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Die Fuldaer Zeitung, ein Organ^der Zentrumspartei, belegtZunsere Ausführungen mit dem AusdruckeUnverschämt­heit" und ähnlichem, und ein Aufruf widmet den vaterländisch gesinnten Gegnern das SchimpfwortHottentottenkartell".

Diese Fuldaer Ausdrucksweise zeigt einmal, wie unsre wahren Worte in's Schwarze getroffen haben, und zum andern, wie schnell die Freundschaft mit ihren roten Verbündeten sogar in der Tonart auf die Fuldaer Ztg. abgesärbt hat.

Wir können und wollen in diesem Tone nicht antworten, sondern gern zugestehu, daß uns das Zentrumsblatt im Schimpfen weit überlegen ist.Wer schimpft, hat unrecht!"

Bezüglich der Kolonialangelegenheit stellt das Zentrum Behauptungen auf, die wir als ttN^ichtiK bezeichnen müssen.

Brutale Behandlung der Eingeborenen billigen auch wir nicht. Mißstände auf diesem Gebiete sind abgestellt worden, ohne daß man sie im Angesichte des höhnisch lachenden Auslandes ausbreitete, wie es das Zentrum getan hat.

Es ist Nicht WCtlj*^ daß 15000 deutsche Soldaten gegen 500 Hottentotten sümpften. Daß Tausende von ersteren zur Zuführung von Lebensmitteln, Munition usw. und zur Bewachung der Stationen nötig waren, weiß das Zentrum, verschweigt es aber. Wie nennt mau ein solches Gebahren?

^^HP$ JHiUicittlt Mark wären bis jetzt schon allein an den Transportkosten von der Küste bis zum Kriegsschauplatz gespart worden, wenn das Zentrum die von der Regierung geforderte Bahn rechtzeitig bewilligt hätte.

Unsere Soldaten haben ungeheure Opfer gebracht.

Bei unerhörten körperlichen Anstrengungen mußten sie sich von Reis und Kaffee nähren, weil die Zufuhr ausblieb, da die Bahn fehlte.

Hätten Wll? die Vtchlt, so wäre der Krieg nach dem Urteil des Generals von Trotha und Gouver­neurs von Lindequist längst beendet. Die Verantwortung für das unnötig vergossene Blut trifft die Volksvertreter vom Zentrum und von der Sozialdemokratie.

Noch niemals die ist Reichstagsauflösung begründeter erfolgt. Der Druck des Zentrums auf die Reichsregierung war Un­erträglich geworden. Nichts wurde bewilligt, wenn nicht vorher ein Sondergelüste des Zentrums befriedigt wurde. DttpttßN Heißt es nun: Weg mit der unwürdigen, unverantwortlichen Nebenregierung des Zentrums!

Es ist ein verhängnisvoller Fehler des Zentrums, mit den Sozialdemokraten in solch' hochwichtiger Frage Arm in Arm zu gehen. Die Revolutionspartei mit Worten zu bekämpfen, dagegen bei den Wahlen uud Abstimmungen im Reichstage zu unterstützen, das ist ein Verfahren, das einer Partei nicht zur Ehre gereicht. Das empfinden auch Zentrums-Männer in großer Zahl und fordern in vielen Wahlkreisen die Aufstellung von Gegenkandidaten gegenüber bisherigen Zentrumsvertretern. Katho­lische Geistliche und Standesherren erheben entrüstet Protest gegen die Handlungsweise des Zentrums, durch welche die Regierung zur Auflösung des Reichstags gezwungen wurde.

Wer im Reichslagswahlkreise SchlüchternFuldaGersfeld einen Mann wählen will, der nicht vor jedem Wink der Zentrumsgewaltigenzusammenklappt wie ein Taschen­messer" und unfähig ist, aus Parteiintereffe mit der Sozialdemokratie gegen die Regierung zusammenzugehen, der gebe seine Stimme

Herrn Amtsrichter Hengsberger

in Schluchtern.

Die vereinigten nationalen Parteien.

Für die Redaktion veranwortlich Lina H oh Meister, Druck und Verlag von C. H oh Meister in Schlächtern.