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einen Ausruf, der besagt: Die Satzungen verbieten uns die Sozialdemokratie durch Wort und Tat zu unter­stützen. Kein Mitglied eines dem preußischen Landes- Kriegerverbande angehörenden Vereins darf daher einem Sozialdemokraten seine Stimme geben, weder als Ur- wähler noch als Wahlmann. Dasselbe gilt von den Anhängern der welfischen Partei und der großpolnischen Bewegung.

* Die Kaiserliche Ober-Postdirektion in Cassel teilt mit: In der Nacht vom 8. zum 9. Mai ist in das Kaiserliche Postamt in Burgdorf (Hannover) ein= gebrochen und daselbst ein Wertgelaß mit rund 21000 Mark Postwertzeichen geraubt worden. Von den Tätern fehlt vorläufig noch jede Spur. Da jedoch die Einbrecher vermutlich versuchen werden, ihren Raub zu Gelde zu machen, so könnte ihre Spur gefunden werden, wenn alle Personen, denen von Unbekannten Postwertzeichen in größerer Menge zum Kauf angeboten werden, der nächsten Postanstalt schleunigst hiervon Mitteilung machen wollten.

* Auf dem Bahnhof in Salzschlirf spielte sich dem Vernehmen nach eine auf regt nöe Szene ab. Der Hotelbesitzer Beck daselbst wurde von seinem Hausknecht aus unbekannten Gründen überfallen und ihm mit einem Messer ein Stich ins Genick versetzt. Die Ver­letzung soll lebensgefährlich sein.

* Die Bahnmeisterei in Gelnhausen wird in eine solche 1. Classe umgewandelt und die Verwaltung derselben dem Bahnmeister Bernd von Bebra übertragen, Bahn­meister Heil ist nach Aschaffenburg versetzt worden. Für den demnächst in den Ruhestand tretenden Exped.- Assistenten Scheibel wurde Assistent Otto von Salmünster- Soden hierher versetzt.

* Hanau. Dem Hanauer Landkrankenhause wurden von Herrn Dr. Artur Weinberg zu Frankfurt a. M. 10000 Mark überwiesen, die unter dem NamenDr. Artur Weinberg'scher Kinderfreibetts-Fonds" insofern milden Zwecken dienen sollen, als aus dem jährlichen Ziuserträgnis kranke Kinder verpflegt werden sollen, besonders solche, bei denen eine chirurgische Behandlung erforderlich ist, und für die die Eltern die Kosten nicht aufbringen können. Die Genehmigung zur Annahme der Schenkung wurde bereits von den zuständigen In­stanzen erteilt.

* Frankfurt a. M. Keine freundliche Sonne schien der Enthüllungsfeier des Bismarck-Denkmals am Sonn­tag der Jahrestag der Unterzeichnung des Frankfurter Friedens. Der Himmel war bedeckt, Regen drohte und ward zur Wirklichkeit. Punkt 11V» Uhr begann die Feier mit dem Vortrag des Heyse-Baderschen Bismarck- Liedes durch den Lehrergesangverein unter Leitung von Prof Fleisch. Dann sprach Prof. Schwemer. Die Hülle fiel und die Festversammlung sang:Deutschland, Deutschland über alles!" Nach der Ansprache von Oberbürgermeister Adickes ward die Nationalhymne angestimmt. Die Niederlegung von Kränzen beschloß die einstündige Feier.

* In Mainz schloß ein 77jähriger Rentner mit einem 23jährigen Mädchen einen Ehebund, doch mußte die bürgerliche Trauung in der Wohnung des Bräuti­gams vorgenommen werden, der ernstlich erkrankt war.

Der Tod hat aber dasjunge Glück" bald zerstört, denn nach einigen Tagen wurde der Ehemann bereits zu Grabe getragen.

* Fulda. Mit dem Wiederaufbau des durch Feuer vernichteten Schlosses Bieberstein soll in Kürze begonnen werden. Die Abschätzung des Brandschadens an Ort und Stelle durch die Kommission der hessischen Brand­versicherungsanstalt hat stattgefunden.

* Schlitz. Zwischen dem Grafen Görtz und der Stadtverwaltung in Schlitz ist plötzlich ein gespanntes Verhältnis getreten. Der Patronatsherr sollte mehr Pacht für die Gemeindejagd zahlen; das will er nicht und die Stadt beschloß die Ablösung. Aergerlich darüber ließ der Graf den Park schließen und drohte mit dem Wegzug von Schlitz. Man ist gespannt, wies weiter geht, da man in der nächsten Woche den Kaiser in Schlitz erwartet.

* Am 22. und 23. Juli findet in Frankeuberg nach dreijähriger Pause wieder ein landwirtschaftliches Fest statt, mit dem als Hauptanziehungspunkt wiederum ein Verlosung von landwirtschaftlichen Nutztieren, Geräten usw. verbunden sein wird.

Die LeibesAbumgen beim Deutschen Turnfest

Kein Fest ist so vielseitig und reich an Darbiet­ungen wie ein Deutsches Turnfest, und kein Fest zieht eine so große Anzahl an Festbesuchern herbei und erfordert so ernste Arbeit wie ein Deutsches Turnfest. Die Vielseitigkeit ergibt sich einmal daraus, daß im deutschen Turnen in reicher Fülle Marsch- und Ord­nungsübungen, Freiübungen und Uebungen mit Han­teln, Stäben oder Keulen, Geräteturnübungen und Uebungen im volkstümlichen Turnen, sowie Fecht-, Spiel- und Schwimmübungen enthalten sind, und daß ferner aus der reichen Fülle des Uebungsstoffes für jede Altersstufe und für beiderlei Geschlecht passende Uebungen entnommen werden. Es wird dies durch die Massenvorführungen der Jugend und der älteren (über 40 Jahre) Turner, durch die Vorführungen der Turnerinnen Frankfurts, durch die Freiübungen von 15 bis 20,000 Turnern und das Turnen der achtzehn Turnkreise der Deutschen Turnerschaft in charakteristischer Weise zum Ausdruck kommen. Welche Reichhaltigkeit allein das Turnen der einzelnen Kreise beim 11. Deutschen Turnfest in den Julitagen aufweisen wird, zeigt die nachfolgende Zusammenstellung der vorläufigen Erhebungen des Turnausschusses. Jeder Turnkreis beginnt seine einstündigen Darbietungen mit einer Gruppe der allgemeinen Freiübungen, die durch das Los bestimmt wird, dann folgen bei: Kreis I (Nord­osten, 200 Turner) 21 Musterriegen; Sondervorführ- ung an langen Stäben; Kreis II (Schlesien und Südposen, 450 Turner) Musterriegen; Kreis 111a (Pommern, 130 Turner), 11 Musterriegen; Kreis 111b (Mark), Riegenturnen; Kreis Iflc (Provinz Sachsen, 420 Turner) Riegenturnen, Ringerübungen von 200 Turnern; Kreis IV (Norden, 640 Turner), Uebungen an 40 Barren, 8 Musterriegen, Kürturnen der zehn Besten am Reck; Kreis V (Niederweser und Ems, 430 Turner), Uebungen an 24 Pferden, 12 Muster­riegen, Eilbotenwettlauf der Gaue, Klootschließen,

Schleuderballwerfen, Werfen mit dem kleinen Ball; Kreis VI (Hannover, 360 Turner), Riegenturnen von 20 Riegen, Gemeinturnen an 10 Böcken, Kürturnen an 6 Recken und als Sondervorführung:Turnklub Hannover"-Schaukelringe; Kreis VII (Oberweser, 280 Turner), Gemeinturnen an 12 Barren; Kreis Villa (Westfalen und Lippe«Detmold, 860 Turner), Keulen­übungen von 500 Turnern; Mustervorführungen der Gaue an 16 Barren, 12 Pferden, 6 Recken, 6 Böcken; Kreis VUlb (Niederrhein, 1100 Turner), Musterriegen und Gemeinturnen; Kreis IX (Mittelrhein, 4 400 Turner), 165 Musterriegen, darunter 3 Gauriegen, Sondervorsührungen der Frankfurter Turner an 8 Tischen, Stellen von 15 Pyramiden, Stabübungen der Turnerinnen, Stangenreigen der Knaben, Reifübungen der Mädchen. Keulenübungen des ganzen Mittelrhein­kreises, eventuell auch noch Turnspiele (Neckspiele); Kreis X (Oberrhein, 1750 Turner), Turnen gleich­zeitig an 50 Barren und 20 Riegen; Kreis XI (Schwaben, 930 Turner), 17 Musterriegen, darunter 5 Gauriegen; Kreis XII (Bayern, 870 Turner), Gemeinübungen an 36 Recken und an 36 lang ge­stellten Pferden und als Sondervorführmig; Lang- stabübungen; Kreis VIII (Thüringen, 1 750 Turner), Kreisvorführung an 20 Pferden, Gauvorführung an 16 Barren und Musterriegen; Gau XIV (Sachsen, 3 600 Turner), ungefähr 170 Riegen, darunter Uebungen am Doppeltisch, Gaualtersriege, Schwebe- kanuten, Freiübungen mit gegenseitiger Unterstützung u. s. w.; Kreis XV (Oesterreich, 440 Turner), Kreif- vorführungen an 16 Barren, 6 Musterriegen. Die Zahl der am Turnen der Kreise Teilnehmenden beträgt 19,110. Fürwahr, eine große Arbeit im Gewände der Freude, wie Iahn das Turnen nannte. Dabei tritt ein jeder der Turner lediglich aus idealer Liebe zunt Turnen in die Schranken, denn persönliche Preise sind beim Turnen der Kreise nicht zu erringen.

Frankfurt«. M 1t. Mai. Amtliche Notierungen derBiebmarkt« preise. Zum Verkauf standen 489 Ochsen, 67 Lullen, 769 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder), 346 Kälber, 313 Schafe und Hämmel, 2047 Schweine. Bezahlt ivurde für 100 Pfund: Ochsen a) vollfleischige, auSgemästete höchsten SchlachtwerteS bis zu 6 Jahren Mk. 74 78, b) junge fleischige nicht auSgemästete und ältere auSgemästete Mk. 66 - 68, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mk. 55 - 58, d) gering genährte jeden Alter- Mk. biS. Bullen: a) vollfleischige Höchsten SchlachtwerteS Mk. 64 bis 67, b) mäßig genährte jüngere und gut ge- genährte ältere Mk. 5860, cj gering genährte Mk., Kühe und Färsen Stiere und Rinder: a) vollfleischtge, auSgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten SchlachtwerteS Mk. 66-88 b) vollfleischige, ansgemästete Kühe höchsten SchlachtwerteS bi- zu 7 Jahren Mk. 60- 62, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 3840, d) mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 00 00, e) gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk.. Bezahlt wurde für ein Pfund a) feine Mast (Vollm.-Mast)und beste Saugkälber (Schlachtgewicht) 98100 Pfg., (Lebendgewicht) 5860 Pfg., b) mittlere Mast- und gute Saugkälber (Schlachtgewicht) 82-88 Pfg., (Lebendgewicht) 4852. Pfg., c) geringe Saugkälber 6872 Pfg., d ältere gering genährte Kälber Freffer Pfg. Schafe: a) Mastlämmer nnd jüngere Masthämmel SO 82 Pfg., b) ältere Masthämmel 7476 Pfg. c) mäßig genährte Hämmel und Schafe (Märzschafe) Pfg' Schweine: a. vollfleischige der feineren Raffen und deren Kreuz' ungen im Alter bis zu IV« Jahren 61 Pfg., b. fleischige 60'

Verzeichn! s der am 2. Mai 1908 in Schlüchtern der Körungs-Kommission vorgeführten resp, angekörten Zuchtbullen.

Standort.

Besitzer.

Abstammung.

Alter.

Farbe.

Haar.

Haut.

Kopf.

Ahlersbach

GeheimratRoth

Sim. Reinzucht

16 M.

falbschack

fein

norm.

gut

Gundhelm

Brgstr. Siemon

14

fathfAimmet

norm.

dick

z- gut

//

Philipp Christ

II

13

falbschack

rauh

norm.

//

Obertalbach

Küchenmeister

Original

14

gelbschack

norm-

//

Vollmerz

frütL v. Stamms As

Sim. Reinzucht

14

sein

weich

//

Sieaqtnftis

Hetumlinng

Nikolaus Dorn

Origiual

13

rotschack

rauh

dick

z- gut

Elm

Jvhs. Gerlach

Sim. Reinzucht

13

gelbschack

fein

weich

gut

Ein Bulle aus Sterbfritz wurde zurückgestellt.

Aufgestellt. Schlüchtern, den 2. Mai 1908.

Horn.

Hals.

Bug.

Rumpf

Rücken­lage.

Schwanz läge.

SAbsuj

Beine.

Sitffaig

iaßug

31t oaeHrt mit 81t.

Laurt- iigoi.

gut

gut

gut

z- gut

f. gut

z- gut

z- gut

gut

p. au».

s- gut

1

z- gut

//

z- gut

//

weich

faltig

gut

gut

3- g'lt

2

gut

//

//

gut

z- gut

angelt

z- gut

//

gut

2

V/

W

weich

gut

z- gut

gut

M

1

z- gut

gut

z- gut

gut

anzefchi

gut

z- gut

3- gut

//

2

3- gut

gut

r- gui

gut

gefenit

3- gut

V

gut

3- gut

//

2

gut

//

s. gut

//

gut

//

z- M

gut

1

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Duisburger Fahrradfabrik

Schwalbe** ÄkL-Ges, Duisburg-Wanheimerort.

Gegründet 1896.

SSMMiHNHHHHMHMMi

EonrKhericht. ibrah. Sichel, Bank- u. Wechselgeschäft.

Schlüchtern, den 12. Mai 1908.

3'/, pLt. Deutsche ReichSanleihe

3 pLt. Deutsche ReichSanleihe

3i/« Preuß. kons, Anleihe

3 pLt. Preuß. kons. Anleihe

4 pLt. Bayer. E.-B.-Anleihc

Zt/n pLt. Bayer. S.-B.-Anleihe

4 pLt. Großh. Hcff. StaatS-Rente

4 pLt. LandeSkreditkaffe

41/5 pTt. Oesterreichische Silberrente

4 pLt. Oesterreichische Goldrente

3 pLt. Portugiesen 1

3 pLt. Portugiesen 3

4 PTt. Rufs. StaalSrente von 1902

4 pLt. Ungar, Goldrente (1000)

4 pLt. , (500)

< PLt. . (100)

4 pTt. Meining. Hyp.-Pfandbr. Sei. 6

4 pTt. 9 IL 1914

31/u pTt. 1907

Mk. 90 81 99 90 99 90 99 99 99 98 60 62 82 93 93 93 97 97 97

25

50

85

70

30

70

40

65

90

40

30

35

60

60

Der An- und Verkauf aller fonfhgen/Btrt« Papiere und Lose wird billigst besorgt Auszahlung von Koupons unentgeltlich. Einlösung »erlöster Obligationen und Lose. Wechsel U. AnSzahlvngi» nach Amerika billigst. Briefliche Anfragen ».Auf­träge finde» ausmertsWte u. proschte UrlUiMvG