an einem Kurgast begangenen Mord, bei dem dem Opfer 28 000 Mark geraubt wurden, begangen haben sollen.
Vermischtes.
— Friedensstärke des deutschen und des französischen Heeres im Jahre 1910. Das deutsche Heer erreicht im Jahre 1910 eine Durchschnittsstärke von 2856 unteren Militärbeamten, 85,259 Unteroffizieren. 504,446 Mann, wozu rund 12,000 Einjährige treten. Das macht eine Gesamtkopfzahl von 704,561. Der französische Heereshaushalt rechnet mit einer Durchschnittsstärke von 551,709 Mann, das sind 52,852 Mann weniger als in Deutschland. Aber diese Budgetstärke unserer französischen Nachbarn ist überhaupt nur eine fiktwe, sie wird in Wirklichkeit bei weitem nicht erreicht.
— Mit der Beförderung des Prinzen Eitel Friedrich zum Major verteilen sich die militärischen Dienstgrade auf die preußischen Fürstlichkeiten, soweit sie dem Heere bezw. der Flotte angehören, wie folgt: Der Kaiser trägt die Abzeigen eines Generalfeldmarschalls,
P!nz Heinrich ist Großadmiral bezw. Generaloberst, P.u z Friedrich ..opold (Vater) General der Kavallerie. Prinz Ja^u^ Wilhelm, der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich sind Majore, Prinz Adalbert ist Kapi- tänleutnant bezw. Hauptmann. Es bekleiden den Rang eines Oberleutnans: die Prinzen August, Wilhelm und Oskar, den eines Leutnants: die Prinzen Waldemar, Joachim, Friedrich Sigismund, Friedrich Karl, Friedrich Leopold (Sohn) und Sigismund. Die Prinzen. Waldemar Sigismund sind Leutnant zur See.
— Ein schweres Schiffsunglück ereignete sich Mittwoch abend auf der Unterelbe. Bei Bielenberg, in der Nähe von Glückstadt, stieß der schwedische Dampfer „Annie" mit dem Dampfe, „Susanne" zusammen. Der Dampfer „Annie" sank; sechs Mann der Besatzung sind ertrunken.
— Die Firma Krupp in Essen gibt unter dem Titel „Kruppsche Mitteilungen" seit dem 1. Januar eine Zeitung heraus, die sämtlichen Angestellten und Arbeitern unentgeltlich gegeben wird. Die Firma Krupp hofft durch diese „Mitteilungen" das Gefühl der Zusammengehörigkeit unter den Werkangehörigen zu erhatten und zu stärken.
— Madrid. Wie jetzt festgestellt ist, sind in Vigo infolge der Stürme 26 Fischer ertrunken, deren Familien dem Elend preisgegeben sind.
— Schuljungen als Einbrecher und Revolverhelden. In einer Apotheke in Köln-Ehrenfeld drangen Donnerstag Nacht, so berichtet der „L.-A.", zwei schulpflichtige Burschen ein, wurden aber von dem Inhaber bei der Ausführung ihrer Spitzbübereien ertappt, worauf sie mehrere Revolverschüsse auf den Apotheker abfeuerten. Dieser sprang zur Seite wurde aber durch Streifschüsse verletzt. Die jugendlichen Verbrecher wurden bald darauf verhaftet.
— Kirchhain. In diesem Winter wurde auf die Tochter des Müllers in Schönbach ein scharfer Schuß abgegeben. Die angestellten polizeilichen Ermittelungen führten zu keinem Resultate. Jetzt sind an das Mädchen, das demnächst Hochzeit halten will, eine Anzahl Drohbriefe gerichtet worden. Die Briefe, die san- scheinend mit verstellter Hand geschrieben sind, waren in Kirchhain, Großseelheim, Anzefahr und Marburg auf gegeben. Die Sache ist zur Anzeige gebracht.
— In Baltimore wütet seit Mittwoch ein Riesenbrand, der bereits große Holzstöße und mehrere Fabriken zerstörte. Durch das Feuer sind auch die Werften und die im Hafen liegenden Schiffe bedroht.
— Paris. Die Zahl der von der Hochwasserkatastrophe Betroffenen wird auf über zwanzigtausend geschätzt, abgesehen von den tausend Arbeitern, die durch die Ueberschwemmung der Fabriken beschäftigungslos geworden sind.
— Eilt Restaurant 'für 6000 Personen will eine Newyorker Kapitalistengruppe in der amerikanischen Hauptstadt entstehen lassen. Das Lokal würde das größte der Welt sein.
-- Newyork. Von den bei der Explosion in den Bergwerken der Colorado Fuel and Icon Company verunglückten Bergleuten waren bis jetzt fünfzehn als Leichen geborgen. Man befürchtet, daß von den noch über hundert Verschütteten, meist Slaven und Ungarn, keiner mehr am Leben ist.
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Königl. Oberförsterei Sterbfritz.
Dienstag,' den 15. Februar d. Js., von vorm. 9 Uhr ab kommen in der Schreiber'schen Gastwirtschaft zu Sterbfritz folgende Hölzer zum Verkauf:
I Schutzbezirk Mottgers—West, Distr. 98 Eselsgehäu und 106 Bernsküppel.
Eichen: 2 Stämme mit 0,88 Festm.
Buchen: 10 Rm. Scheit, 29 Rm. Knüppel, 115 Rm. Reisig 2. und 3. Kl.
Birken: 67 Stämme mit 29,53 Festm., 11 Rm. Nutzrollen 2. Kl., 71 Rm.
Scheit, 16 Rm. Knüppel, 155 Rm. Reisig 3. Kl.
Aspen: 1 Stamm mit 0,59 Festm., 16 Rm. Scheit, 10 Rm. Knüppel.
Fichten: 2 Stämme mit 0,32 Festm., 1 Derbstange 1. Kl.
II. Schutzbezirk Breunings, Distr. 158, 159 Sackwald und 165, 166 Leimberg.
Eichen: 13 Stämme mit 2,63 Festm., 3 Rm. Scheit.
Buchen: 15 Stämme mit 10,33 Festm, 244 Rm. Scheit.
Erlen 3 Stämme mit 0,92 Festm.
III. Schutzbezirk Sannerz, Distr. 184, 185 Haumichsrain.
Buchen: 7 Stämme mit 8,17 Festm, 10 Rm. Scheit, 80 Rm. Reisig 3. Kl.
Kiefern: 18 Stämme mit 6,16 Festm, I Rm. Knüppel.
Der im Termin anwesende Rendam nimmt Zahlungen entgegen.
Mottgers (Post Sterbsritz), den 7. Februar 1910
Dresdner Bank
Holz-Verkauf.
Montag, den 14. Februar von vormittags 10 Uhr ab sollen in der Blumffchm Wirtschaft dahier
136 Rm Buchen-Scheu und Knüppel, 300 Rm. Buchen-Reiser 3. Klasse öffentlich meistbietend verlaust werden.
Das sämtliche Holz ist gu: abzufahren. Ahlersbach, den 3. Februar 1910.
Rüster, Bürgermeister.
Holz-Vcrkauf.
Dienstag, den 15. Februar 1910 von Vormittags 10 Uhr ab, kommt in der Kreßffchen Wirtschaft dahier, folgendes Nutz« und Brennholz aus den hiesigen Gemeindelraldungen ^um öffentlichen Verkauf.
Distrikt 4, Rohnocrg.
Eichen: 12 Abschnitte mit 6,20 Festm.
Buchen: 18 „ „ 23,60 „
„ 470 Meter Scheit-
„ 120 „ Stamm- u. ÄftprüqeL
Bettinas den 7. Februar 1910.
Der Bürgermeister: Lösfert.
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MVieh-Maett inFulda ^
MP am !()♦ Februar 1910. dW W” Größter Viehmarkt im Regierungsbezirk Cassel.