Wenigen Orte von der partiellen Finsternis berührt werden, die südwestlich einer Linie liegen, die in der Nähe der Orte Münster i. W., Arolsen, Meiningen, Bayreuth, am südlichen Teile des Böhmerwaldes und am Semmeringgebirge vorübergeht. Die Erscheinung wird also auch in unserer Gegend zu sehen sein.
— Ein Leprakranker in Oppau. Ein im protestantischen Pfarrhause zu Oppau bei Mannheim wohnender Mann, der Schwager des Pfarrers Walter, der vor ungefähr sieben Jahren aus Brasilien zurückgekehrt war, stand ungefähr fünf Jahre in ärztlicher Beobachtung, da man bei ihm die Spuren dieser schrecklichen Krankheit entdeckt hatte. Jetzt, zwei Jahre später, trat die Krankheit bei ihm zu Tage. Er befindet sich zur Zeit noch im Pfarrhause. Selstverständlich wurden sofort die umfassendsten Vorsichtsmaßregeln getroffen.
— In Merzig sind ven den Erdener Weinbergen im ganzen 16 000 Meter abgerutscht. Der Schaden beziffert sich aus 150000 M. Die Rutschungen lassen nach. Die Neuanlagen werden erst nach umfassenden Wiederherstellungsarbeiten in 14 Jahren wieder ertragsfähig.
— Die Stadt Magdeburg erwirbt den Rest der Festungswerke zur Bebauung. Nur die Zitadelle bleibt erhalten.
— Von der Rheinreise des deutschen Kronprinzenpaares werden noch einige kleine Zwischenfälle bekannt. (In Barmen hatte man an das silberne Band des Blumenstraußes, der der Kronprinzessin überreicht
i wurde, die Medaillonbildnisse ihrer beiden Kinder in silbernem Rahmen befestigt. Bei der Abfahrt vermißte die Kronprinzessin eins der Bilder und sie teilte dies dem Oberbürgermeister mit. Als er äußerte, die Polizei werde es sicher finden, sagte die Prinzessin nach der „Köln. Ztg.": Da trauen Sie Ihrer Polizei aber viel zu. Der Bürgermeister erwiderte, daß er das unbedenklich könne. Es gelang auch wirklich, noch vor der Abfahrt das Bild wieder aufzufinden. Dem Kronprinzen wurden in Barmen durch Brieftauben, die man
in Bonn ausgelassen hatte, Grüße von seinem Bruder Oskar uuu seiner Tante, der Prinzessin zu Schaumburg, übermittelt.
— Die Muschel als Volksnahrungsmittel. Es ist bekannt, daß sich in Amerika die Muschelgerichte als vielbegehrte und billige Mahlzeiten einer großen Beliebtheit in den breiten Volksschichten erfreuen. Das hat Professor Henking vom deutschen Seesischereiverein Veranlassung gegeben, auch an der deutschen Seeküste nach entsprechenden eßbaren Muscheln Umschau zu halten. In Gemeinschaft mit dem Hamburgischen Fischereidirektor Lübbert und dem hamburgischem Fischereiinspektor Duge ist man dabei auf die große weiße Seemuschel „Mya avenaria" gekommen, die sich auf den weiten Wattenflächen an der Elbmündung zwischen dem Duhner Strande und der Insel Neuwerk befinden- Die Muschel hat sich dort im Sande etwa 15 Zentimeter unter der Oberfläche in langen ungestörten Jahren zu Millionen und aber Millionen angesiedelt. Die Muschel mißt durchweg 7 bis 8 Zentimeter in der Länge. In der weißen dicht verschlossenen Schale befindet sich eine große fleischige Masse. Genaue Untersuchungen haben ergeben, daß diese Mya avenaria ein sehr sauberes Tier ist, gegen dessen Verwendung zu Genußzwecken man um so weniger Bedenken erheben kann, als diese Muschel sehr wohlschmeckend und vor allem auch sehr nahrhaft ist. Es sind in Cuxhaven bereits die verschiedensten Gerichte von dieser Muschel hergestellt worden, die gezeigt haben, daß diese Muschel in sehr verschiedener Art sowohl roh wie gebacken zubereitet werden kann und dabei stets überaus wohlschmeckend ist. Es werden deshalb jetzt die nötigen Vorbereitungen zur rationellen Ausbeute der auf absehbare Zeit unerschöpflichen Muschelansiedelungen getroffen, wobei man von dem Bestreben geleitet wird, sie als billiges und nahrhaftes Volksnahrungsmittel weitesten Kreisen zu- gänglich zu machen.___________________________________
In der heißen Jahreszeit nach starken Schweißabsonderungen, besonders nach größeren Ausflügen,
Gebirgstouren, Radfahren usw. sind Waschungen oder Bäder mit Kaiser-Borax von äußerst wohltuender und erfrischender Wirkung. Lästiger Schweißgeruch verschwindet vollständig durch Waschungen mit einer Lösung von Kaiser-Borax. Letzterer nur echt in roten Kartons zu 10, 20 und 50 Pfg. mit ausführlicher Gebrauchsanweisung, ist in Drogerien, Apotheken, Kolonialwaren-, Parfümerie- und Seifengeschäften erhältlich.
Telegraphischer Schiffsbericht der „Red Star Linie" Antwerpen.
Der Postdampfer „Kroonland" der „Red Star Linie" in Antwerpen, ist laut Telegramm am 26. Mai wohlbehalten in „Newyork" angekommen.
Frankfurt«.M., 1. Juni. Amtliche Notierungen derBiebmarkt preise. Zum Verkauf standen 539 Ochsen, 72 Bullen, 836 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder), 496 Kälber, 196 Schafe und Hämmel, 1542 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund: Ochsen a) vollfleischige, auSgemästete höchsten SchlachtwerteS bis zu 6 Jahren Mk. 77 — 79, b) junge fleischige nicht auSgemästete und ältere ausgemästete Mk. 68-70, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mk. 58 — 60, d) gering genährte jeden Alter- Mk. — bis -. Bullen: a) vollfleischige Höchsten SchlachtwerteS Mk. 63 bis 66, b) mäßig genährte jüngere und gut ge« genährte ältere Mk. 58—60, cj gering genährte Mk. —, Kühe und Färsen Stiere und Rinder: a) vollfleischige, auSgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten SchlachtwerteS Mk. 72 -74 b) vollfleischige, ansgemästete Kühe höchsten SchlachtwerteS bi- zu 7 Jahren Mk. 62 - 64, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 42—44, d) mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 00 - 00, e) gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. —. Bezahlt wurde für ein Pfund a) feine Mast (Bollm.-Mast)und beste Saugkälber (Schlachtgewicht) 98—100 Afg., (Lebendgewicht) 58—60 Pfg., b) mittlere Mast- und gute 'Saugkälber (Schlachtgewicht) 81 -90 Pfg., (Lebendgewicht) 48—52. ^sg-, <0 geringe Saugkälber 70—72 Pfg., d ältere gering genährte Kälber Fresser - Pfg Schafe: a) Mastlämmer nnd jüngere Masthämmel 80 82 Pfg., b) ältere Masthämmel 74—76 Pfg. e) mäßig genährte Hämmel und Schafe (Märzschase) — Pfg, Schweine: a. vollfleischige der feineren Raffen und deren Kreuz, ungen im Alter bis zu l1/« Jahren 60 Pfg., b. fleischige 61 —63
-^ Zwangsversteigerung.
Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Uttrichshäuser Gemarkung belegenen, im Grundbuche von Uttrichshausen
a) Blatt 9 lfde. Nr. 1 bis 4,
b) Art. 164. Abt. I. Nr. 1 bis 3
zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen
zu a) des Taglöhners Johannes Schäfer, Adam^s Sohn und Ehefrau, Anna geborene Föller zu Uttrichshaufe«, je zu 7,,
zu b) derfelben zu je 7. und des Bauers Johann Friedrich Schomann, Johannes Sohn, und dessen Braut Katharine Malkmus zu Uttrtchs Haufen zu '/,
eingetragenen Grundstücke:
zu a) zu & des Johannes Schäfer:
Für das Pfingstfest!
Dr. Oetker’s Streuselkuchen.
- 1. Lit- A. 426'752., Am Börnberg, Haus-Nr. 108
a) Wohnhaus, 2 ar 30 qm mit 36 Mk. Nutz. Wert, mit Hofraum,
| b) Scheune,
2. „ E. 190, Das Kälberstück, Acker, 1 ha 08 ar 89 qm m.2"/l00 Thlr. R. E.
» „ „ „ „ /100 ,, ZZ "
9 04/
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zu b) zu 74 des Johannes Schäfer:
Das Kälberstück, Acker, 55 ar 35 qm mit l”/ioo Thlr. R- E. 1 1 1 0 4/
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20. Juli 1908, nachmittags 5 Uhr
durch das unterzeichnete Gericht in der Stoppe l'schen Gastwirtschaft zu Uttrichshausen versteigert werden.
Der Versteigerungsvermerk ist am 9. Dezember 1907 in das Grundbuch eingetragen.
Schwarzenfels, den 27. Mai 1908.
.3. „ „ 191, 4. „ „ 192,
1. Lit. E. 196,
2.
3.
ZZ 19'l, „ 198,
Königliche^Amtsgericht
Zutaten zum Teig: 1 Pfund Mehl, 1 Päckchen Dr. Oetker's Backpulver, 125 g Butter, 80 g Zucker, 2 Eier V» Liter M'lch oder Rahm. — Zutaten zum Streuselr 200 g Butter, 250 g Zucker, V2 Päckchen Dr. ©eilet’# Banillinzucker, 20 g Zimt, 300 g Mehl. — Zubereitung: Rühre die Butter zu Sahne, füge Zucker, Eier, Milch, Mehl, letzteres mit dem Backpulver gemischt,) hinzu. Den geschmeidigen Teig drücke mit mehlbestäubten Händen auf dem gebutterten Blech nach allen Seiten auseinander. Der Teig soll nicht höher als 1 cm sein. Man überpinselt ihn mit zerlassener Butter und streut den Streusel darauf, welchen man folgendermaßen zubereitet. Die Butter läßt man zerlaufen, gibt dann Zucker, Banillinzucker, Mehl und Zimt hinein und rührt die Masse, bis sich alles gebunden hat. Dann mengt man den Streusel mit den Händen und streut ihn über den Kuchen den man bei Mittelhitze backt.
Nur Dr. Oetker's weitbekannten Präparate bürgen für gutes Gelingen seiner Original-Rezepte-
Otto Brauns,
Buch-, Kunst-, Musikalien- u. Papierhandlung.
Schlüchtern (Bez. Cassel),
Brüekenauerstr. 1 a.
empfiehlt sich zur schnellsten Besorgung aller liter- Paischen Erscheinungen. Auch hält genannte Buchhandlung Papiere aller Art, insbesondere
q^ Briefkassetten ^
in einfacher bis zu eleganter Ausstattung, Papierservietten, Papier-Tischläufer in gefälligen Mustern, sowie ferner
Jugendschriften vorrätig.
Ebenso hält genannte Handlung ihr Lager in
Malutensilien (Oelfarben etc.)
bestens empfohlen.
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£ A Pelijster, Dana«, Tuch- unk) Ccinmanö ßanöfung
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Herren-Hemdeu nach Maß und Damen-Wäsche.