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Eingesandt.

Die zu Ehren der heldenmütigen Maccabäer tut Saale der Turnhalle verunstaltete Chamukafeier nahm einen glänzenden Verlauf. Mit Feuereifer, wie es der Jugend geziemt, nahm sich die Heranwachsende Generation der israelitischen Gemeinde der Sache an, um sich ihr voll und ganz zu widmen.

Die Leitung lag in den bewährten Händen des Herrn und Frau Lehrer Schwarzschild kräftig unter­stützt von Herrn Jsack Rothschild, der uns von früher her, als Diletantengröße wohl bekannt ist. Nur Jemand, der tagtäglich die Heranwachsende Jugend beobachtet, weiß ein derartig vortreffliches Arrangement zu treffen, um die schlummernden Talente zu wecken. Daß solche noch schliefen und des Weckrufs bedürfen, zeigten uns die Leistungen.

Eingeleitet wurde die Feier durch einen tief empfundenen Prolog von Fräulein Bertha Schwarzschild gesprochen.

Ein lebendes Bild,die Traumleiter Jakobs", zeigte uns die lieblichen Kleinen, wirklich einmal als Engel, und sie fanden sich meisterhaft in ihren Rollen. Der darunter schlummernde Jakob ließ sich durch ein Engelstimmchen noch tiefer im Schlafe wiegen. Die deklamatorischen Leistungen vor der Menora waren als verteilte Rollen in den Händen der Schuljugend, die uns die Bedeutung des Festes in fließendem Reim erläuterten und jeder von ihnen gab sein Bestes.

Auch gesanglich wurde manches Talent an das Bühnenlicht gezogen, das sich nach dem Gehörten der Oeffentlichkeit nicht zu schämen braucht.

Zwei Schwesterpaare NußbaumStern haben allen Grund auch fernerhin das Bühnenlicht nicht zu scheuen, denn es beleuchtete dieUnschuld Vorn Lande" und die rührende kindliche Unschuld. t Mann gewann den Eindruck, daß beide aus Liebe zur Kunst sich darin wohl fühlten, um den echten, warmen Herzenston zu treffen.

Das rastlose Treiben der letzten 14 Tage erreichte seinen Höhepunkt in der tadellosen Wiedergabe der Einakter und das Zusammenspiel bewies, wie gern sich eine Jede der guten Sache annahm.

Wo so viel Ueberschuß an Jugend herrscht, dürfen sich auch einmal die Jungen,ohne Einbuße ihrer Reize",alt" machen. Die Lachmuskel des Publikums | kamen auf ihre Rechnung, die Frauenfrage wurde glänzend gelöst, denn es zeigte sich, daß auchohne Herren der Schöpfung" manches Gute erreicht wird, i Freilich als die ersten, lustigen Tanzweisen erklangen dann, ja dann wurde erst der schmachtenden Adams­söhne gedacht, und gnädig ließ man sich die Huldig-

Mlgctt nach altem, guten Brauch, bis zum ersten Hahnenleat/n, gefallen.

MögeIes uns vergönnt sein, den Freundschaftsbund der holden Damen noch lange staunend zu beivundern.

Er lebe, wachse und gedeihe.

' Zwei Gönner.

Auszug

aus den Registern des Standesamtes zu Schlüchtern November 1907.

Geburten:

6. Jean Hans, Sohn des Buchhalters Peter Karl Rohm zu Schlüchtern,

7. Georg Friedrich, Sohn des Briefträgers Johann Georg Göbel zu Schlächtern.

12. Elise, Tochter des Metzgers und Wirth Heinrich Zipf zu Schlächtern.

24. Johann Adam, Sohn des Wirt und Metzgers Melchior Sachs zu Schlächtern.

30. Wilhelm Johann, Sohn des Bauers Ludwig Müller zu Herolz.

Eheschließungen:

2. Kaspar Jakob, Bahnarbeiter zu Schlüchtern, mit der Büglerin Katharina Eichholz zu Weichersbach.

26. Karl Wilhelm Ludwig Georg Otto Krieger, Weichen­steller zu Wächtersbach mit Louise Eckhardt zu Schlüchtern.

Sterbefälle:

4. Maria Theresia Müller geborene Faust, katholisch, 27 Jahre alt zu Herolz.

7. Katharina Hehn, evangelisch, 1 */, Jahre alt zu Schlüchtern.

14. Heinrich Kempel, Dienstknecht, evangelisch, 17 Jahre alt zu Hintersteinau.

25. Johannes Killmer, evangelisch, 63 Jahre alt zu Schlächtern.

25. Nikolaus Baist, evangelisch, 7 Monate alt zu Schlüchtern.

26. Georg Adam Leinberger, Kaufmann, katholisch, 73 Jahre alt zu Schlächtern.

29. Iahn, totgeboren, Schlüchtern.

Frankfurt a. M., 9. Dez. Amtliche Notierungen derViepniarkl Preise. Zum Verkauf standen 449 Ochse», 24 Bullen, 838 Kühe und FÜrsen (Stiere und Rinder), 295 Kälber, 453 Schafe und Hämmel, 1909 Schweine. Bezahlt ivurde für 100 Pfund: Ochsen aj vollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mk. 78 80, b) junge fleischige nicht ausgemästete und ältere ausgemäftete Mk. 71-73, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mk. 60-63, d) gering genährte jeden Alters Mk. bis. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mk. 69 bis 71, b) mäßig genährte jüngere und gut ge- genährte ältere Mk. 6567, oh gering genährte Mk., Kühe und Färsen Stiere und Rinder: a) vollfleischige, ausgemästete

Färsen (Stiere Und Rinder) höchste» Kchlachtwerte- Mk. 71 73 b) vollfleischige, ausgemäftete Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren Mk. 65 67, c) ältere ausgemäftete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 5054, d) mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk. 00 - 00, e) gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) Mk.. Bezahlt wurde für ein Pfund a) seine Mast (Bollm.-Mast)uud beste Saugkälber (Schlachtgewicht) 9295 Pfg«, (Lebendgewicht) 5457 Psg., b) mittlere Mast- und gute Saugkälber (Schlachtgewicht) 80 85 Psg., (Lebendgewicht) 1550. Pfg-, c) geringe Saugkälber 6063 Psg., d ältere gering genährte Kälber Fresser - Psg. Schafe: a) Mastlämmer nnd jüngere Masthämmel 78 - 80 Pfg., b) ältere Masthämmel 6064 Pfg c) mäßig genährte Hämmel und Schafe (Märzschase) Pfg. Schweine: a. vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuz­ungen im Alter bis zu 0/« Jahren 62 Pfg., b. fleischige62

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